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  1. Registriert seit
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    Argumente FÜRS Arbeiten

    Hallo,

    ich weiß nicht, ob das hier schon einmal diskutiert wurde, aber mich würde einmal interessieren, welche Argumente es von eurer Seite her fürs Arbeiten gibt, wenn das vermeintliche Einkommen für einen Job genauso hoch ist wie das in Aussicht stehende Arbeitslosengeld.

    Bei uns in Österreich ist es so, dass man zuerst (je nachdem, wie lange man gearbeitet hat) Arbeitslosengeld bekommt und danach Notstandshilfe, wobei diese 95% des ALG ausmacht. Man ist währenddessen auch gratis kranken- und unfallversichert und soweit ich weiß, wird hier ebenfalls in die Rentenkassa mit einbezahlt.

    Wenn also jemand beispielsweise für einen Job (ich sag jetzt irgendeinen Betrag) 1.000 Euro bekommen würde und der Betrag an Sozialleistung gleich hoch ist, wieso sollte man dann eurer Ansicht nach trotzdem den Job nehmen?

    Mir ist spontan eingefallen:
    1. Bei uns in Ö gibt es fast immer noch ein 13. und 14. Gehalt, das man sonst nicht bekommt.
    2. Man hat nach außen hin keinen Rechtfertigungsbedarf, wobei dies auch vom Umfeld abhängig ist (muss ja keiner wissen).
    3. Könnte man sagen, dass das sozialer ist, wobei das sicher nicht für jede Person einen Faktor darstellt.
    4. Hätte ich noch gesagt, dass man dann nicht vom Staat abhängig ist, aber andersrum ist man ja vom AG abhängig, also weiß ich nicht, ob das jetzt tatsächlich schlechter ist.
    5. (Nachtrag): Kreditwürdigkeit. Mit Job bekommt man eher einen Kredit als ohne.

    Ich bin mal gespannt, was von eurer Seite her noch an Argumenten kommt. Danke.
    Geändert von musicduck (06.09.2019 um 12:25 Uhr)

  2. Avatar von Horus
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    AW: Argumente FÜRS Arbeiten

    Abhängig vom AG bist du nicht, der schenkt dir das Geld ja nicht, sondern du hast einen Vertrag, der Rechte und Pflichten beider Seiten regelt. Und den kannst du (wie auch der AG) jederzeit kündigen, wenn dir die Bedingungen nicht mehr passen, du was anderes machen willst/kannst, du im Lotto gewonnen hast...

    Punkt 5.: ein Lebenslauf mit längeren Phasen der Arbeitslosigkeit drin, kann dich unter Umständen für den Rest des Arbeitslebens auf dem Arbeitsmarkt unattraktiv machen. Je länger du aus dem Arbeitsleben raus bist, desto schlechter werden die Chancen, wieder rein zu kommen - und erst recht, genau DIE tolle, attraktive Stelle zu finden.

    Aber, am wichtigsten und daher Punkt 1:Arbeit kann Spass machen und einem zahlreiche neue Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen geben. Je nach Job halt.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
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    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.


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    AW: Argumente FÜRS Arbeiten

    -Man langweilt sich nicht zuhause
    -Wenn man gute Leistungen bringt, steigt gegebenenfalls auch im Lauf der Zeit das Einkommen

  4. Moderation
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    AW: Argumente FÜRS Arbeiten

    - Wenn man arbeitet, sammelt man Erfahrung (sowohl real als auch einfach für den CV), und aufgrund dieser Erfahrung kann man irgendwann mehr verdienen als das Minimum.

    - Man kann sich selbst nützlich fühlen, wertschöpfend.

    - Wenn man nicht arbeitet, besteht die Gefahr, geistig und körperlich träge zu werden.


    Wer sich zum Ziel setzt, ein Existenzminimum zu erhalten (egal wie), wird niemals mehr als ein Existenzminimum haben.
    Always be a little kinder than necessary. – James M. Barrie

    Moderation in den Foren "Rund um den Job", "Rund ums Eigenheim", "Fehlgeburt" und "Wissenschaft und Umweltschutz"

  5. Avatar von Unendlichkeit
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    AW: Argumente FÜRS Arbeiten

    Gut für das Selbstbewusstsein, den Lebensstandart und den Geist.
    "...es gibt höchstens hoffnungslose Menschen, aber nie hoffnungslose Situationen..."
    Sprichwort auf Oxtorne
    Geändert von Unendlichkeit (06.09.2019 um 12:50 Uhr)

  6. Avatar von Kitty_Snicket
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    AW: Argumente FÜRS Arbeiten

    Mir macht Arbeit Spaß. Generell und speziell jetzt mein Arbeitsplatz. Ich mag meinen Job von A bis Z - Kollegen (und fast alle Vorgesetzten), die Aufgaben, das Büro. Ich mag es, dafür außer Haus zu gehen (eine physische Trennung zwischen Beruf und Privatleben).
    Ich könnte nicht nicht arbeiten, selbst wenn ich dafür bezahlt würde - mir würde etwas fehlen. Ich habe Schaffensdrang in all seinen Bedeutungen (kreieren, werken, bewältigen).
    Whatever happened until now only served to deliver this moment.


  7. Registriert seit
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    AW: Argumente FÜRS Arbeiten

    So ein Arbeitstag bringt Struktur in den Alltag. Ich bin so ein Mensch der ohne feste Aufgabe problemlos die Tage nur vergammeln würde, ich brauch ein bisschen Druck von außen.

  8. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Argumente FÜRS Arbeiten

    Zitat Zitat von musicduck Beitrag anzeigen

    welche Argumente es von eurer Seite her fürs Arbeiten gibt, wenn das vermeintliche Einkommen für einen Job genauso hoch ist wie das in Aussicht stehende Arbeitslosengeld.
    ...
    Wenn also jemand beispielsweise für einen Job (ich sag jetzt irgendeinen Betrag) 1.000 Euro bekommen würde und der Betrag an Sozialleistung gleich hoch ist, wieso sollte man dann eurer Ansicht nach trotzdem den Job nehmen?
    Aber das stimmt doch auch so gar nicht?
    Ich bin jetzt bestimmt kein Spezialist in österreichischem Arbeitslosengeld, aber nehmen wir mal ein Beispiel mit 2000 Euro Bruttoverdienst. Bei diesem angenommenen Bruttogehalt bekommt man lt. österreichischem Arbeitslosenrechner ein Jahr lang maximal 978,45 Euro netto, in manchen Monaten weniger, wenn sie weniger Tage haben. Wenn ich den Brutto-Netto der Arbeiterkammer anwerfe, ergibt das ein Nettogehalt für den Arbeitnehmer von 1.475 Euro, da es dieses 14 x gibt, sind es 1.729 monatlich netto - im Vergleich zu 978 Euro. Das Arbeitslosengeld entspricht also weniger als 60 % des Nettogehalts, oder hab ich irgendwo einen Denkfehler?

    Nachtrag: das hier habe ich gerade gefunden, meine Berechnungen scheinen also zu stimmen:
    Das Arbeitslosengeld beträgt in der Regel 55% des letzten bzw. vorletzten jährlichen Nettoeinkommens. Die Dauer der Auszahlung ist grundsätzlich auf 20 Wochen beschränkt, kann jedoch auf 30 Wochen erhöht werden. Dafür muss insgesamt 156 Wochen lang eine versicherungspflichtige Beschäftigung vorliegen.
    Davon abgesehen wird auch nur ein sehr geringer Betrag in die Rentenkasse eingezahlt. Das bedeutet also ein Leben zu Sozialhilfesätzen/Notstandssätzen, muss man mit umgehen können, auch mit dem Gefühl, das nicht verdient zu haben, denn in einer Notlage, für die die Notstandshilfe gedacht war, ist man ja nicht.
    Klima? Läuft bei uns. Schließlich haben wir den ersten CO2 neutralen Flughafen der Welt gebaut.
    Geändert von BlueVelvet06 (06.09.2019 um 13:12 Uhr) Grund: Nachtrag


  9. Registriert seit
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    AW: Argumente FÜRS Arbeiten

    Zitat Zitat von musicduck Beitrag anzeigen
    Bei uns in Österreich ist es so, dass man zuerst (je nachdem, wie lange man gearbeitet hat) Arbeitslosengeld bekommt und danach Notstandshilfe, wobei diese 95% des ALG ausmacht. Man ist währenddessen auch gratis kranken- und unfallversichert und soweit ich weiß, wird hier ebenfalls in die Rentenkassa mit einbezahlt.
    .
    Das ist eine sehr hypothetische Frage, die sich in Deutschland allenfalls bei Teilzeitbeschäftigung im Niedriglohnsektor stellt. Und auch dort bemühen sich die Betroffenen meist um Arbeit, da die ständigen Termine bei der Arge jetzt nicht so angenehm sind.
    "Battlestar Galactica: The Eye of Jupiter (#3.11)" (2006)
    __________________________________________________ ______________
    Captain Kara 'Starbuck' Thrace: Can I make a suggestion that you won't like?
    Major Lee 'Apollo' Adama: Do you make any other kind?

    Life should not be a journey to the grave with the intention of arriving safely in a well preserved body, but rather to skid in broadside, totally worn out, and loudly proclaiming "Wow!" (Hunter S. Thompson)


  10. Registriert seit
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    AW: Argumente FÜRS Arbeiten

    Hängt natürlich vom Job ab, aber es gibt doch viele Arbeiten, die als sinnvoll empfunden werden.
    Zufriedenheit und Stolz, wenn man eine Aufgabe gut erledigt hat.
    Kontakt zu Kollegen.
    Man hat dem Partner und Freunden etwas zu erzählen.
    Als Eltern: man lebt vor, dass es normal ist, dass Erwachsene Menschen für ihren Lebensunterhalt arbeiten.
    Unabhängigkeit von geänderten Gesetzen und Richtlinien und von Terminen bei der Arbeitsagentur.

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