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  1. Registriert seit
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    Ist Arbeit nicht eigentlich verlorene Zeit?

    Im Studium ging mir die Frage schon durch den Kopf.

    Versteht mich nicht falsch, ich lerne unheimlich gerne, deswegen fand ich Studieren toll bzw. hab ich nie aufgehört damit und mach auch in meiner Freizeit noch unheimlich gerne MOOC's mit oder lerne Sprachen, neue Software, Sportarten.

    Der Wechsel vom Studium ins Arbeitsleben fiel mir schwer, fällt mir auch 7 Jahre danach immer noch schwer.

    Ich erledige gern meine Aufgaben, die ganzen Machtspiele, Kommunikationsprobleme etc. kann ich aber gar nicht ab.

    Und naja selbst die sozialen Firmen/Einrichtungen machen teilweise total sinnlose Dinge...

    Die meisten Dinge, an denen wir arbeiten, außer die Sachen direkt am Menschen, wie Pflege, Bedürftige, Kinder, Umweltschutz etc. brauchen wir doch eigentlich gar nicht.

    Brauchen wir so viel Kleidung, Elektroschrott, Versicherungen, Unterhaltung? Brauchen wir echt ne Beschäftigung in Form von Arbeit weil wir ansonsten nichts mit uns anfangen können?

    Ist es erstrebenswert nen tollen Job mit Status zu haben und bis 67 oder 70 zu arbeiten? Und wenn ja warum, was gibt euch Arbeit?

    Ich weiß mit der Einstellung ist es schwierig einen anderen Job zu finden, als den ich habe - und Geld zum Leben bzgl. Unterkunft und Essen, benötige ich ja. Ich arbeite auch gut, aber mir fehlt oft der Sinn dahinter.

    Ich will mich daher in meiner Freizeit wenigstens ein wenig dem Umweltschutz widmen und während der Suche nach etwas Erträglichen meine Einstellung ändern - also den Sinn und die Freude in der Freizeit finden, Brotjob erledigen, aber nicht so viel Energie (auch Wut und Frust) in die Arbeit stecken. Systeme ändern sich meistens wegen einem Individuum nicht. Und die meisten Arbeitssysteme funktionieren ähnlich.

    Denn ich glaube, egal wo ich arbeite, glücklich werde ich mit Arbeit nie.

  2. Avatar von Loop1976
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    AW: Ist Arbeit nicht eigentlich verlorene Zeit?

    Ja, total verlorene Zeit.
    Ich suche schon lange jemanden, der mir jeden Monat Geld überweist, damit ich mich sinnvolleren Projekten widmen kann.

    Kennst Du vielleicht jemanden?
    Nein, mein Nickname hat nichts mit meinem Geburtsjahr zu tun

    Schade, dass man im Leben Menschen begegnet, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen.

    Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
    Seine, ihre, die Wahrheit, und das, was wirklich passiert ist.


    Schokolade stellt keine blöden Fragen - Schokolade versteht

  3. Avatar von Loop1976
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    AW: Ist Arbeit nicht eigentlich verlorene Zeit?

    Zitat Zitat von Ernestae Beitrag anzeigen
    Denn ich glaube, egal wo ich arbeite, glücklich werde ich mit Arbeit nie.
    Auf Dauer geht das dann alles mehr auf die Psyche...
    Das ist doch gut, wenn Du krank wirst. Dann bist Du arbeitsunfähig.
    Schließ unbedingt eine Berufsunfähigkeitsversicherung ab.
    Nein, mein Nickname hat nichts mit meinem Geburtsjahr zu tun

    Schade, dass man im Leben Menschen begegnet, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen.

    Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
    Seine, ihre, die Wahrheit, und das, was wirklich passiert ist.


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  4. Avatar von Sneek
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    AW: Ist Arbeit nicht eigentlich verlorene Zeit?

    Zitat Zitat von Ernestae Beitrag anzeigen
    Denn ich glaube, egal wo ich arbeite, glücklich werde ich mit Arbeit nie.
    Du meinst mit klassischer Erwerbsarbeit. Ich bin davon überzeugt, dass man sich auf Dauer auch als Privatier irgendeine "Arbeit" sucht.

    Mir ist jetzt nicht ganz klar, was der Sinn dieses Strangs sein soll. Eher philosophisch? Du scheinst ja für Dich schon die Lösung gefunden zu haben.

  5. Avatar von animosa
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    AW: Ist Arbeit nicht eigentlich verlorene Zeit?

    Die Arbeit brauchen wir, um leben zu können. Ansonsten macht man sich abhängig von wem auch immer.

    Ich sehe es so, dass ich die meiste Lebenszeit auf der Arbeit verbringe, da ich Vollzeit arbeite. Deshalb muss die Arbeit zu mir passen und mich ausfüllen. Und du hast absolut Recht, dass genau das ein Problem darstellt, eben genau wegen Machtspielen und Kommunikationsproblemen usw.

    Ich hatte es mit Teilzeitarbeit versucht. Wollte mehr in mein Privatleben stecken, in der Hoffnung, dass mich das erfüllt. Aber das hat nicht geklappt. Dafür war ich immer noch zu viel auf der Arbeit. Und sie nur halb machen, das macht mich unglücklich. Entweder stehe ich dahinter, oder ich lass es ganz. Ganz lassen geht nicht, dann kann ich mir mein Leben nicht mehr leisten.

    Ich habe deswegen vor einem
    Jahr, nach 18 Jahren Betriebszugehörigkeit, meinen sicheren, gut bezahlten Job gekündigt und noch einmal neu angefangen in einem Bereich, der meiner Meinung nach eben auch Sinn macht. Mir hat die Arbeit bis jetzt immer großen Spaß gemacht, aber es war einfach viel zu viel. Und deswegen habe ich mich weiter umgesehen und beginne im Januar in der gleichen Branche in einer neuen Firma. Dieses Mal zu Konditionen, die besser zu mir passen.

    Dadurch, dass ich gut verdiene, kann ich es mir auch leisten, Fortbildungen zu machen, die nicht ganz billig sind. Das sehe ich schon als Vorteil an. Nur wenn es einem selber gut geht, kann man auch anderen helfen. Und deswegen gibt es für mich eigentlich gar keinen anderen Weg.

    Oft muss man einen beschwerlichen Weg gehen, um erfolgreich zu werden.

  6. Avatar von Horus
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    AW: Ist Arbeit nicht eigentlich verlorene Zeit?

    Ich will mich daher in meiner Freizeit wenigstens ein wenig dem Umweltschutz widmen
    Und warum suchst du dir nicht einen Job, der es dir erlaubt, dich beruflich für Umweltschutz einzusetzen UND damit sogar Geld zu verdienen?
    Ja, kann sein, dass das anstrengend wird - nochmals studieren z.B., falls dein Erststudium nicht Ökologie, Klimatologie, Forstwirtschaft (die kümmert sich nicht nur ums Bäumefällen, sondern auch ums Ökosystem (Ur-)Wald) oder dergleichen war, in einem solchen Studium mit herausragenden Leistungen punkten und dir dann einen entsprechenden Job ergattern.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
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    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.


  7. Registriert seit
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    AW: Ist Arbeit nicht eigentlich verlorene Zeit?

    Na klar ist Arbeit die man fremdbstimmt ausübt verlorene Lebenszeit, sofern man nicht für den Inhalt der Tätigkeit "brennt".
    Ich würde sicher nicht meine Arbeitsleistung verkaufen, wenn ich das nicht nötig hätte für meinen Lebensunterhalt.

    Ich könnte mir vieles vorstellen, was ich mit meiner Energie und Lebenszeit stattdessen zu meiner eigenen Freude anstellen könnte.

    Und nu? Worauf willst du hinaus? Wenn du dir nicht vorstellen kannst dies 40 Jahre durchzuziehen, dann brauchst du halt einen anderen Plan. Denn wünsche ich dir von Herzen, sofern er nicht auf Kosten anderer geht.

  8. Avatar von Scooter2
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    AW: Ist Arbeit nicht eigentlich verlorene Zeit?

    Ernestae:wenn Du schreibst,dass wir den Elektroschrott etcpp. nicht brauchen,dann wudere ich mich doch,warum Du hier schreibst und den Schrott selber nutzt?
    Predigst Du etwa Wasser und trinkst Wein?
    Wenn Du unzufrieden bist,dann hast du den falschen Arbeitgeber oder vllt. den falschen Beruf...geh zur Berufsberatung und lass Dich beraten.
    Oder ist Dir vllt. langweilig heute,weil Du nicht arbeiten gehen kannst und die Wohnung bereits sauber und geputzt ist und das Mittagessen schon gekocht?
    Recherchen haben ergeben,dass manche Leute gar keine Laktose brauchen um intolerant zu sein

  9. Avatar von animosa
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    AW: Ist Arbeit nicht eigentlich verlorene Zeit?

    Ja, das würde ich auch vorschlagen. Entweder suchst du dir eine Arbeit, in der du Umweltschutz betreiben kannst oder du machst dich selbstständig. Dann hast du alles in der Hand.

  10. Avatar von animosa
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    AW: Ist Arbeit nicht eigentlich verlorene Zeit?

    Meine Tochter hat eine Master-Arbeit geschrieben, in der sie Konzerninteressen und Umweltschutz in Einklang gebracht hat. Daran forscht sie nun an der Uni, um darin zu promovieren.
    Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr an die Tür des Nachbarn.

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