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  1. Registriert seit
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    AW: "Happy End" nach fristloser Kündigung - Erfahrungen?

    Interessant. Habe gerade gegoogelt. Ist tatsächlich rechtens, aber man muss damit rechnen, dass die Abfindung geringer ausfällt, weil der Ex-Arbeitgeber sich nicht mehr gezwungen fühlt, die Wiedereinstellung durch eine möglichst hohe Zahlung zu verhindern.

  2. Avatar von Lscp
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    AW: "Happy End" nach fristloser Kündigung - Erfahrungen?

    Wenn es schon zu einer Klage kommt, ist das Arbeitsverhältnis ja vermutlich bereits so zerrüttet, dass eine tatsächliche Wiedereinsetzung höchst unwahrscheinlich ist. In der Regel wird man dann ja auch freigestellt. Es geht hauptsächlich darum, die Unrechtmäßigkeit der Kündigung festzustellen (und das steht dann auch genauso im Urteil: "Das Gericht stellt die Unrechtmäßigkeit der Kündigung fest."). Unter welchen Bedingungen dann das Arbeitsverhältnis beendet wird, ist dann Verhandlungssache.

    Und natürlich kann man sich dann auch schon bewerben. Es kann sich wohl kaum jemand erlauben, mehrere Monate abzuwarten, um dann erst den Bewerbungsprozess zu starten.
    Alles zu seiner Zeit.


  3. Registriert seit
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    AW: "Happy End" nach fristloser Kündigung - Erfahrungen?

    Zitat Zitat von Lebensliebe Beitrag anzeigen
    Und schreibst Du dann auch dazu, ob es einfache Führungskräfte waren, die dem Betriebsratszugriff unterliegen oder echte leitende Angstellte.
    Insiderhandel
    Sexuelle Belästigung
    Compliance Verstöße
    Üble Nachrede
    Kundenabsprachen
    Diebstahl von Kundendaten
    etc., etc.

    Beides.

  4. Avatar von Misirlu
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    AW: "Happy End" nach fristloser Kündigung - Erfahrungen?

    Zitat Zitat von Kletterding Beitrag anzeigen
    Falls das mit den Bewerbungen aus irgendeinem dummen Grund doch zum bisherigen Arbeitgeber durchsickert, dürfte sich die Kündigungsschutzklage und damit auch die Abfindung aber erledigt haben, oder?
    Seit wann ist es verboten, sich zu bewerben ? Erst recht, wenn das Arbeitsverhältnis zerrüttet ist ?

    Der Mann der TE wäre dumm, es nicht zu tun.
    Toleranz ist der Verdacht, dass der andere recht haben könnte.
    Kurt Tucholsky

  5. Avatar von Misirlu
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    AW: "Happy End" nach fristloser Kündigung - Erfahrungen?

    Zitat Zitat von chaos99 Beitrag anzeigen
    Chef, die einstellen, fragen immer, warum.
    Und chef kennen sich untereinander sehr häufig.
    Man kann Glück und Pech haben.
    Nur eines sollte man nicht machen: lügen.
    Ob die Chefs sich kennen, und über solche Dinge reden, dürfte sehr branchenabhängig sein.

    Und wenn ich , als potentieller neuer Chef, den Chef als Stinkstiefel kennen würde, wäre das ein Vorteil für den Bewerber.

    Und er braucht ja nicht lügen: Es gab einen Wechsel im Linemanagement, man kommt nicht gut miteinander aus, also sieht er sich nach etwas Neuem um. Ganz normaler Vorgang.
    Toleranz ist der Verdacht, dass der andere recht haben könnte.
    Kurt Tucholsky


  6. Registriert seit
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    AW: "Happy End" nach fristloser Kündigung - Erfahrungen?

    Mein Ex-Mann hat so etwas auch mal erlebt. Er war Abteilungsleiter in einer Rehaklinik als Physiotherapeut. In den Pausen und nach Feierabend sind immer mal Kollegen gekommen, mir tuts hier weh, mir klemmt da etwas, kannst du mich mal behandeln?
    Darunter waren auch Leute aus der Verwaltung oder die Chefärztin. Irgendwann wurde die Klinik umstrukturiert und man versuchte, die "alten" Angestellten möglichst loszuwerden, da es noch alte Verträge gab und die neuen für die Klinik besser waren, auch weniger Lohn usw.

    Das Behandeln ging weiter, er war recht gutmütig, manchmal bekam er dafür eine Flasche Wein oder auch mal einen Gutschein fürs örtliche Thermalbad als "Dank".

    Eines Tages fragte ihn eine Kollegin, ob er mal nach ihrem Mann schauen könnte, der hätte starke Rückenschmerzen. Blöderweise machte er das in der Mittagspause, der Mann war kein Kollege.

    Irgendjemand, der ihn auf dem Kicker hatte, meldete das nach oben und am nächsten Tag wurde er fristlos entlassen, da er unberechtigterweise in der Klinik auswärtige Leute behandeln würde.

    Wir hatten damals gerade neu gebaut und 2 kleine Kinder. Das war der Knaller. Wir hatten ob der Umstände keine Chance auf Kündigungsschutzklage oder Abfindung, wir haben uns anwaltlich beraten lassen. Also mussten wir handeln.

    Immerhin erschien auf dem Arbeitszeugnis die fristlose Kündigung nicht, es hieß in gegenseitigem Einvernehmen. Damals war der Arbeitsmarkt sehr schlecht. Er klemmte sich aber dahinter und nahm zeitweise 2 Halbtagsjobs an und sah die Entlassung als Chance, sich wie schon länger angedacht, selbständig zu machen nach einiger Zeit.

    Ansonsten hätte er wohl den Mut dazu kaum gehabt. Es ging alles gut und er hat heute eine super laufende Praxis mit mehreren Angestellten.
    Von den netten Kollegen, die sich über Jahre von ihm behandeln haben lassen, hat sich übrigens keiner mehr gemeldet!
    Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Frieden ist der Weg (Mahatma Gandhi)


  7. Registriert seit
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    AW: "Happy End" nach fristloser Kündigung - Erfahrungen?

    Zitat Zitat von Kletterding Beitrag anzeigen
    Falls das mit den Bewerbungen aus irgendeinem dummen Grund doch zum bisherigen Arbeitgeber durchsickert, dürfte sich die Kündigungsschutzklage und damit auch die Abfindung aber erledigt haben, oder?
    Das sehe ich nicht so. Dadurch, dass der Arbeitgeber fristlos gekündigt hat (ich gehe davon aus ungerechtfertigt) ist das Vertrauensverhältnis sehr zerrüttet.
    Man kann immer behaupten, dass man in diesem Laden alt werden wollte, besonders wenn man Kinder hat. Aber nachdem so mit einem umgesprungen wurde...

    Ich würde es extrem fahrlässig finden, wenn er sich nicht bewerben würde. Das versteht auch jeder Richter.

    An die TE: Ich hoffe dein Mann ist jeden Tag zur Arbeit gegangen. Damit zeigt er den Willen, dass für ihn die fristlose Kündigung nicht rechtens ist. Ansonsten krankschreiben lassen.


  8. Registriert seit
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    AW: "Happy End" nach fristloser Kündigung - Erfahrungen?

    Mit einer fristlosen Kündigung ist die Arbeit für ihn sofort beendet.

    Da geht man keinen weiteren Tag zur Arbeit.
    Üblicherweise wird man sofort rausgeleitet und muss sämtliche Schlüssel abgeben.

    Zum Thema selber.
    Lasst euch umgehend anwaltlich beraten und reicht Kündigungsschutzklage ein.
    Möglicherweise wird er vom AA vorbehaltlich des Klageerfolges 3 Monate gesperrt. Wird die fristlose in eine fristgemäße Kündigung umgewandelt, bekommt er das Geld nachgezahlt.

    Finger weg von einem Aufhebungsvertrag! Der kann ebenfalls sehr negative finanzielle Konsequenzen haben. (Sperre von AA/ Anrechnung der Abfindung)

    Auch da kann euch der Anwalt und das AA besser beraten.

    Auf jeden Fall sollte dein Mann sich bereits jetzt um eine neue Stelle bemühen. Je eher desto besser.
    An einen Wiedereintritt in die alte Firma ist doch unter diesen Umständen nicht zu denken.
    Und er kann es mit dem Chefwechsel gut begründen. Es passt halt nicht mehr, er orientiert sich neu.

    Macht Kassensturz.
    Was bezahlt ihr aktuell wofür?
    Was ist nicht so wichtig und kann kurzfristig weg oder ausgesetzt werden?
    Wo könnt ihr langfristig sparen?

    Lass den Kopf nicht hängen.
    Auch wenn’s grad etwas ruckelt, das ist auch die Chance auf was neues. Es kann auch was besseres draus werden.

  9. Avatar von Misirlu
    Registriert seit
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    AW: "Happy End" nach fristloser Kündigung - Erfahrungen?

    Einen Aufhebungsvertrag kann man schon machen, aber die finanziellen Konsequenzen müssen halt abgefangen werden.
    Toleranz ist der Verdacht, dass der andere recht haben könnte.
    Kurt Tucholsky


  10. Registriert seit
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    AW: "Happy End" nach fristloser Kündigung - Erfahrungen?

    Zitat Zitat von Misirlu Beitrag anzeigen
    Einen Aufhebungsvertrag kann man schon machen, aber die finanziellen Konsequenzen müssen halt abgefangen werden.
    Theoretisch ja.

    Realistischerweise müsste da dann der Gehaltsausfall und die Abfindung mit drin sein. Ich habe bisher keinen Fall erlebt, in dem ein AG sowas nach einer fristlosen Kündigung freiwillig auf den Tisch gelegt hätte.

    Wir reden hier von Beträgen, die einem brutto-Jahresgehalt oder mehr, entsprechen.

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