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  1. Registriert seit
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    AW: Klar weiß ich was ich will. Das gibt es halt nur nicht.

    Zitat Zitat von wildflower_85 Beitrag anzeigen
    @Kopf-Herz-Bauch: lustig, dass es hier so viele Gleichgesinnte gibt. Ich könnte hier jetzt ein paar Scanner auszählen ;)
    Vielleicht schreibst du auch was du gerade anfängst. Ich lese sehr gerne über andere und was sie so vorhaben und anfangen...
    Handwerken... mein neues Hobby seit Sommer (umzugsbedingt...)
    Dafür merke ich grad, wie meine Tanz-Leidenschaft (2,5 Jahre, und sehr intensiv betrieben....) etwas abflaut.
    Reiten freut mich aktuell nicht (das Pferd bleibt aber!), wobei Pferde wirklich eine Konstante in meinem Leben sind.

    Aber um auch zum Thema Beruf zu kommen:
    Ich hab beobachtet, dass ich etwa alle 2-4 Jahre ca. mit einem Job "durch" bin (egal, wie sehr er meinen Interessen, Fähigkeiten, "Anforderungen" etc. entspricht).
    Insofern kann ich Wallaha gut verstehen.


  2. Registriert seit
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    AW: Klar weiß ich was ich will. Das gibt es halt nur nicht.

    @Kopf-Herz-Bauch: bei mir auch. Nach ca. 2-3 Jahren, manchmal schon früher. Sobald man es kann und es monoton wird. Es sei denn es ist viel Bewegung und Abwechslung vorhanden. Bisher habe ich das noch nicht gefunden, aber akzeptiert, dass es bei mir wohl so bleiben wird und es mein Naturell ist.


  3. Registriert seit
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    AW: Klar weiß ich was ich will. Das gibt es halt nur nicht.

    Zitat Zitat von wildflower_85 Beitrag anzeigen
    Sobald man es kann und es monoton wird. Es sei denn es ist viel Bewegung und Abwechslung vorhanden. Bisher habe ich das noch nicht gefunden, aber akzeptiert, dass es bei mir wohl so bleiben wird und es mein Naturell ist.
    Mein Glück ist, ich lerne gern und ich unterrichte gern. Und darin ist das Spektrum zum Glück riesig.

    ich gestehe, dass die Aussicht, Vierzehnjährigen die französischen Vergangenheitsformen beizubringen oder Vokabular mit ihnen zu üben, mich nicht übermässig aus den Socken haut - aber so hin und wieder kann ich das durchaus auch machen ohne allzu sehr zu leiden.

    Am liebsten unterrichte ich allerdings dort, wo ich selbst noch einiges zu lernen habe, wo der Stoff anspruchsvoll ist. Gern auch mit Schülern, die nicht so schnell oder begabt sind, das braucht dann mehr Recherche und Probieren, wie es gelingt, dass der Lernstoff auch tatsächlich ankommt und umgesetzt werden kann. Das richtige Wort zu finden, kann sofortige grosse Unterschiede machen.

    ich mag auch Künste, bei denen man nie zu einem Ende kommt mit Lernen. Ich finde, wenn man erst mal so ungefähr in der Mittelstufe angekommen ist - also dort, wo man die Sachen im Groben kennt und kann -. fängt der wirklich interessante Teil des Lernens erst an, der Feinschliff. Dort, wo dann die Arbeit an Details ist, und die Freude daran, jene Details zu finden, die die ganze Sache auf eine neue Stufe von Qualität heben. Wo man dann anfangen kann, kreativ zu werden. Wo man nicht nur die Regeln kennt, sondern auch zu verstehen beginnt, warum man sie wie und wann brechen kann, für ein besseres Ergebnis.

    Ich fang jetzt an, Boxen zu unterrichten, das passt mir super. Ich habe selbst noch darin viel zu lernen; es ist extrem vielseitig als Disziplin; es ist Gruppenunterricht, das ist neu für mich, bisher hatte ich nur Einzelne unterrichtet, das braucht wieder neue Überlegungen; mein Cheftrainer, der mir das alles beibringt, hat eine gewisse Tendenz, mich immer wieder mal ins kalte Wasser zu werfen, sprich ich hab dann ungefähr fünf Sekunden (also bis er fertig geredet hat) Zeit, mir eine Übung auszudenken und anzuleiten; und ausserdem viel Gestaltungsfreiheit. ("Chef, was soll ich als nächstes machen mit den Leuten?" - " was du willst, lass dir was einfallen...") ... ich glaube nicht, dass mich das schnell langweilen wird.

    Es ist für mich auch ein besonderer Genuss, Leute zu beobachten, die viele Jahre Erfahrung haben in einer Kunst - die anscheinende Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit, mit der sie die Dinge machen können.

    aber ich war auch sehr lange sehr ratlos, was ich denn mit meinem Leben anstellen könnte. So nach den Dreissigern wurde es langsam besser.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  4. Registriert seit
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    AW: Klar weiß ich was ich will. Das gibt es halt nur nicht.

    Zitat Zitat von Kopf-Herz-Bauch Beitrag anzeigen

    Aber um auch zum Thema Beruf zu kommen:
    Ich hab beobachtet, dass ich etwa alle 2-4 Jahre ca. mit einem Job "durch" bin (egal, wie sehr er meinen Interessen, Fähigkeiten, "Anforderungen" etc. entspricht).
    Insofern kann ich Wallaha gut verstehen.
    Meinen längsten Job hatte ich 5 Jahre, aber da wars auch gut, dass ich dann gegangen bin - da ich da relativ viel machen konnte - bis Jahr 5 kam und dann wegen Vorgesetztenwechsel alles ganz komisch wurde - hätte ich es mir dort zuerst relativ lange vorstellen können (inkl. der zeitgleichen selbständigen Dozententätigkeit ,etc.). Aber es wurde dann halt mehr so: Du bist dafür eingestellt, also mach nur das.

    Und ja so grundsätzlich nach 2 Jahren kommt bei mir oft der Punkt, an dem sich nur noch alles wieder im Kreis dreht, man weiß was man zu tun hat, wer mit wem, wie die Strukturen sind und was einem stört und wo sich ganz sicher nie was ändern wird.

    Ich hatte mich ja jetzt auf zwei Stellen beworben, die eine klang abwechslungsreich, die andere war einfach nur in der Nähe und sucht das was ich auch kann.

    Hab von beiden ne Einladung bekommen (anscheinend gibt es noch weniger Bewerber als Stellen) - jetzt fühle ich mich zumindest so ein wenig mehr in der Auswahlposition und nicht mehr so gefangen, auch wenn man eh erstmal schauen muss, ob man zusammen passt. Meine Erfolgsquote in Gesprächen ist ja nicht so hoch.

    Anschauen tu ich mir eine, die anderen waren bzgl. Termingestaltung total unflexibel. Das ist dann vielleicht auch was, was sofort jemanden sucht.


  5. Registriert seit
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    AW: Klar weiß ich was ich will. Das gibt es halt nur nicht.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    mir scheint, du hast dein Ding einfach noch nicht gefunden. Es lässt sich leider nicht erzwingen, aber wenn man neugierig ist und immer wieder was Neues probiert, und in der Zwischenzeit den Job halbwegs angenehm gestaltet, und dabei womöglich noch etwas Vermögen aufbaut, das für eine spätere Gründung hilfreich sein könnte, ist das Leben bis dahin auch nicht allzu unangenehm.

    Du kannst auch das Aufgebaute mal weiterführen, und daneben anfangen, etwas Neues aufzubauen. Wenn das Neue dann grösser wird, kannst du fürs Alte immer noch einen Nachfolger suchen.

    gut sparen, aus wenig viel machen und ein Budget im Griff haben, ist eine eher seltene Gabe. um die Ecke denken dito.

    nun ja, Talent hast du, die Mission wird dich schon finden. In der Zwischenzeit, lerne so viel du kannst. Egal was, einfach der Nase nach, aber immer weiter lernen.

    gruss, barbara
    Ganz ehrlich, ich glaube ich werde nie mein Ding finden. Ich glaube sowas wie mein Ding gibt es bei mir nicht. Manchmal vergleiche ich mich mit den Mein-Ding-Leuten und dann werde ich einfach nur unglücklich, weil mir da was fehlt. Aber eigentlich weiß ich gar nicht was mir fehlt, und eigentlich will ich auch gar nicht so eingeschränkt sein. Seit der Woche blicke ich wieder so ein bisschen auf. Und denke mir, dass es auch was gutes hat, alles zu sehen weil man so ein bisschen überall drinnen ist.

    Dann werde ich halt kein Experte, etc. Aber wenn was neues kommt, komm ich vielleicht besser damit klar, als meine Kollegen. Ich kenns ja nicht anders.

    Vielleicht muss ich einfach mehr auf mich vertrauen und dann wird das schon - egal was.


  6. Registriert seit
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    AW: Klar weiß ich was ich will. Das gibt es halt nur nicht.

    Zitat Zitat von wildflower_85 Beitrag anzeigen
    Liebe TE,
    Ich habe ein tolles Buch zu ADHS gefunden (zwanghaft zerstreut) und kann dir das echt empfehlen. Da stand, dass AD(H)Sler akzeptieren sollten, dass sie ständig neue Reize brauchen udn die klassische Karriere wie viele andere gar nicht anstreben. Das Buch hat generell wertvolle Tipps.
    .
    Danke, ich google mal nach dem Buch. :)
    Ich glaub so ein bisschen habe ich wohl sicher auch dieses "Mach was vernünftiges aus dir" verinnerlicht., obwohl ich weiß, dass das mich gar nicht glücklich macht.

    All die Menschen, die ich toll finde, sind Leute, die keinen klassischen Weg eingegangen sind, aber das vergisst man irgendwie leicht. Trotzdem haben die auch alle ihr Ding und ich halt nicht.

    Vor allem, wenn man dann immer wieder merkt, dass man anders ist. Dass man zu viel denkt, zu schnell redet und von A auf Z und dann zu Giraffe kommt, das alles irgendwie toll findet und ausprobieren mag, aber dich alle anschauen als wärst du vollkommmen übergeschnappt, ist es manchmal ziemlich frustrierend. Im besten Fall lachen sie alle, wenn du was sagst...naja...


  7. Registriert seit
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    AW: Klar weiß ich was ich will. Das gibt es halt nur nicht.

    Zitat Zitat von Wallaha Beitrag anzeigen
    und eigentlich will ich auch gar nicht so eingeschränkt sein. .
    "Dein Ding" ist nicht einschränkend, sondern das, was Sachen aus dir rausholt, von denen du keine Ahnung hast, dass sie auch noch in dir stecken.

    und ja, es kommt wann immer es kommt.

    In der Zwischenzeit ist es sicher nicht verkehrt, sich das Leben einigermassen angenehm, interessant und komfortabel zu gestalten.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  8. Registriert seit
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    AW: Klar weiß ich was ich will. Das gibt es halt nur nicht.

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Ich weiß auch nicht, ob wir an das Gleiche denken, wenn wir "Unternehmensberatung" sagen. Ich habe eher so einen Junior vor Augen, der erst mal im PMO vielleicht eines Großprojekts arbeitet und da sich ein bisschen ausprobieren kann.
    ABer da halt die ganze Palette: Projektplanung, Folien malen, was recherchieren, paar Auswertungen mit Pivot-Tabellen, Workshop organisieren, Tracken von offenen Punkten, Support bei irgendwelchen Tools, Prozessmodellierung, Protokolle schreiben, you name it.
    Und wenn er/sie das dann kann, geht's an die erste eigene Präsentation vorm Kunden.
    Sowas halt.
    Ich weiß nicht, wie ihr so aufgestellt seid, aber bei uns heißt so was „Assistenz“ und nicht „Berater“. Nach dem Up-or-out-Prinzip machen die Leute das auch nicht lange, also kein sicherer Hafen für die TE.

    Und „wir“ Berater brauchen einfach ein dickes Fell - lange Arbeitszeiten, viele Dienstreisen und auch mal ein ruppiger Ton. Das sehe ich bei der TE einfach nicht, dass das ihre Welt ist. Und mit der Belohnung für die Mühe (Geld, Reputation) kann sie ja irgendwie nichts anfangen.
    "Battlestar Galactica: The Eye of Jupiter (#3.11)" (2006)
    __________________________________________________ ______________
    Captain Kara 'Starbuck' Thrace: Can I make a suggestion that you won't like?
    Major Lee 'Apollo' Adama: Do you make any other kind?

    Life should not be a journey to the grave with the intention of arriving safely in a well preserved body, but rather to skid in broadside, totally worn out, and loudly proclaiming "Wow!" (Hunter S. Thompson)


  9. Registriert seit
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    AW: Klar weiß ich was ich will. Das gibt es halt nur nicht.

    Zitat Zitat von wildflower_85 Beitrag anzeigen
    .

    @Khara_Trace: soweit ich aus einem früheren Thread entnehmen konnte, bist du auch Scanner oder? .
    Von solchen Labels halte ich nicht viel. Das ist weder eine Diagnose noch eine Entschuldigung für irgendwas. Ich würde mich als vielseitig interessiert bezeichnen, aber bei mir ist dass Ergebnis wichtiger als der Weg dorthin (ich habe keine natürlichen Talente und zwei linke Hände für praktisch alles, dh alles, was ich mache, muss ich mir mit Mühe erarbeiten). Wenn es das Ergebnis aber wert ist, kann ich mich lang damit beschäftigen.
    "Battlestar Galactica: The Eye of Jupiter (#3.11)" (2006)
    __________________________________________________ ______________
    Captain Kara 'Starbuck' Thrace: Can I make a suggestion that you won't like?
    Major Lee 'Apollo' Adama: Do you make any other kind?

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  10. Registriert seit
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    AW: Klar weiß ich was ich will. Das gibt es halt nur nicht.

    Zitat Zitat von Kara_Thrace Beitrag anzeigen
    Von solchen Labels halte ich nicht viel. Das ist weder eine Diagnose noch eine Entschuldigung für irgendwas.
    ist es nicht; andererseits ist es doch einigermassen beruhigend, wenn man mal feststellt, dass vielseitig interessiert zu sein, kombiniert mit rascher Langeweile bei Routine, nicht ein Charakterfehler ist, sondern lediglich ein Charakterzug.

    Sprich, das muss man nicht abschaffen oder verändern wollen, sondern "nur" managen.



    Ich würde mich als vielseitig interessiert bezeichnen, aber bei mir ist dass Ergebnis wichtiger als der Weg dorthin (ich habe keine natürlichen Talente und zwei linke Hände für praktisch alles, dh alles, was ich mache, muss ich mir mit Mühe erarbeiten). Wenn es das Ergebnis aber wert ist, kann ich mich lang damit beschäftigen.
    mich interessiert mehr der Weg als das Ergebnis. Ich lerne einfach gerne, ich suche mir gern Themen, die ein langes Lernen ermöglichen - gern anspruchsvolle Bewegungskünste - nicht weil ich ein Genie bin (bin ich nicht), sondern vor allem, weil mir dort der Lernstoff so bald nicht ausgeht. Höhere Kompetenz, und alles, was das mit sich bringt (Aufträge, Folgearbeit...), entsteht dabei quasi als Nebenprodukt.

    Allerdings finde ich auch immer wieder Dinge, die mich begeistern. Nicht im Sinne von "hipp hipp hurra, Tschakka los gehts" sondern eher im Sinne: hier fühle ich mich zuhause, ich fühle, ich bin "dazu gemeint". Ich bin "dazu gemeint", Lehrerin zu sein - sobald ich unterrichte, gibt's in mir so wie ein Gefühl, wie wenn ein Puzzlestück seinen richtigen Platz findet, die Welt ist irgendwie mehr in Ordnung, als wenn ich nicht unterrichte. Und ich neige tatsächlich dazu, rundherum nichts mehr mitzukriegen, sobald ich in Unterricht vertieft bin. Ich hab schon Feedbacks zu meinem Unterricht von Zaungästen gekriegt, ich hatte nicht mal mitgekriegt, dass die überhaupt im Raum waren zu dem Moment.

    Allerdings war Unterrichten nichts, was ich speziell lernen musste - nicht die Grundzüge und Prinzipien - ich hab das schon immer gekonnt. Lernen muss ich nur die Besonderheiten der einzelnen Fächer.

    @TE: ich kann mir gut vorstellen, dass du gewisse Fähigkeiten auf dem Level "fortgeschritten" oder sogar "Expertin" hast... ohne es zu wissen oder merken. Weil es dir selbstverständlich leicht fällt. "IT-affin" wäre zum Beispiel sowas. Wenn andere Leute dir mehrfach so etwas sagen, nimm es ernst, glaub es ihnen!

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

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