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  1. Registriert seit
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    Wie soll ich am besten gegenüber dme Chef argumentieren? Soll ich ehrlich sein?

    Liebe Foristen,

    ich brauche dringend euren Rat. Im Moment bin ich in meiner Firma mit 50% beschäftigt. Anfangs habe ich mit 100% begonnen, konnte aber wegen meiner aus der Elternzeit zurückehrenden Kollegin keine 100% mehr machen. Ich bin im Moment sehr glücklich über meine 3-Tage Woche und habe an einem der freien Tag eine ehrenamtliche Tätigkeit. Den freien Freitag nutze ich oft für Kurztrips oder meine Interessen. Geld reicht für mich aus und ist jetzt kein Thema.

    Jetzt ist ein Kollege längerfristig krank und der Chef fragte mich, ob ich bereit wäre um 15% aufzustocken (+6h). Meine 3-Tage Woche kann ich somit vergessen.

    Mein Problem ist, dass ich mich derzeit eh umschaue, weil ich ständig befristete Verträge (seit 5 Jahren) bekomme. Da passt das für mich natürlich sehr gut mit den zwei freien Tagen. Bloß ich möchte ihm das so direkt natürlich nicht sagen.

    Wenn es nach mir ginge, dann würde ich ablehnen. Andererseits möchte ich auch nicht dem Chef ein Bild vermitteln, ich wäre faul oder so. Er meinte schon, ich wäre ja flexibel, da ich keine KInder oder andere Verpflichtungen habe und somit könnte ich ja problemlos mehr arbeiten.
    Was soll ich tun? Würdet ihr ehrlich sein und zugeben, dass ihr euch umschaut oder andere Ausreden bringen?


  2. Registriert seit
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    AW: Wie soll ich am besten gegenüber dme Chef argumentieren? Soll ich ehrlich sein?

    Die andere Frage wäre: nachdem deine Verträge immer befristet sind, dies auch erstmal befristet zu versuchen?

  3. Avatar von Horus
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    AW: Wie soll ich am besten gegenüber dme Chef argumentieren? Soll ich ehrlich sein?

    Würdet ihr ehrlich sein und zugeben, dass ihr euch umschaut oder andere Ausreden bringen?
    Weder-noch.

    Erst mal so detailgenau wie möglich in Erfahrung bringen, wie lange denn diese Aufstockung andauern würde. Dann mir, je nach Antwort, überlegen, ob ich das möchte oder nicht. Zum Beispiel "ja, für 6 Monate könnte ich mir das vorstellen, aber danach will ich wieder auf 50% gehen. Gib mir das schriftlich"

    Und auch "Chef, ich möchte zuerst darüber reden, wann ich endlich einen unbefristeten Vertrag erhalte. ich habe jetzt 5 Jahre lang ständig befristet gearbeitet. Offenbar bist du zufrieden mit mir und möchtest mich weiterhin hier haben und sogar noch mit einem höheren Pensum. Also ist es Zeit für einen unbefristeten Vertrag"

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
    _____________________________________

    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.

  4. Avatar von Antje3
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    AW: Wie soll ich am besten gegenüber dme Chef argumentieren? Soll ich ehrlich sein?

    Mh - Du kannst doch sagen, daß Du an den "freien Tagen" ehrenamtliche Verpflichtungen eingegangen bist, die Du nicht beenden möchtest - und schon wirkst Du sicher nicht "faul"....

    Kinder sind ja nun nicht die einzige Verpflichtung, die man haben kann.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..


  5. Registriert seit
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    AW: Wie soll ich am besten gegenüber dme Chef argumentieren? Soll ich ehrlich sein?

    Zitat Zitat von wildflower_85 Beitrag anzeigen
    Wenn es nach mir ginge, dann würde ich ablehnen. Andererseits möchte ich auch nicht dem Chef ein Bild vermitteln, ich wäre faul oder so. Er meinte schon, ich wäre ja flexibel, da ich keine KInder oder andere Verpflichtungen habe und somit könnte ich ja problemlos mehr arbeiten.
    Was soll ich tun? Würdet ihr ehrlich sein und zugeben, dass ihr euch umschaut oder andere Ausreden bringen?
    Ich würde dem Chef nicht auf die Nase binden, dass du dich anderweitig umsiehst.
    Woher weiß dein Chef, dass du „flexibel“ bist? Ich würde nichts Privates preisgeben. Es geht deinen Chef nichts an, was du in deiner freien Zeit tust.
    Bist du sicher, dass diese ständigen Befristungen rechtmäßig sind?

  6. Avatar von Klecksfisch
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    AW: Wie soll ich am besten gegenüber dme Chef argumentieren? Soll ich ehrlich sein?

    Ich finde es übergriffig, Was maßt der Man sich an, über deine Zeit zu urteilen? Du brauchst keine Rechenschaft darüber abzulegen, wie du deine Zeit verbringst und es ist völlig egal, ob du Kinder hast oder einen Hund.

    Fr mich wäre das ein Anlaß mal über deine Arbeit zu reden, wie er sich das in Zukunft vorstellt. Ob du Aussichten auf eine Festanstellung hast. Sage bloß nichts darüber, daß du etwas anderes suchst. Aber rede darüber, daß du eine gewisse Sicherheit brauchst.

    Kläre das ganz genau, wie die Mehrarbeit aussehen soll, vor allen Dingen finanziell und laß dir die Änderung schriftlich geben.

    Reflektieren und ehrlich mit sich sein, aus welchen Motivationen heraus man bestimmte Handlungen ausführt.
    Sei wie die stolze Rose: selbstbewusst, glücklich und frei, und nicht wie das Veilchen im Moose, so dämlich, bescheuert und scheu.
    „Die Sache mit dem streiten ist die, wenn man etwas zurückhält, arbeitet es auf lange Sicht gegen euch“ (Dalai Lama)
    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)




  7. Moderation
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    AW: Wie soll ich am besten gegenüber dme Chef argumentieren? Soll ich ehrlich sein?

    Nicht lügen, aber nicht die konfrontativste aller Wahrheiten auf den Tisch werfen.

    Die Wahrheit ist, "Für einen befristeten Job, den ich hoffe, bald durch einen anderen zu ersetzen, werde ich keinen meiner zwei freien Tage aufgeben."

    Die Wahrheit ist aber vermutlich auch "Ich bin mit meiner jetzigen Arbeitszeit und Aufteilung sehr zufrieden, da sie mir Zeit für ein Ehrenamt [oder: meine anderen Verfplichtungen] läßt, was mir sehr wichtig ist. Deswegen möchte ich an meiner Arbeitszeit nichts ändern.."

    Ist die Wahrheit auch, "Wenn ich einen unbefristeten Vertrag kriege, können wir drüber reden?"

    Ist 50% = 20 Stunden? Wären 26 Stunden in 3 Tagen für dich zu machen, und wäre es dir das wert -- oder unter welchen Umständen wäre es dir das wert?

    Wenn du willens bist, für ein bestimmtes Ergebnis Kompromisse zu machen, verhandele in die Richtung. Wenn nicht, fang gar nicht erst damit an, das ist ein Segeln unter falscher Flagge. Das beste an dem Job ist, daß er eine drei-Tage-Woche hat? Dann soll das so bleiben.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  8. Registriert seit
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    AW: Wie soll ich am besten gegenüber dme Chef argumentieren? Soll ich ehrlich sein?

    Ehrlich sagen, ist ja nur übergangsweise, mache ich über Überstunden, wenn ich für meine eigentliche Arbeitszeit einen unbefristeten Vertrag bekomme.
    Ansonsten muss ich die freien Tage nutzen um Bewerbungen zu schreiben und mein Ehrenamtliches Engagement, es muss ja auch für mich weiter gehen....
    Das Leben macht was es will und ich auch!


  9. Registriert seit
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    AW: Wie soll ich am besten gegenüber dme Chef argumentieren? Soll ich ehrlich sein?

    Hallo an alle,

    danke für eure Rückmeldungen. Die Befristungen sind schon rechtmäßig, da ich Elternzeitvertretung bin, ist das möglich. Ich bin im ÖD und hier gibt es wohl laut Aussagen des Chefs keine unbefr. Stelle für mich. Meine Kollegin hat die Stelle. Allerdings bekomme ich natürlich auch mit, dass andere beschäftigte aus anderen Bereichen schon auch entfristet werden. Also ich denke, dass es möglich wäre, wenn man wirklich will.

    Mein Chef meinte nach 2-3 Jahren auch, dass ich mir doch etwas anderes suchen soll, da ich hier sonst eingehe. Er selbst hätte sich auch woanders gesehen, ist aber verbamtet und quält sich durch bis zur Pensionierung.

    Generell habt ihr recht. Ich finde es übergriffig wie über mich entschieden wird. Zuerst 100%, dann 50% und jetzt soll ich wieder nach deren Pfeife tanzen.

    Der Grund warum ich aufgestockt (für 8 Monate) werden soll:

    -meine Chefin soll Projektleitung werden und würde etwas von ihren Aufgaben abgeben.
    Nach Rücksprache mit ihr sind das Aufgaben, die zuerst mein kranker Kollege gemacht hat und jetzt macht sie das.
    Sie hat sich jetzt natürlich überlegt, was sie nicht so gerne mag und möchte das Thema an mich abgeben. Ich selbst finde diese Aufgabe sehr unspannend und habe so gar keine Lust mich da einzuarbeiten.
    Wenn ich also mit der Aufstockung einverstanden bin, dann würde ich diese unliebsame Aufgabe bekommen.

    -mein Kollege ist langfristig krank und es bleibt Zeug von ihm liegen. Ich bin aber nicht seine vertretung, sondern meine Chefin macht das. Ihre Aussage war: wir müssten sonst die Stelle ausschreiben, da wäre es doch besser man stockt mich auf, da ich eh flexibel wäre. Ich hätte ihr nach diesem Satz am liebsten die Meinung gegeigt.


    Ich bin vom Typ her jemand, die gerne hilft und sich auch mal ausnutzen lässt. Ich möchte es irgendwie mit keinem verscherzen. Aber wenn ich mir das so überlege, habe ich eh nichts zu verlieren.
    Ich muss mich doch auch nicht rechtfertigen, dass ich durch das Ehrenamt kaum Zeit habe oder?
    Ich finde es gut so wie es ist.

    Ich habe schon überelegt zu sagen, dass ich eine Weiterbildung machen möchte. Aber die wollen hier immer alles so genau wissen und fragen mich aus.
    I


  10. Registriert seit
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    AW: Wie soll ich am besten gegenüber dme Chef argumentieren? Soll ich ehrlich sein?

    Mir ist ansonsten Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit sehr wichtig, nur glaube ich hier ist das nicht so gut oder? Ich bin etwas ratlos.

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