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  1. Registriert seit
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    AW: Wieviele Überstunden sind sinnvoll?

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Was meinst du denn, wenn du sagst, dass du bereits heute weißt, was in den nächsten mehr als drei Jahrzehnten an beruflichen Herausforderungen auf dich zukommen wird und dass der Beruf ebenfalls über mehr als 30 Jahre ganz sicher das Irrelevanteste in deinem Leben sein wird?
    Ich finde es auch unendlich traurig so jung schon so festgefahren zu sein - ich habe seit ich so alt war wie du, noch sehr viel über mich gelernt, was ich kann und will etc und bin auch sehr froh, so neugierig gewesen zu sein.
    Ich habe ein paar persönliche Verluste erlebt und weiß daher durchaus was persönliche Verluste bedeuten.

    Egal was an beruflichen Herausforderungen kommt es kann nicht halb so schlimm sein wie das, also irrelevant.

    Das ist, was ich gemeint habe.


    Interessant können solche Herausforderungen durchaus sein, aber das ist eine ganz andere Sache.

  2. Inaktiver User

    AW: Wieviele Überstunden sind sinnvoll?

    Saetien,

    jetzt klingst Du aber doch ganz schön trotzig. Du wirst so viel Zeit bei der Arbeit/im Beruf verbringen, da ist er alles andere als irrelevant. Die Bedingungen unter denen Du arbeitest werden einen immensen Einfluss auf den Verlauf Deines Lebens haben, weil Du ihnen täglich ausgesetzt bist.

    ...auch ein Tropfen höhlt den Stein....

    @ Galah3: Stimme Dir voll zu

    Ich geh mal davon aus, Dass sich Deine momentane Unsicherheit über die Notwendigkeiten im Job mit zunehmender Erfahrung und Selbstsicherheit bald verflüchtigen und deine Bedürfnisse mehr Raum gewinnen dürfen, auch unabhängig vom Charakter des Vorgesetzten. Was Du bisher erlebt hast düfte im wesentlichen durch die Settings und die Persönlichkeit Deines Gegenüber bestimmt gewesen sein, möglicherweise in Kombination mit latent (im Moment eher offen) bestehenden Minderwertigkeitsgefühlen.

    Lerne bei Dir zu bleiben und Deine Körpersignale zu interpretieren, um dass alles dann mit dem kognitiven zu verknüpfen, dann machst Du auch Fehler oder trittst ins Fettnäpfchen aber hinterher bist Du wenigstens schlauer. Das ging vielen hier genauso und mittlerweile arbeiten sie eben unter Bedingungen, die wenigstens passabel mit den eigenen Bedürfnissen vereinbar sind.


  3. Registriert seit
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    AW: Wieviele Überstunden sind sinnvoll?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Saetien,

    jetzt klingst Du aber doch ganz schön trotzig. Du wirst so viel Zeit bei der Arbeit/im Beruf verbringen, da ist er alles andere als irrelevant. Die Bedingungen unter denen Du arbeitest werden einen immensen Einfluss auf den Verlauf Deines Lebens haben, weil Du ihnen täglich ausgesetzt bist.
    Und? Voraussichtlich werde ich im Beruf keine Angehörigen verlieren, entsprechend kann egal was da kommt ja so schlimm nicht werden.

    Finde ich übrigens interessant: Wenn jemand mit ca. 50 hier die Erkenntnis beschreibt dass im Verhältnis zu privaten Dingen wie Gesundheit/Krankheit letztlich alles andere verblasst, dann wird das als große Erkenntnis und schöne Prioritätenverschiebung gefeiert. Schreibe ich dasselbe mit Anfang 30 bin ich "trotzig".
    Gut, man kann durchaus darüber streiten, ob die Verwendung dieses Wortes gegenüber jemandem der älter ist als 12 überhaupt angebracht ist - oder kannst Du Dir irgendeine Situation vorstellen, wo jemand die Aussage, er klänge trotzig, als besonders hilfreich auffasst?


    Ich geh mal davon aus, Dass sich Deine momentane Unsicherheit über die Notwendigkeiten im Job mit zunehmender Erfahrung und Selbstsicherheit bald verflüchtigen und deine Bedürfnisse mehr Raum gewinnen dürfen, auch unabhängig vom Charakter des Vorgesetzten. Was Du bisher erlebt hast düfte im wesentlichen durch die Settings und die Persönlichkeit Deines Gegenüber bestimmt gewesen sein, möglicherweise in Kombination mit latent (im Moment eher offen) bestehenden Minderwertigkeitsgefühlen.

    Wenn überhaupt eher das Gegenteil - aber wieder mein altes Problem, ich habe anscheinend ein unglückliches Talent dafür, genau das Gegenteil von dem auszustrahlen als ich bin.

    Die Minderwertigkeitsgefühle hatte ich zeitweise durchaus tatsächlich - zu der Zeit wurde mir allerdings häufig gesagt, ich sei arrogant und überheblich. Nun bin ich die Minderwertigkeitsgefühle los und habe vielleicht tatsächlich einen leichten Hang zur Arroganz - prompt werden mir genau die Minderwertigkeitsgefühle attestiert, die mir früher, als sie noch vorhanden waren, als Arroganz ausgelegt wurden.


    Lerne bei Dir zu bleiben und Deine Körpersignale zu interpretieren, um dass alles dann mit dem kognitiven zu verknüpfen, dann machst Du auch Fehler oder trittst ins Fettnäpfchen aber hinterher bist Du wenigstens schlauer. Das ging vielen hier genauso und mittlerweile arbeiten sie eben unter Bedingungen, die wenigstens passabel mit den eigenen Bedürfnissen vereinbar sind.


    Genau aus diesen Überlegungen heraus habe ich mir einen neuen Job gesucht - hier wurde mir davon abgeraten, also scheinen die Ratschläge hier ja zumindest nicht alle zueinander zu passen.

  4. Inaktiver User

    AW: Wieviele Überstunden sind sinnvoll?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Wenn überhaupt eher das Gegenteil - aber wieder mein altes Problem, ich habe anscheinend ein unglückliches Talent dafür, genau das Gegenteil von dem auszustrahlen als ich bin.
    Nach Minderwertigkeitskomplexen sieht es aus, weil Du selbst bei wirklich nett formuliertem, gut gemeintem Feedback oft zurückgiftest und nicht vorhandene "Angriffe" auf Deine Person unterstellst.
    Das kommt bei den Bri-Lesern als Minderwertigkeitsgefühl rüber.


  5. Registriert seit
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    AW: Wieviele Überstunden sind sinnvoll?

    Bei fällt mir "gut gemeint" wirklich schwer zu glauben das ist aber was Persönliches zwischen uns.

    Ansonsten wäre mir neu dass ich in letzter Zeit irgendwem einen Angriff unterstellt hätte.


    Tatsächlich habe ich das, als ich noch Minderwertigkeitskomplexe hatte, nicht gemacht - damals hätte (und habe) ich immer verzweifelter versucht mich verständlich zu machen (erfolglos), jemandem einen Angriff zu unterstellen hätte ich mich damals niemals getraut- der andere musste ja schon deshalb Recht haben, weil er nicht ich war.

    Dass ich mich das nun traue zu benennen wenn ich etwas als Angriff empfinde liegt an mehr Selbstvertrauen und ist für mich ein großer Fortschritt, den ich nicht wieder aufgeben will.

  6. Avatar von Sneek
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    AW: Wieviele Überstunden sind sinnvoll?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Und? Voraussichtlich werde ich im Beruf keine Angehörigen verlieren, entsprechend kann egal was da kommt ja so schlimm nicht werden.
    Du bist doch nicht der einzige Mensch auf Erden, der jemals einen Angehörigen verloren hat.

    Ein Kollege von mir hat vor einigen Monaten seinen zweijährigen Sohn verloren, der ist aufgrund eines nicht erkannten Gendefekts ganz plötzlich gestorben. In meiner Vorstellung ist das so ziemlich das schlimmste, was einem Menschen passieren kann und ihm gehört mein ganzes Mitgefühl. Bedeutet das jetzt aber, dass der Kollege sich bis zur Rente (bei ihm auch noch über 30 Jahre) nie nie wieder auch mal über berufliche Dinge ärgern wird? Nein.

    Man verbringt ziemlich viel Zeit im Job und man erlebt da Erfolge und Misserfolge. Manchmal sogar Kränkungen oder Demütigungen. Man kann sich natürlich immer damit aufrichten, dass manche Erlebnisse noch schlimmer sind und es anderen Menschen noch schlechter geht, trotzdem macht es etwas mit einem.


  7. Registriert seit
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    AW: Wieviele Überstunden sind sinnvoll?

    Zitat Zitat von Sneek Beitrag anzeigen
    Du bist doch nicht der einzige Mensch auf Erden, der jemals einen Angehörigen verloren hat.
    Habe ich auch nie behauptet.
    Ein Kollege von mir hat vor einigen Monaten seinen zweijährigen Sohn verloren, der ist aufgrund eines nicht erkannten Gendefekts ganz plötzlich gestorben. In meiner Vorstellung ist das so ziemlich das schlimmste, was einem Menschen passieren kann und ihm gehört mein ganzes Mitgefühl. Bedeutet das jetzt aber, dass der Kollege sich bis zur Rente (bei ihm auch noch über 30 Jahre) nie nie wieder auch mal über berufliche Dinge ärgern wird? Nein.
    Ich gehe schon davon aus dass es nichts, wirklich gar nichts, gibt was der Kollege in seinem Beruf jemals auch nur halb so schlimm finden wird wie den plötzlichen Verlust seines Sohnes.

    Mein Mitgefühl für ihn auch von mir.

  8. Avatar von agathe13
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    AW: Wieviele Überstunden sind sinnvoll?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Ich habe ein paar persönliche Verluste erlebt und weiß daher durchaus was persönliche Verluste bedeuten.

    Egal was an beruflichen Herausforderungen kommt es kann nicht halb so schlimm sein wie das, also irrelevant.

    Das ist, was ich gemeint habe.
    Danke für die Klarstellung.
    Ich meine mit Herausforderungen aber nicht nur "etwas Schlimmes" , sondern halt "etwas Herausforderndes" im Sinne von "etwas erfordert Mut, macht evtl. Angst, bietet aber auch Chancen, man muss es halt wagen, sich anstrengen, aus der Komfortzone herauskommen, sich überwinden, vielleicht sich selbst besser kennenlernen".

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Finde ich übrigens interessant: Wenn jemand mit ca. 50 hier die Erkenntnis beschreibt dass im Verhältnis zu privaten Dingen wie Gesundheit/Krankheit letztlich alles andere verblasst, dann wird das als große Erkenntnis und schöne Prioritätenverschiebung gefeiert. Schreibe ich dasselbe mit Anfang 30 bin ich "trotzig".
    Ich finde tatsächlich, es macht einen Unterschied, aus welcher Perspektive heraus man etwas sagt. Und mit 50 hat man halt 20 Jahre länger die Chance gehabt, Erfahrungen zu sammeln und sogar was draus zu lernen.

    Davon abgesehen kritisiert wohl niemand, wenn jemand, ob mit 30 oder 50 oder 80 das Privatleben gegenüber dem Beruf Priorität einräumt.
    Bloss ist das, was du sagst, ja nochmal eine Nummer krasser: Du "weißt" schon, wie die nächsten 30-35 Jahre verlaufen werden in einem - wenn auch nicht dem wichtigsten, aber doch schon rein zeitlich wichtigen - Bereich deines Lebens, und das, obwohl du nicht mal ein Jahr von diesen 30 oder mehr Jahren überhaupt durchlebt hast.

    Gut, man kann durchaus darüber streiten, ob die Verwendung dieses Wortes gegenüber jemandem der älter ist als 12 überhaupt angebracht ist - oder kannst Du Dir irgendeine Situation vorstellen, wo jemand die Aussage, er klänge trotzig, als besonders hilfreich auffasst?
    Ich kann mir das vorstellen, ja.

    Genau aus diesen Überlegungen heraus habe ich mir einen neuen Job gesucht - hier wurde mir davon abgeraten, also scheinen die Ratschläge hier ja zumindest nicht alle zueinander zu passen.
    Warum sollten sie auch zueinander passen? Sie werden ja von verschiedensten Menschen geäußert mit verschiedensten Erfahrungen, Sichtenauf die Dinge, Vorlieben, Abneigungen, Ängsten, Tagesformen etc.

  9. Avatar von agathe13
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    AW: Wieviele Überstunden sind sinnvoll?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Ansonsten wäre mir neu dass ich in letzter Zeit irgendwem einen Angriff unterstellt hätte.
    Einiges, was du zu mir/in Bezug auf mich gesagt hast, klang aber schon ein wenig danach.


  10. Registriert seit
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    AW: Wieviele Überstunden sind sinnvoll?

    Naja dass ich speziell Deine Beiträge oft als Angriffe wahrnehme stand schon im vorletzten Thread.

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