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  1. Avatar von Uni-Corn
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    AW: Erkrankung und jetzt?

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Eine Mitdreißigerin sollte doch wohl lieber Gesundung als einen GdB anstreben.
    Ich verstehe, dass der manische Zustand vordergründig sehr angenehm ist und es nicht plausibel ist, das runterzuregeln. Ich finde nur eine monatelange Krankschreibung und die Gedanken an Verrentung oder Pensionierung unter dem Gesichtspunkt, dass man erst 10 Jahre gearbeitet hat, nicht wirklich....wie soll ich sagen.....ehrlich.
    Es gibt nach meiner Erfahrung Jobs, da ist eine psychische Erkrankung ein 100%iges Ausschlusskriterium. Ob man das mit AM so "geregelt" bekommt, dass der Dienstherr einen Einsatz verantworten kann????
    Einfach machen...wird gut

    Ich hol mir mein Spiel zurück!!!!!

  2. Avatar von Paraplumeau
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    AW: Erkrankung und jetzt?

    Ich habe die Kollegen nicht gezählt, die teilweise direkt nach Lebenszeitverbeamtung, zwischen dem 30. und 40. Geburtstag oder nur wenig später pensioniert wurden. Ihre Zahl ist Legion. Man hätte das bei allen anders regeln müssen. Tut man inzwischen zum Glück auch.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.

  3. Inaktiver User

    AW: Erkrankung und jetzt?

    Zitat Zitat von schubidu Beitrag anzeigen
    Ich denke, Du musst Dir einfach noch ganz viel Zeit geben. Zeit, gesund zu werden erstmal vorrangig. Und dann nochmal Zeit, um stabil zu werden. Und dann nochmal Zeit, um einen beruflichen Weg - egal wie, wo, was - einzuschlagen oder wenn es gar nicht geht, kann auch die Dienst- oder Berufsunfähigkeit eine Möglichkeit sein oder what ever. Meinst Du nicht, dass Du den Blick auf Deinen weiteren beruflichen Werdegang erst in vielleicht einem halben oder ganzen Jahr mal schweifen lassen solltest? Das Ganze liegt doch jetzt erst zwei Monate hinter Dir.
    Die akute manische Phase hat vor ca. 2 Monaten begonnen und ich bin seit ca. 1 Woche erst "draußen". Also ja, es ist alles noch sehr frisch, sogar frischer als vermutet.

    Deine Worte lesen sich für mich wie vernünftiger Balsam.
    Balsam tut gut, vernünftig ... damit habe ich noch so meine Probleme. Da es mir ja eigentlich recht gut geht, überschätze ich meine Arbeitsfähigkeit wohl. Vielleicht ist dieser Strang auch ein Ausdruck davon, denn an "etwas für andere tun", Regeln und Termine einhalten etc. pp. ist bei mir zur Zeit noch nicht zu denken. Das merke ich z.B. daran, dass es mir noch sehr schwer fällt, jeden Tag ein bisschen was auf die Reihe zu kriegen.
    Es geht aber wieder.
    Heute waren z.B. ein paar Überweisungen dran, morgen habe ich einen Termin.
    Das "reicht" dann aber auch.
    Ich kann ... so seltsam das klingt ... noch nicht zwei Termine an einem Tag wahrnehmen. (Vielleicht könnte ich es mittlerweile, aber dann hört es auch auf.)
    Früher war das anders, da war ich wie ein Uhrwerk getaktet und habe sehr viel organisiert, gemanaged ... und auf die Reihe bekommen.

    Insofern ist Dein Vorschlag, das berufliche erst einmal ad acta zu legen, sehr vernünftig. Vielleicht gelingt mir das, zumindest für die nächsten Wochen. Ich muss wirklich nichts übers Knie brechen, wie man so schön sagt.
    Aber ich bin eben auch ein verantwortungsbewusster und eigentlich auch arbeitswilliger Mensch.

    Danke für diesen wertvollen Hinweis. Ich versuche mal, das in meine Überlegungen mit ein zu beziehen.

  4. Moderation Avatar von Charlotte03
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    AW: Erkrankung und jetzt?

    Zitat Zitat von Uni-Corn Beitrag anzeigen
    Es gibt nach meiner Erfahrung Jobs, da ist eine psychische Erkrankung ein 100%iges Ausschlusskriterium. Ob man das mit AM so "geregelt" bekommt, dass der Dienstherr einen Einsatz verantworten kann????
    Es geht nicht um eine Berufsunfähigkeit, sondern um eine Erwerbsunfähigkeit. Bei BU kann man auch nach einer anderen Arbeitsstelle in einem anderen Bereich etc.sehen.
    Genieße deine Zeit.
    Denn du lebst nur jetzt & heute.
    Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher, als du denkst.
    Moderatorin in "Schule, Uni, Studium und Ausbildung""Gehören Kinder zu einem erfüllten Leben dazu?""Serien, Shows & Soaps"und...Userin

  5. Avatar von TrishaTT
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    AW: Erkrankung und jetzt?

    Zitat Zitat von Macani Beitrag anzeigen
    Wenn die TE Beamtin ist, kann sie sich nicht einfach einen anderen Job suchen. Sie könnte allenfalls eine Versetzung beantragen, wenn die aber nicht genehmigt wird, weil andernorts keine entsprechende Position zur Verfügung steht, dann bleibt ihr nichts anderes übrig, als auf der jetzigen Stelle auszuharren, mit ungewissem Ausgang.
    Das ist eben der Nachteil des Beamtendaseins.

    Man kann theoretisch natürlich auch aus dem Beamtenverhältnis ausscheiden und sich in der freien Wirtschaft eine Stelle suchen. Aber bei der Vorgeschichte und mit dem Risiko, dass in der Zukunft vielleicht wieder psychische Probleme auftauchen, kann man das niemandem guten Gewissens als Alternative empfehlen.
    Ich persönlich kenne Beamte, die ihr Beamtentum "ruhen" lassen. So können sie ganz normal anderen Tätigkeiten nachgehen. Beamtenbesoldung bekommen sie dann logischerweise nicht. Aber das ist hier offtopic, da wir nicht wissen, ob die TE wirklich Beamte ist.

    -------------

    Ich finde, hier kamen schon echt gute Hinweise.
    Liebes Waldhexchen, es ist gut, dass du dich erst einmal krank schreiben lässt, und dich auf deine Genesung konzentrieren willst. Ich denke, das ist die richtige Strategie - du weißt ja selbst noch nicht, wie deine Krankheit verlaufen wird, also könnte auch zum jetzigen Zeitpunkt niemand entscheiden, ob du berentet werden kannst.

    Ich hatte noch nie eine Manie, aber ich kann mir vorstellen, dass es irgendwie verlockend sein könnte, den Zustand dabei zu "belassen"; man traut sich mehr, fühlt sich gut ... Doch das Ganze ist trügerisch. Du merkst ja auch selbst, wie dein Umfeld reagiert. Am Ende könnte es sein, dass du ganz allein bist und/oder vielleicht doch noch in eine Depression rutschst. Von daher wünsche ich dir gute Besserung, so dass du dich von ganz allein und ganz ohne Manie glücklich fühlen kannst
    Wenn wir Narben haben, heißt es, dass die Wunden verheilt sind

    (Thomas D.)

  6. Avatar von Wiedennwodennwasdenn
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    AW: Erkrankung und jetzt?

    Zitat Zitat von Charlotte03 Beitrag anzeigen
    Das heißt in fast jedem Ort anders. Das ist aber ein Begriff, den die meisten kennen.
    Zitat Zitat von schubidu Beitrag anzeigen
    ???

    In meiner nächstgelegenen größeren Stadt Heidelberg gibt es das Versorgungsamt noch, es heißt auch so.
    Zitat Zitat von ereS Beitrag anzeigen
    rot unterlegt von mir
    bitte was ???
    ich habe diese woche ein schreiben vom VERSORGUNGSAMT bekommen
    http://schwerbehindertenausweis.biz/versorgungsamt-suche/
    Wegen Eurer Einwände habe ich noch einmal nachgelesen. In einigen wenigen Bundesländern gibt es tatsächlich noch Versorgungsämter, es sind aber nur vier oder fünf . In den übrigen "wurden die Aufgaben der Versorgungsämter kommunalisiert". Speziell für NRW wurde von "Auflösung der Versorgungsämter" geschrieben.
    Das Universum und die menschliche Dummheit sind unbegrenzt. Beim Universum bin ich mir nicht sicher (Albert Einstein).

  7. Avatar von Vogalonga
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    AW: Erkrankung und jetzt?

    Um einen Grad der Behinderung zu beantragen, muss erst einmal, wie der Name schon sagt, eine Behinderung vorliegen. Behinderung ist etwas, was von längerer Dauer, in der Regel mindestens ein halbes Jahr, ist. So definiert es der Gesetzgeber. Deswegen ist die Beantragung eines GdB´s zum aktuellen Zeitpunkt mit großer Wahrscheinlichkeit noch nicht von Erfolg gekrönt, denn speziell psychische Erkrankungen sind schwer in ihrem Verlauf zu beurteilen. Manchmal gibt es eine einmalige Episode, die ausheilt. Manchmal gibt es "Wellen", in denen die Erkrankung wieder auftaucht, abgewechselt von Phasen, in denen die Erkrankung verschwunden zu sein scheint. Manchmal ist eine chronifizierte dauerhafte Symptomatik zu beobachten.

    All das kann im Moment noch nicht beurteilt werden. Wenn der Facharzt von einer dauerhaften Erkrankung ausgeht, kann der GdB beantragt werden, und in der Hinsicht hat @Wiedennwodennwasdenn richtig recherchiert. Auch in NRW wurden die Versorgungsämter nicht aufgelöst, sie wurden in die Kreissstrukturen eingepflegt und sind dort häufig Bestandteil der Sozialämter. Wenn ein GdB von 30% mit Gleichstellung bzw. ein GdB von 50% festgestellt ist, können sogenannte Integrationsdienste (manchmal sind die bei den Arbeitsagenturen angesiedelt, manchmal sind es freie Träger) bei beruflichen Fragen unterstützen und beraten, was es für Möglichkeiten gibt.

    Liebe Waldhexchen, du bist noch so "frisch" mit deiner Erkrankung konfrontiert, dass es noch gar nicht möglich ist, weitergehende Aussagen zu treffen. Es ist noch gar nicht klar, welchen Verlauf deine Erkrankung nimmt und was das für dich bedeutet. Du merkst es ja selbst, dass du eine ganz "neue" Seite an dir kennen gelernt hast (bei psychischen Erkrankungen geht man davon aus, dass es eine Veranlagung dafür gibt und dass dann bestimmte Faktoren, oft ist das Stress, diese Disposition in eine konkrete Erkrankung manifestieren). Ich schließe mich inhaltlich @kenzia an, die schon vieles Nachdenkenswerte geschrieben hat. Es geht nicht darum, ob dein Chef "Schuld" ist am Ausbruch deiner Erkrankung (das wird auch kein Gericht entscheiden). Es geht darum, dass du in einer Drucksituation warst, die du lange Zeit auch als attraktiven "Antreiber" erlebt hast, darunter hervorragende Leistungen gebracht hast, dann aber nicht den Punkt gemerkt hast, an dem der Druck zu einem Stressor wird, der dich krank macht. Das kann dir in anderen Situationen (Trennung, Tod eines wichtigen Menschen, andere Schicksalsschläge) auch passieren, deswegen wird es wesentlich für dich sein herauszufinden, welche Faktoren für dich Stressoren sind, wie du diese vermeiden kannst bzw. wie du mit diesen umgehen kannst, wenn sie sich nicht vermeiden lassen.

    Was jetzt so abstrakt klingt, wird sich hoffentlich im Laufe der Zeit konkretisieren und für dich deutlicher werden. Dafür kannst du die Möglichkeit nutzen, dass du relativ lange Krankengeld beziehen kannst, dass du mit großer Wahrscheinlichkeit eine Reha angeboten bekommen wirst, dass dein Arzt mit dir Behandlungsmöglichkeiten absprechen wird (die medikamentöse Therapie ist ja ein wichtiger Baustein, es braucht aber manchmal eine Zeit, bis diese für den individuellen Fall gut angepasst ist), dass du in weiteren Therapien mehr über dein Krankheitsbild erfahren und besser mit der Krankheit umgehen lernst.

    Und genau dazu würde ich dir jetzt raten: Lass dir Zeit. Fälle keine weitreichenden Entscheidungen (weder beruflich noch privat). Das ist nicht nötig und u.U. wirst du diese bereuen, wenn du im Laufe der Zeit zu anderen Schlussfolgerungen kommen wirst. Es gibt viel mehr Möglichkeiten als nur Berentung oder (vollumfänglich) zurück zum aktuellen AG. Entscheidungen kannst du aber nur dann treffen, wenn du dich mehr mit deiner Erkrankung auseinander gesetzt hast und wenn sich etwas deutlicher zeigt, wie sich deine Erkrankung auswirken wird.

    Hast du schon mal an eine Selbsthilfegruppe gedacht? Der Austausch mit ebenfalls Betroffenen ist nicht nur hilfreich, um selbst besser mit der Erkrankung klar zu kommen. Er hilft oft auch in Bezug auf sozialrechtliche Fragen, denn Betroffene werden oft im Laufe der Zeit zu Experten.

    Ich wünsche dir alles Gute.


  8. Registriert seit
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    AW: Erkrankung und jetzt?

    Waldhexchen, ich habe im Bekanntenkreis zwei Beamte (Lehrer) mit ähnlichen Krankheitsbildern wie bei Dir. Einmal bipolare Störung, einmal "normale" Depressionen, gekoppelt mit Borderline vermutlich aufgrund von PTBS (Missbrauch in der Jugend). In einem Fall ist der Betreffende wieder ganz normal im Beruf, nach einer gewissen Krankheitsdauer. Inzwischen medikamentös sehr gut eingestellt und erkennt selbst, wann er mal wieder zum Arzt muss, weil da evtl. wieder dran gedreht werden muss, weil sich eine manische Phase ankündigt. Im anderen Fall war die Betreffende erstmal befristet frühverrentet, arbeitet inzwischen aber in Teilzeit wieder.
    Es gibt da viele Möglichkeiten, das wird sich bei Dir auch irgendwie ergeben.
    In beiden Fällen lagen aber, das muss ich zugeben, die Gründe (wenn man von sowas sprechen kann bei einer psychischen Erkrankung) eher in Kindheit und Jugend bzw. aktueller familiärer Situation und nicht in der beruflichen Situation.

  9. AW: Erkrankung und jetzt?

    Davon (einer Rente) würde ich abraten.

    Arbeit gibt einem viel: Anerkennung, einen regelmäßigen Tagesablauf, soziale Kontakte, ... Mehr als nur Geld.

    Wenn du wieder gesund bist und Rente erhältst, wird dir langweilig.
    Ich finde, dass du mit Mitte 30 dafür zu jung bist.

    Suche lieber nach einem anderen Arbeitgeber.
    Geändert von Francesca_X (13.08.2019 um 18:23 Uhr)


  10. Registriert seit
    20.05.2016
    Beiträge
    2.471

    AW: Erkrankung und jetzt?

    @Waldhexchen: ich finde „Frühverrentung“ versus „back to normal“ ein krasses Kontrastprogramm. Ich würde dir raten, mal die Coaching-Übung „Rad der Möglichkeiten“ zu machen. Die besteht darin, in Situationen, in denen man denkt, dass es nur A oder B gibt, noch mindestens acht weitere Optionen aufzuschreiben - und zwar auf keinen Fall weniger. Dann legst du den Zettel mal ein paar Tage beiseite und schaust ihn später wieder an. Das, was dich dann aus dem zeitlichen Abstand heraus am meisten anspricht, wäre dann Plan A.
    "Battlestar Galactica: The Eye of Jupiter (#3.11)" (2006)
    __________________________________________________ ______________
    Captain Kara 'Starbuck' Thrace: Can I make a suggestion that you won't like?
    Major Lee 'Apollo' Adama: Do you make any other kind?

    Life should not be a journey to the grave with the intention of arriving safely in a well preserved body, but rather to skid in broadside, totally worn out, and loudly proclaiming "Wow!" (Hunter S. Thompson)

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