+ Antworten
Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 21

  1. Registriert seit
    24.11.2017
    Beiträge
    125

    Wertschätzung im Job

    So wie ist das denn bei euch?

    Fühlt ihr euch wertgeschätzt im Job und was gehört für euch dazu?

    Ich fühle mich überhaupt nicht wertgeschätzt.

    Meine Chefin kommt unpünktlich zu Terminen (also teilweise ne Stunde später) oder lässt mich gerne mal auf Abruf für Termine bereitsitzen, dann wird im Meeting so viel gesprochen, dass das Thema nicht drankommt. Das steht dann evtl. schon nach einer Stunde fest, aber eine Info bekomme ich nicht.

    Sie hat mich auch mal räumlich umgezogen und vergessen mir das zu sagen. Ich stand dann da und hab das gemerkt, weil das Namensschild an der Tür ausgetauscht wurde und jemand anderes da saß, etc. Ich musste dann herumtelefonieren, wo ich überhaupt sitze.

    Sie redet auch gerne mit meinem Team über Themen, die mich angehen, wie sie es gerne hätte. Ich sehe manches anders, sage dann zu ihr direkt, ich mach das so, weil. Dann kommt nichts und einen Tag später erfährt man über andere, dass alles so bleibt wie es ist..

    Versteht mich nicht falsch. Ich versteh schon ,dass jemand mit viel Untergebenen viel zu tun hat, auch mal zu spät kommt und was vergisst. Aber ganz ehrlich, die Kombi und die Regelmäßigkeit, da fühle ich mich nicht wirklich wie ein geschätzter Mitarbeiter.

    Ich hab alles angesprochen, aber naja es ändert sich nichts.
    Geändert von weristdennda (04.10.2019 um 17:45 Uhr)

  2. Avatar von TrishaTT
    Registriert seit
    19.02.2016
    Beiträge
    1.410

    AW: Wertschätzung im Job

    Also ich fühle mich schon wertgeschätzt im Job. Mal mehr, mal weniger
    Bei uns ist es Pflicht, mindestens einmal im Jahr eine Schulung mitzumachen. Es gibt einmal im Jahr Mitarbeitergespräche, die auch wirklich etwas bewirken, wenn man den Mund aufbekommt , und es wird geschaut, dass interne Mitarbeiter leitende Funktionen bekommen. Sowas ist für mich Wertschätzung.

    Was bei dir so passiert, geht wirklich gar nicht. Ich würde mich nach einem anderen Job umsehen ...
    Wenn wir Narben haben, heißt es, dass die Wunden verheilt sind

    (Thomas D.)


  3. Registriert seit
    24.11.2017
    Beiträge
    125

    AW: Wertschätzung im Job

    Schulungen kann ich total viele machen. Aber einfach aus dem Grund, dass bei uns keiner den Überblick hat, wer jetzt schon die wievielte teure Schulung dieses Jahr hatte...

    Das wars dann aber auch.

  4. Avatar von Gedankentiefe
    Registriert seit
    21.11.2013
    Beiträge
    1.983

    AW: Wertschätzung im Job

    Klingt nach chaotischer Firma.

    Und keinesfalls nach Wertschätzung.

    Würde mich nonchalant nach was Besserem umsehen...

  5. Avatar von Lizzie64
    Registriert seit
    05.11.2001
    Beiträge
    23.231

    AW: Wertschätzung im Job

    In meinem jetzigen Job fühle ich mich wertgeschätzt. Meine Stellenbeschreibung gab es dort vorher in dieser Form nicht, und es bedeutet: zusammenraufen. Es herrscht ein recht lockerer, immer freundlicher Grundton, und ich habe viel Gestaltungsspielraum. Hauptsache, der Job wird gemacht.

    Paradiesische Zustände im Gegensatz zu meinem vorherigen Job. Die Stelle habe ich bekommen, weil sie dringendst besetzt werden musste - und ich selbstverständlich qualifiziert war. Die Teamleiterin jedoch hat im Prinzip schon während des Vorstellungsgesprächs signalisiert, dass sie in Opposition geht. Sie war so ungeschickt, während der Gehaltsverhandlung, die zwischen dem Abteilungsleiter und mir stattfand - wir waren insgesamt zu dritt - rauszuplatzen: "So viel krieg ich ja nicht mal!", nachdem ich meine Gehaltsvorstellung genannt hatte. Und ich hatte schon tief gestapelt. Tja, ab da war Krieg, und das ist nicht übertrieben.

    Ich hab unter anderem wörtlich mehrmals gesagt bekommen, dass, wer als letztes ins Team gekommen ist, auch immer nur das bekommt, was die anderen übrig lassen. Bei der Sitzordnung zum Beispiel, wir sind zweimal umgezogen. Einmal hat sie so schwungvoll ihren Schal um sich gewirbelt, dass sie mir fast die Brille runtergerissen hätte.

    Dass ich genau die Qualifikationen habe, die dringend gebraucht wurden, hat sie eher als Bedrohung gesehen, denn sie hat die nicht.

    Ich habe dann nach gut einem Jahr endlich etwas anderes gefunden, aber in der Zwischenzeit habe ich Herzprobleme bekommen, weil ich die nackte Angst hatte. Achso, sie hat auch versucht, mich loszuwerden nach der Probezeit, ist damit aber nicht durchgekommen, weil viel zu viel zu tun war. Im gemeinsamen Gespräch mit anderen Kollegen meinte sie, sie könne mit mir nicht arbeiten, weil ich so viel negative Energie reinbrächte 😶. Sie hat sich komplett selbst demontiert.

    Als ich ging, hat sie nicht auf meiner Abschiedskarte unterschrieben und wäre vermutlich am liebsten explodiert, als der GF sich persönlich von mir verabschiedet hat.

    Und unser gemeinsamer Abteilungsleiter hat mir noch an meinem letzten Tag die freie Mitarbeit angeboten.
    dadadadiamoisongdesisahoidaso!

    Der Neoliberalismus lässt die Gehirne der Jungen großflächig verschimmeln.
    Henning Venske


  6. Registriert seit
    24.11.2017
    Beiträge
    125

    AW: Wertschätzung im Job

    @Gedankentiefe: Das muss ich wahrscheinlich wirklich langfristig, sonst geht jegliche Motivation verloren...

    Klingt jetzt etwas egoistisch - aber die teure Weiterbildung, die ich genehmigt bekommen habe, würde ich gern noch mitnehmen und dann schau ich mich mal weiter um.

    @Lizzie: Oh Gott, dein vorheriger Job klingt wirklich schlimm.

  7. Avatar von Gedankentiefe
    Registriert seit
    21.11.2013
    Beiträge
    1.983

    AW: Wertschätzung im Job

    Zitat Zitat von weristdennda Beitrag anzeigen
    @Gedankentiefe: Das muss ich wahrscheinlich wirklich langfristig, sonst geht jegliche Motivation verloren...

    Klingt jetzt etwas egoistisch - aber die teure Weiterbildung, die ich genehmigt bekommen habe, würde ich gern noch mitnehmen und dann schau ich mich mal weiter um.
    Nö, klingt gar nicht egoistisch.

    Sondern nach Wiedergutmachung.

    Deinen (geplanten) Weggang hat sich das Unternehmen (insb. die Chefin) selbst zuzuschreiben.

    Und solche Chaos-Läden können sehr kräftezehrend sein.
    Ich weiß, wovon ich rede.

  8. Avatar von Lizzie64
    Registriert seit
    05.11.2001
    Beiträge
    23.231

    AW: Wertschätzung im Job

    Zitat Zitat von weristdennda Beitrag anzeigen
    Schulungen kann ich total viele machen. Aber einfach aus dem Grund, dass bei uns keiner den Überblick hat, wer jetzt schon die wievielte teure Schulung dieses Jahr hatte...

    Das wars dann aber auch.
    oh je, das kenne ich aus einem früheren Job auch. Nicht wirklich zielführend. Ich konnte dann meine vielen Schulungen aber ganz gut in meinem Lebenslauf für spätere Jobs anbringen.

    Das einzig Gute an meinem Horror-Ex-Job ist, dass er mich stark gemacht hat. Rückblickend wird mir klar, wieviel Rückgrat es nicht nur braucht, sondern wie viel Rückgrat man auch bilden kann in einer solchen Situation.

    Diese Frau ist wirklich boshaft. Ich bin eine große Anfängerin von Psychothrillern als Fiktion, aber den Job hätte sich Martin Suter nicht ätzender ausdenken können.


  9. Registriert seit
    24.11.2017
    Beiträge
    125

    AW: Wertschätzung im Job

    Ja kräftezehrend ist es.
    Also ich merke schon, dass ich umso länger ich da bin, umso mauliger auch werde und manchmal ist mir sogar übel - ich denke das liegt schon daran, dass mir immer öfter die Situation auf Arbeit auf den Magen schlägt.

    Sobald ich nicht dort bin, oder unterwegs beim Kunden, etc. geht es mir auch gut, aber kaum bin ich da, sehe ich auch alles nur noch in dieser Negativbrille.

    Ich glaube, sie findet, sie ist ne total gute Chefin. Und sie kommt bei anderen auch gut an. Sie kann oberflächlich super Smalltalk und gut mit Menschen.

    Das mit dem "maulig" sein, ist denke ich, in meinem Fall nicht verkehrt. Ich bin sicher viel zu angenehm dort, hab bisher viel zu oft Ja gesagt, bin eher harmonisch und arbeite schnell - vielleicht liegt ihr Verhalten an mir, dass sie sich denkt, mit der kann man es ja machen ,die sagt zwar dann was, aber an sich ist sie ja sehr umgänglich...


  10. Registriert seit
    20.01.2019
    Beiträge
    623

    AW: Wertschätzung im Job

    Das höre ich oft, dass sich Menschen beklagen (geringe Wertschätzung).

    Mich hat es nie interessiert.
    Ich bin weder ein Arbeitswunder noch eine Fehlbesetzung.
    Das weiß ich.

    Was sollte es mir bedeuten, was andere von meiner Arbeit halten?

    Davon zu unterscheiden ist eine sachliche, konkrete Kritik, um z. B. etwas besser zu machen oder um Fehler zu korrigieren.
    Aber darüber hinaus?
    Würde mich jemand übermäßig loben, wüsste ich, dass er sich irrt und würde mich jemand geringschätzen, dann wüsste ich auch, dass er sich irrt.

+ Antworten
Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •