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  1. Registriert seit
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    Großraumbüro-stressig

    Hallo,

    Ich wollte mal gerne von anderen wissen, ob sie diese Großraumbüros, Open offices auch also so stressig empfinden.
    Mein Team teilt sich einen flächenmässig relativen kleinen Raum mit 2 anderen Teams.
    Die meisten Mitarbeiter viel am Telefon, wie auch ich. Dazu noch die inpromptu Meetings direkt am Schreibtisch, weil dann ja der PC gebraucht wird. Oder Training, klar, wieso einen anderen Raum buchen und da hingehen? Nö, machen wir doch hier...
    Ihr merkt, ich bin genervt.
    Setze mir zum Schutz dann mal große Kopfhörer auf, damit alle wissen, ich muss mich konzentrieren.
    Ich möchte mich aber so gern immer besser konzentrieren können.
    Zuhause arbeiten war früher produktiver als jetzt, habe auch keinen Stuhl der sich eignet aber einen guten in der Arbeit.
    Der Trend geht hier (UK) dazu immer weniger Schreibtische anzubieten, dann muss man immer „hot desking“ machen, also nomadenhaft rumziehen und sich einloggen, die Zeit die bei mir schon dafür draufgeht.
    Ich muss die Tischplatte und Maus immer abwischen, finde ich sonst eklig.
    Und zu guter Letzt, was ich am allerschwierigsten finde ist, wenn es irgendeinen Konflikt gibt. Also meine Managerin oder ein anderer Mitarbeiter mal so richtig unprofessionell sind, da finde ich es so schwierig, drauf zu reagieren, ohne gleichzeitig mich damit auseinanderzusetzen, dass da jetzt 20 andere Menschen alles genau mit verfolgen.
    Kann das jemand nachvollziehen, wie anstrengend diese Arbeitsplatzsituation ist?
    Ich denke ich werde viel weniger Zeit in diesem Büro verbringen müssen, denn ich kann da wirklich nur beschränkt produktiv arbeiten.
    Dazu bin ich hier im UK, da wird Konflikt viel passiv aggressiver ausgetragen.

  2. Inaktiver User

    AW: Großraumbüro-stressig

    UK hat eine ganz andere Arbeitskultur als in Deutschland ..wir werden auch in 2 Jahren in Open space umziehen mit Desk sharing. Derzeit haben wir Doppelbüros mit "Türzumentalität" - in einem 60er Jahre Gebäude mit Einzelverglasung und ohne Klima. Ich freu mich aufs neue Büro.

    Ja es kann stressig sein, muss aber nicht. Wichtig sind gute Akkustikmaßnahmen und das sich jeder an Regeln hält

    Bei Dir kann mir gut vorstellen wie das anstrengt, aber ich denke Du wirst da nicht viel ändern können da auch kulturell bedingt

    kannst Du Homeoffice machen?


  3. Registriert seit
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    AW: Großraumbüro-stressig

    Interessant. Ich habe in D in einem ganz anderen Bereich gearbeitet, deshalb null Vergleich.
    Dazu dann noch erschwert durch public sector/ Housing und gebeutelt von 10 Jahren Sparmaßnahmen.
    Ich habe das in einer anderen Stadt in ähnlichem Bereich schon erlebt, dass so wenig Schreibtische waren, dass man den sozusagen verloren hat an jemand anderen, wenn man länger als 1-2 h weg war. Und zu unserer Arbeit gehören Hausbesuche.
    Home office ginge schon aber da müsste ich mal in einen guten und nicht zu hässlichen Stuhl investieren, da meine Wohnung ziemlich klein ist und ich den dann immer sehe.


  4. Registriert seit
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    AW: Großraumbüro-stressig

    Zitat Zitat von Sturmfest Beitrag anzeigen
    Ich wollte mal gerne von anderen wissen, ob sie diese Großraumbüros, Open offices auch also so stressig
    Stressig nicht, aber mir geht das Dummsabbeln von Kollegen mächtig auf die Nerven.
    Daher habe ich 90 % meiner Zeit Kopfhörer auf. Sobald ich es nicht ausblenden kann (Meetings/Schulungen am Schreibtisch in unmittelbarer Nähe) buche ich mir einen Meetingraum und verschwinde dort hin oder setze mich an einen anderen ruhigen Ort im Gebäude/auf dem Geländ bzw. verschwinde ins Homeoffice, wenn möglich.


  5. Registriert seit
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    AW: Großraumbüro-stressig

    Hörst Du dann auch Musik oder ist das generell als Abwehr, so „sprich mich bloß nicht an“


  6. Registriert seit
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    AW: Großraumbüro-stressig

    Ist ein Büro mit 6 Personen schon ein Großraumbüro ?
    Allerdings finden bei uns auch ständig laute "Besprechungen" von mehr oder weniger (eher letzteres ) Wichtigkeit statt. Da helfen die angebrachten Schallabtrennungen nichts, wohl aber der Kopfhörer - mit oder ohne Musik.
    Habe ich Arbeiten vor mir auf die ich mich richtig konzentrieren muss, genehmige ich mir einen Tag im Homeoffice.

    Die Politik der Open Desks wird bei uns im Hause auch praktiziert, aber, Gott sei Dank, nicht in unserer Abteilung.
    Ich täte mich da schwer mit, mir jeden Tag irgendwo einen neuen Arbeitsplatz zu suchen... Mal schauen wie lange der Trand anhält ? Für den AG ist es praktisch und kostensparend aber es gibt wohl schon Untersuchungen/Studien, die belegen, dass die AN sich dadurch zunehmend gestresst fühlen.

  7. Avatar von Rowellan
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    AW: Großraumbüro-stressig

    Ich arbeite schon seit über 10 Jahren im Großraum und finde es nach wie vor stressig aus den Gründen, die du beschreibst. Es gibt sogar Studien, die feststellen, daß die Krankheitsrate in Großraumbüros deutlich ansteigt... aber trotzdem halten Unternehmen krampfhaft an dem Konzept fest, ich kapier es auch nicht. Wahrscheinlich steht da die vordergründige Kostenersparnis im Vordergrund.

    Meine Lösung (Kopfhörer sind keine, davon kriege ich auf Dauer Kopfschmerzen): Home Office wenn ich Arbeiten habe, zu denen ich mich wirklich konzentrieren muss, und zum Glück sind unsere Großraumbüros meist nur spärlich besetzt, die Kollegen mögen das Konzept genau so gerne wie ich - also gar nicht.
    *lost in the woods*

  8. Moderation Avatar von Marie-Madeleine
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    AW: Großraumbüro-stressig

    Zitat Zitat von Rowellan Beitrag anzeigen
    Ich arbeite schon seit über 10 Jahren im Großraum und finde es nach wie vor stressig aus den Gründen, die du beschreibst. Es gibt sogar Studien, die feststellen, daß die Krankheitsrate in Großraumbüros deutlich ansteigt... aber trotzdem halten Unternehmen krampfhaft an dem Konzept fest, ich kapier es auch nicht. Wahrscheinlich steht da die vordergründige Kostenersparnis im Vordergrund.
    Ich fürchte auch. Meine Firma hat gerade zu dem Zeitpunkt, als überall die Studienergebnisse publiziert wurden, auf Open Space umgestellt

    Funktioniert bei uns einigermaßen gut, weil wir uns im Kollegenkreis sehr gut verstehen, aber die Konzentration leidet schon und ich finde es schwieriger als früher im Zweierbüro (mit fast immer offenstehender Tür), mich auf anspruchsvollere Aufgaben zu fokussieren. Man wird halt auch schneller von vorbeigehenden Kollegen angesprochen, als wenn man in einem eigenen Büroraum sitzt.

    Diesen Desk-Sharing-Quatsch finde ich ganz schrecklich bzw. nur in bestimmten Fällen sinnvoll, wenn sich etwa zwei Außendienstler, die viel unterwegs sind, einen Schreibtisch teilen oder eben gar keinen festen Platz zugewiesen bekommen für die paar Tägelchen, die sie mal im Büro sind. Aber als Mitarbeiterin, die fast ausschließlich normale Präsenz-Büroarbeit macht (und nicht zu den Frühaufstehern gehört), fände ich es zum Kotzen, wenn ich mir jeden Morgen erst mal einen freien Platz organisieren müsste. Und ich mag es auch ganz gerne, wenn ich mir meinen Platz ein wenig persönlich einrichten kann, schließlich verbringe ich ja einen Großteil meines Tages da.
    May you be surrounded by friends and family,
    and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.

    Leonard Cohen


    Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
    Erich Kästner

  9. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Großraumbüro-stressig

    Hier hatte jemand gefragt, ob 6 Mitarbeiter in einem Raum schon als Großraumbüro gelten. Das ist nicht so, ein Büro ab 400 qm oder mit mehr als 20 Mitarbeitern gilt als Großraum. Darunter ist es einfach ein Gruppenbüro, kann aber, zumindest teilweise, die gleichen Nachteile wie ein Großraumbüro haben.

    Großraumbüros sind viel stressiger, die Krankheitsrate steigt, Konzentration sinkt, da gibts so einiges an Nachteilen. Einzel-/Zweierbüros oder kleine Büros haben aber auch handfeste Nachteile, sie haben größeres Konfliktpotential, Kommunikation ist schwieriger und sie sind einfach für Teamarbeit nicht geeignet. Der größte Nachteil (neben der geringeren sozialen Kontrolle) ist bestimmt die Flächennutzung. Und so wie die Mieten in den Städten steigen, ist es richtig, dass darauf geachtet wird. Man kann die Produktivität der Mitarbeiter sicher nicht so steigern, dass sie mit den ständig steigenden (Miet)kosten mithalten.

    Andererseits möchten viele Mitarbeiter mehr Home Office Möglichkeiten. Macht ja auch Sinn. Nur die Bereitstellung der Infrastruktur für 2 volle Arbeitsplätze, einmal zu Hause, einmal im Büro, das macht halt auch keinen Sinn, so blöd ich als Mitarbeiter es auch finde, keinen festen Schreibtisch zu haben. Ich denke sowieso, dass die Identifikation mit dem Unternehmen und auch mit dem jeweiligen Team unter dem digitalen Nomadentum sehr leidet. Davon werden wir sicher in den nächsten Jahren auch noch viel hören.

    Aber irgendwie muss es sich ändern, wenn sich was im Hinblick auf mehr Flexibilität für den Mitarbeiter (Home Office, Arbeitszeiten) ändern soll und eine Lösung mit lauter Vorteilen gibts nun mal nicht.

    Bei der TE kommt dazu, dass nach meiner Beobachtung in U.K. schon anders gearbeitet wird als in Deutschland, also sicher auch eine Art Kulturschock?
    Klima? Läuft bei uns. Schließlich haben wir den ersten CO2 neutralen Flughafen der Welt gebaut.


  10. Registriert seit
    21.04.2014
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    AW: Großraumbüro-stressig

    Vermutlich. Ich hatte Anfang der 90er schon einen Arbeitsplatz ohne festen Schreibtisch - 40 Leute in einem Raum, man meldete sich beim Abteilungsleiter bei Arbeitsbeginn, der einem einen der durchnummerierten Schreibtische zuwies (das ist dann wohl typisch deutsch :)).
    Mich störte der dauernde Geräuschpegel nicht, ich kann aber meine Umgebung notfalls völlig ausblenden und muss dann "angetickt" werden, wenn jemand mit mir reden will.

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