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  1. Registriert seit
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    AW: Lohnt sich ein Studium finanziell?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen

    Von daher frage ich mich: Inwiefern lohnt sich ein Studium eigentlich überhaupt finanziell?

    .
    Das kommt immer darauf an, was du mit was vergleichst. Es gibt durchaus nicht wenige Akademiker-Stellen, die im 6-stelligen Bereich (brutto) liegen. Da muss man dann aber immer schauen, wie sich das zusammensetzt (was ist fix, was ist Provision, was ist geldwerter Vorteil), und wie der Job tatsächlich aussieht (ob du zB viel Auto fahren musst, ob du ständig ins Ausland fährst, welche Zeitzonen du bedienen musst etc).

    Auf der anderen Seite gibt es viele Ausbildungsberufe, die durchaus hoch vergütet werden. Aber das trifft eben auch für viele Berufe nicht zu. Bürokauffrau klingt zB erst mal entspannt, aber da ist die Konkurrenz sehr groß - auch seitens Akademikern, die in die entsprechenden Stellen drängen. Dh so eine Stelle zu kriegen, die auch noch gut bezahlt ist, ist nicht einfach. Besser dotierte Ausbildungsberufe haben dagegen oft auch unangenehme Arbeitszeiten, Nachtschichten, körperliche Anstrengung etc.

    Es ist schwierig, sich ausschließlich am ÖD zu orientieren. Dort werden Akademiker zT stark überbezahlt, zumindest in den Einsteigerpositionen. Bei anderen Positionen fragt man sich aber, warum eine nicht unwichtige Sachbearbeitung plötzlich nur E7 ist.

    Fast immer ist es aber so, dass du als Akademiker bessere Aufstiegs- und Entwicklungschancen hat, und das ein Stück weit auch erwartet wird, dass man das will („up or out“- Prinzip). Wenn einen das sowieso gar nicht interessiert, ist man ggf mit einem Ausbildungsberuf nicht so schlecht dran.
    "Battlestar Galactica: The Eye of Jupiter (#3.11)" (2006)
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  2. Registriert seit
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    AW: Lohnt sich ein Studium finanziell?

    Als "einfache" Bürokauffrau, wenn man nicht gerade in einem Industriebetrieb oder einer Boom- Branche arbeitet, kommt man finanziell auch nicht sehr weit.
    Auf den Jobs, den man zu meinen Ausbildungszeiten (späte 80ger) nach einigen Jahren Berufserfahrung bekam, sitzen jetzt BWL Bcs.
    Und um Assistentin der GL zu werden war schon damals mehr nötig als nur Ausbildung und vor sich hin arbeiten. Sehr gute Englischkenntnisse, grundlegende Kenntnisse in einer weiteren Sprache und die damals noch so genannte Sekretärinnenprüfung waren in aller Regel das Minimum.

    Heute kommt man in diesem Bereich mit Ausbildung gut voran, wenn man ein Studium draufpackt - oder einen "spezialisierten" Fachwirt macht, für Personal z. B.

    Der Bürobereich ist sehr überlaufen.

    Anders sieht es in anderen Bereichen aus, bei den gewerblich technischen Berufen.
    Für die genannten 50000 im Jahr steht mein Mann (Elektromeister Industrie) schon sehr lange nicht mehr auf.

  3. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Lohnt sich ein Studium finanziell?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Von daher frage ich mich: Inwiefern lohnt sich ein Studium eigentlich überhaupt finanziell?

    Für mich nun nicht, der Zug ist abgefahren, aber in der Rückschau frage ich mich, ob ich (finanziell!) mit einer Ausbildung aus dem Bürobereich nicht besser gefahren wäre.
    Dazu gibts Studien. Im Einzelfall vielleicht nicht, generell gesehen schon. Muss mal schauen, ob ich was finde.

    Edit schon gefunden: Bildung hat Zukunft - Bildungsstudie 2017 | ifo Institut
    Hier schreibt die Zeit über die Studie: Bildungsokonomie: Ein Studium lohnt sich immer | ZEIT ONLINE
    Klima? Läuft bei uns. Schließlich haben wir den ersten CO2 neutralen Flughafen der Welt gebaut.


  4. Registriert seit
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    AW: Lohnt sich ein Studium finanziell?

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Als "einfache" Bürokauffrau, wenn man nicht gerade in einem Industriebetrieb oder einer Boom- Branche arbeitet, kommt man finanziell auch nicht sehr weit.

    Kurz exemplarisch:

    Es gibt ja nicht nur Büro - sondern auch alle möglichen anderen Kaufleute.


  5. Registriert seit
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    AW: Lohnt sich ein Studium finanziell?

    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Dazu gibts Studien. Im Einzelfall vielleicht nicht, generell gesehen schon. Muss mal schauen, ob ich was finde.
    Das wäre nett.

    Und ja, da gibt es sowas, dass der Durchschnittsakademiker mit 50 soviel hat wie der Durchschnittsausgebildete im ganzen Berufsleben und die Zwit zwischen 50 und Rente ist dann quasi der Gewinn des Studiums. Kann auch 55 gewesen sein.


    Nur eben: Da spielt vermutlich die Idee einer Karriere rein. Wenn man die aber gar nicht hat.......auf irgendeiner ÖD-Stelle einsteigen, wenn man früh anfängt dürfte man auch irgendwann eine Festanstellung ergattern vermute ich, und dann gemütlich da bleiben bis zur Rente, immer zumindest genug um nicht zu darben bei wirklich guter Jobsicherheit - übersehe ich was?


    Was da eben einfach nicht vorkommt sind Zeiten von Arbeitslosigkeit, die man zumindest bei Menschen außerhalb ÖD ja in die Rechnung noch reinnehmen müsste.


  6. Registriert seit
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    AW: Lohnt sich ein Studium finanziell?

    Dafür muss man aber gemacht sein.
    Hatte mal, inkl. Verbeamtung, bin ich nicht mehr und deutlich zufriedener heute. Trotz diverser Risiken, was Arbeitslosigkeit etc angeht.

  7. Moderation
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    AW: Lohnt sich ein Studium finanziell?

    Abgerechnet wird zum Schluß.

    Hängt davon ab welches Studium, welchen Branche, welcher Arbeitgeber, was du außer dem Studium gelernt hast, was dir im Job wichtig ist... wenn du Lebenseinkommen berechnest auch, wie schnell du studiert hast...

    Manche Jobs oder Einstufungen, gerade im ÖD, gibt's ohne Studium gar nicht. Manche Chefs wiegen das Papier, weil sie keine andere Möglichkeit sehen, Kandidaten zu bewerten.

    Ich würde wahrscheinlich über's Leben mit Studium mehr Geld gemacht haben als ohne, weil ich mein Studium nicht selbst hätte finanzieren müssen (also keine Verluste), und weil ich nicht 10 Jahre und eine grundlegende Änderung des Rahmentarifs gebraucht hätte, um das gleiche Geld für die gleiche Tätigkeit zu kriegen wie ein Studierter.

    Aber das mehr oder weniger ist jetzt nicht das, wovon mein Lebensglück abhängt.

    Zu studieren -- auch ohne Abschluß -- hat sich für mich allerdings in anderen Bereichen als dem Geld ganz enorm gelohnt.

    Am wenigesten lohnt sich vermutlich ein Studium auf Grundschuhllehramt (oder so) wenn die Alternative eine Ausbildung als Fluglotse ist. (OK, die muß man dann auch durchziehen. Vielleicht lieber Fachinformatiker in einem Konzern...)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **
    Geändert von wildwusel (02.10.2019 um 23:11 Uhr)


  8. Registriert seit
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    AW: Lohnt sich ein Studium finanziell?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Nur eben: Da spielt vermutlich die Idee einer Karriere rein. Wenn man die aber gar nicht hat.......auf irgendeiner ÖD-Stelle einsteigen, wenn man früh anfängt dürfte man auch irgendwann eine Festanstellung ergattern vermute ich, und dann gemütlich da bleiben bis zur Rente, immer zumindest genug um nicht zu darben bei wirklich guter Jobsicherheit - übersehe ich was?


    Was da eben einfach nicht vorkommt sind Zeiten von Arbeitslosigkeit, die man zumindest bei Menschen außerhalb ÖD ja in die Rechnung noch reinnehmen müsste.
    Aber da ist doch jeder seines eigenen Glückes Schmied. Für mich würde sich eine ÖD-Stelle, wie du sie beschreibst, wie lebendig begraben anfühlen - no risk, no fun.

    Und es gibt auch bei weitem nicht für alle Akademiker ÖD-Stellen. Ich hätte nie eine bekommen mit meinem Studienfach - die Option gab es da schlichtweg nicht.
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  9. Avatar von Vienna__
    Registriert seit
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    AW: Lohnt sich ein Studium finanziell?

    Deine sehr"allgemein gehaltene" Frage im EP lautet: Lohnt sich ein Studium finanziell?

    Was soll man hierauf antworten, ausser damit, womit man klare Erkenntnisse hat - ist ja aber auch kein Geheimnis:

    Unsere Studienabgänger verdienen als Einstiegsgehalt EUR 100.000,00. Wo sie dann bis zum Rentenalter landen, liegt - wie überall - denke ich an der Performance und an den Umständen und vllt. auch bissl. Schicksal oder einfach alles zusammen oder auch nichts dergleichen.


  10. Registriert seit
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    AW: Lohnt sich ein Studium finanziell?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Abgerechnet wird zum Schluß.

    Hängt davon ab welches Studium, welchen Branche, welcher Arbeitgeber, was du außer dem Studium gelernt hast, was dir im Job wichtig ist... wenn du Lebenseinkommen berechnest auch, wie schnell du studiert hast...

    Manche Jobs oder Einstufungen, gerade im ÖD, gibt's ohne Studium gar nicht. Manche Chefs wiegen das Papier, weil sie keine andere Möglichkeit sehen, Kandidaten zu bewerten.

    Ich würde wahrscheinlich über's Leben mit Studium mehr Geld gemacht haben als ohne, weil ich mein Studium nicht selbst hätte finanzieren müssen (also keine Verluste), und weil ich nicht 10 Jahre und eine grundlegende Änderung des Rahmentarifs gebraucht hätte, um das gleiche Geld für die gleiche Tätigkeit zu kriegen wie ein Studierter.

    Sehe ich genauso.

    Ich frage mich das auch manchmal, ich denke, bei mir hätte sich ein Studium nicht gelohnt. Es würde die Türen mehr öffnen, aber ich wurde im Job so oft gefördert und immer wieder habe ich abgebremst, die fehlende Karriere liegt sicher nicht am fehlenden Studium.

    Mein Bruder hat eigentlich alle Abschlüsse, die man haben kann. Er hat auch eine Ausbilung und nur studiert, weil er sich seinen Ausbilungsberuf nicht sein Leben lang hätte vorstellen können. Allein deshalb war es das schon wert. Ihm fehlen einige einzgezahlte Jahre und solltn wir theoretisch in den gleichen Firmen bleiben, holt er mich eher nicht mehr ein. Wir verdienen zur Zeit ungefähr gleich viel. Auch er hat sich bewusst gegen eine Karriere entschieden.

    Interessant ist auch, dass ich viele Jahre in Bereichen arbeitete, die ich in Deutschland wohl eher nicht hätte kennen lernen dürfen (z.B. als Consultant in einem Konzern). Dafür kann man selbst mit Spitzenstudium und Erfahrung nicht das verdienen, was es normalerweise in Deutschland gäbe.

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