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  1. Inaktiver User

    AW: Kirchliche Arbeitsgeber im Gesundheitswesen

    Ja.

  2. Avatar von Opelius
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    AW: Kirchliche Arbeitsgeber im Gesundheitswesen

    Zitat Zitat von AE90 Beitrag anzeigen
    Für kirchliche Arbeitgeber gilt Sonderrecht, das sich u.a. darin äußert, dass es keine Betriebsräte gibt und je nach Position ggf. gewisse Einstellungen von den MA verlangt werden, sog. Loyalitätspflichten. Ein absoluter Albtraum, wenn man dann nicht glaubt. Ich bin sehr froh dass ich nicht auf solche angewiesen bin, und ich würde alles tun um das zu verhindern.
    Es gilt bei konfessionellen Einrichtung in der Tat keinen Betriebsrat, dafür aber eine Mitarbeitervertretung.
    Es werden Mitarbeitervertretungen auf vier Jahre gewählt, deren Mitglieder vor ordentlicher Kündigung geschützt sind. Die Mitarbeitervertretungen haben Informations- und Mitwirkungsrechte. Sie können Dienstvereinbarungen abschließen und bestimmte Maßnahmen durch Verweigerung ihrer Zustimmung verhindern.

    Streitigkeiten aus dem Mitarbeitervertretungsgesetz unterliegen der Kirchengerichtsbarkeit und hierfür sind in den Landeskirchen Kirchengerichte bzw. kirchengerichtliche Schlichtungsstellen und bei der EKD der Kirchengerichtshof der Evangelischen Kirche in Deutschland eingerichtet. Für Mitarbeiter der EKD gibt es als erstinstanzliches Gericht das Kirchengericht der Evangelischen Kirche in Deutschland, dem auch die Landeskirchen für ihre Mitarbeiter die Aufgaben eines erstinstanzlichen Gerichts zuweisen können.
    Quelle

    Im kath Bereich:
    Jede Einrichtung braucht eine Mitarbeitervertretung. Träger und Mitarbeiter(innen) müssen das sicherstellen (§1a).
    Die MAV hat ein Recht auf Anhörung und Mitberatung bei allgemeinen personellen Angelegenheiten (§ 29) sowie bei ordentlichen (§ 30) und außerordentlichen (§ 31) Kündigungen nach Ablauf der Probezeit.

    Darüber hinaus hat die MAV ein Vorschlagsrecht bei allgemeinen personellen Angelegenheiten (§ 32) und ein Antragsrecht (§ 37) in organisatorischen und sozialen Angelegenheiten.

    Die MAV hat außerdem ein Zustimmungsrecht bei der Einstellung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (§ 34), bei persönlichen (das Arbeitsverhältnis betreffenden) Angelegenheiten einzelner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (§ 35) und bei organisatorischen und sozialen Angelegenheiten der Einrichtung (§ 36).

    Dienstgeber und MAV können auch Dienstvereinbarungen abschließen (§ 38), die ausschließlich für die Dienstverhältnisse in bestimmten Einrichtungen gelten.
    Quelle

    In Streitfällen, die das Mitarbeitervertretungsrecht betreffen, können Kirchliche Arbeitsgerichte angerufen werden. Diese arbeiten auf der Grundlage der Kirchlichen Arbeitsgerichtsordnung. Die staatlichen Gerichte sind nicht zuständig.

    Ergänzung:

    Wie jedes Krankenhaus suchen die konfessionellen Träger in erster Linie Ärzte mit guten Qualifikationen, sie können sich schon lange nicht mehr leisten, nichtkonfessiongebundene Mitarbeiter abzuweisen. Sie erwarten allerdings Respekt von den Mitarbeitern.

    Das tun aber auch Industriebetriebe. Wer z.B. als Mitarbeiter von Volkswagen öffentlich den Arbeitgeber als Dieselbetrüger angreift, erhält da auch eine Abmahnung.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
    Geändert von Opelius (17.06.2019 um 11:29 Uhr)

  3. Moderation Avatar von izzie
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    AW: Kirchliche Arbeitsgeber im Gesundheitswesen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Leiterin des katholischen Altenheims auf das ich gucke, war bis vor drei Jahren der Leiter des Heims. Kein Prozess, kein Stress, nix. Dafür gab es eine feierliche Namenssegnung im Gottesdienst.
    Eine Lehrer meiner Tochter (an einer katholischen Schule) war zuvor lange Jahre Lehrerin an dieser Schule. Keine Probleme.

    Allerdings musste, von allen inklusive Schulleiter sehr bedauert, eine ganz tolle junge Mathelehrerin gehen, da sie heiraten wollte und ihr Mann in erster Ehe schon kirchlich verheiratet gewesen war. Da gab es leider keinen Ausweg.
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  4. Avatar von Opelius
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    AW: Kirchliche Arbeitsgeber im Gesundheitswesen

    Um Missverständnissen vorzubeugen. Das kirchliche Arbeitsrecht gilt nur im Umgang mit den Mitarbeitervertretungen.

    Für Auseinandersetzungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind die normalen Arbeitsgerichte zuständig.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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