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  1. Moderation Avatar von Sternenfliegerin
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    AW: Erkrankung und jetzt?

    Ich hatte - leider- im Familienkreis jemanden, der die Verbeamtung auf Lebenszeit abgewartet hat, es dann wegen angeblichen Mobbings und entsprechender angeblicher psychischen Belastung schaffte, länger krankgeschrieben zu sein, was dann in einer -angeblichen- Berufsunfähigkeit und Frühberentung mit unter 30 endete.

    Der ganzen nahen Familie (selbst den Eltern) war klar, daß da jemand es wirklich drauf angelegt hat, nicht mehr arbeiten zu müssen und durch die Verbeamtung auf Lebenszeit gut versorgt zu sein.

    Pünktlich nachdem das durch war, wurde eine intensive Nebentätigkeit und Selbstständigkeit aufgenommen.

    Damit möchte ich Mobbing und psychische Erkrankungen allgemein nicht verharmlosen oder absprechen, für diesen konkreten Fall in meiner Familie erlaube ich mir aber ein - anderes- Urteil.



    Warum ich das schreibe?
    Weil ich Deinen Fall absolut anders bewerten würde.

    Sollten bei Dir ähnliche Grundvoraussetzungen einer dann zukünftigen finanziellen guten Absicherung vorhanden sein, dann würde ich meine Gesundheit und vor allem psychische Stabilität an allererste Stelle setzen und zur Not eine Berentung annehmen.

    Sollte es mit der Zeit hoffentlich wieder weit besser werden und Du langfristig wieder stabil werden, dann spricht meines Wissens ja nichts dagegen, sich anderweitig wieder beruflich einzubringen.

    Aber der Druck/Zwang wäre so weg, der jetzt offensichtlich an Deinem Arbeitsplatz zu so unguten gesundheitlichen Reaktionen geführt hat und Dich so krank gemacht hat.

    Wenn also ein Arbeitsplatzwechsel keine Option ist, würde ich mich vor weiterer übermäßiger Überlastung und emotionaler Überforderung, die Dir dort zugemutet wurde, schützen wollen.

    Dir vor allem gute Besserung und alles Liebe.
    I don´t know where I´m going- but I´m on my way... Carl Sagan

    Vielleicht geht es auf dem Weg gar nicht darum, irgendwas zu werden.
    Vielleicht geht es darum, alles abzuwerfen, was wir nicht sind,
    so daß wir das sein können, wofür wir bestimmt sind.
    Paulo Coelho



    Moderatorin in den Foren:
    Beziehung im Alltag, Der "gebrauchte" Mann und im Tierforum
    - ansonsten normale Nutzerin
    Geändert von Sternenfliegerin (10.08.2019 um 18:05 Uhr) Grund: ich schenke mir ein g ;)

  2. Avatar von Uni-Corn
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    AW: Erkrankung und jetzt?

    Danke Sternenfliegerin für diesen Beitrag
    Einfach machen...wird gut

    Ich hol mir mein Spiel zurück!!!!!

  3. Avatar von Wiedennwodennwasdenn
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    AW: Erkrankung und jetzt?

    Zitat Zitat von Sneek Beitrag anzeigen
    Ich bin da kein Experte, aber die private BU-Versicherung zahlt doch auch nur, wenn die Rentenversicherung einen aussteuert, oder gibt es da noch andere Modelle?
    Die gibt es. Das steht in den Versicherungsbedingungen des Vertrages der TE.
    Das Universum und die menschliche Dummheit sind unbegrenzt. Beim Universum bin ich mir nicht sicher (Albert Einstein).


  4. Registriert seit
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    AW: Erkrankung und jetzt?

    hallo
    bin in rente aber immer nur befristet. ich war über 35.
    musste 4 jahre kämpfen.
    versuch erstmal fit zu werden hast dafür 78 wochen KK und versuch dir was neues zu suchen.
    bei mir waren es viele dinge die dazu geführt haben kenn auch menschen die kämpfen heute noch auch trotz gutachten


  5. Registriert seit
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    AW: Erkrankung und jetzt?

    Die TE ist Beamtin, da gibt es meines Wissens kein Krankengeld, sondern volle Bezüge während der Dienstunfähigkeit wegen Krankheit.

    Wie lange kann das eigentlich laufen, gibt es da eine zeitliche Beschränkung?

  6. Moderation Avatar von Charlotte03
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    AW: Erkrankung und jetzt?

    Hallo Waldhexchen,
    ich verstehe deinen Zwiespalt: Du liebst deine Arbeit, aber der Druck Ergebnisse zu bringen, macht dich krank.
    Das ist eine bescheidene Situation. Wenn du weniger "Fälle" hättest, würde es dich dann auch krank machen, z.B., weil diese so sind, wie sie sind?

    Hast du eine ReHa gemacht? Da sollte auch besprochen werden, welche Alternativen es gibt. Und gab es bereits ein BEM? Ich weiß von Kolleginnen, die dadurch eine Option bekamen, etwas anderes, gleichwertiges zu arbeiten. Das half Ihnen nicht in die Frühverrentung geschickt zu werden.


    würde mit dir Eun BEM- Gespräch geführt?
    Genieße deine Zeit.
    Denn du lebst nur jetzt & heute.
    Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher, als du denkst.
    Moderatorin in "Schule, Uni, Studium und Ausbildung" "Gehören Kinder zu einem erfüllten Leben dazu?" und...Userin


  7. Registriert seit
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    AW: Erkrankung und jetzt?

    Ich habe keine Erfahrung mit deinem Krankheitsbild oder wie man sich da genau fühlt, jedoch würde ich mir das dennoch nochmal überlegen, ob du dir letzendlich mit der Rente einen Gefallen tust. Wir haben im Verwandschaftskreis einen Fall wo er seitdem er 30 ist in Rente ist (wegen psychischer Probleme) und seither läuft es nur berab. Im Prinzip hat er sich aufgeben und verbringt den ganzen Tag nur mit dem Rauchen von Gras. Warum das so ist? Ihm fehlt Struktur und das was eine Arbeit eingem gibt (soziale Kontakte, Gemeinschaft und ein gutes Gefühl etwas geschafft zu haben).


    Du wurdest bei deinem AG verheizt und jetzt ist dr erste Schritt gesund zu werden. Mach eine Reha oder weiterhin Theraphie udn lass dich krank schreiben so lange du das brauchst.

    Ich würde mich danach aber um einen anderen AG kümmern, zur Not mit Abstrichen im Gehalt oder Arbeitszeitreduktion. Du wirst dein Leben nach der Krankheit neu ausrichten müssen. So wie zuvor kann es dann jedenfalls nicht weitergehen.

    Dennoch gibt einem die Arbeit auch etwas zurück. Mit mitte 30 in Rente zu gehen, wird dich nicht glücklich machen. Bedenke das also gut.

  8. gesperrt
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    AW: Erkrankung und jetzt?

    Zitat Zitat von Sneek Beitrag anzeigen
    Ich bin da kein Experte, aber die private BU-Versicherung zahlt doch auch nur, wenn die Rentenversicherung einen aussteuert, oder gibt es da noch andere Modelle?
    Nein.
    Eine gescheite BU zahlt, wenn man nicht mehr in der Lage ist, den versicherten BERUF auszuüben. Egal wie alt man ist!
    Und ohne Verweis auf andere Jobs oder Berufe. Ich halte es für legitim, das in Anspruch zu nehmen - denn genau dafür hat man diese Versicherung „gekauft“.
    Und ab wann die BU zahlt, steht in den Versicherungsbedingungen - je nach Erkrankung gibt es sogar Modelle, die ab dem 3ten Monat zahlen.

    Die gesetzliche Erwerbsunfähigkeitsrente jedoch zahlt, wenn Du nicht mehr, oder nur noch anteilig in der
    Lage bist, überhaupt zu arbeiten (also auch als Brötchenverkäuferin statt als Herzchirurgin).

  9. Inaktiver User

    AW: Erkrankung und jetzt?

    Zitat Zitat von Sternenfliegerin Beitrag anzeigen
    Ich hatte - leider- im Familienkreis jemanden, der die Verbeamtung auf Lebenszeit abgewartet hat, es dann wegen angeblichen Mobbings und entsprechender angeblicher psychischen Belastung schaffte, länger krankgeschrieben zu sein, was dann in einer -angeblichen- Berufsunfähigkeit und Frühberentung mit unter 30 endete.

    Der ganzen nahen Familie (selbst den Eltern) war klar, daß da jemand es wirklich drauf angelegt hat, nicht mehr arbeiten zu müssen und durch die Verbeamtung auf Lebenszeit gut versorgt zu sein.

    Pünktlich nachdem das durch war, wurde eine intensive Nebentätigkeit und Selbstständigkeit aufgenommen.

    Damit möchte ich Mobbing und psychische Erkrankungen allgemein nicht verharmlosen oder absprechen, für diesen konkreten Fall in meiner Familie erlaube ich mir aber ein - anderes- Urteil.



    Warum ich das schreibe?
    Weil ich Deinen Fall absolut anders bewerten würde.

    Sollten bei Dir ähnliche Grundvoraussetzungen einer dann zukünftigen finanziellen guten Absicherung vorhanden sein, dann würde ich meine Gesundheit und vor allem psychische Stabilität an allererste Stelle setzen und zur Not eine Berentung annehmen.

    Sollte es mit der Zeit hoffentlich wieder weit besser werden und Du langfristig wieder stabil werden, dann spricht meines Wissens ja nichts dagegen, sich anderweitig wieder beruflich einzubringen.

    Aber der Druck/Zwang wäre so weg, der jetzt offensichtlich an Deinem Arbeitsplatz zu so unguten gesundheitlichen Reaktionen geführt hat und Dich so krank gemacht hat.

    Wenn also ein Arbeitsplatzwechsel keine Option ist, würde ich mich vor weiterer übermäßiger Überlastung und emotionaler Überforderung, die Dir dort zugemutet wurde, schützen wollen.

    Dir vor allem gute Besserung und alles Liebe.

  10. Inaktiver User

    AW: Erkrankung und jetzt?

    Es ging nicht so sehr um den Druck, Ergebnisse zu bringen.


    Es ging
    Um den Druck, Druck auf andere ausüben zu "müssen".
    Um den Druck, ganz furchtbare Machenschaften deckeln zu "müssen". Bzw. mit gesundem Menschenverstand auf Granit zu beißen.
    Um den Druck ... mit gesundem Menschenverstand und Empathie auf noch mehr Granit zu beißen oder bestenfalls ein paar schwammige Aussagen.
    Um den Druck zu wissen, das das, was man macht, eigentlich viel zu wenig ist, aber auch keinen Weg zu sehen, das (= die eigene Verantwortung) irgendwie abzugeben.
    (Und glaubt mir, ich kann Grenzen setzen. Eigentlich. Aber wenn da Menschen vor mir stehen und Rotz und Wasser heulen, dann ... ist das schwierig. Vor allem, wenn es sich häuft.)

    Ergebnisse habe ich immer geliefert. Ich bin sehr gut ausgebildet, eigentlich sehr belastbar und auch stark (auch psychisch).

    Aber wohl eben zu emotional, empathisch ... bzw. zu sehr "Gutmensch".
    Geändert von Inaktiver User (10.08.2019 um 20:51 Uhr)

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