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  1. Registriert seit
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    AW: Bewusst Teilzeit arbeiten, um mehr Lebenszeit zu haben

    Zitat Zitat von Suzie Wong Beitrag anzeigen
    Leider hat auch niemand auf mein Posting reagiert —-> ev Verringerung der Lebensqualität. Das zeigt mir, dass dies euch nicht wichtig ist oder ihr andere Prioritäten hat.
    Hm, nee. Ich habe viele Jahre 50% gearbeitet und meine Lebensqualität bewerte ich als deutlich höher als zurzeit mit 100%.
    Viel Zeit für sich und eigene Projekte ist durch nichts zu ersetzen, und wie jemand schon schrieb: Was man hat, das hat man. Ob man das Rentenalter überhaupt erreicht, weiß man eh nicht, daher war es mir wichtig, viele Dinge zu machen, die ich später als ältere Frau vermutlich nicht mehr mache oder machen kann. Ich habe z.B. ein Zweitstudium absolviert, von dem ich immer geträumt hatte, das ging relativ problemlos, ob ich mich da als Rentnerin noch mal ranwagen würde, weiß ich nicht.

    Zitat Zitat von Suzie Wong Beitrag anzeigen
    Meine Kollegin hat den Schritt mit 52/53 gewagt. Meiner Rechnung nach arbeitet sie 60%. Sie sagt oft, sie fühlt sich manchmal ausgeschlossen/ nicht mehr ganz ernst genommen.
    Das hängt m.M.n. vom eigenen Auftreten ab. Ich habe nie Probleme damit gehabt, nicht ernst genommen zu werden. Und ich werde sicher in absehbarer Zeit auch wieder reduzieren, vielleicht nicht auf 50, sondern auf 70 %. Zeit kann man durch kein Geld der Welt ersetzen.

  2. Avatar von Sneek
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    AW: Bewusst Teilzeit arbeiten, um mehr Lebenszeit zu haben

    Zitat Zitat von Nemesis71 Beitrag anzeigen
    Und ich kenne jetzt nicht soviele Frauen, die in TZ annähernd das “Durchschnittseinkommen“ haben!
    Ich schon. Und nun?

  3. Avatar von Sneek
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    AW: Bewusst Teilzeit arbeiten, um mehr Lebenszeit zu haben

    Zitat Zitat von carassia Beitrag anzeigen
    Das hängt m.M.n. vom eigenen Auftreten ab. Ich habe nie Probleme damit gehabt, nicht ernst genommen zu werden.
    Man muss schon sagen, dass man einfach weniger mitkriegt, wenn man weniger da ist. Ich hab das auch schon mal mit einem Tag weniger gemerkt, dass es gelegentlich heißt "Das haben wir doch besprochen! Ach nee, da warst Du ja nicht da, haben wir vergessen, Dir noch zu sagen...".

  4. Inaktiver User

    AW: Bewusst Teilzeit arbeiten, um mehr Lebenszeit zu haben

    Zitat Zitat von Nemesis71 Beitrag anzeigen
    Ganz toll.
    Jetzt Teilzeit, um mehr Spaß im Leben zu haben, und später „aufstocken“ und uns „ vollzeitarbeitenden Deppen“ auf der Tasche liegen? [...] Bin ich ernsthaft sauer, denn das bedeutet eindeutig, daß Du Dich im Alter auf der Haut der Allgemeinheit ausruhen willst!
    Zitat Zitat von Nemesis71 Beitrag anzeigen
    Aber sind dann im Alter doch nicht gut dran - insbesondere WENN die Rente nix mehr wert ist. Und dann gibt es in D garantiert immer noch Sozialleistungen (so sind wir anscheinend drauf) - und die bezahlen die, die sich diesen „Luxus“ nicht gönnen.
    Nicht in Ordnung.
    Diese Aussagen finde ich unsympathisch, weil missgünstig, pauschal-verunglimpfend, aus dem Glashaus heraus.
    Bei solchen Schlussfolgerungen müsste man das Gesamtbild betrachten, wer sich wie viel auf Kosten von wem einbringt, was unmöglich ist. Menschen in anderen Teilen der Welt sind wahrscheinlich "ernsthaft sauer" auf Dich, weil Du so viel CO2 verbrauchst. Oder, wie Bae schon schrieb, derjenige, der familiäre Pflegearbeit leistet, könnte sauer sein auf diejenigen, die solche unbezahlte Arbeit nicht tun. Diese Liste ließe sich endlos fortsetzen.

    Mich selbst beschäftigt diese Frage durchaus immer wieder mal, weil ich gefühlt in meinem Leben bereits über Gebühr für Steuern und Abgaben gearbeitet habe - das sagt mir ein Bauchgefühl, ein "nach einem bereits über 30jährigen Arbeitsleben habe ich meinen finanziellen Beitrag für die Allgemeinheit nun geleistet". Auch das ist ein Grund, der m.E. für eine Reduktion der Arbeitszeit ab einem bestimmten Punkt im Leben spricht.
    Meine Denkrichtung ist allerdings eher "wie viel eigene Kraft will ich künftig noch für die Allgemeinheit aufwenden?" ohne ein Schielen auf andere, die davon womöglich zu unrecht profitieren. Denn ich kann ja nur meine eigene Situation einschätzen, weil ich nur hier den vollen Einblick habe.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Dazu kommt der Punkt, dass das, was gesellschaftlichen Wert schafft, oft nicht übereinstimmt mit den Löhnen und Honoraren, die für eine Tätigkeit jeweils gezahlt wird.
    Da sprichst Du einen wunden Punkt in meinem Verhältnis zur "Gesellschaft", mich teilweise mit eingeschlossen, an. Denn es ist ja nicht gottgegebenes Gesetz, dass z.B. Pflege oder Haareschneiden so schlecht bezahlt wird, sondern es sind wir Menschen, die wir nicht bereit sind, mehr Geld für Pflege oder Haarschnitte auszugeben, während wir das für Technik-Schnick-Schnack, etc., ohne weiteres tun.

    Zitat Zitat von Sneek Beitrag anzeigen
    Das größte Risiko für Altersarmut ist meiner Meinung nach immer noch ein schlecht bezahlter Beruf, nicht die Stundenzahl.
    Definitiv!

  5. Avatar von MixTape
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    AW: Bewusst Teilzeit arbeiten, um mehr Lebenszeit zu haben

    Zitat Zitat von Chrischie31 Beitrag anzeigen
    Ich möchte nicht Teilzeit arbeiten. Ich habe einen Job (38 Std.) , der mir großen Spaß bringt und ein großes Stück Lebensqualität bietet.
    Nicht jeder hat das Glück, das über seine Arbeit sagen zu können. In meinem Job als Erzieherin haben viele früher oder später Rückenprobleme, Tinnitus oder/und fühlen sich ausgelaugt. Nicht ohne Grund arbeiten viele dort Teilzeit. Eine Kollegin von mir, alleinerziehend und Vollzeit, war vor kurzem 6 Wochen wegen Depressionen und Erschöpfung krankgeschrieben. Schlecht für sie und schlecht für uns, die das auffangen mußten.


  6. Registriert seit
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    AW: Bewusst Teilzeit arbeiten, um mehr Lebenszeit zu haben

    Zitat Zitat von Sneek Beitrag anzeigen
    Man muss schon sagen, dass man einfach weniger mitkriegt, wenn man weniger da ist. Ich hab das auch schon mal mit einem Tag weniger gemerkt, dass es gelegentlich heißt "Das haben wir doch besprochen! Ach nee, da warst Du ja nicht da, haben wir vergessen, Dir noch zu sagen...".
    Das kommt wohl auf den Job an, auf die Position und Organisation. Ich kann das für mich nicht beklagen.

  7. Moderation
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    AW: Bewusst Teilzeit arbeiten, um mehr Lebenszeit zu haben

    Zitat Zitat von Sneek Beitrag anzeigen
    Das größte Risiko für Altersarmut ist meiner Meinung nach immer noch ein schlecht bezahlter Beruf, nicht die Stundenzahl.
    Und eine zerknitterte Erwerbsbiographie.

    ***

    Zitat Zitat von Kara_Thrace Beitrag anzeigen
    Von der Steuerprogression profitierst du aber immer, das musst du nicht extra beantragen.
    Man profitiert nicht notwendigerweise von der Steuerprogression, wenn man Stunden reduziert. "Bestenfalls" rutscht man "nur" unter die Beitragsbemessungsgrenzen und zahlt einen höheren Prozentsatz vom Einkommen für Sozialversicherungen.

    Wenn man allerdings in der Situation ist, meckert man auf hohem Niveau.


    ***

    Zum Eingangsposting: "Bewußt teilzeit" arbeitet ja auch, wer mehr Zeit für den Rest seines Lebens *braucht* -- nicht nur, wer mehr *will*. Die Unterscheidung sehe ich eher zwischen "freiwillig" und "unfreiwillig".
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **
    Geändert von wildwusel (09.08.2019 um 10:02 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Bewusst Teilzeit arbeiten, um mehr Lebenszeit zu haben

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen

    Man profitiert nicht notwendigerweise von der Steuerprogression, wenn man Stunden reduziert. "Bestenfalls" rutscht man "nur" unter die Beitragsbemessungsgrenzen und zahlt einen höheren Prozentsatz vom Einkommen für Sozialversicherungen.
    Bist Du sicher? Ist nicht das sog. Existenzminimum steuerfrei, so dass auch ein Hochverdiener prozentual weniger Steuern zahlen muss bei Stundenreduktion?

  9. Moderation
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    AW: Bewusst Teilzeit arbeiten, um mehr Lebenszeit zu haben

    Zitat Zitat von Kara_Thrace Beitrag anzeigen
    Weil man ja schlichtweg nicht weiss, was alles noch so passiert mit der Rente. Und den Mietkosten, wenn man nichts Eigenes hat. Und manche verrechnen sich schlichtweg und sind dann total erstaunt, dass am Ende des ersten Rentenmonats doch so wenig auf dem Konto ist.
    Man weiß generell nicht, was die Zukunft bringt. Allenfalls kann man sich auf jedes Szenario, auf das man sich vorbereiten kann, vorbereiten, und wo man sich nicht vorbereiten kann: Da eben nicht. Und auch das ist eine Abwägung zwischen Heute und Später. Für mich ist durchaus eine Abwägung, daß über 50% der Berufsunfähigkeiten durch Psyche oder Rücken (ok, "Skelett und Bewegungsapperat") verursacht werden. und wenn ich merke, daß es im Gebälk kracht, schalte ich besser einen Gang runter, als zu versuchen, einen Marathon als einen Sprint zu laufen. Nützt mir, und nützt als Risikovermeidungsstrategie sogar der Volkswirtschaft.

    Und, naja, Altruismus ist ein schöner Zug, aber es dankt einem absolut keiner, wenn man sich für ihn aufopfert.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bist Du sicher? Ist nicht das sog. Existenzminimum steuerfrei, so dass auch ein Hochverdiener prozentual weniger Steuern zahlen muss bei Stundenreduktion?
    Mit Blick auf eine Einkommensteuergrundtabelle, und ausgehend von 20% Reduktion: Das macht in Sachen Steuer (einschließlich Kirchensteuer und Soli) vielleicht 2 oder 3 Prozentpunkte aus, die weniger fällig werden.

    Mit Blick auf die Sozialabgaben bei überschreitung der Beitragsbemessungsgrenze (Stichproben anhand von Brutto-Netto-Rechner): Das macht so 2 bis 3 Prozentpunkte aus, die mehr fällig werden.

    Meine Vermutung ist, daß es sich um einen schmalen Bereich handelt, wo das zutrifft, aber da ich keine geeigneten Werkzeuge zur Hand habe, würde es länger dauern, die Grenzwerte zu bestimmen als ich darauf verwenden möchte.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **
    Geändert von wildwusel (09.08.2019 um 10:39 Uhr)


  10. Registriert seit
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    AW: Bewusst Teilzeit arbeiten, um mehr Lebenszeit zu haben

    Zitat Zitat von MixTape Beitrag anzeigen
    Nicht jeder hat das Glück, das über seine Arbeit sagen zu können. In meinem Job als Erzieherin haben viele früher oder später Rückenprobleme, Tinnitus oder/und fühlen sich ausgelaugt. Nicht ohne Grund arbeiten viele dort Teilzeit. Eine Kollegin von mir, alleinerziehend und Vollzeit, war vor kurzem 6 Wochen wegen Depressionen und Erschöpfung krankgeschrieben. Schlecht für sie und schlecht für uns, die das auffangen mußten.
    Ja das stimmt.
    Ich hatte während der Ausbildung einen Lehrer, der mir gesagt hat, dass mir mein Job keinen Spaß bringt. Ich habe daraufhin versucht, immer einen Job zu finden, der mich erfüllt. Daher habe ich in jungen Jahren auch öfters gewechselt.
    Auch in der jetzigen Firma gab es eine sehr stressige Zeit. Aber die Zeiten haben sich geändert. Meine Chefin hat bei ihrer Führungsaufgabe viel dazugelernt. Mein Arbeitgeber hat erkannt, dass er gute, sogar sehr gute Arbeitsbedingungen bieten muss, weil gute Arbeitnehmer schwer zu bekommen und zu halten sind.
    Wir sollten früher aufhören später zu sagen...

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