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  1. Registriert seit
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    AW: Argumente FÜRS Arbeiten

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Da habe ich ganz andere Erfahrungen gemacht. Bei uns im Betrieb zählt sich Leistung aus. Wer seinen Job gut macht, empfiehlt sich dadurch automatisch für anspruchsvollere Aufgaben, die auch höher vergütet werden.
    Meine Erfahrungen und das, was ich so aus meinem Umfeld mitbekommen habe, sind nun mal anders.

    Vom Gefühl her kommt deine Einstellung bei mir sehr negativ an.
    Einstellung wozu? Zum Arbeiten allgemein? Nö, nicht unbedingt. Ich hatte mal meinen Traumjob und da war ich quasi mit dem Job verheiratet. Heute würde ich mich nicht mehr so einseitig Richtung Arbeit orientieren. Wenn der Job wegfällt, dann hat man nämlich gar nichts mehr. Also lieber eine gesunde Mischung aus Arbeit und Freizeitaktivitäten.

  2. AW: Argumente FÜRS Arbeiten

    Zitat Zitat von Emullia Beitrag anzeigen
    Die österreichischen Sozialleistungen mögen üppig klingen.
    Aber man wird dafür entmündigt.
    Reisen ins Ausland müssen gemeldet werden, es werden Kurse und Bewerbungen vorgeschrieben, früher als es noch Krankenscheine gab musste man die am Arbeitsamt abholen.
    Wenn man Mindestsicherung bezieht darf man meines Wissens kein Wohnungseigentum haben...
    Die Liste ist lang, so wollte ich freiwillig als Erwachsene nicht leben.
    Ich fand das als arbeitssuchend gemeldet sein ganz schlimm.
    Mir wurde beim AMS nicht wirklich geholfen, weil: Akademikerin - die findet schon alleine was. Die Akademikerberatung wurde zusammengekürzt, gibt es so nicht mehr.
    Dann die ganzen Existenzen auf die man dort trifft - selbst ist man für vieles überqualifiziert und sieht dann dort Leute, die das Gegenteil sind.

    Dass Reisen ins Ausland gemeldet werden müssen finde ich ok - man steht ja in der Zeit dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung.

    Ist das mit der Mindestsicherung und dem Wohnungseigentum schon so weit? Das waren doch Pläne der Regierung Kurz ...

    Jedenfalls verstehe ich persönlich für mich nicht, wie man als junger, gut qualifizierter Mensch überhaupt in Erwägung ziehen kann, bei der "größten Firma Österreichs" (= AMS) "angestellt" zu sein.
    *** live as if you were to die tomorrow - learn as if you were to live forever. (Gandhi) ***

  3. Avatar von Mediterraneee
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    AW: Argumente FÜRS Arbeiten

    Zitat Zitat von Sneek Beitrag anzeigen
    Es will aber auch nicht unbedingt jeder befördert werden, viele Menschen wollen einfach nur einen Job machen, der sie halbwegs befriedigt. Höher, schneller, weiter kann nicht das einzige Ziel sein.
    Sehe ich auch so. Ich hätte in meinem Berufsleben einige sehr gut bezahlte Jobs mit Personalverantwortung haben können, aber ich wollte das nicht. Ich habe einen - vergleichsweise - schlecht bezahlten Job, der aber in einer Branche ist, mit der ich mich sehr gut identifizieren kann, ich bin mit Herzblut dabei und mache meine Arbeit sehr gern.
    Manche Menschen leben so vorsichtig, die sterben wie neu.



    Mein Avatar zeigt ein Gemälde von Ramón Lombarte.

  4. Avatar von animosa
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    AW: Argumente FÜRS Arbeiten

    Also ich würde mal meinen, dass einem hier das Arbeitsamt nicht in Ruhe lassen würde. Die setzen einen so unter Druck, dass man gezwungen wird, wieder eine neue Arbeit aufzunehmen.

    Wenn das Arbeitslosengeld recht hoch ist, dann bekommt man eine Zusicherung, dass einem diese Höhe auch weitere zwei Jahre zu steht, auch wenn man im neuen Job weniger verdient. Die tun wirklich alles, um dich wieder in Arbeit zu bringen.

    Von daher stellt sich die Frage so gar nicht.
    Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr an die Tür des Nachbarn.

  5. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Argumente FÜRS Arbeiten

    Die TE bekäme doch sowieso keine Mindestsicherung, oder doch? Sie lebt ja mit ihrem Mann/LG zusammen, der sehr gut verdient. Sie würde ja in einem anderen Landesteil Österreichs sehr wohl einen Job finden, der ihrer Qualifikation entspricht, kann bzw, will da aber nicht weg, da Eigentumswohnung und gutes Gehalt des Mannes. Ich nehme an, sie hätte deswegen, wenn sie erwerbslos wäre, den Status „Hausfrau“. Dafür gibt’s doch vom österreichischen Staat sowieso kein Geld in Form von Mindestsicherung, oder irre ich mich da?
    Klima? Läuft bei uns. Schließlich haben wir den ersten CO2 neutralen Flughafen der Welt gebaut.

  6. VIP Avatar von katelbach
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    AW: Argumente FÜRS Arbeiten

    Zitat Zitat von Sneek Beitrag anzeigen
    Es will aber auch nicht unbedingt jeder befördert werden, viele Menschen wollen einfach nur einen Job machen, der sie halbwegs befriedigt. Höher, schneller, weiter kann nicht das einzige Ziel sein.
    Genau!
    Ich verdiene nicht schlecht (zumindest verglichen mit der Zeit als Freie oder als angestellte Tierärztin), aber es ist brnachenbedingt kein Spitzengehalt.
    Aaaber: Mir macht das, was ich mache, großen Spaß und ich gehe gern jeden Tag in die Arbeit (wenn der Schock durch die Wecker abgeebbt ist ).
    Aufsteigen im Sinne einer Position mit Persoanlverantwortung wollte ich nie, das ist nicht mein Ding.

    Zur Eingangsfrage:
    1. Spaß an der Arbeit
    2. eine gut gelungene Kampagne, ein schlüssiges Konzept, gute Texte, Anerkennung von Seiten des Auftraggebers ... das ist gut fürs Ego
    3. Sozialkontakte: Ich hab nette Kollegen und Chefs; ohne die Arbeitskontakte würde ich als eher menschenscheuer Typ leicht vereinsamen (ich weiß, wovon ich spreche, ich war viele Jahre Freie mit eigenem Büro und zunehmend nur noch virtuellen Kontakten)
    5. Struktur: Ohne Arbeit würde ich viel mehr sandeln

    Ich war einmal 5 Monate arbeitslos/arbeitssuchend. Fand ich ganz schrecklich, weil ich qua Alter und Profil (Nische) als unvermittelbar galt, was mir der Zuständige auch gebetsmühlenartig immer wieder reingerieben hat. Ich hatte das Gefühl, nichts zu können und nichts wert zu sein. Nach 3 Monaten hatte ich eine Zusage, Beginn 2 Monate später, da konnte ich dann die 2 "freien" Monate genießen.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin


  7. Registriert seit
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    AW: Argumente FÜRS Arbeiten

    @blue Velvet, du hast recht mit der Mindestsicherung, aber mit war die private Situation der TE nicht präsent.

  8. Avatar von Uni-Corn
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    AW: Argumente FÜRS Arbeiten

    ....Befriedigung, dieses Gefühl, was geleistet zu haben...unbezahlbar!!!

    ...Unabhängigkeit....mir war es immer wichtig "eigenes" Geld zu verdienen.

    ...Sozialkontakt...ich habe das Privileg, mit jungen Menschen arbeiten zu dürfen, da bekomme ich sehr viel zurück....

    ....ich kann dem Amtsschimmel nen dicken Daumen zeigen.....(vor 2 Jahren ging es bei mir um einen krankheitsbedingten Jobwechsel, da kam der Satz "Sie müssen sich eh nach unten orientieren", weil zu gut qualifiziert), ich hab mir dann selbst was gesucht, was gesundheitlich geht.)

    Hätte ich einen riesigen Haufen Geld, arbeiten würde ich trotzdem, keine 45h/Woche mehr, aber projektbezogen ein paar Monate im Jahr...den Rest des Jahres würde ich reisen und weiter studieren , mache ich z.Zt. zwar auch, aber "mehr in Ruhe Studieren" ist für mich momentan ein großer Luxus.

    @Musikduck
    Die Stränge , unterschiedlich im Thema" offenbaren IMMER am Ende eins "Du bist innerlich unzufrieden" und so lange Du das nicht aktiv erforscht und angehst, ist es völlig egal, ob Du VZ im Job bist oder den ganzen Tag zH Wollmäuse betrachtest.
    Einfach machen...wird gut

    Ich hol mir mein Spiel zurück!!!!!

  9. Avatar von mono17
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    AW: Argumente FÜRS Arbeiten

    Zitat Zitat von Emullia Beitrag anzeigen
    Ich arbeite, weil ich es gerne tue.
    Weil es meiner Meinung nach das ist, was Erwachsene tun.
    Weil es Zufriedenheit und Unabhängigkeit bringt.
    Weil es ein gutes Vorbild für die Jugendlichen ist.
    Weil man mit dem 13. und 14. Monatsgehalt sich ein paar Extras leisten kann.
    Weil es den Horizont erweitert ( bei mir, ich habe durch die Arbeit viele interessante Begegnungen mit Menschen und Sachverhalten, die ich sonst nicht hätte).
    Weil es einfach selbstverständlich ist.

    Die österreichischen Sozialleistungen mögen üppig klingen.
    Aber man wird dafür entmündigt.
    Reisen ins Ausland müssen gemeldet werden, es werden Kurse und Bewerbungen vorgeschrieben, früher als es noch Krankenscheine gab musste man die am Arbeitsamt abholen.
    Wenn man Mindestsicherung bezieht darf man meines Wissens kein Wohnungseigentum haben...
    Die Liste ist lang, so wollte ich freiwillig als Erwachsene nicht leben.
    13. und 14. Monatsgehalt ist aber Luxus,nicht selbstverständlich.
    Daher auch kein Grund fürs Arbeiten. Meistens bekommt man halt pro Monat einen Betrag x,fertig.
    Geändert von mono17 (08.09.2019 um 14:23 Uhr)

  10. Avatar von mono17
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    AW: Argumente FÜRS Arbeiten

    Zitat Zitat von Sneek Beitrag anzeigen
    Es will aber auch nicht unbedingt jeder befördert werden, viele Menschen wollen einfach nur einen Job machen, der sie halbwegs befriedigt. Höher, schneller, weiter kann nicht das einzige Ziel sein.
    Nicht nur dass," höhere" Positionen gibt es in jeder Firma auch nur begrenzt. Und erfordert oft fachliche Qualifikationen,die nicht jeder hat.
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.

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