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  1. Avatar von nobody72
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    AW: Argumente FÜRS Arbeiten

    Im Idealfall, der für mich glücklicherweise zutrifft:

    . Arbeit macht Spaß
    . Arbeit fordert
    . Arbeit bildet weiter
    . Arbeit macht zufrieden
    . Arbeit bringt Kontakt zu anderen Menschen, mit denen man sonst nie in Kontakt geraten könnte
    . Arbeit bringt Dienstreisen mit sich, wo man nach den Tagungen auch mal andere Städte erkunden kann
    . durch Arbeit bleibt man geistig fit und up to date mit allen möglichen Weiterentwicklungen (Projektmanagement, Computerkrams usw.)
    . Arbeit macht kommunikativ und bildet einen interkulturell weiter

    Selbst mit mordsmäßig hohem Lottogewinn würde ich weiter arbeiten gehen - und meine Kollegen ärgern wollen.
    Und ja, ich würde weiterhin die Arbeit vorziehen, auch wenn ich weniger verdienen würde, als bei Arbeitslosengeld. Weil -siehe soeben.

  2. Avatar von Unendlichkeit
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    AW: Argumente FÜRS Arbeiten

    Zitat Zitat von nobody72 Beitrag anzeigen
    Und ja, ich würde weiterhin die Arbeit vorziehen, auch wenn ich weniger verdienen würde, als bei Arbeitslosengeld. Weil -siehe soeben.
    Tja, diese Meinung teilen leider nicht alle Menschen.
    "...es gibt höchstens hoffnungslose Menschen, aber nie hoffnungslose Situationen..."
    Sprichwort auf Oxtorne

  3. Avatar von Antje3
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    AW: Argumente FÜRS Arbeiten

    Ich empfinde Arbeit als mentale Herausforderung, der ich mich tatsächlich (fast) jeden Tag gerne stelle. Bei uns gibt es eine gesunde Mischung aus Routinearbeiten und Unerwartetem. Die Arbeit ist abwechslungsreich.

    Ich mag meine Kollegen total gern (wir sind nicht "dicke Tunke" befreundet - aber ich habe ausnehmend nette Kollegen, mit denen ich gerne zusammenarbeite)

    Ich verdiene definitiv mehr, als ich an Arbeitslosengeld (und später Hartz IV) bekommen würde. Und ich möchte gerne auch im Rentenalter nicht auf aufstockendes Hartz IV angewiesen sein und gerade mal so überleben. Ich möchte gerne leben.

    Geld ist letztlich durchaus auch eine Form von Anerkennung meiner Leistung.

    Ich mag den Wechsel zwischen Arbeit und Urlaub - wäre alles Urlaub, fände ich das tatsächlich langweilig - ich gehe nach einem längeren Urlaub aber auch gerne wieder ins Büro.

    Ich finde es befriedigend, wenn ich etwas erledigt habe.

    Ich mag die soziale Interaktion. Wäre man arbeitslos, hockt man (oft auch mangels Geld) vor allem zu Hause und fängt an, so richtig rumzuschlunzen - selbst wenn man vorher gute Vorsätze hat.

    Ich kenne ein paar Leute, die krankheitsbedingt sehr lange zu Hause sind/waren - die würden viel geben, wieder arbeiten zu können. Die Struktur, die Anerkennung, natürlich auch das Geld.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..

  4. Avatar von Misirlu
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    AW: Argumente FÜRS Arbeiten

    Zitat Zitat von musicduck Beitrag anzeigen
    ich weiß nicht, ob das hier schon einmal diskutiert wurde, aber mich würde einmal interessieren, welche Argumente es von eurer Seite her fürs Arbeiten gibt, wenn das vermeintliche Einkommen für einen Job genauso hoch ist wie das in Aussicht stehende Arbeitslosengeld.
    Weil es für einen erwachsenen, gesunden Menschen selbstverständlich ist (sein sollte, muß ich wohl schreiben ), für seinen Lebensunterhalt selbst aufzukommen ?!

    Sozialhilfe ist für Leute gedacht, wo das nicht der Fall ist.

    Und finde es unglaublich, das manche Leute anzunehmen scheinen, es sei ihr grundsätzliches Menschenrecht, sich von der Solidargemeinschaft finanzieren zu lassen.
    Toleranz ist der Verdacht, dass der andere recht haben könnte.
    Kurt Tucholsky

  5. Avatar von TrishaTT
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    AW: Argumente FÜRS Arbeiten

    Ich komme aus Deutschland, und kann mir eine solche Regelung wie von dir beschrieben nicht vorstellen, so komfortabel? Da würde wohl jeder nach Österreich auswandern

    In D sieht das (wenn ich das richtig in Erinnerung habe) so aus:
    Du kriegst maximal ein Jahr (bei einem Alter über 50 maximal 2 Jahre) Arbeitslosengeld 1, das sind etwa 60 % des vorigen Nettogehalts.
    DANACH, egal wie viel du vorher gearbeitet hast, rutschst du in Hartz4, und das bedeutet etwa 400 Euro plus Wohngeld (du darfst aber eine bestimmte Quadratmeterzahl und auch einen bestimmten Preis nicht überschreiten).

    Ich habe nie von Hartz4 leben müssen, kenne aber einige, die davon leben oder lebten. Und glaub mir, das ist nicht lustig. Von den 400 Euro musst du alles bezahlen, neben Lebensmitteln und Strom auch mal eine kaputte Waschmaschine. Letztere müssen sich diese Leute buchstäblich vom Munde absparen oder auf spendable Mitmenschen hoffen. Würde dir das gefallen? Also mir nicht.

    Allein deshalb stellt sich mir die Frage, ob arbeiten oder nicht, überhaupt nicht.

    Wenn Österreich so spendabel ist, ok. Ich würde trotzdem arbeiten gehen.

    - Ich war mal etwa 3 Monate arbeitslos (da gab es natürlich ALG1, also kam ich finanziell klar), und mir ist die Decke auf den Kopf gefallen. Wenn andere arbeiten, sitze ich zu Hause und dreh Däumchen? Auch Hobbies, die man alleine machen kann, werden auf Dauer langweilig. Ich brauche Menschen um mich rum.
    - Wenn du arbeitslos bist, wirst du im besten Fall schräg angeguckt, im schlechtesten Fall nennt man dich "Schmarotzer". Keine Option.
    - Arbeitslosigkeit schlägt auf die Psyche. Man fühlt sich nutzlos, lebt in den Tag hinein .... Das macht was mit einem.
    - Außerdem leiste ich mir gerne etwas. Einen schönen Urlaub, ein nettes Essen im Restaurant ... Ich mag nicht den Cent zweimal umdrehen müssen.

    Was ich mich frage, Musicduck: Warum stellst du eine solche Frage? Willst du "aussteigen"? Und wenn ja, wieso?
    Wenn wir Narben haben, heißt es, dass die Wunden verheilt sind

    (Thomas D.)

  6. Moderation Avatar von Charlotte03
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    AW: Argumente FÃœRS Arbeiten

    Zuallererst sollte man sich informieren.

    Es gibt in Österreich Bezugsfristen:

    Wie lange erhalten Sie Arbeitslosengeld?


    Grundsätzlich erhalten Sie Arbeitslosengeld für 20 Wochen.

    Ausnahmen: Die Dauer erhöht sich jedoch, wenn Sie


    • 3 Jahre arbeitslosenversicherungspflichtig gearbeitet haben: auf 30 Wochen.
    • das 40. Lebensjahr vollendet haben und innerhalb der letzten 10 Jahre 6 Jahre arbeitslosenversicherungspflichtig gearbeitet haben: auf 39 Wochen.
    • das 50. Lebensjahr vollendet haben und innerhalb der letzten 15 Jahre 9 Jahre arbeitslosenversicherungspflichtig gearbeitet haben: auf 52 Wochen.
    • Arbeitslosengeld nach Abschluss einer beruflichen Rehabilitationsmaßnahme erhalten: auf 78 Wochen – unter bestimmten Voraussetzungen.
    • eine Schulung im Rahmen einer Arbeitsstiftung besuchen: Verlängerung um maximal 3 oder 4 Jahre.


    Quelle: Arbeitslosengeld in Osterreich >> alle Informationen | AMS
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    Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher, als du denkst.
    Moderatorin in "Schule, Uni, Studium und Ausbildung" "Gehören Kinder zu einem erfüllten Leben dazu?" und...Userin

  7. AW: Argumente FÃœRS Arbeiten

    Zitat Zitat von musicduck Beitrag anzeigen

    Wenn also jemand beispielsweise für einen Job (ich sag jetzt irgendeinen Betrag) 1.000 Euro bekommen würde und der Betrag an Sozialleistung gleich hoch ist, wieso sollte man dann eurer Ansicht nach trotzdem den Job nehmen?
    Das geht sich rechnerisch nie aus - wie können 55% vom Netto das gleich wie 100% Netto sein?

    Ich bin mal gespannt, was von eurer Seite her noch an Argumenten kommt. Danke.
    Weil ich ein Homo sapiens bin und Herausforderungen und Bestätigung brauche.
    Und Geld.

    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Aber das stimmt doch auch so gar nicht?
    Ich bin jetzt bestimmt kein Spezialist in österreichischem Arbeitslosengeld, aber nehmen wir mal ein Beispiel mit 2000 Euro Bruttoverdienst. Bei diesem angenommenen Bruttogehalt bekommt man lt. österreichischem Arbeitslosenrechner ein Jahr lang maximal 978,45 Euro netto, in manchen Monaten weniger, wenn sie weniger Tage haben. Wenn ich den Brutto-Netto der Arbeiterkammer anwerfe, ergibt das ein Nettogehalt für den Arbeitnehmer von 1.475 Euro, da es dieses 14 x gibt, sind es 1.729 monatlich netto - im Vergleich zu 978 Euro. Das Arbeitslosengeld entspricht also weniger als 60 % des Nettogehalts, oder hab ich irgendwo einen Denkfehler?
    Nein, der Denkfehler liegt nicht bei dir ...

    Es sind 55% - waren es zumindest letztes Jahr, als ich arbeitssuchend war. Ich hatte um einiges mehr als 1000 € zur Verfügung, aber es hat mich nicht glücklich gemacht.

    Musicduck, bitte mach endlich was mit deiner beruflichen Situation, deine Stränge hier sind echt besorgniserregend.
    *** live as if you were to die tomorrow - learn as if you were to live forever. (Gandhi) ***

  8. Avatar von mono17
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    AW: Argumente FÜRS Arbeiten

    Beschäftigung, also etwas zu tun haben, ist ein Grundbedürfnis. Also,auch wenn Person X Geld erbt oder gewinnt, macht sie(meistens) irgendwas, zB ehrenamtliche Tätigkit oder so.

    Arbeit strukturiert den Tag. Viele Menschen, die lange arbeitslos sind, haben wirklich mit Tagesstruktur ein Problem, Leider dient dann oft Essen als einziger Strukturgeber. Das hat dann auch nicht unbedingt positive Konsequenzen.(Natülich ist eine Funktion von Mahlzeiten Struktur. Aber wenn es der einzige Strukturgeber ist, ist das schwierig).

    Etwas zu tun zu haben, erfüllt viele mit Zufriedenheit, insbesondere, wenn es etwas "Nützliches "(wie immer jemand das definiert) ist.

    Arbeit, insbesondere angestellte Arbeit, bringt Kontakte. Zu Kollegen und Kunden zum Beispiel. Auch das ist etwas, was viele Langzeitarbeitslose oft vermissen).

    Erwerbsarbeit ist in westlichen Industrieländern sehr positiv konnotiert und es gibt dafür wesentlich mehr positive Rückmeldung als dafür, nicht zu arbeiten. Das gilt auch für reiche Menschen . Langzeitkranke oder auch Eltern, die ihr Kind betreuen, können davon auch ein Lied singen.

    Beschäftigung führt dazu, dass Gehirn rege und fit zu halten, und man kann Neues lernen.
    Länger zuhause bleiben zu müssen, kann zu Langeweile führen.
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.
    Geändert von mono17 (06.09.2019 um 15:24 Uhr)

  9. Moderation Avatar von Charlotte03
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    AW: Argumente FÜRS Arbeiten

    Das kann ich voll und ganz unterschreiben.
    Genieße deine Zeit.
    Denn du lebst nur jetzt & heute.
    Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher, als du denkst.
    Moderatorin in "Schule, Uni, Studium und Ausbildung" "Gehören Kinder zu einem erfüllten Leben dazu?" und...Userin

  10. Avatar von Mediterraneee
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    AW: Argumente FÜRS Arbeiten

    Mit stellt sich die Frage nach Argumenten für eine Berufstätigkeit gar nicht, es ist für mich eine Selbstverständlichkeit, dass ich meinen Lebensunterhalt durch Arbeit finanziere und da weder der Solidargemeinschaft noch sonst wem auf der Tasche liege, wenn es nicht zwingend notwendig ist (z.B. in einer kurzen Übergangsphase zwischen zwei Jobs).
    Davon abgesehen gibt mir meine Arbeit nicht nur ein Einkommen, sondern Spaß, Struktur, Kollegialität, Austausch, geistigen Input, Rentenpunkte, Abwechslung, Herausforderung, Bestätigung etc.
    Manche Menschen leben so vorsichtig, die sterben wie neu.



    Mein Avatar zeigt ein Gemälde von Ramón Lombarte.

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