Antworten
Seite 1 von 6 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 58
  1. User Info Menu

    Berufseinstieg mit 40+

    Gegeben: eine männliche Person im Alter von 40. In der Jugend hat diese Person einen Uni-Studiengang im wissenschaftlichen Bereich (Physik) hingeschmissen (oder wurde rausgeschmissen, das ist nicht genau bekannt). Seitdem hat diese Person 20 Jahre lang unqualifizierte Mindesllohnjobs gearbeitet, z. B. Pizzafahrer. Jetzt mit 40 ist diese Person plötzlich zur Einsicht aufgewacht, dass die Perspective auf die Rente nicht gerade so toll aussieht. Wenn der Mann in der Rente also nicht bettelarm sein möchte, muss er dringend etwas Qualifiziertes und besser bezahltes finden. Somit hat der Mann sich an einer Fernhochschule angemeldet und versucht es wieder mit einem MINT-Studiengang. Das Studium ist noch im 1. Semester, ob er damit Erfolg hat, ist also noch nicht bekannt, aber auf jeden Fall lernen tut der Mann fleißig. Das wird allerdings auf jeden Fall noch etliche Jahre dauern.

    Frage: hat die oben beschriebene Person noch Chancen, sich in einem qualifizierten technischen Beruf zu etablieren, oder wird diese Person wahrscheinlich bis zur Rente weiterhin Pizza fahren müssen?

    Erfahrungen mit Arbeitssuche, Bewerbungsschreiben und Vorstellungsgesprächen hat der Mann übrigens keine. Seine vorherige Arbeitgeber haben vermutlich jeden "warmen Körper" genommen.


    Liebe Grüße,
    Verreisende

  2. Inaktiver User

    AW: Berufseinstieg mit 40+

    Kommt auf den Einzelfall an. Über das klassische Bewerbungsverfahren wird das sehr schwierig, da zählt das eigene Netzwerk und Gevatter Zufall. Ansonsten stellt sich dann immer die Frage, was ihn bislang daran gehindert hat, einen Job anzunehmen, für den man eine höhere Qualifikation braucht, und wie plausibel es jetzt ist, dass der Hinderungsgrund plötzlich weg ist.
    Ich habe einen ähnlich gelagerten Fall im Bekanntenkreis (sogar mit Abschluss in Physik, aber schlechten Noten und diversen anderen Herausforderungen), und da ist nach vielen Jahren des Bewerbens kein Land in Sicht. Der Kollege ist aber umgekehrt auch nicht bereit, auf die Schwäbische Alb zu ziehen, wo der Fachkräftemangel so gross ist, dass er da sicherlich was finden würde. Kommt also wie gesagt auf das Gesamtbild an.

  3. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Berufseinstieg mit 40+

    Kaum bis keine würde ich sagen.

    Bis er überhaupt einen Abschluß hat - und dann ist er Berufsanfänger mit Ende 40?

  4. Inaktiver User

    AW: Berufseinstieg mit 40+

    Einen Bachelor hat man doch mittlerweile innerhalb von drei Jahren, je nachdem mit welchem MINT-Fach, kann man mit 43 auch noch was reißen. Ist das denn auch wirklich eine Fernuni (die einzige in Deutschland ist in Hagen), oder nur eine Akademie wie SGD, ILS und wie sie alle heißen (Abschlüsse da sind das Papier nicht wert, auf denen sie stehen)? Oder FOM (viele Arbeitgeber sehen Abschlüsse davon skeptisch)? Da kommt es wirklich darauf an, wofür er sich entschieden hat.

  5. Inaktiver User

    AW: Berufseinstieg mit 40+

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ist das denn auch wirklich eine Fernuni (die einzige in Deutschland ist in Hagen),
    Die einzige staatliche. Es gibt auch noch staatlich anerkannte.

  6. User Info Menu

    AW: Berufseinstieg mit 40+

    Es ist die Fernuni Hagen.

  7. User Info Menu

    AW: Berufseinstieg mit 40+

    Ja, ist definitiv möglich. Er muss halt dranbleiben.

  8. User Info Menu

    AW: Berufseinstieg mit 40+

    Unabhängig davon, wie erfolgreich das Studium sein wird, glaube ich nicht, dass die betroffene Person der Altersarmut noch entrinnen kann. Das Studium wird mit Anfang 40 begonnen, es wird sicherlich bis Mitte 40 dauern. Dann sind noch etwas mehr als 20 Jahre Zeit Beiträge zu zahlen. Mit dieser Vita wird man sicherlich nicht am oberen Ende der Gehaltsskala einsteigen, sondern sich hocharbeiten müssen, was auch wiederum Zeit braucht. Viel mehr als Grundsicherung würde ich nicht erwarten.
    Be yourself no matter what they say (Sting).

  9. Inaktiver User

    AW: Berufseinstieg mit 40+

    Das ist jetzt wahrscheinlich nicht das, was du hören möchtest, aber ich sehe da schon Probleme auf ihn zukommen. Man muss sich nur mal grob vorstellen, was ein Arbeitgeber möchte, wenn er eine Stelle besetzt: am liebsten jemanden, der man nicht lange seinen Job erklären muss, sondern der sofort loslegen kann, weil er das Thema von Grund auf in der Praxis kennt, es schon oft gemacht hat und der dann schnell und zuverlässig gute Ergebnisse bringt. Natürlich, ein Berufseinsteiger weicht davon immer etwas ab, je weiter, desto schlechter seine Chancen. Natürlich, wenn man dringendst jemanden sucht, der etwas bestimmtes beherrscht und es gibt kaum Bewerber auf dem Markt, dann ist man als AG auch flexibler. Besonders dann, wenn derjenige einen guten persönlichen Eindruck macht. Und das sehe ich das nächste Problem bei jemandem, der mit 40+ noch nie berufstätig war - da fehlt dann eben einiges. Es ist anzunehmen, dass derjenige Mehrarbeit für andere verursacht und kein einfacher Mitarbeiter wird. Das mögen Vorurteile sein, aber auf die wird er treffen.

    Wenn du nun fragst, was er tun kann, um eben ein vielversprechender Bewerber zu werden: Neben der theoretischen Ausbildung schon jede Menge dafür tun, um im Berufsleben gefragtes Praxiswissen zu erwerben. Was das genau bedeutet, hängt natürlich vom Fach und der gewünschten späteren Ausrichtung ab. Er hat jetzt noch locker 20 Jahre, in denen er Geld verdienen kann, vielleicht auch mehr, da lässt sich bei sparsamer Lebensführung noch eine schöne Stange Geld für später zurücklegen. Reich wird er wahrscheinlich nicht mehr werden, aber mehr als die Grundsicherung im Alter sollte möglich sein.

  10. Inaktiver User

    AW: Berufseinstieg mit 40+

    Es gibt Physik an der Fernuni? Muss man da nicht auch mal ins Labor?

Antworten
Seite 1 von 6 123 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •