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  1. Avatar von sascha99
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    AW: Quereinstieg Lehramt Berufsschule - Erfahrungen gesucht!

    Zitat Zitat von taggecko Beitrag anzeigen
    Eine Freundin von mir ist Ärztin und hat vor ca 18 Jahren auch das Refrendariat für Berufsschule gemacht wegen ihrer Kinder die damals im Kiga Alter waren.
    Sie unterrichtet nur angehende medizinische Fachangestellte und es gefällt ihr immer noch gut. Ist in Bawue. Mit der Bezahlung hadert sie etwas- da sich der Arbeitsmarkt für Ärzte ja sehr positiv entwickelt hat.
    Ich bin ehrlich: Ohne ein Kind würde ich den Weg nicht wählen, sondern mir eine neue Herausforderung in der Wirtschaft suchen. Aber mit den Betreuungszeiten hier auf dem Land wird das in den nächsten Jahren nicht so einfach. Bzw. will ich das auch gar nicht in dem Umfang.
    "Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen."
    (Immanuel Kant)

  2. Avatar von sascha99
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    AW: Quereinstieg Lehramt Berufsschule - Erfahrungen gesucht!

    Zitat Zitat von Daphnia Beitrag anzeigen
    Hallo Sascha,
    ich muss dich warnen. Unterschätze den Arbeitsaufwand einer Lehrkraft.nicht. Uch nach dem Referendariat. Ich selbst habe das mit Kind nicht geschafft.
    Das sehe ich nicht so. Ich meine, ich denke, es ist eher ein Einzelfall, oder? Meine Mutter war Lehrerin mit 2 Kindern und sämtliche ihrer Freundinnen auch mit Kindern. Das haben die alle gewuppt und immer davon "geschwärmt", wie gut das vereinbar ist. Meine Cousine ist wie gesagt jetzt Gymnasiallehrerin mit 2 kleinen Jungs und einer 75%-Stelle und wuppt das auch. Alleine. Die Frauen "hier", die einen "normalen" Job haben, schaffen aber keinen Vollzeitjob mit Kindern. Oder tun sich den Stress nicht an. So kam meine Cousine übrigens zum Lehramt. Sie hatte vorher in der Wirtschaft gearbeitet. In leitender Position. Nach dem ersten Kind bot man ihr dann vergleichbar einen Sachbearbeiterposten an (ich will das nicht beurteilen, sie auch nicht), mit dem sie nicht glücklich war. Wie ihr ging es vielen Frauen nach der Rückkehr in den Job. Sie hatte sich dann zurückerinnert, dass sie ja mal auf Lehramt studiert hatte und ihr nur wenige Scheine zum 1. Staatsexamen fehlten. Die machte sie dann nach und ging anschließend ins Referendariat. Es war sehr sehr stressig, aber sie hat es und sogar gut alleine geschafft.
    Wir waren eine Lehrerfamilie-mein Mann war leidenschaftlicher Berufschullehrer. Die Schüler mochten ihn, er hat fachlich viel mit ihnen erreicht, er hatte keine Disziplinprobleme.
    Aber-unsere Kinder hatten nicht allzuviel von ihm. Auch am Wochenende Korrekturen und Vorbereitungen!
    Meine Mutter hatte am Wochenende auch immer Korrekturen zu machen. So what? In der Zeit hat mein Vater was mit uns unternommen. Ich sage ja nicht, dass es einfach wird und ein "Laujob" ist. Ich sage nur, ich kenne viele, die es gut geschafft haben und es nicht bereut haben. Außer meiner Cousine, die vorher in der Wirtschaft war, allerdings keinen weiteren Quereinsteiger. Daher postete ich hier.
    Da war nichts mit am 5 uhr heimgehen und das wars bis zum nächsten Morgen.

    Viele Kollegen sind ausgebrannt.
    In der Wirtschaft aber auch...In meinem Unternehmen sind ständig irgendwelche in Kur. Und auch ich habe Phasen, wo ich wirklich am Ende bin. Und das trotz der ganzen Routine, die ich inzwischen im Job habe. Es ist einfach oft zu viel.
    Und die Disziplinprobleme sind immens. Meldungen an Lehrherrn-wenn man in solchen klassen eingesetzt wird-bringen nicht viel.
    Beschwerden über nervige Kunden bringen mir gerade auch nichts. Sie bleiben Kunden und ich muss sie - so unverschämt sie sind - weiter "freundlich" betreuen. That's life.

    Ich würde dir empfehlen, einfach mal in eine Berufschule reinzugehen,vielleicht wenn grosse Pause ist. Einfach mal die Atmosphäre zu erfahren. Vielleicht einen Termin mit der Schulleitung machen und vielleicht darfst du 1 Stunde hospitieren? Dann könntest du eher einschätzen,ob du dein bisheriges doch bequemes Arbeitsleben zugunsten der Unterrichtstätigkeit aufgeben willst. Eine Tätigkeit, die wenig mit deinem Studienfach zu tun hat,sondern viel mit Erziehung, Didaktik, Burokratie.
    Mein bisheriges Berufsleben war und ist nicht bequem - vielleicht ist das falsch rübergekommen. Ich hatte und habe da sehr stressige Zeiten. Und während du als Beamter jedenfalls trotz allem Ärger nicht mehr kündbar bist, ist es nicht selten, dass man in der Wirtschaft dann rausgemobbt wird.

    Ich erhielt zu Anfang meines Berufslebens bereits die Chance, an einer Berufsschule anzufangen als Betriebswirtin und hatte da 2 Wochen hospitiert. Ich konnte mir es prinzipiell vorstellen, hatte es aber abgelehnt, weil ich nur an der Schule angestellt gewesen wäre ohne Referendariat. Das war mir zu riskant. Nach ein paar Jahren dort wäre mir der Weg in die Wirtschaft verbaut gewesen und ich hätte ohne ein Referendariat auch nicht mehr woanders an einer Schule anfangen können. Schlecht jedenfalls. Außerdem wollte ich mich erstmal in der Wirtschaft auspowern. Das habe ich jetzt getan.
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    Geändert von sascha99 (09.07.2019 um 08:10 Uhr)

  3. Avatar von mono17
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    AW: Quereinstieg Lehramt Berufsschule - Erfahrungen gesucht!

    Muss jeder selbst wissen, aber warum nach Erfahrungen fragen,wenn die abgetan werden?
    In jedem Job gibt es Stress etc. Es kommt immer drauf an,wer wofür gemacht ist oder nicht.
    Als Referendar und auch als Lehrer ist man nicht nur in den Klassen mit Azubis eingestuft, sondern eben auch,teils sogar überproportional, im BVJ. Ist so.
    Fächerunabhängig.
    Und das Seminar hat eine sehr genaue Vorstellung,wie du es zu machen hast, sagt das aber nicht ehrlich und verrät auch nur,wie es nicht geht.
    Und du musst vermutlich in Teilzeit das Gleiche erreichen wie andere in Vollzieht.
    Ich wohne auch in RLP und war da im Ref.
    Und dann zerstört dir dein kleines Kind evtl das Material für die mühsam vorbereitete Lehrprobe...
    In den Herbst und Ostern und Weihnachtsferien musst du vorbereiten und korrigieren. Und im Sommer sind in den letzten Ferien schon Konferenzen und so. Du hast nicht mehr Urlaub.Wenn das Kind krank ist,ist es das gleiche Problem wie überall anders.
    Und du hast keinerlei Urlaub außerhalb der Ferienzeiten,die du für Unvorhergesehenes nehmen kannst,so was muss immer abgesprochen werden.


  4. Registriert seit
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    AW: Quereinstieg Lehramt Berufsschule - Erfahrungen gesucht!

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    Muss jeder selbst wissen, aber warum nach Erfahrungen fragen,wenn die abgetan werden?
    Ich habe nicht das Gefühl, dass die TE diese "abtut". Sie kann halt nur - wie ich übrigens auch - das "Gejammere" der Lehrer über die ach so wenige Freizeit und den "ganzen Stress" schlecht hören.

    Als Referendar und auch als Lehrer ist man nicht nur in den Klassen mit Azubis eingestuft, sondern eben auch,teils sogar überproportional, im BVJ. Ist so.
    Fächerunabhängig.
    So wie man im Job nicht nur nette Kunden und nette Projekte hat, sondern auch sehr unlustige. Ich glaube, darum ging's der TE auch nicht. Sie möchte vor allem wissen - glaube ich - ob das Referendariat mit kleinem Kind machbar ist und wer es als Quereinsteigerin bereut hat, den Weg gegangen zu sein.

    Und du musst vermutlich in Teilzeit das Gleiche erreichen wie andere in Vollzieht.
    Davon kann ich jetzt in der freien Wirtschaft auch ein Lied singen.
    Ich wohne auch in RLP und war da im Ref.
    Für welche Schulart hast denn das Ref gemacht? Für Berufsschule?
    Und dann zerstört dir dein kleines Kind evtl das Material für die mühsam vorbereitete Lehrprobe...
    Mein Sohn hat mir auch letzte Woche wichtige Unterlagen für den Job zerstört..
    In den Herbst und Ostern und Weihnachtsferien musst du vorbereiten und korrigieren. Und im Sommer sind in den letzten Ferien schon Konferenzen und so. Du hast nicht mehr Urlaub.
    Klar, die ganzen Ferien. Du bereust es also, Lehrer geworden zu sein? DAS wäre (übrigens auch für mich) mal interessant zu wissen.

  5. Moderation Avatar von skirbifax
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    AW: Quereinstieg Lehramt Berufsschule - Erfahrungen gesucht!

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    Und du musst vermutlich in Teilzeit das Gleiche erreichen wie andere in Vollzieht.
    Ich wohne auch in RLP und war da im Ref.
    Und dann zerstört dir dein kleines Kind evtl das Material für die mühsam vorbereitete Lehrprobe...
    In den Herbst und Ostern und Weihnachtsferien musst du vorbereiten und korrigieren. Und im Sommer sind in den letzten Ferien schon Konferenzen und so. Du hast nicht mehr Urlaub.Wenn das Kind krank ist,ist es das gleiche Problem wie überall anders.
    Und du hast keinerlei Urlaub außerhalb der Ferienzeiten,die du für Unvorhergesehenes nehmen kannst,so was muss immer abgesprochen werden.
    Es ist doch ein Unterschied, ob jemand morgens aus dem Haus muss und erst abends wiederkommt oder ob man quasi "Homeoffice" macht - da kann man sich die Zeit doch besser einteilen und ist flexibler.

    Da der Arbeitsplatz öffentlicher Dienst ist, es ist politisch gewollt, dass Berufstätigkeit und Familie vereinbar sind, dürften sich die Probleme "kindkrank" zu nehmen auch in Grenzen halten. Sicher wird kein Schulleiter juchu schreien, wenn sie jemand morgens krank meldet (bzw. kindkrank). Gehört aber für den Schulleiter zur Stellenbeschreibung, hier Lösungen zu finden.

    Und dass das Kind sich an den Unterlagen von Sascha vergreift - das kann immer mal passieren, es sollen auch schon Lehrer Prüfungen im offenen Topcase verloren haben ...
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    AW: Quereinstieg Lehramt Berufsschule - Erfahrungen gesucht!

    @ sascha99:

    Es wäre besser, wenn du dich auf Erfahrungen aus deinem eigenen Bundesland konzentrierst, da kocht ja jedes sein eigenes Süppchen.

    In Bayern würde dir ein Zweitfach Germanistik nicht viel nützen, da darf nämlich jeder Berufschullehrer Deutsch und Sozialkunde unterrichten. Gefragt sind eher Englisch, Religion oder Informatik und zwar mit Abschluss, irgendwann mal ein paar Semester studiert, reicht da nicht.

    Auf jeden Fall ist es so, dass Frauen mit Kindern im Lehramt der rote Teppich ausgerollt wird, das ist nicht immer schön für die Singles, für dich aber ein großer Vorteil.

    Was die Arbeitsbelastung betrifft, die wird von jedem anders empfunden, was für den einen normal ist, ist für den anderen schon ein Grund zum Jammern und Klagen. Ich persönlich kenne keinen Lehrer, der an den Wochenenden und in den Ferien durcharbeitet. Das kann man sich in der Regel gut einteilen, außer man muss an der Fachoberschule Abiturarbeiten korrigieren, da gehen dann schon mal die Ferien drauf. Ein normaler Berufsschullehrer ist davon aber nicht betroffen.

    Das Referendariat wird in jedem Fall hart werden und gerade wenn man aus der Wirtschaft kommt, ist es oft schwer, sich mit den teilweise sehr verkrusteten Strukturen abzufinden. Es ist tatsächlich so, dass jeder Seminarlehrer eine bestimmte Vorstellung davon hat, wie guter Unterricht auszusehen hat und wenn man dem nicht entspricht, hat man einen schweren Stand.

    Aber letztendlich ist es auch hier so wie überall, wenn man etwas schaffen WILL, dann klappt das auch.
    Geändert von Macani (09.07.2019 um 10:36 Uhr)


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    AW: Quereinstieg Lehramt Berufsschule - Erfahrungen gesucht!

    Ich würde dir außerdem dringend raten, dich vorher genau zu erkundigen, wie der Bedarf in deiner Stadt aussieht und wie viele Stellen mit deinen Fächern in den letzten Jahren neu besetzt wurden. Das kann nämlich auch innerhalb eines Bundeslandes sehr unterschiedlich sein.

    In Bayern heißt es auch immer, dass Berufsschullehrer dringend gebraucht werden. Ja, stimmt auch, aber hauptsächlich in Oberbayern, sprich München und Umgebung. Im Norden Bayerns sieht das ganz anders aus. Da ist die Fluktuation niedrig, die Lehrer bleiben jahrzehntelang an derselben Schule, in manchen Gegenden werden jahrelang kaum Stellen ausgeschrieben und dann braucht man noch das passende Nebenfach. Wenn man das nicht hat, nützen einem auch die Sozialkriterien (Kind/er) nichts.

    Ich habe in der nahen Verwandtschaft einen jungen Mann, der sich auch durch den angeblich hohen Bedarf hat blenden lassen. (Quereinsteiger nach BWL Diplom und vier Jahren Berufstätigkeit. Er hat nicht nur das Referendariat, sondern vorher auch noch den Master in Wirtschaftspädagogik gemacht, insgesamt waren das vier Jahre.)
    Und nun sitzt er seit 7 Jahren an einer Schule fest, wo er nie hin wollte, fährt jeden Tag 100 km einfache Strecke und ist total frustriert, weil bereits der 5. Versetzungsantrag erfolglos war. Er ist gerne Lehrer, aber SO hatte er sich das nicht vorgestellt.

    (Nur zur Erklärung: Es gibt hier eine große kaufmännische Berufsschule, eine Fachoberschule, eine Berufsoberschule, eine Wirtschaftsschule und in Umkreis von ca. 30 km drei weitere Berufsschulen. Trotzdem gibt es pro Jahr vielleicht drei freie Stellen.)

  8. Avatar von sascha99
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    AW: Quereinstieg Lehramt Berufsschule - Erfahrungen gesucht!

    Zitat Zitat von Macani Beitrag anzeigen
    Ich würde dir außerdem dringend raten, dich vorher genau zu erkundigen, wie der Bedarf in deiner Stadt aussieht und wie viele Stellen mit deinen Fächern in den letzten Jahren neu besetzt wurden. Das kann nämlich auch innerhalb eines Bundeslandes sehr unterschiedlich sein.
    Ja, das werde ich in jedem Fall machen. Und es müsste ja auch meiner Meinung nach vorhersehbar sein, oder?

    Ich habe in der nahen Verwandtschaft einen jungen Mann, der sich auch durch den angeblich hohen Bedarf hat blenden lassen. (Quereinsteiger nach BWL Diplom und vier Jahren Berufstätigkeit. Er hat nicht nur das Referendariat, sondern vorher auch noch den Master in Wirtschaftspädagogik gemacht, insgesamt waren das vier Jahre.)
    Und nun sitzt er seit 7 Jahren an einer Schule fest, wo er nie hin wollte, fährt jeden Tag 100 km einfache Strecke und ist total frustriert, weil bereits der 5. Versetzungsantrag erfolglos war. Er ist gerne Lehrer, aber SO hatte er sich das nicht vorgestellt.
    Das ist tragisch. Und übrigens insgesamt ein großer Nachteil des Lehrerberufs: Wenn du erstmal an einer "miesen" Schule bist, ist es nicht so einfach, da wieder wegzukommen. In der freien Wirtschaft ist der "Markt" größer. Wobei das auch nur dann gilt, wenn du Vollzeit arbeiten kannst und willst. Denn wie gesagt: Ich bewerbe mich jetzt seit ca. 10 Monaten hier in der Umgebung auf "qualifzierte Teilzeitstellen". Und muss ernüchtert feststellen, dass es sehr schwer ist, was Qualifiziertes in Teilzeit zu finden. Die Stellen gibt es, aber sie sind knapp und viele Bewerber wollen sie. Ich war zweimal Nr. 2, ja aber knapp dabei ist auch daneben. Ich habe also durchaus schon einen ersten Überblick, wie es in meinem "eigentlichen Beruf" ausschaut mit Teilzeitstellen. Und realistisch möchte ich die nächsten 8-10 Jahre auch noch Teilzeit arbeiten.
    (Nur zur Erklärung: Es gibt hier eine große kaufmännische Berufsschule, eine Fachoberschule, eine Berufsoberschule, eine Wirtschaftsschule und in Umkreis von ca. 30 km drei weitere Berufsschulen. Trotzdem gibt es pro Jahr vielleicht drei freie Stellen.)
    Hier sieht der "Markt" wohl ähnlich aus. Die Frage ist dann doch, wieviel Bewerber kommen jetzt auf wieviel freie Stellen. Als ich mich in Mainz generell erkundigte, hieß es, der Bedarf gerade in Wirtschaft sei in meiner Gegend sehr hoch. Daher sei es ja eben auch Bedarfsfach. Und dass Deutsch dann generell unterrichtet wird, haut mich sicher nicht raus. Aber wie gesagt, ich muss es mir gut überlegen. Zunächst muss ich sehen, ob ich überhaupt an mein Berufskolleg hier in der Nähe komme. Klappt das nicht, ist es schon gelaufen. Wenn das klappt, muss ich mir die Schule anschauen und eruieren, ob da ein Bedarf ist auch in Zukunft. Wobei ich mich frage, ob das so vorhersehbar ist immer. Ist gibt ja auch immer Lehrer, die sich spontan versetzen lassen zum Beispiel. Und wenn sich (was ja durchaus sein kann), da keiner festlegen kann oder zumindest eine Prognose abgeben will, liegt es an mir, das Ganze eventuell abzulehnen. Was ich hab, weiß ich, was ich kriege, weiß ich nicht so genau. Wobei auch bei anderen Jobs immer Unsicherheitsfaktoren da sind. Mein Mann meinte auch, dass selbst im worstcase Fall, dass ich nichts in der Nähe kriege danach und/der ich feststelle, dass das Ganze einfach gar nichts für mich ist, ich immer noch zurück in die Wirtschaft kann. Ich behaupte selbstbewusst, dass ich da "irgendwas" immer noch finde. Denn ich habe ja VOR dem Referendariat schon viel Berufserfahrung gesammelt. Das ist bei deinem Freund ja nicht so, oder?
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  9. Moderation Avatar von izzie
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    AW: Quereinstieg Lehramt Berufsschule - Erfahrungen gesucht!

    Zitat Zitat von sascha99 Beitrag anzeigen
    Ja, aber es sind doch auch Bankkaufleute dabei, Industriekaufleute, etc. Und die haben doch eher Abitur, oder nicht?
    Es ist ein Mischmasch, denke ich. Aber es sind eben AUCH anspruchsvollere Ausbildungsberufe dabei.
    Je nachdem, wie groß die Schule ist, kann es dir passieren, dass du Schüler mit völlig unterschiedlichem Bildungsbackground in einer Klasse hast, das wird dann richtig anstrengend.
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    AW: Quereinstieg Lehramt Berufsschule - Erfahrungen gesucht!

    Zitat Zitat von izzie Beitrag anzeigen
    Je nachdem, wie groß die Schule ist, kann es dir passieren, dass du Schüler mit völlig unterschiedlichem Bildungsbackground in einer Klasse hast, das wird dann richtig anstrengend.
    DAS ist sogar die Regel, aber gut machbar.

    Ich arbeite als Ausbilderin und Dozentin in einem BBZ, der Schwerpunkt liegt zwar in der Praxis, wir haben wesentlich längere Arbeitszeiten als die Berufsschullehrer und keine Ferien. Daher könnte mir das Referendariat eher keine Angst einjagen. Ich mache das jetzt seit einem Jahr, bin auch absoluter Quereinsteiger.

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