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  1. Registriert seit
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    Gehen oder bleiben?

    Hallo,

    vor einigen Wochen habe ich bereits im Psychotherapie-Forum geschrieben, dass es bei meiner Arbeit gerade schwierig ist, insbesondere mit meinem direkten Kollegen.

    Mit dem Kollegen gab es ein Gespräch, das relativ gut lief, so dass ich berechtigte Hoffnung habe, dass mein Job an sich bzw. die Zusammenarbeit mit ihm wieder besser läuft.

    Aufgrund der nicht zufrieden stellenden Situation habe ich allerdings meinen ganzen Job überdacht bzw. meine Einstellung dazu, und ich habe vor 2 Tagen das Gespräch zu meinem Teamleiter gesucht, um meine Perspektiven und Chancen bei dem Unternehmen zu besprechen. Generell fühle ich mich nämlich zu wenig eingebunden in Projekte und bin auch nicht ausgelastet.

    Dieses Gespräch ist eher suboptimal gelaufen. Mein Teamleiter und ich haben recht unterschiedliche Standpunkte und auch Wahrnehmung der aktuellen Situation. Er sieht nur das, was vielleicht nicht so gut läuft und reitet darauf herum, während ich denke, dass ich doch ein Gewinn für die Firma bin/sein kann, wenn man mich lässt. Ich arbeite selbständig, eigenverantwortlich und habe ein hohes Maß an Eigeninitiative und Verantwortungsgefühl. Bei meinen bisherigen Arbeitgebern wurde das immer sehr wert geschätzt.

    Natürlich mache auch ich Fehler, insgesamt ca. 2-3 in den letzten 2,5 Jahren, davon 2 in der Einarbeitungszeit. Diese waren nicht schön, aber auch nicht so schlimm, dass man sie mir heute noch aufs Brot schmieren müsste. Aber genau das passiert. Deshalb kann ich das auch langsam nicht mehr ernst nehmen. Ich habe in der Zeit, die ich hier arbeite, auch sehr viel gutes für die Firma geleistet. Doch da spricht keiner drüber. Weiterhin habe ich sehr stark daran gearbeitet und tue es noch, dass eben solche Fehler, die teilweise auch durch die schlechte Infrastruktur begünstigt werden, eben nicht mehr passieren.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn ich die Zeit hier Revue passieren lasse, stelle ich fest, dass ich noch nie so viel "kämpfen" musste, um in einem Unternehmen anzukommen. Im Grunde fühle ich mich immer noch nicht angekommen - nach über 2,5 Jahren! Und gerade auch das Thema "Wertschätzung" wird hier nicht besonders groß geschrieben, nicht nur mir gegenüber, sondern generell. Gute Leistungen werden als selbstverständlich hingenommen und teilweise direkt wieder duch negative Kritik relativiert.

    Ich habe mich damals hier beworben, weil ich dachte, dass das mein Traumjob und -unternehmen ist. Entsprechend habe ich mich engagiert und eingebracht. Die Arbeit selbst sowie die meisten Kollegen und Kunden sind es auch nach wie vor. Aber die Mitarbeiterführung lässt mich mehr und mehr zweifeln, dass diese Firma wirklich die richtige für mich ist. Die Arbeit selbst macht mir super viel Spaß! Nur wird dieser immer wieder durch die Unternehmensführung gedämpft, die ja doch immer wieder weiß, das ganze zu relativieren. Das Unternehmen ist einfach nur noch zahlengetrieben, der Mensch zählt nicht wirklich. Dabei wird allerdings nach außen unsere "Menschlichkeit" propagiert, worüber ich aktuell nur lachen könnte, wenn es nicht so traurig wäre.

    Gestern ist dann auch noch was passiert, was mich echt sprachlos zurück lässt: Ich arbeite im Vertrieb und wir haben für einen unserer Kunden eine technische Dienstleistung erbracht. Unsere Techniker haben sich super eingesetzt. Leider sind durch Versäumnisse des Kunden 2 Tage Mehrarbeit angefallen, welche aus vertrieblicher Kulanz aber nicht berechnet wurde. Dies hat u. a. mein Teamleiter entschieden.

    Unsere Techniker aber u. a. auch nach der berechneten (!) Arbeitszeit bezahlt. Und da fragte, m. M. nach zurecht, der entsprechende technische Teamleiter, dass die technischen Kollegen ja dann dafür auch keine Prämie bekommen. Und mein Teamleiter, der die Nicht-Berechnung entschieden hat, hat nur abgewunken mit den Worten "Na und?"
    Ganz abgesehen davon, dass diese Regelung schon nicht mitarbeiterfreundlich ist, finde ich die Gleichgültigkeit, wie damit umgegangen wird, erschütternd.

    Sorry, das ist nicht die Art, wie man m. E. nach mit Mitarbeitern umgeht. Wertschätzung geht meiner Ansicht nach definitiv auch anders. Ich bin total enttäuscht von meinem Teamleiter. Mein Vertrauen ist dazu auch noch stark erschüttert, weil ich mittlerweile sehe, dass er nur eine Rolle spielt. Alles ist nur Kalkül. Das Verständnis und die angebliche Empathie, wenn man mit Problemen zu ihm kommt, nur Fassade.

    Ich bin gerade sehr frustriert und traurig. Ja, und vor allem enttäuscht. Meine Motivation, mich hier noch einzusetzen oder einzubringen, tendiert gegen 0.

    Aber ich sitze hier fest im Sattel, habe ein gutes Gehalt (viel Luft nach oben wird da nicht sein) und das Unternehmen ist etabliert mit seit Jahren überaus guten schwarzen Zahlen.

    Mich hat nun vor einigen Wochen ein Headhunter angeschrieben und bietet mir eine ähnliche Position bei einem ähnlichen Unternehmen an. Ich habe erstmal nicht gleich abgesagt. Heute habe ich einen Telefontermin mit dem Headhunter. Die Firma, wo ich dann evtl. hinvermittelt würde, kenne ich bereits und hat mich im ersten Moment auch angesprochen.

    Allerdings ist dieses Unternehmen noch relativ jung hier in der Umgebung, hat seinen Ursprung in Ostdeutschland. Es schrieb in den letzten Jahren lt. Bilanz auch ein paar Mal rote Zahlen und dümpelt bei einer schwarzen 0 herum.

    Rein rational betrachtet wäre ein Wechsel wohl ziemlich dumm, selbst wenn sie mir ein wesentlich höheres Gehalt zahlen würden. Doch ich müsste ja nochmal neu anfangen, eine Probezeit überstehen... und ob das Betriebsklima besser ist, kann natürlich auch nicht gesagt werden.

    Ich merke nur, dass ich einfach nach wie vor bei meinem jetzigen Arbeitgeber einen Klumpen im Magen habe. Mit dem Gespräch vorgestern ist das noch schlimmer geworden als vorher, auch wenn sich die Problematik etwas verlagert hat von meinem direkten Kollegen zur generellen Skepsis dem Unternehmen gegenüber.

    Im Grunde weiß ich, was ich mache. Ich werde (noch) nicht wechseln. Aber ich würde gern Meinungen von außen hören, was andere in meiner Situation tun würden. Ich muss dazu sagen, dass ich seit einem Jahr immer mal wieder diesen Job bzw. das Unternehmen in Frage stelle und mich frage, ob ein Stellenwechsel für mich nicht doch das richtige wäre. Für mich ist das eigentlich kein Zustand.

    Auf der anderen Seite habe ich eben auch einige persönliche Baustellen zu bewältigen und somit ist mein Blich vielleicht auch einfach getrübt bzw. ich bin gerade zu sensibel und emotional, um eine solche Entscheidung überhaupt treffen zu können.

    Danke fürs Lesen!

  2. Avatar von Horus
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    AW: Gehen oder bleiben?

    Ich würde zumindest mal mit der anderen Firma direkt reden bzw. verhandeln und in dem Gespräch all die Fragen aufwerfen, die sich dir stellen (junges Team, wie ist Atmosphäre, wie läuft es wirtschaftlich, wie sicher ist der Job... ?). Du kannst ruhig offensiv sein und "nachhaken, wenn du mit den Auskünften nicht zufrieden bist, denn du agierst aus einer starken Position heraus: ungekündigte Stellung, du bist die Kontaktierte (und nicht die Kontaktaufnehmende).
    Dann hast du schonmal mehr Infos und kannst in aller Ruhe vergleichen. Und verhandeln.

    Und wenn du eh nicht zufrieden bist mit der jetzigen Stelle, dann schreib doch Bewerbungen und sieh in aller Ruhe, was sich daraus ergibt.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
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    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.


  3. Registriert seit
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    AW: Gehen oder bleiben?

    Zitat Zitat von Horus Beitrag anzeigen
    Ich würde zumindest mal mit der anderen Firma direkt reden bzw. verhandeln und in dem Gespräch all die Fragen aufwerfen, die sich dir stellen (junges Team, wie ist Atmosphäre, wie läuft es wirtschaftlich, wie sicher ist der Job... ?).
    Reden werde ich auf jeden Fall mit denen. Wer weiß? Vielleicht ist das doch eine super Chance!?

    Zitat Zitat von Horus Beitrag anzeigen
    Und wenn du eh nicht zufrieden bist mit der jetzigen Stelle, dann schreib doch Bewerbungen und sieh in aller Ruhe, was sich daraus ergibt.
    Genau soweit bin ich eigentlich (noch) nicht. Ich schaue zwar schon immer, was der Markt hier so hergibt. Aber ich weiß auch, dass ich momentan vielleicht lieber an meine (seelische) Gesundheit denken und mich nicht in einen Bewerbungsprozess und/oder stressigen Arbeitswechsel stürzen sollte.

    Und ich hab die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass ich mit einer geänderten Einstellung, angepasster Erwartungshaltung und ohne zuviel Ehrgeiz hier vielleicht doch noch glücklich werde. Wie gesagt: Die Arbeit an sich macht mir großen Spaß, und ich bin hier eingearbeitet. Irgendwo doch nochmal neu anzufangen erscheint mir jetzt auch nicht so erquicklich.

  4. Avatar von Horus
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    AW: Gehen oder bleiben?

    Es ist halt ein Abwägen der Vor- und Nachteile. Schlussendlich kann dir niemand sagen, was du tun sollst, denn du alleine weisst, welche positiven und negativen Faktoren für dich wie zu gewichten sind.

    Dennoch würde ich in einer solchen Situation für einen "niederschwelligen Bewerbungsprozess" plädieren. Bewirb dich auf Stellen, die dich reizen, allerdings ohne jede Erwartung, sondern mit der Einstellung "schauen wir mal".
    Wenn die Bewerbung zu einem Gespräch führt - super, nimm es wahr, lass dir alles erklären, lass dir - sollte es so weit kommen - ein Angebot geben, vergleiche in aller Ruhe, sag dann ja oder nein. So quasi zurückgelehnt aus dem Liegestuhl heraus. Hast ja nichts zu verlieren.

    Zu gewinnen allerdings viel - Selbstbewusstsein (es tut dem eigenen Ego gut, zu erfahren, dass auch andere einem wollen - auch wenn man die Angebote nicht annimmt), Übung im Führen von Bewerbungsgesprächen (schadet nichts für den Fall, dass man später mal in eine Situation kommt, in der man MUSS) und nicht zuletzt eine starke Verhandlungsposition gegenüber deiner jetzigen Firma: Mit zwei weiteren Jobangeboten in der Tasche kannst du zu deinem Chef gehen und sagen (sinngemäss): "hör mal, ich möchte, dass sich dasunddas ändert bis dannunddann. Ansonsten könnte es sein, dass eine andere Arbeitsstelle für mich attraktiver ist"

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    AW: Gehen oder bleiben?

    Horus, Du hast natürlich mit allem Recht. Ich hatte dieses Luxusproblem noch nicht, dass ich aus einer sicheren Position ohne Not mich bewerben konnte. Bisher wollte ich den Stellenwechsel immer. Diesmal weiß ich nicht so genau, was ich will.

    Zitat Zitat von Horus Beitrag anzeigen
    ... und nicht zuletzt eine starke Verhandlungsposition gegenüber deiner jetzigen Firma: Mit zwei weiteren Jobangeboten in der Tasche kannst du zu deinem Chef gehen und sagen (sinngemäss): "hör mal, ich möchte, dass sich dasunddas ändert bis dannunddann. Ansonsten könnte es sein, dass eine andere Arbeitsstelle für mich attraktiver ist"
    Das funktioniert bei uns nicht. Erpressen lässt sich die Firma nicht (O-Ton).
    Daher haben wir ja auch ein Problem, gute Mitarbeiter zu finden und zu halten. Erstmal ist sie nicht bereit, entsprechende Gehälter zu zahlen trotz Fachkräftemangel. Und die Firma hält selbst gute Mitarbeiter nicht, wenn sie mit dieser Taktik ankommen. Da sind in den letzten Monaten bestimmt 3 oder 4 Mitarbeiter gegangen, weil sie woanders einen besser bezahlten Job gefunden haben und unsere Firma nicht bereit war, das mitzugehen.


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    AW: Gehen oder bleiben?

    Ich fühle mit dir. Mir gehts es momentan ähnlich... Man mag die Kollegen, die Arbeitszeit passt und es könnte alles toll sein wenn die Chefs manchmal einfach kooperativer wären. Die Chefs sollten eigentlich auch ein Interesse daran haben Mitarbeiter zu halten.
    Gehen oder bleiben? Verdammt gute Frage. Wenn man längere Zeit darüber nachdenkt sollte man wahrscheinlich gehen. Man verbringt soviel Zeit auf der Arbeit, dafür ist das Leben zu kurz.


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    AW: Gehen oder bleiben?

    Zitat Zitat von Horus Beitrag anzeigen
    Mit zwei weiteren Jobangeboten in der Tasche kannst du zu deinem Chef gehen und sagen (sinngemäss): "hör mal, ich möchte, dass sich dasunddas ändert bis dannunddann. Ansonsten könnte es sein, dass eine andere Arbeitsstelle für mich attraktiver ist"
    Da wird der Chef zu Recht antworten: Reisende soll man nicht aufhalten.


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    AW: Gehen oder bleiben?

    Zitat Zitat von Sternschnuppe123 Beitrag anzeigen
    Die Chefs sollten eigentlich auch ein Interesse daran haben Mitarbeiter zu halten.
    Das haben Chefs auch. Doch hier wurden Fehler in der ersten Zeit gemacht, die immerhin so gravierend waren, dass sie aufgefallen sind. Fehler passieren überall, doch mir fällt es einfach auf, wenn sie kleingeredet oder auf die Umstände geschoben werden. Das hat nichts mit Wahrnehmung zu tun, sondern damit Verantwortung zu übernehmen. Und wenn man von sich sagt, dass man bereit ist, Verantwortung zu übernehmen, dass man muss man das auch für seine Fehler tun.


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    AW: Gehen oder bleiben?

    Zitat Zitat von morcheeba-1966 Beitrag anzeigen
    Das haben Chefs auch. Doch hier wurden Fehler in der ersten Zeit gemacht, die immerhin so gravierend waren, dass sie aufgefallen sind. Fehler passieren überall, doch mir fällt es einfach auf, wenn sie kleingeredet oder auf die Umstände geschoben werden. Das hat nichts mit Wahrnehmung zu tun, sondern damit Verantwortung zu übernehmen. Und wenn man von sich sagt, dass man bereit ist, Verantwortung zu übernehmen, dass man muss man das auch für seine Fehler tun.
    Die Fehler sind von mir nicht klein geredet worden, sondern eher im Gegenteil.

    Es ist eher so, dass die Mitarbeiter hier klein geredet werden. Und da ich ansonsten gute Arbeit mache, finden sie halt keinen anderen Fehler, sondern müssen sich an ollen Kamellen aufhängen. Im Gegenteil dazu ist die GF nicht offen für konstruktive Kritik und Vorschläge, weil sie sich dann selbst hinterfragen müsste.


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    AW: Gehen oder bleiben?

    Zitat Zitat von Sternschnuppe123 Beitrag anzeigen
    Gehen oder bleiben? Verdammt gute Frage. Wenn man längere Zeit darüber nachdenkt sollte man wahrscheinlich gehen. Man verbringt soviel Zeit auf der Arbeit, dafür ist das Leben zu kurz.
    Genau den Gedanke habe ich auch. Wenn man irgendwie ständig den Gedanken hat, ob das wirklich die richtige Firma ist, sollte man wohl gehen. Denn besser wird es sicher nicht.

    Auf der anderen Seite weiß man halt auch nicht, was man bei einem Stellenwechsel hinterher bekommt. Im Grunde ist ja überall irgend eine Kröte, die man schlucken muss. Und möglicherweise wird es da noch schlechter. Also: Lieber Spatz in der Hand als Taube auf dem Dach...?

    Ich bin im Moment im "Standby"-Modus, Der neue Job wäre gehaltlich - sofern die Angaben des Headhunters stimmen - auf jeden Fall eine absolute Verbesserung. Würde die Firma mich wollen, würde ich wahrscheinlich "Ja" sagen.

    Ansonsten ist es halt so, dass der Job Spaß macht, auch wenn die Prozesse und der Umgang mit den Mitarbeitern sicherlich verbesserungswürdig sind. Ich war in den letzten Wochen sehr emotional. Mich hat die Situation sehr belastet und getriggert. Daher war ich unsicher. Mittlerweile sehe ich das ganze gelassener. Wenn was besseres kommt, gehe ich. Bis dahin arrangiere ich mich mit der Situation und versuche, nicht alles so nah an mich ran zu lassen.

    Mein Problem war ja eher, dass ich sehr enthusiastisch in diesen Job gegangen bin, weil es mein Traumjob war. Ich habe mich eingesetzt und eben auch Verantwortung übernommen. Das ist mir jetzt doch an die Substanz gegangen, weil eben nichts zurück kommt. Meine Kollegen/-innen sehen es übrigens noch viel schlimmer und meckern, seit ich hier bin genau über diese Probleme. Weiterhin gehen viele Kollegen, während kaum welche nachkommen. Von daher ist Selbstkritik zwar immer angebracht, sollte aber eben nicht nur von einer Seite erwartet werden.

    Ich merke halt, dass ich tatsächlich auch enttäuscht bin, weil die Firma eben den Punkt "Menschlichkeit" sehr groß aufs Plakat schreibt. Nur leider lebt sie sie nicht. Die Tatsache, das Mitarbeiter ihre Prämie für ihre Arbeit nicht bekommen, nur weil sie aus Kulanz nicht an den Kunden berechnet wird, spricht für mich schon Bände.
    Geändert von Anky-v-G (23.07.2019 um 13:34 Uhr)

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