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  1. Avatar von Antje3
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    AW: Wieviele Überstunden sind sinnvoll?

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Ein Arbeitsvertrag ist ein Vertrag wie jeder andere auch.

    Beide Seiten haben Rechte, beide Seiten haben Pflichten.

    Überstunden, wenn die Auftragslage es erfordert, können nötig werden. Keine Frage.

    Aber Überstunden, um das Ansehen beim Chef zu steigern. Womöglich noch unbezahlt. Sorry, dafür fehlt mir das Verständnis. Wer bitteschön hat es nötig einem Vertragspartner so weit hinten reinzukriechen?
    Wolfgang - das lernt man erst mit den Jahren. Berufsanfänger sind jung, dynamisch und glauben, daß sie damit die Karriereleiter hochklettern.

    Erfahrungsgemäß wird es einem nicht "gedankt", wenn man 300 Überstunden vor sich herschiebt. In Betrieben, wo das als selbstverständlich vorausgesetzt wird, kommt eher noch der Satz "tja - aber Müller hat 500". Und die indirekt in Aussicht gestellte "Belohnung" wird gerne wie eine Karotte vor der Nase des Esels vor einem hergezeigt.

    In "normalen" Unternehmen, die anständig agieren wirst Du für xy Stunden eingestellt, die Arbeit sollte nach einer gewissen Einarbeitungszeit (die das Unternehmen kennen sollte) auch so bemessen sein, daß sie (von Spitzen mal abgesehen) auch in dieser Zeit zu schaffen ist.

    Sonst relativiert sich das Gehalt nämlich auch deutlich.

    Leute, die unbezahlt unendlich Überstunden machen, sparen der Firma eine weitere Arbeitskraft. Nutzt das dem Arbeitnehmer? Nein. Nutzt das dem Arbeitgeber? Klar.

    Zudem ist es klipp und klar tatsächlich unkollegial. Wenn Saetien unaufgefordert Überstunden schiebt, wird irgendwann auf Müller, der in seiner BEZAHLTEN Arbeitszeit auch alles gibt herabgeschaut, weil Saetien ja gratis mehr macht.

    Wenn Müller aber alleinerziehender Vater ist, der sein Kind aus der Kita holen muß..... oder Huber zu Hause Kind, Kegel und pflegebedürftige Angehörige hat und nicht kostenlos Mehrarbeit leisten kann? Müller und Huber tun genau das, wofür sie bezahlt werden.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..

  2. Avatar von Horus
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    AW: Wieviele Überstunden sind sinnvoll?

    Weil hier offenbar Ängste vorhanden sind, in der Probezeit rauszufliegen, wenn man zu wenig Überstunden scheffelt (was immer "zu wenig" auch sein mag), hier mal die Punkte, die in der Probezeit zur Beurteilung WIRKLICH wichtig sind:
    - ist die Person lernfähig und lernwillig?
    - ist ide Person selbstständig, weiss sie also, wie sie selbst an die nötigen Infos herankommt?
    - ist die Person zuverlässig/verlässlich im Sinne von: Pünktlich zu Terminen, hält ihre Versprechen und Zusagen, liefert ihre Arbeit sach- und zeitgerecht ab
    - Arbeitet die Person gut? (Also qualitativ, nicht quantitativ), Lernt die Person aus Fehlern?
    - ist die Person strukturiert, selbstorganisiert?
    - Ist die Person teamfähig, unterstützt sie Kollegen?

    DAS sind die Punkte, auf die während der Probezeit geachtet wird. Jedenfalls von einem verantwortungsvollen, fähigen Arbeitgeber.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
    _____________________________________

    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.


  3. Registriert seit
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    AW: Wieviele Überstunden sind sinnvoll?

    Nur mal als Hinweis: Überstunden können doch auch zum Bumerang werden. Beispiel: "Der/die AN muss Überstunden machen, weil er/sie die ihm übertragenen Aufgaben nicht in seiner Arbeitszeit schafft!"

    Sich beim Chef mit möglichst vielen Überstunden als besonders fleißig anzudienen, geht 1. nicht auf Dauer (nein, 70 Stunden die Woche hält man länger als ein paar Wochen gar nicht durch, jede andere Behauptung ist einfach Quatsch) und 2. schrottet so etwas das gesamte Betriebsklima.

    Gleitzeitkonten sind eine sinnvolle Lösung, unbezahlte Überstunden sind es nicht.


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    AW: Wieviele Überstunden sind sinnvoll?

    Zitat Zitat von guerteltier Beitrag anzeigen

    Wenn du aus irgendwelchen Gründen in einer Branche unterwegs bist, wo so etwas üblich ist, würde ich ganz ernsthaft einen Wechsel erwägen.
    IT. Wird jetzt auch wieder eine "kleinere IT Firma" (unter 50 Leute).


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    AW: Wieviele Überstunden sind sinnvoll?

    Zitat Zitat von Antje3 Beitrag anzeigen

    Erfahrungsgemäß wird es einem nicht "gedankt", wenn man 300 Überstunden vor sich herschiebt. In Betrieben, wo das als selbstverständlich vorausgesetzt wird, kommt eher noch der Satz "tja - aber Müller hat 500".

    Ja in etwa die Befürchtung habe ich - dass es da einen Müller geben könnte, der 500 hat, und das mir dann negativ angerechnet wird.

    Wenn Müller aber alleinerziehender Vater ist, der sein Kind aus der Kita holen muß..... oder Huber zu Hause Kind, Kegel und pflegebedürftige Angehörige hat und nicht kostenlos Mehrarbeit leisten kann? Müller und Huber tun genau das, wofür sie bezahlt werden.
    Genau deshalb ja die Frage nach der "Üblichkeit".


  6. Registriert seit
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    AW: Wieviele Überstunden sind sinnvoll?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Gibt es nicht überall zuviel Arbeit? Beim aktuellen AG hätte ich auch ohne Probleme die Wochenenden und Nächte durchmachen können, wenn es nur darum gegangen wäre, ob genug Arbeit da ist. Ehrlich gesagt hatte ich ein schlechtes Gewissen dass ich das nur einmal gemacht habe und nicht mindestens einmal die Woche eine Nachtschicht eingelegt habe.


    Naja ... sowas wird gern verbreitet, damit die AN schön ranklotzen.
    Nein, Überstunden sollten die Ausnahme sein und nur auf Anordnung erfolgen (für außertarifliche AN und Führungskräfte gilt was anderes). Wenn du aber damit anfängst, "gratis" mehr zu arbeiten als du bezahlt kriegst, nimmt man das natürlich gerne an. Einen Gefallen tust du dir damit nicht, du giltst dann ganz schnell als Arbeitsbiene.


  7. Registriert seit
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    AW: Wieviele Überstunden sind sinnvoll?

    Ok - dann richtige ich mich mal auf die Stundenzahl ein, die ich im Vertrag habe, wenn Ihr das alle so sagt....


    Ich galt halt bisher (Schule/Uni) oft als faul (durchaus oft zurecht) und bin erst in den letzten 2-3 Jahren fleißig geworden - was den Effekt hatte, dass Leute, die mich vorher schon kannten, mich immer noch als faul wahrnehmen (Ersteindrücke), ich nun aber von Leuten, die mich später kennengelernt haben, schon mehrfach vermittelt bekommen hab,e ich sei ja sehr fleißig.


    Mir ist aber durchaus die ein oder andere Chance entgangen eben weil mich Leute noch für faul hielten, in meiner bisherigen Wahrnehmung ist das schon so, dass die fleißigen am Ehesten gefördert werden, zumindest, wenn sie dann noch deutlich sagen dass sie gern Förderung hätten.

    Deswegen will ich auf jeden Fall vermeiden, als faul wahrgenommen zu werden, bin aber aus meiner alten Zeit noch gewöhnt, dass das quasi immer passiert, wenn ich eben "soviel wie ausgemacht" mache und nicht noch was extra.

    Oder ist das so ein Uniding?


    Beim jetzigen AG lag ich mit meinen 2-4 Überstunden die Woche vermutlicher eher unter den Erwartungen - andere hatten ähnlich viel Aufgaben vom Aufwand her, machten aber die Nächte durch, also war ich eben die, die weniger machte als andere.

    Trotzdem galt ich anscheinend als fleißig, da werde ich auch noch nicht so ganz draus schlau.


  8. Registriert seit
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    AW: Wieviele Überstunden sind sinnvoll?

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Das einzige, was - nach meiner Erfahrung - schlecht beim AG ankommt, ist wenn um Punkt Feierabend der Bleistift fallen gelassen wird. Also quasi mitten im Satz abzubrechen bzw. schon fünf Minuten vor Schluss angefangen wird alle Programme zu schließen, die Stifte zu ordnen und den Computer herunter zu fahren (ohne dass es eine Notwendigkeit wie einen nur alle zwei Stunden fahrenden Bus gibt).

    Ebenso wie jeden Tag genau um Punkt Arbeitsbeginn erst am Schreibtisch zu sitzen und zu starten - oder quasi mit dem Hochfahren des System zu warten bis es Punkt ist obwohl man schon früher da ist. Das hat so etwas korinthenkakerisches, das unangenehm auffallen könnte.

    Ja, das ist das andere Extrem.


  9. Registriert seit
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    AW: Wieviele Überstunden sind sinnvoll?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Ok - dann richtige ich mich mal auf die Stundenzahl ein, die ich im Vertrag habe, wenn Ihr das alle so sagt....


    Ich galt halt bisher (Schule/Uni) oft als faul (durchaus oft zurecht) und bin erst in den letzten 2-3 Jahren fleißig geworden - was den Effekt hatte, dass Leute, die mich vorher schon kannten, mich immer noch als faul wahrnehmen (Ersteindrücke), ich nun aber von Leuten, die mich später kennengelernt haben, schon mehrfach vermittelt bekommen hab,e ich sei ja sehr fleißig.

    ...
    Welchen unmittelbaren Zusammenhang zwischen "fleißig" und "Überstunden" siehst Du? Fleißig ist doch zunächst mal jemand, der es schafft, seine Arbeit in der vorgesehene Zeit zu erledigen, sich nicht ständig ablenken lässt oder andere ablenkt. Fleißig ist doch keiner, weil er viele Überstunden hat/macht. Das sagt doch über den Fleiß erst mal gar nichts aus.


  10. Registriert seit
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    AW: Wieviele Überstunden sind sinnvoll?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Deswegen will ich auf jeden Fall vermeiden, als faul wahrgenommen zu werden, bin aber aus meiner alten Zeit noch gewöhnt, dass das quasi immer passiert, wenn ich eben "soviel wie ausgemacht" mache und nicht noch was extra.

    Oder ist das so ein Uniding?
    Nein, das ist kein Uniding, allenfalls könnte das fachspezifisch sein.

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