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  1. Registriert seit
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    Klar weiß ich was ich will. Das gibt es halt nur nicht.

    Hallo,

    ich bin stille Mitleserin und nun habe ich mir den Mut gefasst, hier auch einmal ein Anliegen zu posten.

    Vielleicht kurz zu mir: Ich habe mehrfach Ausbildungen abgebrochen, dann doch noch eine beendet und hatte sicher danach das Gefühl aufholen zu müssen. Jedenfalls habe ich dann noch meinen Fachwirt gemacht und in meiner Freizeit ein paar beruflichen Fortbildungen.

    Da ich auch sehr lange gebraucht habe etwas unbefristetes in Vollzeit zu finden, war ich es jahrelang gewohnt mehr als eine Stelle zu besetzten.

    Und an sich fand ich das nie schlecht. Ich hatte Abwechslung etc. Irgendwann dachte ich aber, dass ich langsam mal vernünftig werden sollte und mir ne unbefristete Vollzeitstelle suchen.

    Nur wusste ich nach einer Woche, dass es nichts für mich ist. Ich war da ein Jahr - hauptsächlich weil ich lange gebraucht habe, etwas anderes zu finden.

    Und hatte dann die Möglichkeit bei einem Arbeitgeber zwei Halbtagsstellen A und B auszufüllen. Ich hatte anfangs so gar keine Ahnung von dem was ich tue - teilweise immer noch - bin da zwei Jahre.

    Und jetzt kommts: Mein Arbeitgeber fände es halt schöner, wenn ich in nur einem Bereich komplett arbeite und hatte mich auch vor einem halben Jahr - ohne mit mir und der entsprechenden Abteilungsleitung zu sprechen - von einem Tag auf den anderen, komplett in einer meiner beiden Abteilungen ausgeplant.

    Einen Tag lang, war ich dann komplett orientierungslos, weil mich sozusagen keiner wollte. Am nächsten Tag, hatte ich dann die alte Konstellation zurück und war sehr verwirrt.

    Nach langem hin und her, heißt es jetzt, ich darf weiterhin in beiden Jobs bleiben. Inzwischen habe ich in dem anderen Halbtagsjob A aber sehr viel zu tun.

    Jedenfalls empfindet das auch mein Arbeitgeber und nun kommt ich soll innerhalb des Jobs A mich auch nur noch komplett auf meine Haupttätigkeit dort konzentrieren.

    Und jetzt kommt mein Problem: Ich persönlich würde lieber die Hälfte meiner Haupttätigkeit in A abgeben, als die kleineren abwechslungsreichen Projekte. Zum einen weil ich für den Job A gar nicht qualifiziert bin (nur für B) und ich sicher bin, die wollen eigentlich einen Spezialisten in A.

    Und genau das kann ich halt wahnsinnig schlecht. Ich bin mehr Generalist und ich habe das Gefühl, dass sowas hier eigentlich gar nicht erwünscht ist.
    Und ich damit eher unglücklich werde.

    Zum anderen ist da noch Job B, der mir mal Spaß gemacht hat, eben auch, weil ich da viel Freiheit hatte.

    Aber inzwischen ist das größer geworden, jeder mischt sich ein, ich muss ständig das gleiche tun, fachlich müssen zwei Leute an mich reporten, die total motiviert sind. Ich komme mir vor, als würde ich in Meetings mit einer Wand reden und immer wieder eine Wiederholungsspule abspielen.

    Und ich denke mir, ich will da eigentlich raus und finde das alles wahnsinnig sinnlos.

    Um ehrlich zu sein, hab ich auch den Eindruck, ich hab die "Stellenbezeichnung" behalten dürfen, damit ich A mache - aber eigentlich wird das wichtige mit anderen Leuten geklärt.

    Wenn ich wirklich sagen würde, ich will aus B raus, bekomme ich A mit der Haupttätigkeit dort - alle sind total glücklich, außer ich.

    Ich würde dann nur noch in einem Bereich arbeiten und müsste da ja wirklich sehr in die Tiefe gehen, ohne mal nach links und rechts.

    Und hm, ich mag die Abwechslung, eigentlich würde ich gerne die Hälfte der Kerntätigkeit in A abgeben, die kleinen Projekte behalten und B mit irgendetwas komplett anderem tauschen. Ich weiß nur nicht, ob ich das genauso ansprechen soll.

    Vor allem auch mit diesem "viel" - jedesmal werde ich darauf angesprochen. Aber ich weiß gar nicht, liegt das daran, dass ich da zu eingeschränkt bin, mir die Fähigkeiten fehlen in A und allgemein jemand anderes sinnvoller wäre - jemand der das gelernt hat. Oder mache ich wirklich viel...

    Ich kann das gar nicht einschätzen. Woher auch, ich hab das noch nie gemacht.

    Das lustige ist, ich war schon mal in so einer Situation, hab dann die Stelle gewechselt und jetzt bin ich genau wieder da.

    Auch diese ganzen Anfragen, wo ich mir denke, wenn das doch so viel ist was ich mache, warum bekomme ich dann die Deppenanfragen (Inventur, Postholen etc.). Ich sag da nein, inzwischen stehe ich auch auf, wenn ich los zum nächsten Termin muss, und höre den Leuten nicht mehr zu, wenn die selber zu spät gekomme nsind. Ich laufe nicht mehr 15 Minuten als Posttransport und nehme die Post nicht mehr mit und ignoriere auch die derzeitigen Aushilfsanfragen. Ehrlich gesagt würde ich auch gern beim nächsten Wir helfen alle zusammen Event Urlaub nehmen.

    Ich fühle mich gerade so fehl am Platz, die Woche musste ich auch vor der Arbeit jeweils weinen, weil ich mich frage, was ich da überhaupt mache.

    Vielleicht sollte ich mir auch was komplett anderes suchen, aber irgendwie habe ich den Eindruck, das was ich will, gibt es nicht. Ich habe mir jetzt in letzter Zeit einen Schwung Hobbies angelegt und meine Freizeit gepusht.

    Das wirkt auch kurzfristig, wenn ich da was schönes mache, bin ich total glücklich, aber kaum bin ich im Job, frage ich mich, bin ich da richtig.
    Geändert von Wallaha (07.09.2019 um 19:37 Uhr)


  2. Registriert seit
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    AW: Klar weiß ich was ich will. Das gibt es halt nur nicht.

    Hallo Wallaha,

    oh was für ein Text. Ein bisschen verwirrend alles für mich. Du hast also zwei Jobs bei einem AG in unterschiedlichen Bereich oder?
    A
    B
    Sind das dann jeweils 50%, also insgesamt 100%?

    Mir geht es ähnlich was die Abwechslung betrifft und mir wurde vor Kurzem auch noch vom Chef eine 50% Stelle angeboten, die ich zu meiner jetzigen 50% Stelle machen soll. Das wäre aber ein ganz anderer Bereich, der mich zum einen nicht interessiert und zum anderen wüsste ich, dass ich viele Überstunden machen müsste. Bei 50% arbeitet man ja bekanntlich immer mehr. Nun eben die Frage an dich: brauchst du beide Jobs, also A und B?
    Kannst du nicht B ganz abgeben?
    Dann hättest du doch A (Haupttätigkeit) und deine Projekte, die dir gefallen (auch A)


    Sind denn beide Stellen ananeinder gekeopelt? Könntest du die Arbeitszeit reduzieren und dann eben nur A oder B machen. Dann kannst du das als effizienter für den Chef verkaufen. Anstatt B zu machen, kannst du B anderweitig suchen, als:
    -Nebenjob in einer neuen Branche, also einfach etwas ausprobieren und notfalls wieder sein lassen, wenn es dir nicht gefällt
    -Ehrenamt machen anstatt B, falls es finanziell reicht


    Langweilst du dich generell schnell? (Scannerpersönlichkeit checken lassen?)...weil die sind Generalisten und brauchen viel Abwechslung. Mit viel Routine kann man sie jagen.

    Es gibt hier auch eine Foristin, die das so handhabt wie ich. Man hat einen Brotjob mit wenig %, also bei mir sind es 50%. Den Rest fülle ich mir mit sinnvollen Tätigkeiten (Ehrenamt, Nebenjob). Man könnte auch eine nebenberufliche Selbständigkeit in Erwägung ziehen und wäre zugleich abgesichtert.
    Wie alt bist du denn?


  3. Registriert seit
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    AW: Klar weiß ich was ich will. Das gibt es halt nur nicht.

    Hallo wildflower,

    danke für deine Antwort. Genau A ist 50% und B ist 50% beim gleichen Arbeitgeber.

    Ich glaube auch, dass ich eine Scannerpersönlichkeit bin - auch in meiner Freizeit fange ich gerne mal etwas neues an oder probiere verschiedene Hobbys aus und höre dann oft, dass ich doch mal etwas vernünftig zu ende bringen sollte. Ich lerne z.B. gerne 3 neue Sprachen gleichzeitig, bin aber mit "Wieviel kostet das, Wo ist, Ich heiße, Ich möchte zahlen" in jeder Sprache zufrieden.

    Ich kann auch nie alles erzählen, was ich mal "gelernt", "gemacht" habe, weil das die Leute nur abschreckt. Die meisten Sachen halte ich dann lieber geheim oder nur, wenn ich explizit gefragt werde.


    Das "Problem" das ich habe B abzugeben (auch wenn es mir nicht gefällt), B ist das einzige was ich jemals zuende gebracht habe (weil es relativ leicht ist).
    Und ich habe in dem Bereich schon immer Probleme gehabt, eine Stelle zu finden.

    Wenn ich nun gar nicht mehr in so einem Bereich arbeite und später wieder woanders arbeiten möchte, werde ich sehr wahrscheinlich noch mehr Probleme haben in solchen Jobs/Branchen wie B unterzukommen und was anders nicht finden.

    Das ganze ist nicht artverwandt - A verhält sich zu B, wie Apfel zu Fisch.

    Wenn ich A alleine zu 100% mache, fühle ich mich halt auch so gar nicht qualifiziert dafür. Selbst mit den bissi Projekten dazu, könnte ich sicher nicht die Leistung erbringen, die von mir erwartet wird. Es sagt mir zwar jeder sehr gut. Und bei dem letzten Vorgesetztenwechsel war meine Beurteilung auch super.

    Ich schätze aber mal super für 50%, weil ich auch eher gelernt habe ein Ja-Sager zu sein.
    Aber angeschaut was ich wie mache, hat halt bisher noch nie jemand.


    Gleichzeitig kann ich meinem AG ja schlecht auf den Trichter bringen, dass ich das alles gar nicht kann. Und was ist, wenn A mich auch wieder langweilt.

    Einziger Vorteil: Ich hätte mehr Puffer um mich woanders zu bewerben, weil weniger Hirnschmalz nötig und damit mehr Zeit für Bewerbungsrecherchen.

    Und wenn ich A alleine zu 50% mache, dann ist es mir zu wenig Geld zum leben.
    Nebenberuflich selbständig oder ehrenamtlich, hab ich schon total oft gearbeitet. Aber alles was ich gemacht hab, das will ich irgendwie auch nicht nochmal.

    Ich hatte mir auch vor einigen Wochen ernsthaft überlebt eine der Tätigkeiten, die ich derzeit eh ehrenamtlich im Bekanntenkreis mache, nun doch auf selbständiger Basis nebenbei auszuführen. Aber um ehrlich zu sein, macht es mir auch keinen Spaß mehr.
    Ich werde dieses Jahr 31.

    Ich würde gern da wo ich bin, weniger machen, zwar an der Menge, aber nicht unbedingt so sehr in der Vielfalt einbüßen. Das ist halt für jemanden, der anders tickt, schwer nachvollziehbar. Und aus Arbeitgebersicht verstehe ich auch, wenn jemand sagen würde, nee wir wollen jemanden der zu 100% dabei ist.

    Und mein Fazit nach "meinem Glück in der Freizeit suchen". Umso mehr ich auf den Trichter der Vielfalt komme, umso abgedrehter werde ich. Ich fühl mich irgendwie wie ein Duracell-Häschen, das nirgends passt.
    Geändert von Wallaha (07.09.2019 um 20:14 Uhr)


  4. Registriert seit
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    AW: Klar weiß ich was ich will. Das gibt es halt nur nicht.

    Ja ich kann das nachvollziehen, da es mir ähnlich geht. Bin auch ein Scanner. Hast du das Buch von Barbara Sher gelesen (du musst dich nicht entscheiden, wenn du 1000 Träume hast?). Ja und dass einem nach einer Weile langweilig wird, kenne ich auch zu gut. Ich würde auch gerne ständig neue Dinge lernen und im Job lässt sich das für mich kaum realsisieren. Ich habe z.B durch das Buch herausgefunden, dass ich jemand bin, die eben eher den Focus auf das private (Freunde, Hobbys) legt und am besten einen Brotjob machen sollte. Die Berufung wird es für mich wohl nie geben. Ich probiere gerne neues aus, vielleicht finde ich doch noch etwas (bin 34) was mich erfüllt und das was ich länger machen möchte.


    Hast du studiert? Sind das geringvergütete Stellen? Ich mache jetzt einen Job, der viel Abwechslung bietet, aber mich dennoch oft unterfordert. Den Job in 50% zu machen reicht aus, aber ich hätte dann doch gerne 70%.

    Was macht dir denn mehr Spass A oder B?
    Warum machst du das jetzt erstmal nicht weiter, wenn es keine gute Lösung gibt und suchst nebenher nach einer anderen Stelle mit Vielfalt. Wenn du den AG bittest B als Haupttätigkeit zu machen und von A kleine Projekte?
    Dann sollen sie eben für A jemand mit genügend Know-How nehmen, jemand also der Experte ist.


    Für mich selbst ist die Option (50-70%) Brotjob (mit genügend Abwechslung) und restl. Zeit über Ehrenamt, Hobby, Nebenjob (ich kann hier immer wieder neues machen, je nach Lust und Laune) die beste Option. Überlege dir in Ruhe was du möchtest.
    ich finde mit 100% reicht mir die Zeit einfach nicht, wenn ich Fahrtzeit einrechne, für alle meien Interessen und was ich ausprobieren will. Dann bin ich nur unglücklich.


  5. Registriert seit
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    AW: Klar weiß ich was ich will. Das gibt es halt nur nicht.

    Ich suche seit dieser Woche wieder nach Stellen. Im Moment gibt es allerdings extrem wenig. Eine hab ich gefunden, die auch sehr vielfältig klang, darauf habe ich mich beworben.

    Normalerweise benötige ich allerdings pro Stellenwechsel unheimlich viele Bewerbungen und Vorstellungsgespräche. Daher halte ich weiter Ausschau. Das ist definitiv eine Option. Ich habe nur etwas Angst, dass ich wieder in zwei Jahren vor dem gleichen Problem stehe - egal wo ich arbeite.

    Vergütet sind die Stellen ganz gut. Ich hab von Ausbildung, Fachwirt, Studium alles mehrfach angefangen, und nur manches abgeschlossen.

    Mehr Spaß macht mir A ,weil B im Moment sehr viel das Gleiche ist und weil ich mich da auch gar nicht wirklich meiner Stellenbezeichnung entsprechend tätig fühle.

    Mit mir wird vieles nicht abgesprochen, da erfahre ich dann auch nicht alles und ich fühle mich schon ausgeschlossen. Ich muss da ständig sagen, bitte bezieht mich für die Infos mit ein, wenn das meinen Bereich betrifft.

    Und gleichzeitig denke ich mir, was für einen Scheiß machen wir da eigentlich. Wieso denkt niemand weiter als drei Bäume, wenn da vorne noch 4 Wälder sind.

    Wenn ich was sage, wird das aber ziemlich negativ aufgefasst. Mir wird dann der ganze Pack (die beiden, die reporten, mein Chef, die anderen Abteilungen) aufgehalst. Und ich sage daher lieber doch nichts mehr.

    Die Variante B als Haupttätigkeit und A kleine Projekte - wäre zwar für meinen Lebenslauf gut, mein AG sieht mich aber definitiv in A, B darf ich nebenbei weitermachen - damit ich "glücklich" bin. Das wurde mir versprochen.


  6. Registriert seit
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    AW: Klar weiß ich was ich will. Das gibt es halt nur nicht.

    @Walhala: was genau ist denn jetzt eigentlich deine Frage, bzw was willst du diskutieren? Aus deinem Eingangspost hat sich mir das überhaupt nicht erschlossen.

    Ansonsten kann ich Dir wie so häufig im Job-Forum eigentlich nur die Frage zuwerfen: wo siehst du dich denn in fünf Jahren? Wo willst du insgesamt beruflich und sonstwie hin? Und wie helfen Dir die Jobs, um die es geht, dabei? Oder eben auch nicht? Was müsste passieren, damit du da hinkommst? Was wäre das Beste, was passieren würde, wenn du den/die Job(s) komplett schmeißt und was ganz anderes machst? Was wäre das Schlimmste, was in der gleichen Situation passieren könnte?


  7. Registriert seit
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    AW: Klar weiß ich was ich will. Das gibt es halt nur nicht.

    Ich habe mich wohl so ein wenig wirr ausgedrückt. Dafür nochmal entschuldigung, ich bin auch ein bisschen wirr.

    Das ist wahrscheinlich mein Problem. Im Sinne von, ich mache gern verschiedene Sachen und da kann ich auch ruhig nur an der Oberfläche kratzen - meistens wird von einem AG aber verlangt ,dass man eine Fachkraft ist, wenn man die Stelle als Fachkraft ausführt, Generalisten sind ja eher Führungskräfte und dafür bin ich nicht geeignet.

    Und ich habe die Befürchtung, weil ich im ersten Anhieb dann Dinge rel. schnell begreife, oder auch gerne bereit bin neues zu erlernen, dass ich dadurch überschätzt werde. Das Fachwissen fehlt mir halt. Klar besuche ich Fortbildungen etc., aber ich bin die einzige Person, die einen Teil ohne Ausbildung erledigt.

    Beruflich bin ich auch offen was 5 Jahre angeht. Ich habe keinen Masterplan, Ich weiß nicht wo ich hin will (beruflich) - solange es mich ernährt, privat will ich viel erleben und Zeit dafür haben. Im Moment denke ich gerade ein Sabbatical in den nächsten Jahren anzusprechen

    Gleichzeitig fühle ich mich aber bei nur einer Aufgabe in einem Bereich unterfordert, also so sehr, dass ich allen anderen auf die Nerven gehe oder ich wahnsinnig frustriert bin.

    Und bei zu vielen Aufgaben, wie wildflower schon meinte, ist es oft so, dass man mehr macht als die Teilzeitstelle, die man ausfüllt. Dann mache ich zwar ne Weile zu viel, aber werde dann ebenso frustriert.

    Egal welchen Job ich bisher gemacht habe, die haben mir alle weiter geholfen. Alle meine bisherigen Jobs haben dazu beigetragen, dass ich hier bin und der jetzige wird mir auch weiterhelfen. Wohin, weiß ich nur nicht.

    Das beste was passieren würde, wäre wohl ein Neuanfang woanders und vielleicht gibt es ja irgendwo irgendetwas wo man dauerhaft so n bissi was von allem machen muss. Das Schlimmste wäre, dass ich weil ich nicht weiß was mir liegt, irgendwo lande, nach ner kurzen Weile merke, das war nix und wieder sofort weitersuchen muss.

    Ich weiß auch nicht, ob ich mir einfach selbst im Weg stehe. Wenn ich andere ansehe, die sich so darstellen, als könnten sie alles supergut, dann merke ich auch nach einer Weile, was da so alles nicht super gut läuft. Vielleicht bin ich auch gar nicht so schlecht. Das würde man mir doch sagen? Vielleicht habe ich einfach nur Angst, wenn ich etwas abgebe, dass ich dann etwas mache, was mir zu 100% gar nicht liegt.

    Wenn man wirklich einen roten Faden bei mir suchen würde, dann wäre das Abwechslung und viel neues und das Wunschkonzert, so ein bisschen was zum "spielen", "ausprobieren" und ich fühle mich schon mit Freiheit recht wohl, aber trotzdem ist so ein regelmäßiger Ansprechpartner im Hintergrund zum Austausch nicht schlecht und einfach klare Strukturen, der macht das, der ist dafür zuständig. Unser Ziel ist das, weil...also erwarte ich von dir...das und das. Mach mal.
    Geändert von Wallaha (09.09.2019 um 20:00 Uhr)


  8. Registriert seit
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    AW: Klar weiß ich was ich will. Das gibt es halt nur nicht.

    Also ich glaube für uns gibt es keine Ziele und rote Fäden im Lebenslauf. Dein Ziel ist neues lernen und ausprobieren...dich weiterentwickeln. Langeweile stellt sich ein, sobald du weißt wie es funktioniert.
    So ist es bei mir zumindest.

    Akzeptiere einfach, dass du öfters in deinem leben den Job wechseln wirst.

    Schau auch auf das was dich jetzt interessiert und denk nicht viel an später. Wenn der Zeitpunkt wieder kommt der den Wechsel ankündigt, dann gehst du eben wieder. Ich wette du bist überall einsetzbar, weil du schnell lernst und somit überall zurechtkommen wirst.


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    AW: Klar weiß ich was ich will. Das gibt es halt nur nicht.

    Zitat Zitat von wildflower_85 Beitrag anzeigen
    Schau auch auf das was dich jetzt interessiert und denk nicht viel an später. Wenn der Zeitpunkt wieder kommt der den Wechsel ankündigt, dann gehst du eben wieder. Ich wette du bist überall einsetzbar, weil du schnell lernst und somit überall zurechtkommen wirst.
    Jein. Das funktioniert nur, wenn der Arbeitsmarkt gut ist. Ansonsten ist jemand, der ständig den Job wechselt, nicht unbedingt jemand, den man gern einstellt. Ich achte durchaus auf sowas, wenn ich jemanden einstelle.

    Da würde sich eher der Einstieg in einem größeren Konzern anbieten, wo es ja oft Möglichkeiten zum internen Wechsel gibt.
    "Battlestar Galactica: The Eye of Jupiter (#3.11)" (2006)
    __________________________________________________ ______________
    Captain Kara 'Starbuck' Thrace: Can I make a suggestion that you won't like?
    Major Lee 'Apollo' Adama: Do you make any other kind?

    Life should not be a journey to the grave with the intention of arriving safely in a well preserved body, but rather to skid in broadside, totally worn out, and loudly proclaiming "Wow!" (Hunter S. Thompson)


  10. Registriert seit
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    AW: Klar weiß ich was ich will. Das gibt es halt nur nicht.

    Zitat Zitat von Wallaha Beitrag anzeigen
    und höre dann oft, dass ich doch mal etwas vernünftig zu ende bringen sollte. Ich lerne z.B. gerne 3 neue Sprachen gleichzeitig, bin aber mit "Wieviel kostet das, Wo ist, Ich heiße, Ich möchte zahlen" in jeder Sprache zufrieden.
    Das mag Scanner sein, aber die oberflächliche Sorte.

    Interessiert es dich nicht, in die Tiefe zu gehen? also EINE Sprache lernen, aber richtig - über viele Jahre. EIN Musikinstrument lernen, EINE Sportart, EINE künstlerische Technik...also ruhig alles parallel miteinander, aber alles über längere Zeit, bis man keine Anfängerin mehr ist.

    ein Punkt ist: als Anfänger hat man die schnelle Anfänger-Leistungskurve - und wenn man die mal hinter sich hat, fängt die Arbeit an. und Fortschritte werden erst mal langsamer. Gefühlt langsamer.

    aber immer Anfänger zu sein, nährt nicht auf Dauer.



    Wenn ich A alleine zu 100% mache, fühle ich mich halt auch so gar nicht qualifiziert dafür. Selbst mit den bissi Projekten dazu, könnte ich sicher nicht die Leistung erbringen, die von mir erwartet wird. Es sagt mir zwar jeder sehr gut. Und bei dem letzten Vorgesetztenwechsel war meine Beurteilung auch super.
    Wenn alle andern meinen, du kannst das gut, kannst du sie ja mal fragen, wie sie zu dieser Einschätzung kommen.

    Es mag durchaus sein, dass nicht deine Qualifikation und Kompetenz verkehrt ist, sondern deine Ansprüche an dich selbst.


    Aber angeschaut was ich wie mache, hat halt bisher noch nie jemand
    Solange die Resultate korrekt und rechtzeitig da sind, ist es völlig wurst, ob du es im Handstand machst, oder beim Duschen. Hauptsache, es ist gemacht.


    Einziger Vorteil: Ich hätte mehr Puffer um mich woanders zu bewerben, weil weniger Hirnschmalz nötig und damit mehr Zeit für Bewerbungsrecherchen.
    jo das klingt doch nicht schlecht.


    Ich würde gern da wo ich bin, weniger machen, zwar an der Menge, aber nicht unbedingt so sehr in der Vielfalt einbüßen.
    Kompetenz erzeugt Vielfalt - halt der subtileren Art. ein Handwerk richtig zu beherrschen, ist eine sehr coole Sache, und eine, wo man nie zu einem Ende kommt.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

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