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  1. Avatar von Horus
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    AW: Wieviele Überstunden sind sinnvoll?

    Dafür gibt es eine einfache Lösung: nachfragen.
    Frag, wie der Passus im Vertrag gemeint ist, und frag, was Usanz ist und erwartet wird.

    Es ist immer besser, solche Dinge explizit anzusprechen und sein Verhalten an expliziten, präzisen Auskünften zu orientieren, statt an irgendwelchen Interpretationen und impliziten Annahmen

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
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    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.

  2. Avatar von guerteltier
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    AW: Wieviele Überstunden sind sinnvoll?

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Wir arbeiten mit Jahresarbeitszeitkonten, da wir Monate mit unterschiedlicher Auslastung/Belastung haben. Ich mache Überstunden zu Spitzenzeiten und gleiche die in den weniger intensiven Zeiten aus. Dies ist bei uns relativ vorhersehbar.
    So ähnlich ist es bei uns auch. Wenn gerade richtig viel Arbeit da ist, wird schon erwartet, dass entsprechender Einsatz erfolgt - aber es darf dann in flauen Zeiten reduziert werden.

    Was schlecht ankommt ist, exakt auf den 40 Stunden in der Woche zu beharren wenn gerade der Bär steppt.

    Aber auf regelmäßig 70 Stunden pro Woche kommt bei uns maximal der Geschäftsführer, vermutlich nicht mal der. Für einen Angestellten finde ich das nicht normal und es ist meines Erachtens weder sinnvoll noch gesund.

    Wenn dauerhaft zu viel Arbeit da ist dann muss das Unternehmen zusätzlich Leute einstellen.


  3. Registriert seit
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    AW: Wieviele Überstunden sind sinnvoll?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Gibt es nicht überall zuviel Arbeit? Beim aktuellen AG hätte ich auch ohne Probleme die Wochenenden und Nächte durchmachen können, wenn es nur darum gegangen wäre, ob genug Arbeit da ist. Ehrlich gesagt hatte ich ein schlechtes Gewissen dass ich das nur einmal gemacht habe und nicht mindestens einmal die Woche eine Nachtschicht eingelegt habe.
    damit verdient man keinen blumentopf. wenn dein arbeitgeber dich schätzt, dann wegen deiner leistung und sicher nicht wegen fleiß.

    ich habe schon öfter mal beobachten können/müssen, wie personalabbau läuft in branchen ohne sozialplan und so: fleiß und überstunden spielen überhaut keine rolle. sondern wichtig ist, dass man nicht so einfach ersetzt werden kann.

    nächte durchmachen wäre bei mir die absolute ausnahme und ich würde mir die zeit noch in derselben woche zurückholen,
    oder ich hätte eine besondere verantwortung, aber die müsste auch entsprechend vergütet werden.

    überstunden in normalem umfang (bis zwei stunden) mache ich zwar, wenn nötig. mitten im chaos den griffel fallen lassen ist ja auch nicht gut.
    aber ich feiere die überstunden alle auch wieder ab.


  4. Registriert seit
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    AW: Wieviele Überstunden sind sinnvoll?

    Zitat Zitat von Horus Beitrag anzeigen
    Dafür gibt es eine einfache Lösung: nachfragen.
    Frag, wie der Passus im Vertrag gemeint ist, und frag, was Usanz ist und erwartet wird.

    Habe ich im Gespräch sogar gemacht, die Antwort ist für mich zufriedenstellend, aber ich kann ja nicht davon ausgehen, dass der AG mir die Wahrheit sagt?


    Wie sagte ein Kollege aus dem aktuellen Unternehmen sinngemäß: Du kannst davon ausgehen, dass AG Dich anlügen bis Du unterschrieben hast die sagen Dir ja nicht vorher wie es läuft!

  5. Avatar von Horus
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    AW: Wieviele Überstunden sind sinnvoll?

    Bisschen zynisches Menschenbild hast du ...

    Jedenfalls: du kannst dich darauf berufen, was dir gesagt wurde.

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  6. Avatar von Antje3
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    AW: Wieviele Überstunden sind sinnvoll?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Gibt es nicht überall zuviel Arbeit? Beim aktuellen AG hätte ich auch ohne Probleme die Wochenenden und Nächte durchmachen können, wenn es nur darum gegangen wäre, ob genug Arbeit da ist. Ehrlich gesagt hatte ich ein schlechtes Gewissen dass ich das nur einmal gemacht habe und nicht mindestens einmal die Woche eine Nachtschicht eingelegt habe.

    Der Unterschied zwischen Dir und dem Inhaber ist, der Inhaber arbeitet seine Stunden für seinen ganz persönlichen Erfolg/Reichtum/Expansion. Du arbeitest unbezahlte Überstungen für den Erfolg/Reichtum/Expansion jemand anderen. Nämlich des Start Up Unternehmers.

    Wenn mein Chef am Wochenende im Büro sitzt und Dinge tut, dann darum, damit am Ende des Jahres in der Bilanz neben dem "Geschäftsführergehalt" zusätzlich noch ein Unternehmensgewinn ist, der auf sein Konto wandert.

    Wenn ich das mache, ist das nett - klaut mir den Sonntag und gibt nen warmen Händedruck (wenns noch dazu unbezahlte Stunden sind).

    Ich arbeite meine Stunden. Ich lasse üblicherweise nicht "Schlag auf Punkt" den Kugelschreiber fallen - aber prinzipiell arbeite ich meine Stunden. Wenn Not am Mann ist (und das ist NICHT, weil es so üblich ist und immer Not am Mann ist...) arbeite ich auch länger. Aber nach 25 Jahren allein in diesem Büro kann ich sehr gut unterscheiden, was Not am Mann ist und was nicht.

    Wenn man immer bereit ist, schleicht sich gerne die Bequemlichkeit beim Gegenüber ein, daß es ja Person XYZ gibt, der man alles aufdrücken kann, weil die ja nie nein sagt.

    Beispiel:
    Ich beginne sehr früh am morgen, arbeite da auch schon viel ab, wenn dann Kollegen kommen, können sie fertig vorbereitete Dinge mitnehmen für deren Arbeit.

    Ein Kollege war typischer Spätaufsteher und trudelte üblicherweise 2 Stunden später als ich ein. Nachdem ich zudem weniger Stunden als er arbeitete und nur 30 Min Mittagspause, endete meine Arbeitszeit tatsächlich mehr als 3 Stunden vor seinem Arbeitszeitende.

    Typisch für ihn: Dinge schmorten auf seinem Schreibtisch stundenlang. Wenn ich ins Zimmer kam und "auf Wiedersehen sagte" fing er an, hektisch zu suchen und Dinge auszugraben, die teilweise schon tagelang dort lagen.

    Irgendwann schlug er meinem Chef vor, daß es für ihn viel praktischer wäre, wenn ich später anfangen würde und später gehen würde.

    Ich habe dann sehr klar gemacht, daß ich ihn gut genug kenne, daß er dann halt auch eine oder zwei Stunden später bei meinem Abschiedsgruß die Sachen ausgraben würde. Er war einfach verpeilt und eine Verschiebung hätte keinen Unterschied gemacht.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..
    Geändert von Antje3 (05.11.2019 um 09:25 Uhr)


  7. Registriert seit
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    AW: Wieviele Überstunden sind sinnvoll?

    Na gut, aber wenn Du das in der Probezeit nicht machst, fliegst Du raus, oder?


    Vielleicht bin ich da zu universitär geprägt, ich weiß ja wie bezahlte Doktorandenstellen laufen, kenne aber fast nichts anders.....

  8. Avatar von guerteltier
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    AW: Wieviele Überstunden sind sinnvoll?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Na gut, aber wenn Du das in der Probezeit nicht machst, fliegst Du raus, oder?
    Vielleicht ist das im Start-Up so, und von kleineren IT-Firmen habe ich auch schon solche Geschichten gehört.

    Aber mir persönlich ist es im Laufe meiner Berufstätigkeit noch nicht begegnet, dass massive Überstundenanhäufung zum Erhalt des Arbeitsplatzes erwartet worden wären. Ich denke, du hast da schon ein sehr einseitiges Bild.

    Wenn du aus irgendwelchen Gründen in einer Branche unterwegs bist, wo so etwas üblich ist, würde ich ganz ernsthaft einen Wechsel erwägen.


  9. Registriert seit
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    AW: Wieviele Überstunden sind sinnvoll?

    Ein Arbeitsvertrag ist ein Vertrag wie jeder andere auch.

    Beide Seiten haben Rechte, beide Seiten haben Pflichten.

    Überstunden, wenn die Auftragslage es erfordert, können nötig werden. Keine Frage.

    Aber Überstunden, um das Ansehen beim Chef zu steigern. Womöglich noch unbezahlt. Sorry, dafür fehlt mir das Verständnis. Wer bitteschön hat es nötig einem Vertragspartner so weit hinten reinzukriechen?

  10. Avatar von Sneek
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    AW: Wieviele Überstunden sind sinnvoll?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Na gut, aber wenn Du das in der Probezeit nicht machst, fliegst Du raus, oder?
    Ich weiß echt nicht, wo Du das her hast, dass ständig die Leute irgendwo rausfliegen.

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