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  1. Avatar von chincat
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    AW: Selber kündigen bei Krankheit

    Liebe Frau Snuggles, mein Rat (als Personalfachkauffrau, einigermaßen fit in solchen Sachen): sofort ab zum Fachanwalt für Arbeitsrecht wg. einer Kündigungsschutzklage. Aus welchem Grund bist du gekündigt worden? Krankheits- oder betriebsbedingt? Wie lange bist du dort beschäftigt, wieviele Arbeitnehmer hat das Unternehmen?

    Wenn das Unternehmen weniger als 10 Angestellte hat, kannst du dir die Kündigungsschutzklage sparen, zum Anwalt ginge ich trotzdem zwecks Abwicklung der Formalitäten wie Zeugnis, Arbeitsbescheinigung fürs Arbeitsamt, Auszahlung des Resturlaubs etc. Das kann nämlich noch ein Riesentheater werden, wenn du Pech hast. Naja, ist es ja auch schon. 20 Tage sind ein gutes Monatsgehalt. Lass dir das Geld am besten auf die Abfindung packen. Aber diese Details regelt dein Anwalt.

    Auf ein Zwischenzeugnis hast du meines Wissens keinen Anspruch. Der besteht nur bei Vorgesetztenwechsel o.ä.
    Und ich würde dir ebenfalls raten, wenn es dir wegen der Krankheit irgendwie möglich ist, mit der Kündigung und der aktuellen AU bei der Agentur für Arbeit vorstellig zu werden. Dann bist du an dieser Stelle auf der sicheren Seite. Und du bekommst auch die Arbeitsbescheinigung ausgehändigt, die der Arbeitgeber zeitnah auszufüllen hat. Kannst du dann auch gleich dem Anwalt in die Hand drücken, soll der sich kümmern.

    Bestätigen würde ich nichts. Du redest nicht mehr mit dem Unternehmen. Das macht dein Anwalt. Sein Schreiben ist Bestätigung genug.

    Bitte vergiss nicht, deine Rechtsschutzversicherung vorher zu kontaktieren. Sonst hast du an der Stelle auch noch Theater.
    Ich wünsche dir ein gutes Nervenkostüm und gute Besserung. Und lass dir bloß nix gefallen.
    Geändert von chincat (27.02.2020 um 18:29 Uhr)

  2. Avatar von FrauSnuggles
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    AW: Selber kündigen bei Krankheit

    Zitat Zitat von chincat Beitrag anzeigen
    Liebe Frau Snuggles, mein Rat (als Personalfachkauffrau, einigermaßen fit in solchen Sachen): sofort ab zum Fachanwalt für Arbeitsrecht wg. einer Kündigungsschutzklage. Aus welchem Grund bist du gekündigt worden? Krankheits- oder betriebsbedingt? Wie lange bist du dort beschäftigt, wieviele Arbeitnehmer hat das Unternehmen?

    Wenn das Unternehmen weniger als 10 Angestellte hat, kannst du dir die Kündigungsschutzklage sparen, zum Anwalt ginge ich trotzdem zwecks Abwicklung der Formalitäten wie Zeugnis, Arbeitsbescheinigung fürs Arbeitsamt, Auszahlung des Resturlaubs etc. Das kann nämlich noch ein Riesentheater werden, wenn du Pech hast. Naja, ist es ja auch schon. 20 Tage sind ein gutes Monatsgehalt. Lass dir das Geld am besten auf die Abfindung packen. Aber diese Details regelt dein Anwalt.

    Auf ein Zwischenzeugnis hast du meines Wissens keinen Anspruch. Der besteht nur bei Vorgesetztenwechsel o.ä.
    Und ich würde dir ebenfalls raten, wenn es dir wegen der Krankheit irgendwie möglich ist, mit der Kündigung und der aktuellen AU bei der Agentur für Arbeit vorstellig zu werden. Dann bist du an dieser Stelle auf der sicheren Seite. Und du bekommst auch die Arbeitsbescheinigung ausgehändigt, die der Arbeitgeber zeitnah auszufüllen hat. Kannst du dann auch gleich dem Anwalt in die Hand drücken, soll der sich kümmern.

    Bestätigen würde ich nichts. Du redest nicht mehr mit dem Unternehmen. Das macht dein Anwalt. Sein Schreiben ist Bestätigung genug.

    Bitte vergiss nicht, deine Rechtsschutzversicherung vorher zu kontaktieren. Sonst hast du an der Stelle auch noch Theater.
    Ich wünsche dir ein gutes Nervenkostüm und gute Besserung. Und lass dir bloß nix gefallen.
    Danke für die Infos!!
    Ich rufe morgen bei der Versicherung an.
    Eine Kündigungsschutzklage macht aber nur Sinn wenn man mit der Kündigung nicht einverstanden ist oder?
    Mit der Kündigung selber bin ich garnicht so unglücklich. Ich möchte aber ein akzeptables Zeugnis uns die Auszahlung meiner Urlaubstage

  3. Avatar von chincat
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    AW: Selber kündigen bei Krankheit

    Mit der Kündigung bist du selbstverständlich NICHT einverstanden. Den die Klage lautet offiziell auf Wiedereinstellung, das wird aber i.d.R. nicht umgesetzt / praktiziert, meistens läuft es auf einen Vergleich hinaus. Und dann geht es um die Abfindung = Deine Kohle. Und selbstverständlich möchtest du die. Da kommt es aber u.a. darauf an, wie lange du z.B. in der Firma beschäftigt warst. Als Faustregel gilt in etwa ein halbes Gehalt pro Beschäftigungsjahr.

    Ab Kündigung hast du 3 Wochen Zeit für die Klage. Du hast also keine Zeit zu verlieren. Morgen: Versicherung anrufen, dann Fachanwalt für Arbeitsrecht suchen, Termin machen. Der Rest regelt sich dann.

  4. Avatar von agathe13
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    AW: Selber kündigen bei Krankheit

    Zitat Zitat von FrauSnuggles Beitrag anzeigen
    Eine Kündigungsschutzklage macht aber nur Sinn wenn man mit der Kündigung nicht einverstanden ist oder?
    Mit der Kündigung selber bin ich garnicht so unglücklich.
    Dennoch solltest du eine Kündigungsschutzklage zumindest erwägen.
    Du hast glaub ich noch nicht gesagt, mit welcher Begründung dir gekündigt wurde. Es kann also gut sein, dass die Begründung hanebüchen ist und keinen Bestand hätte. Wenn du dich dann gegen eine offensichtlich rechtlich nicht haltbare Kündigung nicht wehrst, kann u.U. das Arbeitsamt unterstellen, du hättest an deiner Kündigung mitgewirkt und dir die Leistungen streichen.
    Ob das derzeit so ist, weiß ich nicht, es gab diese Zeiten vor Jahren aber. Dein Anwalt sollte dich da beraten können. Und normalerweise ist auch er es, der die Deckungszusage von der Rechtschutzversicherung einholt.
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

  5. Avatar von Sariana
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    AW: Selber kündigen bei Krankheit

    In jedem Fall solltest du dich sofort arbeitslos ab dem Tag melden, ab dem du nicht mehr lt. Kündigung beschäftigt bist.

    Ganz egal, ob du eine Kündigungsschutzklage anstrebst oder nicht.
    Liebe ist nicht weil ... sondern trotz und obwohl.
    (Gabriele Krone-Schmalz)

  6. Avatar von chincat
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    AW: Selber kündigen bei Krankheit

    Zitat Zitat von Sariana Beitrag anzeigen
    In jedem Fall solltest du dich sofort arbeitslos ab dem Tag melden, ab dem du nicht mehr lt. Kündigung beschäftigt bist.
    Das ist leider falsch. Sofort und unverzüglich nach Kenntnis des Arbeitsplatzverlustes muss man bei der Agentur für Arbeit vorstellig werden, sonst drohen empfindliche Sanktionen.
    Es reicht also nicht, bis zum Ablauf der Kündigungsfrist zu warten und sich dann mal gemütlich auf die Socken zu machen Richtig Arbeitsamt.
    Geändert von chincat (28.02.2020 um 18:31 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Selber kündigen bei Krankheit

    Arbeitslos kann sie sich tatsächlich erst am ersten Tag nach Ablauf des Arbeitsvertrags melden. Arbeitsuchend schon jetzt.

  8. Avatar von chincat
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    AW: Selber kündigen bei Krankheit

    Ok, das hörte sich so an bzw. las sich, als ob sie erst nach Ablauf der Kündigungsfrist zum Arbeitsamt gehen solle. Arbeitssuchend melden mit dem Kündigungsschreiben des AGs in der Hand ist fast gleichbedeutend wie arbeitslos melden zum Zeitpunkt X = Ablauf der Kündigungsfrist.

    Nix für ungut, kleines Missverständnis.

  9. Avatar von Sariana
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    AW: Selber kündigen bei Krankheit

    chincat, ich schrieb sofort.
    Liebe ist nicht weil ... sondern trotz und obwohl.
    (Gabriele Krone-Schmalz)

  10. Inaktiver User

    AW: Selber kündigen bei Krankheit

    Zitat Zitat von Sariana Beitrag anzeigen
    chincat, ich schrieb sofort.
    Klugscheiß: Sofort arbeitslos melden ab dann und dann geht auch nicht. Sie könnte bis dahin was Neues haben.

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