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  1. Registriert seit
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    AW: Bewusst Teilzeit arbeiten, um mehr Lebenszeit zu haben

    Nein, ich sprech hier von mir persönlich bekannten Frauen, wo eben jetzt, wo wir auf die 60 zugehen, das Jammern groß ist.

    Zum Beispiel aus meinen Alleinerziehendenkreisen.

    Ich weiß noch genau wie ich damals angeschaut wurde, so ungefähr, wie blöd ich bin, dass ich trotz drei kleiner Kinder in die Arbeit renne, und wenn genau die sich heute selbst leidtun und mich um meine Absicherung beneiden, die ja nicht vom Himmel gefallen ist sondern die ich mir hart erabeitet hab - dann geht mir das durchaus auf den Zeiger.


  2. Registriert seit
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    AW: Bewusst Teilzeit arbeiten, um mehr Lebenszeit zu haben

    Zitat Zitat von Kara_Thrace Beitrag anzeigen

    Also: wenn mir jemand der freiwillig TZ-ler gern anteilig seinen Steuerprogressionsvorteil zurückzahlen will, nehme ich das Geld sehr gern .
    ich mache ziemlich viel Ehrenamtliches, und zwar Dinge, die ich als wertvoll und hilfreich betrachte.

    das ist eine Menge Aufwand (Zeit ist Geld, und Geld ist unter anderem abstrahierte Arbeit), die ich der Allgemeinheit zur freien Verfügung stelle.

    sprich, ich habe nicht das geringste schlechte Gewissen, nur in bescheidenem Rahmen Steuern zu zahlen.

    durch eigene Arbeit bestimme ich selbst, was ich gebe.

    mit staatlichen Budgets und wie Steuergelder verwendet werden, bin ich keineswegs immer einverstanden.

    passt für mich

    gruss, bárbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  3. Inaktiver User

    AW: Bewusst Teilzeit arbeiten, um mehr Lebenszeit zu haben

    Zitat Zitat von Suzie Wong Beitrag anzeigen
    Irgendwie komme ich hier nicht mehr mit. 🤔 ich gehe schon davon aus, dass man sich TZ leisten kann, ohne auf die aktive Hilfe anderer angewiesen zu sein.
    Wie meinst du das denn?

  4. Moderation
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    AW: Bewusst Teilzeit arbeiten, um mehr Lebenszeit zu haben

    Wenn wir unser Familienleben richtig durchtakten würden, könnte ich vermutlich auch wieder 40 Stunden arbeiten. Aber ich hab es immer als klaren Vorteil der späten Mutterschaft gesehen, dass mein Teilzeitgehalt auch schon ordentlich ist. Derzeit arbeite ich 80 Prozent und verdiene trotzdem überdurchschnittlich. "Lebenszeit" ist das nicht so richtig, aber es senkt deutlich meinen Stresslevel.
    Always be a little kinder than necessary. – James M. Barrie

    Moderation in den Foren "Rund um den Job", "Rund ums Eigenheim", "Fehlgeburt" und "Wissenschaft und Umweltschutz"

  5. Avatar von Walltraud
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    AW: Bewusst Teilzeit arbeiten, um mehr Lebenszeit zu haben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Ich meine, statt einen solchen "Groll" zu kultivieren, sollte man eher auf sich selbst schauen: Passt die eigene Lebensgestaltung, oder sollte man nachjustieren?
    Ich habe sehr oft hier in der Bri und im realen Leben das Gefühl, dass Vollzeitlerinnen neidisch auf Teilzeitlerinnen sind.
    Wieviel Stunden man arbeitet kann doch jeder für sich entscheiden. Jeder erhält eine jährliche Renteninformation. Von daher kann ich nicht nachvollziehen, dass es einigen erst kurz vor der Rente dämmern soll, wie schmal diese ausfallen soll.

    Auch die Argumentation der Steuerquersubventionierung finde ich absurd. Hier schrieben einige, dass sie in Teilzeit mehr verdienen und damit auch mehr Steuern zahlen, als manche Vollzeitlerinnen.

    Ich arbeite gerne in Teilzeit. Ich genieße meine Freizeit. Momentan funktioniert dieses Modell bei mir persönlich, weil ich verheiratet bin. Wirtschaftlich abhängig fühle ich mich aber nicht, da ich mir ja jederzeit einen Vollzeitjob suchen könnte.

    Wir als Paar profitieren beide davon, dass ich nur in Teilzeit arbeite.


  6. Registriert seit
    06.08.2019
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    AW: Bewusst Teilzeit arbeiten, um mehr Lebenszeit zu haben

    Hallo ich les hier immer ohne Anmeldung mit und hab mich jetzt zu diesem Thema angemeldet:

    Ich habe mich damals vor gut 17 Jahren bewusst entschieden keine Elternzeit zu nehmen und habe im ÖD Angestelle in gehobener Position Teilzeit gearbeitet. Das war für mich Luxus pur. Ich hatte Zeit für mein Kind für meinen Haushalt und meinen Mann. Da ich gleich gesagt habe ich komme nach 5 Monaten wieder (das hab ich mir gegönnt) bekam ich meine Stelle Freigehalten mit 70 %. Ein Teilbereich wurde an eine andere Mitarbeiterin abgegeben die wegen Scheidung von 40 % auf soviel wie geht bis max. 80% wollte.

    Bei mir hat das wunderbar funktioniert. Bei Kind zwei dto.

    Heute bin ich 44. Ich wurde vor ca. 5 Jahren schwer krank. Es war klar wenn ich die Akutzeit im Krankenhaus und die Therapie überstehe kann ich mit einigen Einschränkungen ein gutes Leben führen. Ich wurde dann im Krankenstand ausgesteuert und erhalte heute eine Erwerbsminderungsrente. Dazu kommt eine Betriebsrente wegen Erwerbsminderung. Hier konnte ich zum Glück immer zusätzlich selber noch einzahlen.
    Mit Beiden Renten kann ich zu einem Familieneinkommen beitragen welches uns ermöglicht ein zufriedenes Leben zu führen.

    Mein Mann verdient gut, hat jedoch auf eine vier Tage Woche reduziert. Sonst würde ich gesundheitlich die Kinder meine Termine und den Haushalt nicht schaffen.

    Ich bin froh dass ich Teilzeit während der Kinderzeit gearbeitet habe. Sonst sähe es heute mau aus. Schulden haben wir keine und unser Haus gehört seit ein paar Jahren uns und nicht mehr der Bank.


    Diesen Aspekt sollte jeder berücksichtigen finde ich. Was ich wenn ich krank werde? Stürze ich dann ab? Wie hoch sind meine Ansprüche aus der Erwerbsminderungsrente dann?

    Meine dringlicher Rat ist Teilzeit für Lebensqualität jederzeit. Aber bitte mit einer guten Absicherung für die Arbeitskraft.
    Ich hatte grosses Glück diesbezüglich in meinem "Unglück".

    Manche Therapien bezahlt mir die Krankenkasse nicht. Aber meine spezielle Wassergym hält mich beweglich. Die kann ich mir zum Glück selber leitsten. Aber nur weil ich ich in gesunden Jahren gearbeitet habe und was gespart hab.


  7. Registriert seit
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    AW: Bewusst Teilzeit arbeiten, um mehr Lebenszeit zu haben

    Zitat Zitat von Cariad Beitrag anzeigen
    Wenn wir unser Familienleben richtig durchtakten würden, könnte ich vermutlich auch wieder 40 Stunden arbeiten. Aber ich hab es immer als klaren Vorteil der späten Mutterschaft gesehen, dass mein Teilzeitgehalt auch schon ordentlich ist. Derzeit arbeite ich 80 Prozent und verdiene trotzdem überdurchschnittlich. "Lebenszeit" ist das nicht so richtig, aber es senkt deutlich meinen Stresslevel.
    Genauso geht´s mir auch.


  8. Registriert seit
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    AW: Bewusst Teilzeit arbeiten, um mehr Lebenszeit zu haben

    Zitat Zitat von Sisalteppich Beitrag anzeigen
    Meine dringlicher Rat ist Teilzeit für Lebensqualität jederzeit. Aber bitte mit einer guten Absicherung für die Arbeitskraft.
    Ich fürchte eben auch, dass das sehr viele einfach ausblenden.

    Ich hatte grosses Glück diesbezüglich in meinem "Unglück".

    Manche Therapien bezahlt mir die Krankenkasse nicht. Aber meine spezielle Wassergym hält mich beweglich. Die kann ich mir zum Glück selber leitsten. Aber nur weil ich ich in gesunden Jahren gearbeitet habe und was gespart hab.
    Na ja, ich würd sagen, du warst deines eigenen Glückes Schmied...

    Alles Gute für dich!

  9. Avatar von Walltraud
    Registriert seit
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    AW: Bewusst Teilzeit arbeiten, um mehr Lebenszeit zu haben

    Zitat Zitat von Sisalteppich Beitrag anzeigen

    Was ich wenn ich krank werde? Stürze ich dann ab? Wie hoch sind meine Ansprüche aus der Erwerbsminderungsrente dann?

    Meine dringlicher Rat ist Teilzeit für Lebensqualität jederzeit. Aber bitte mit einer guten Absicherung für die Arbeitskraft.
    Ich hatte grosses Glück diesbezüglich in meinem "Unglück".
    Dies gilt genauso für Vollzeitkräfte. Nach 78 Wochen Krankheit entfällt das Krankengeld.

    Dir alles Gute Sisalteppich!

  10. Moderation
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    AW: Bewusst Teilzeit arbeiten, um mehr Lebenszeit zu haben

    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Bei der Konzeption des jetzigen Systems in Deutschland wurde davon ausgegangen, dass alle Erwerbstätigen Vollzeit arbeiten,
    Ja. Und "der Erwerbstätige" war ein Mann (oder eine Witwe), Vollzeit waren 48 Stunden, Kinder kriegen die Leute sowieso, es gab schon Ehegattensplitting, und das Rentenalter für Männer war 65 und für Frauen 60.

    In der Bundesrepublik ist die Anzahl der Erwerbstätigen von 1950 bis 1990 doppelt so stark gestiegen wie die Bevölkerung (55% gegenüber 25%, Quelle).

    In Gesamtdeutschland ist die Erwerbstätigenquote trotz starker Einbrüche in den 1990ern von 1992 bis 2012 von 67% auf 75% gestiegen (http://www.sozialpolitik-aktuell.de/...en/tabIV31.pdf).

    Die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen ist allerdings von 1960 bis 1990 (BRD) wesentlich (28% in 30 Jahren) und von 1990 bis 2018 (DE) in geringerem Maße (13% in 28 Jahren) zurückgegangen. (Quelle, eigene Berechnung)

    Die faulen Säcke waren also eher unsere Eltern, bei den jüngeren die Großeltern , oder sagen wir mal netter, die Zahlen lassen verschiedene Interpretationen zu.

    Das Realeinkommen hat sich von 1960 (BRD) bis 2000 (DE) verdreifacht. (Quelle (Tabelle2), eigene Berechnung)

    Allerdings ist die Schere zwischen hohen und niedrigen Einkommen auseinandergegangen. In wieweit dort freiwilliger Teilzeitarbeit der hinreichend Wohlhabenden nivellierend wirkt, wäre ein Forschungsprojekt, das den Rahmen eines Postings sprengen würde.

    Als ich zehn war, waren die Renten durch die hohe Arbeitslosigkeit und die Weigerung der Frauen, genug Kinder zu kriegen, bedroht, heute durch die Lebenserwartung, den Umstand, daß die Leute keine 40 (oder 48) Stunden mehr arbeiten und durch die Weigerung der Frauen, genug Kinder zu kriegen.

    Da muß man mal nach Griechenland gucken, da arbeiten die Erwerbstätigen im Schnitt immer noch 40 Stunden (Quelle), oder nach Bulgarien, wo selbst die Frauen über 40 Stunden arbeiten, statt sich wie in DE mit 30 (oder gar wie in NL mit 25) Stunden auf die faule Haut zu legen. (Quelle),

    Tja. Hm. Weiß auch nicht.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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