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  1. Registriert seit
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    AW: Männliche vs. weibliche direkte Führungskräfte

    Ich würde Gosse eher verbuchen unter bisweilen rustikal, pragmatisch, direkt und auch mal ein paar Dezibel mehr zwecks Nachdruck. Vielleicht auch einfach mal hart, aber dennoch herzlich.

    Bei Gourmet kommen dann die vollumfängliche Höflichkeit, etwas mehr (oder gar zu viel) Vorsicht in der Wortwahl, die Kommunikation nach Schulz von Thun und eher ein wenig Distanz zum tragen. So mein Empfinden...

    Mir begegnet im Berufsleben das volle Spektrum, sodass ich mich variabel einstellen muss. Da hat Sasapi schon recht...

    Und ob ich lieber unter Männern oder Frauen arbeite? Ich hatte bisher nur männliche Vorgesetzte. Kann aber sagen, dass der derzeitige die größte Diva ist.


  2. Registriert seit
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    AW: Männliche vs. weibliche direkte Führungskräfte

    Naja, Du kannst eben durchaus mal einen Kunden mit, ähm, Gossenvokabular haben, dann ist es schon hilfreich, wenn Du damit umgehen kannst.

    Kommt vermutlich auch auf den Bereich an - Ärzte und Juristen haben vermutlich eine gemischtere Klientel als Chemiker.


  3. Registriert seit
    22.12.2018
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    AW: Männliche vs. weibliche direkte Führungskräfte

    Zitat Zitat von Tovaa Beitrag anzeigen
    Ich würde Gosse eher verbuchen unter bisweilen rustikal, pragmatisch, direkt und auch mal ein paar Dezibel mehr zwecks Nachdruck. Vielleicht auch einfach mal hart, aber dennoch herzlich.
    Ah, okay. Für mich ist das einfach rustikal damit habe ich überhaupt kein Problem. Gosse wäre für mich eine Sprache mit Kraftausdrücken, herabwürdigend, schimpfend, sowas. Ist mir bisher noch nie begegnet im Job. Das oben genannte schon und damit komme ich gut zurecht. Ich mag das sogar mehr als das piekfeine und übertrieben gewählte.


  4. Registriert seit
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    AW: Männliche vs. weibliche direkte Führungskräfte

    Es kommt ja auch drauf an, welchen Beruf man hat, wo man arbeitet...
    Ich hatte in meinem jetzigen Job mit allen möglichen Leuten zu tun, war wahlweise Blitzableiter, Ratgeber oder Kummerkasten (das brachte die Position einfach mit sich) und musste sowohl mitunter beherzt zurück brüllen (oder den Sicherheitsdienst rufen. Aber bis sie da gewesen wären, hätte der Wüterich die Bude in Schutt und Asche gelegt), einfach nur ruhig mit pikierter Miene eine Augenbraue hochziehen und wortlos auf die Tür zeigen, Tränen trocknen, Mut zusprechen, gewandt parlieren... Was gerade angemessen war.
    Das Unternehmen wird gerade abgewickelt, da liegen die Nerven blank. Und ich bin gottfroh, dass es so gut wie keine echten Aussetzer gab. Das hätte ganz anders laufen können.

    Ein Beispiel, was meiner Tochter mal passierte :
    Sie ist Köchin, vertrat zu der Zeit den Küchenchef während seiner Abwesenheit, die einzige Frau im Team und sehr jung, gerade 20.
    Ein anderer Koch stichelte schon die ganze Zeit herum. Irgendwann kam sie zur Arbeit und an ihrem Arbeitsplatz waren Pornobilder angebracht.
    Sie hat kurz überlegt, was sie sagen sollte - besagter Kollege lag schon auf der Lauer, der Rest der Mannschaft wartete gespannt.
    Sie entfernte die Bilder in aller Ruhe, guckte den Kollegen an und fragte : "Hast Du Bilder von der letzten Familienfeier mitgebracht? Mama sieht gut aus für ihr Alter."

    Fortan hatte sie Ruhe. Vor allen.

    Hätte man anders lösen können, aber das war die Sprache, die der Herr verstand.


  5. Registriert seit
    22.12.2018
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    AW: Männliche vs. weibliche direkte Führungskräfte

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen

    Ein Beispiel, was meiner Tochter mal passierte :
    Sie ist Köchin, vertrat zu der Zeit den Küchenchef während seiner Abwesenheit, die einzige Frau im Team und sehr jung, gerade 20.
    Ein anderer Koch stichelte schon die ganze Zeit herum. Irgendwann kam sie zur Arbeit und an ihrem Arbeitsplatz waren Pornobilder angebracht.
    Sie hat kurz überlegt, was sie sagen sollte - besagter Kollege lag schon auf der Lauer, der Rest der Mannschaft wartete gespannt.
    Sie entfernte die Bilder in aller Ruhe, guckte den Kollegen an und fragte : "Hast Du Bilder von der letzten Familienfeier mitgebracht? Mama sieht gut aus für ihr Alter."

    Fortan hatte sie Ruhe. Vor allen.

    Hätte man anders lösen können, aber das war die Sprache, die der Herr verstand.
    Wie cool! Tolle Reaktion.

  6. gesperrt
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    AW: Männliche vs. weibliche direkte Führungskräfte

    Zitat Zitat von AE90 Beitrag anzeigen
    Das klingt so wie aus dem letzten Jahrhundert, sorry, Barbara. Ist das wirklich so?
    Ich stamme ja auch aus dem letzten Jahrhundert und ja, ich mache gute Erfahrungen mit freundlicher Förmlichkeit. Also schon in der Regel per Du, aber immer höflich und nur sehr sehr sparsam vulgär.

    Gosse ist generell unangebracht.
    meist schon, abe es gibt halt so ein paar Ecken Welt, wo das üblich ist.



    . Vornehmheit ist echt schräg. Was soll das sein im Kontext von Arbeit? Müssen Männer nicht vornehm sein?
    die bestmöglichen Umgangsformen und Aufmerksamkeit fürs Gegenüber, würde ich sagen. und du bist auf gutem Weg, wenn du merkst, dass alle Männer sich Mühe geben, ein Gentleman zu sein dir gegenüber.

    und ja, es steht auch Männern gut an, aber bei Frauen ist es irgendwie wichtiger. Souveränität und Führungsstärke in weiblich funktioniert ein bisschen anders als Souveränität und Führungsstärke in männlich.

    gruss, barbara

  7. Avatar von Michael_Collins
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    AW: Männliche vs. weibliche direkte Führungskräfte

    Außer bei der Bundeswehr, damals gab es dort keine Frauen, lediglich im Sanitätsdienst, hatte ich fast immer weibliche Vorgesetzte.
    Ich hatte zu keiner Zeit Probleme damit. Im allgemeinen waren sie kompetent und souverän. Nach meinem Empfinden haben es weibliche Vorgesetzte nur dann schwerer wenn sie es mit Männern zu tun haben, die meinen sie nicht ernst nehmen zu müssen weil es Frauen sind. Das ist dann aber eher ein Problem der Männer.
    Solange eine mir vorgesetzte Person kompetent ist, ist mir das Geschlecht egal.

    Allerdings waren nach meiner Beobachtung zumeist Männer inkompetent, dafür aber die größeren Chef-Darsteller.

    Nun ist es schon eine Weile her, dass ich Vorgesetzte hatte, bzw. habe und im Gegenteil selbst Vorgesetzter war.
    Daher hoffe ich, dass ich meinen "Job" ordentlich gemacht habe, bzw. mache.

    Há gente que fica na história
    Da história da gente


    Ja zur EU

  8. Avatar von agathe13
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    AW: Männliche vs. weibliche direkte Führungskräfte

    Zitat Zitat von moonlady90 Beitrag anzeigen
    Leider gibt es dazu Studien. Wenn Frauen aufsteigen wollen, kopieren sie gerne "männliche" Attribute und werden darin noch "besser". Sie meinen, noch härter, länger, stärker fester als die männlichen Kollegen arbeiten zu müssen.
    die Studien, die ich dazu kenne, besagen eher, dass dasselbe Verhalten unterschiedlich bewertet wird, je nach dem, ob es von einer Frau oder einem Mann in Führungsrolle kommt.

    Nachlesbar hier:

    Die Reaktion auf Kritik hängt stark vom Geschlecht des Vorgesetzten ab. Wenn eine Frau die identische Kritik äußert, führt das bei den männlichen Testpersonen zu größerer Unzufriedenheit mit der Arbeit und verdoppelt die Wahrscheinlichkeit, dass sie nicht noch einmal für die Firma arbeiten wollen.
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

  9. Avatar von Carolly
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    AW: Männliche vs. weibliche direkte Führungskräfte

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Da hat sie recht!

    Wobei "Gosse", aktiv ausgeübt, Frauen eher nicht gut bekommt. aber es ist gut, wenn frau nicht schockiert ist davon und sich auch nicht zu sehr beeindrucken lässt, wenn einer so kommt.

    gruss, barbara
    Fuer Teile von meinem Job ist ’Gosse’ die Voraussetzung. Wenn man nicht dieselbe Sprache spricht wie zB die Leute auf einer Bohrinsel wird man schnell gesehen als jemand der nicht weiss wovon er spricht. Zum Glueck kann ich Gosse sehr gut ;)

    Ansonsten ist meine Erfahrung dass es nicht ausmacht ob der Vorgesetzte Mann oder Frau ist: wenn deutlich wird dass Leute mit dem Probleme haben verschwindet der wieder schnell. Dasselbe gilt auch fuer Mitarbeiter die nicht ins Team passen und fuer Unruhe sorgen. Gosse ist ok, sehr individuelle Kleidung im allgemeinen auch, Intrigen und Zicken nicht. So sollte es auch sein.

  10. Inaktiver User

    AW: Männliche vs. weibliche direkte Führungskräfte

    Zitat Zitat von Charlotte03 Beitrag anzeigen
    Das geht im Gewerbe, nicht aber in Behörden oder bei Verbänden.
    Stimmt in dieser Absolutheit doch auch nicht. Ich arbeite - weit gefasst - in einer Behörde, und hier geht es genau so zu, jedenfalls in meinem direkten Umfeld.

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