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  1. Registriert seit
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    Falsche Gehaltversprechen

    Liebe Foristen,

    seid ihr schonmal mit falschen Gehalt versprechen in einen Job gelockt worden?

    Ich hatte auf dem Lohnzettel sage und schreibe 400 Euro weniger als im Vorstellungsgespraech vereinbart.
    Was bei TZ nicht wenig ist.
    Im Vertrag sah ichs nicht weil da keine Zahl stand, sondern nur Tarifnummern.
    Ich verließ mich auf die Abmachung bei Einstellung (vor Zeugen).

    Ich sprach es an. Es hiess, es wäre ein Fehler bei der Berechnung passiert, ich wuerde alles zurück bekommen auch rückwirkend. Ich liess mich drei Monate vertrösten.
    Dann hiess es plötzlich sie können aus betrieblichen Gründen nur 1:3 der Differenz zahlen bzw zurückzahlen.

    Ich habe mich sehr geaergert. Ich hatte ja mit der Rückzahlung gerechnet, hatte das sogar schriftlich von einer Vorgesetzten per email erhalten.
    Damit ich nicht kuendige.

    Und dann kam kaum was. Dazu noch der Hinweis, ich sei wohl schwierig, Gehaltsnennungen bei Einstellung solle ich doch nicht wörtlich nehmen, das seien nur Ueberschlagungen.

    Ich habe gekündigt und mir was anderes gesucht.

    Es hat mich jedoch sehr geaergert, da ich die ganze Einarbeitungszeit mit dem Versprechen auf Korrektur hingehalten wurde, Zeit, Kraft etc gelassen habe, in ein neues Umfeld orientiert für nix.
    Als ich kündigte erfuhr ich von einem Kollegen, vihm sei das gleiche passiert.
    Ihm haben sie dann gesagt, er muss halt zwei Jahre warten bis er das bei Einstellung versprochene Gehalt kriegt, es sei eine höhere Stufe.

    Ist sowas Unternehmensstrategie?
    Wie kann ich verhindern, dass mir sowas nochmal passiert?
    Wie hättet Ihr reagiert?

    Danke für Feedback! Verve


  2. Registriert seit
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    AW: Falsche Gehaltversprechen

    Beim nächsten Mal vor Vertragsunterschrift genau drauf achten, welches Gehalt vereinbart wurde?

    Wenn Tarifgruppen aufgeführt sind müsste es doch irgendeine Unterlage dazu geben, in denen die genauen Beträge genannt werden (so kenne ich es jedenfalls..)


  3. Registriert seit
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    AW: Falsche Gehaltversprechen

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Beim nächsten Mal vor Vertragsunterschrift genau drauf achten, welches Gehalt vereinbart wurde?

    Wenn Tarifgruppen aufgeführt sind müsste es doch irgendeine Unterlage dazu geben, in denen die genauen Beträge genannt werden (so kenne ich es jedenfalls..)
    Ja das war mein Fehler dass ich nicht doppelt kontrolliert habe.
    Ich weiss aber nicht ob es genutzt hätte, das ganze ist unübersichtlich, da das Unternehmen nicht nach dem oeffntlichen Tarif zahlt sondern in schrittweise in vier Jahren angleicht.

    Ich Frage mich eben, weil es nicht nur mir passierte, ob sowas Strategie sein kann?

    Und wieso dann mehrere Monate versprochen wird es zu korrigieren und dann nicht passiert.
    Bei solcher Wortbruechigkeit frage ich mich, wie es um Vertrauen und Firmenethik steht.

    PS: fuer die neue Stelle hatte ich dann die Summe! im Vertrag.
    Da werd ich in Zukunft immer drauf achten...


  4. Registriert seit
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    AW: Falsche Gehaltversprechen

    Das hilft Dir aber auch nur dann was, wenn die Summe, die da steht, auch tatsächlich gezahlt wird.


  5. Registriert seit
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    AW: Falsche Gehaltversprechen

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Das hilft Dir aber auch nur dann was, wenn die Summe, die da steht, auch tatsächlich gezahlt wird.
    Das war bisher immer so..
    Es ist juristisch halt auch stichfester als mündliche Abmachungen.


  6. Registriert seit
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    AW: Falsche Gehaltversprechen

    Ja klar, nur wenn der Betrieb gerade pleite ist hilft Dir das auch nicht - und das kann ja durchaus auch der Grund für Deine jetzige Problematik sien.


  7. Registriert seit
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    AW: Falsche Gehaltversprechen

    Das stimmt allerdings.

    In meinem Arbeitsvertrag von vor 6 Jahren steht auch nur eine Entgeltgruppe (nicht ÖD), aber ich bekam eine Menge zusätzliches Papier, was ausdrücklich Bestandteil des Vertrages ist, u. A. eine genaue Auflistung der Entgeltgruppen mit Summen usw.


  8. Registriert seit
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    AW: Falsche Gehaltversprechen

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Ja klar, nur wenn der Betrieb gerade pleite ist hilft Dir das auch nicht - und das kann ja durchaus auch der Grund für Deine jetzige Problematik sien.
    Ich weiss nicht ob sie pleite sind.
    Aber das Gehalt an sich war schon für meine Qualifikation niedrig.
    Ich habe trotzdem zugesagt, weil die Tätigkeit mich reizte. Das habe ich auch nicht bereut.
    Aber dann monatlich! 400 Euro noch weg davon..ich bin mit ziemlichem Verlust aus der Story raus.

    Beim neuen Job kriege ich fast das doppelte pro Stunde, aber ich mochte die Tätigkeit. Und der Umweg aergert mich.
    Es schien ein Kompetenz und Entscheidungsgerangel um meine versprochene Rückzahlung gegeben zu haben. Mir war dann irgendwann egal, warum das Geld nicht kommt und ich habe Alternativen gesucht.

    Aber ob das Strategie war?
    Wenn es mehreren Leuten passiert...
    Und es dann hinstellen, als waere ich zu empfindlich und solle Absprachen bei Einstellung nicht wortgenau nehmen??!! Sehr komisch.

  9. Avatar von Vienna__
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    AW: Falsche Gehaltversprechen

    Zitat Zitat von Verve5 Beitrag anzeigen
    Und es dann hinstellen, als waere ich zu empfindlich und solle Absprachen bei Einstellung nicht wortgenau nehmen??!! Sehr komisch.
    Sei froh, wer mit solchen Mitteln arbeitet, ist sicher kein guter Arbeitgeber.

    Kannst Dir ja überlegen, ob Du das fehlende Gehalt nachforderst, sofern Du dazu Muse hast. Wenn Du eine RS-Versicherung hast, würde ich dies tun. Bringt aber natürlich nur was, wenn Du die entsprechenden Nachweise - sprich die E-Mails - vorlegen kannst.


  10. Registriert seit
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    AW: Falsche Gehaltversprechen

    Zitat Zitat von Vienna__ Beitrag anzeigen
    Sei froh, wer mit solchen Mitteln arbeitet, ist sicher kein guter Arbeitgeber.

    Kannst Dir ja überlegen, ob Du das fehlende Gehalt nachforderst, sofern Du dazu Muse hast. Wenn Du eine RS-Versicherung hast, würde ich dies tun. Bringt aber natürlich nur was, wenn Du die entsprechenden Nachweise - sprich die E-Mails - vorlegen kannst.
    Leider nicht.
    Ich werde aber demnächst eine abschliessen.

    Den Arbeitsplatz hab ich auch geräumt, an die mails komm ich nimmer.
    Meine Vorgesetzte hat auch nie bestritten dass es anders ausgemacht war. Auch in Anwesenheit der Abteilungsleitung hat sie es zugegeben.
    Und erst gesagt, sie kümmert sich um Rückzahlung.
    Dann plötzlich waren es nur 76 Euro statt der 400. mehr könne man nicht zurückzahlen.

    Es ist ein "gemeinnütziger Betrieb".
    Viel Geld haben sie vermutlich nicht.
    Aber dass es eine pleite ist glaube ich nicht.
    Eher die Hoffnung qualifiziertes personal billig " reinziehen" zu können, denke ich...

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