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  1. Avatar von sascha99
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    AW: Quereinstieg Lehramt Berufsschule - Erfahrungen gesucht!

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    Die,die eine Ausbildung haben, sind nicht das Problem.
    Aber Berufsschulen haben auch alle Anderen. BVJ,HB usw. Also die,die nirgends untergekommen sind. Oft ohne Schulabschluss.
    Ich würde u.A. Wirtschaft unterrichten. Da hat man eigentlich eher mit einem Klientel zu tun, die mindestens Fachabi haben, oder?

    Indes ist mir klar, dass Lehrersein insgesamt kein Zuckerschlecken ist. Und dass man es natürlich nicht nur mit ambitionierten Schülern zu tun hat. Ja, aber - wie beschrieben - mein jetziger Job ist auch gerade aktuell durch viel Dauerfrust durch ständig unzufriedene und anstrengende Kunden geprägt. Frustrationstoleranz braucht's gewöhnlich auch in vielen anderen Jobs. Daran bin ich gewöhnt.
    "Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen."
    (Immanuel Kant)

  2. Avatar von sascha99
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    AW: Quereinstieg Lehramt Berufsschule - Erfahrungen gesucht!

    Zitat Zitat von Sneek Beitrag anzeigen
    Ich hab mich vor Jahren mal auf einer Party mit einer Ingenieurin unterhalten, die auf Berufsschullehrer umgesattelt hatte, die war ganz zufrieden. Das Thema mit der Motivation/Disziplin dieser Schülergruppe hat sie ganz anders geschildert - wenn die im Unterricht negativ auffallen, würde der Ausbildungsbetrieb informiert, dann gibt es dort den Ärger.
    Eben - davon ging ich auch aus. Und eben auch davon, dass ich es bei dem Bedarfsfach "Wirtschaft" eher mit einer Ausbildungsgruppe zu tun haben werde, die ambitionierter sind.
    Bei mir ist es auch eher nicht so, dass mir vor dem Lehrersein graut oder ich davor Angst hätte, mir geht's spezifisch um das Referendariat. Und da eben auch um die Tatsache, dass ich nicht mehr Ende 20, Anfang 30 bin und daher die Anforderungen dort sicher auch noch ganz anders bewerten muss als die erstgenannte Altersgruppe. JETZT habe ich einen mehr oder weniger entspannten Job, aus dem ich mich relativ unkompliziert wegbewerben kann. Lohnt es sich da, auf's Lehramt zu wechseln? Insbesondere im Hinblick darauf, dass ich danach nicht mehr zurück kann? Andererseits: No risk, no fun.
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  3. Avatar von TrishaTT
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    AW: Quereinstieg Lehramt Berufsschule - Erfahrungen gesucht!

    Wirtschaft hat man auch in der Ausbildung als Einzelhandelskauflmann/frau, und da reicht definitiv ein Realschulabschluss, wenn nicht sogar Hauptschule.
    Wenn wir Narben haben, heißt es, dass die Wunden verheilt sind

    (Thomas D.)

  4. Avatar von sascha99
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    AW: Quereinstieg Lehramt Berufsschule - Erfahrungen gesucht!

    Zitat Zitat von overknee Beitrag anzeigen
    Ich hatte einen Kollegen, der hats gemacht.
    War in Leitungsposition bei uns, aber er wollte wohl etwas neues probieren.

    Er ist kläglich gescheitert.
    Wie oben schon geschrieben, die Schülergruppe ist nicht einfach. So ohne pädagogische Ausbildung würde ich es mir nicht zutrauen (ich würde es generell niemals machen wollen).

    Mein ehemaliger Kollge sitzt jetzt in einem Büro als Sachbearbeiter ohne Perspektive.

    Also- wer nicht brennt dafür, sollte es wohl besser sein lassen. Glaube ich.
    In Leitungsposition aus einem interessanten Job heraus würde ich nicht wechseln wollen. Nur, um mal "was ganz Anderes" zu probieren. Ich würde wechseln wollen, weil ich die nächsten Jahre wegen meines Kindes ohnehin keine anspruchsvollen Jobs in meinem Bereich übernehmen kann und will. Und wenn dann mein Kind das Alter hat, dass das wieder realistisch und sinnvoll ist, bin ich zu alt. Ich bin eine eher ältere Mama. Ich sehe daher den Lehrerberuf als eine Alternative an, was relativ "Anspruchsvolles" zu machen (und ich finde den Lehrerberuf durchaus anspruchsvoll) in einem Teilzeitmodell, das ich so in der Wirtschaft eher nicht habe.
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  5. Avatar von sascha99
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    AW: Quereinstieg Lehramt Berufsschule - Erfahrungen gesucht!

    Zitat Zitat von TrishaTT Beitrag anzeigen
    Wirtschaft hat man auch in der Ausbildung als Einzelhandelskauflmann/frau, und da reicht definitiv ein Realschulabschluss, wenn nicht sogar Hauptschule.
    Ja, aber es sind doch auch Bankkaufleute dabei, Industriekaufleute, etc. Und die haben doch eher Abitur, oder nicht?
    Es ist ein Mischmasch, denke ich. Aber es sind eben AUCH anspruchsvollere Ausbildungsberufe dabei.
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  6. Registriert seit
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    AW: Quereinstieg Lehramt Berufsschule - Erfahrungen gesucht!

    Zitat Zitat von sascha99 Beitrag anzeigen
    Ich würde u.A. Wirtschaft unterrichten. Da hat man eigentlich eher mit einem Klientel zu tun, die mindestens Fachabi haben, oder?
    Nicht zwingend. Ich kenne in Rheinland-Pfalz eine Berufsfachschule mit einem ganzen Wirtschaftszweig, da kann man ab der 9. Klasse hin.

    Allerdings sind die für Referendare wohl super, schreib mir eine PN wenn Du wissen willst, welche das ist.




    Wobei: Berufsschule, Berufsfachschule oder beides?

  7. Avatar von Daphnia
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    AW: Quereinstieg Lehramt Berufsschule - Erfahrungen gesucht!

    Hallo Sascha,
    ich muss dich warnen. Unterschätze den Arbeitsaufwand einer Lehrkraft.nicht. Uch nach dem Referendariat. Ich selbst habe das mit Kind nicht geschafft.
    Wir waren eine Lehrerfamilie-mein Mann war leidenschaftlicher Berufschullehrer. Die Schüler mochten ihn, er hat fachlich viel mit ihnen erreicht, er hatte keine Disziplinprobleme.
    Aber-unsere Kinder hatten nicht allzuviel von ihm. Auch am Wochenende Korrekturen und Vorbereitungen!
    Da war nichts mit am 5 uhr heimgehen und das wars bis zum nächsten Morgen.

    Viele Kollegen sind ausgebrannt.
    Und die Disziplinprobleme sind immens. Meldungen an Lehrherrn-wenn man in solchen klassen eingesetzt wird-bringen nicht viel.

    Ich würde dir empfehlen, einfach mal in eine Berufschule reinzugehen,vielleicht wenn grosse Pause ist. Einfach mal die Atmosphäre zu erfahren. Vielleicht einen Termin mit der Schulleitung machen und vielleicht darfst du 1 Stunde hospitieren? Dann könntest du eher einschätzen,ob du dein bisheriges doch bequemes Arbeitsleben zugunsten der Unterrichtstätigkeit aufgeben willst. Eine Tätigkeit, die wenig mit deinem Studienfach zu tun hat,sondern viel mit Erziehung, Didaktik, Burokratie.
    LG daphnia

  8. Avatar von taggecko
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    AW: Quereinstieg Lehramt Berufsschule - Erfahrungen gesucht!

    Eine Freundin von mir ist Ärztin und hat vor ca 18 Jahren auch das Refrendariat für Berufsschule gemacht wegen ihrer Kinder die damals im Kiga Alter waren.
    Sie unterrichtet nur angehende medizinische Fachangestellte und es gefällt ihr immer noch gut. Ist in Bawue. Mit der Bezahlung hadert sie etwas- da sich der Arbeitsmarkt für Ärzte ja sehr positiv entwickelt hat.


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    AW: Quereinstieg Lehramt Berufsschule - Erfahrungen gesucht!

    Ich würde vor allem auch bedenken, dass man gerade als Berufsschullehrer nicht unbedingt eine Stelle am Wohnort bekommt, das gleiche gilt für das Referendariat.

    In Bayern ist es derzeit so, dass Berufsschulen der Fachrichtung Wirtschaft fast nur noch Stellen mit einem allgemeinbildenden Zweitfach ausschreiben, wenn man das nicht hat, sind die Chancen wesentlich schlechter.

    Und wie bereits geschrieben wurde, Wirtschaftsfächer werden auch in Verkäuferklassen und bei den Einzelhändlern unterrichtet. Wenn man neu an einer Schule ist, muss man fast immer unten anfangen und die weniger beliebten Klassen übernehmen.

    Was die Disziplin betrifft, ist es ein großer Unterschied, ob man in einer Großstadt oder auf dem Land unterrichtet. Ich kenne viele Lehrer und kann sagen, dass die Berufschullehrer weniger über undisziplinierte und unmotivierte Schüler klagen als die Lehrer an allgemeinbildenden Schulen.

  10. Avatar von sascha99
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    AW: Quereinstieg Lehramt Berufsschule - Erfahrungen gesucht!

    Zitat Zitat von Macani Beitrag anzeigen
    Ich würde vor allem auch bedenken, dass man gerade als Berufsschullehrer nicht unbedingt eine Stelle am Wohnort bekommt, das gleiche gilt für das Referendariat.
    Deshalb hatte ich ja jetzt bei der Bewerbung für das Referendariat das Berufskolleg in der Nähe (20 km) angegeben und auch geschrieben, dass nur das geht wegen unseres Wohnortes (Eigentum) und Kindergarten der Tochter. In der Folge musste ich dann z.B. die Geburtsurkunde der Tochter nachreichen. Auf Nachfrage teilte man mir aber mit, dass hier 90 % der Wünsche erfüllt werden könnten. Klar, das ist ein Aspekt, es geht nur, wenn ich das Berufskolleg und eine Schule hier in der Nähe kriege - aber das sehe ich ja dann bald. Hier gibt es aber einige Berufsbildende Schulen, Berufskollege, Wirtschaftsgymnasien, etc.

    In Bayern ist es derzeit so, dass Berufsschulen der Fachrichtung Wirtschaft fast nur noch Stellen mit einem allgemeinbildenden Zweitfach ausschreiben, wenn man das nicht hat, sind die Chancen wesentlich schlechter.
    In Rheinland-Pfalz ist dieses allgemeinbildende Zweitfach sogar Voraussetzung für eine Bewerbung im Referendariat an Berufsbildenden Schulen im Quereinstieg. Nun, das kann ich (in ausreichendem Umfang) bieten: Ich habe in einem Umfang von ca. 60-70 Prozent AUCH Germanistik studiert. Das reicht, ist bereits im Vorfeld geprüft worden. Die Bewerbung war SEHR aufwendig - ich hab vorher prüfen lassen, ob ich die Bedingungen auch im allgemeinbildenden Zweitfach erfülle. Hier in Rheinland-Pfalz bewirbt man sich zentral für das Referendariat über die ADD und die teilen dann zu. In NRW ist das anders. Da bewirbt man sich direkt an den Schulen. Die Wahrscheinlichkeit, rein zu kommen, ist wohl sehr groß. Es gibt zwar einige, die das Bedarfsfach abdecken (Wirtschaft), aber fast keinen, der in dem geforderten Umfang auch ein allgemeinbildendes Fach abdecken kann. Ist reiner Zufall bei mir. Wie gesagt, bei mir wird es darauf ankommen, ob es hier in der Nähe einen Bedarf gibt. Wobei man doch jetzt schon sagen müssen kann ob auch nach dem Referendariat Bedarf besteht, oder?
    Und wie bereits geschrieben wurde, Wirtschaftsfächer werden auch in Verkäuferklassen und bei den Einzelhändlern unterrichtet. Wenn man neu an einer Schule ist, muss man fast immer unten anfangen und die weniger beliebten Klassen übernehmen.
    Wenn ich jetzt neu in einem Unternehmen anfange, übernehme ich auch immer nicht so tolle Aufgaben. Man muss sich überall erstmal profilieren. Persönlich finde ich übrigens Quereinsteiger gerade an Berufsbildenden Schulen sinnvoll. Wer kann schon besser "erzählen", auf was es in der Wirtschaft ankommt, als jemand, der da jahrelang gearbeitet hat? Wer kann besser bei PRoblemen in Betrieben helfen? Verstehen, was da vor sich geht, auf was es ankommt? Eher nicht jemand, der noch nie ebenda gearbeitet hat.

    Was die Disziplin betrifft, ist es ein großer Unterschied, ob man in einer Großstadt oder auf dem Land unterrichtet. Ich kenne viele Lehrer und kann sagen, dass die Berufschullehrer weniger über undisziplinierte und unmotivierte Schüler klagen als die Lehrer an allgemeinbildenden Schulen.
    Ich bin eher auf dem Land tatsächlich. Aber ich denke auch, es kommt immer auf die spezifische Schule an. Besagte Cousine hatte ja das Referendariat an einem Gymnasium "um die Ecke" machen können und war begeistert. Leider nahm ihr dann die versprochene Stelle eine Dame weg, die dahin versetzt wurde. Sie kam an ihr ehemaliges eigenes Gymnasium. Und ist wenig begeistert. Vor allem von den sehr konservativen Lehrern dort.
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