Hallo Ihr da draußen,
in den letzten 8 Jahren war ich in zwei Assistenztätigkeiten angestellt. Beides Tätigkeiten in der oberen Führungsebene und entsprechend anspruchsvoll und auch abwechslungsreich.
Leider wurde die Außenstelle meiner letzten Firma (Traumjob für mich) nach einem Geschäftsführerwechsel geschlossen und ich musste mir was Neues suchen.
Ich habe mich für eine Stelle im Öffentlichen Dienst entschieden. Und zwar aus folgenden Gründen:
nach der Probezeit eine unbefristete Anstellung
die im Vorstellungsgespräch aufgezählten Aufgaben sprachen mich an. Mir wurde gesagt, ich wäre Sekretärin einer Abteilung und der Abteilungsleitung (also schon ähnlich wie im vorherigen Job) - es gibt drei Abteilungen in dem Bereich und jeweils eine Sekretärin
die Arbeitsaufgaben waren mir im Grunde vertraut, gleichzeitig war es ein ganz anderer Bereich und deshalb herausfordernd
Alles in allem sehr vielversprechend.
Die Einarbeitung lief nicht gut. Die Kollegin, die mich einarbeiten sollte, war krank. Die einzige noch anwesende Sekretärin (steht noch eine Stufe über mir) fühlte sich nicht zuständig, nahm in meiner ersten Woche zwei Tage Urlaub. Ich saß also alleine da.
Nun gut. In der zweitens Woche kam ich dann in meine jetzige Abteilung.
Da lief es richtig toll, ich konnte mich schnell einarbeiten, mag meine Kollegen und die Abteilungsleitung.
So verging die Zeit, ich durfte die neue dritte Abteilungsleitung Sekretär einarbeiten und unterstützen, da die andere Kollegin mit ihr nicht klar kam.
Meine direkte Kollegin fiel leider oft aus, was zwar stressig aber für mich machbar war.
Ich war also die ganze Zeit gut ausgelastet und beschäftigt.
Nun ist seit einigen Wochen Ruhe und Routine eingekehrt und was soll ich sagen... es ist so unglaublich langweilig und eintönig. Ich habe keine Aufgaben die mich fordern, der Großteil der Arbeit besteht aus Post scannen und erfassen 😫
Für mich ist das wirklich schlimm! Es gibt zwar immer was zu tun, so ist es nicht. Aber halt hauptsächlich Post scannen und dann mal nen Dienstreiseauftrag, paar Mails... 😪
Und die Krönung - es wird wohl alles komplett umstrukturiert. Meine Abteilung wird komplett zerissen, die Abteilungssekretariate sollen weg und statt dessen mit der Registratur (noch mehr Post!!!) zusammengelegt werden. Näheres weiß ich noch nicht.
Ich bin so traurig, es ist nicht wie erwartet - vor allem aber ist es nicht wie angekündigt!
Bin jetzt unsicher, wollte eigentlich schauen was die Umstrukturierung bringt und dann mit der Leitung sprechen.
Das dauert aber noch, Ende Juni wirds wohl bekannt gegeben.
Weiß jetzt nicht so richtig was ich machen soll.
Ich will nicht schon wieder nen neuen Job, zumal man im ÖD auch sehr sicher angestellt ist 😒
Traurige Grüße
Marzipanferkel
Antworten
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16.05.2019, 15:07
Im Job unterfordert und gelangweilt :/
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16.05.2019, 15:26
AW: Im Job unterfordert und gelangweilt :/
Hallo Marzipanferkel (guter Name übrigens)

Kannst du in deinem Job irgendwie aufsteigen, z.B. zur Chefsekretärin? Wäre das nach der Umstrukturierung irgendwie möglich? Oder könntest du irgendwie anders dort Fuß fassen, wenn du z.B. eine Weiterbildung machst?
Welche Aufgaben würdest du dir konkret wünschen?
Ich fände es doof, eine sichere Anstellung im ÖD wieder herzugeben, außer du gehst da total unter.
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16.05.2019, 16:53
AW: Im Job unterfordert und gelangweilt :/
Chefsekretärin ist besetzt und das wird sich so schnell auch nicht ändern.
Wie genau die Umstrukturierung aussieht, weiß noch keiner. Allerdings werden wir dann auch Registraturaufgaben mit übernehmen. Also das was ich eben NICHT will.
Es soll wohl zwei Verantwortliche für bestimmt Vorgänge geben (das näher zu erklären würde jetzt den Rahmen sprengen). Wie genau das dann wird, also ob man zusätzlich zu den anderen Aufgaben die Verantwortung dazu übernimmt oder halt nur diesen Bereich, weiß keiner.
Im großen und ganzen und nach dem was durchgedrungen ist, wird das vermutlich nicht das was ich eigentlich will.
Weiterbildung wüsste ich jetzt auch nicht so recht... also in welche Richtung.
Hätte gerne wieder mehr Assistenzaufgaben, organisatorisch und nicht nur Post und Ablage und dann vermutlich auch Wiedervorlagen raussuchen etc.
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16.05.2019, 21:43
AW: Im Job unterfordert und gelangweilt :/
Sprich jetzt mit den richtigen Leuten -- die, die eine gute Meinung von dir haben, und die in Positionen sind (offiziell oder inoffiziel) wo sie was reißen können, und bring dich auf den Radar für Aufgaben, die dir zusagen und wo du gut bist. Wenn erst mal alle an ihren neuen Schreibtischen sitzen, ist es zu spät!
Dazu mußt du natürlich wissen, was es geben könnte, worin du gut bist, wer etwas reißen kann oder jemanden kennt, der es kann, und wer gut von dir denkt. Das ist ein Langzeitprojekt.
Vielleicht gibt es auch, wie Musicduck sagt, etwas, wofür du jetzt noch nicht qualifiziert bist, aber wohin du dich weiterbilden könntest.
Es gibt bei Umsturkturierungen auch immer Leute, die gewinnen. Idealerweise gehört man dazu, oder man hängt sich zumindest an jemanden ran, der dazugehört.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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20.05.2019, 16:59
AW: Im Job unterfordert und gelangweilt :/
Wenn das mal so einfach wär...
Der einzige Bereich wo ich mehr Verantwortung hätte und mehr Aufgaben, wird jetzt neu besetzt. Obwohl der Chef der Abteilung mich mehrmals gefragt hatte, ob ich das nicht machen will und ich ihm mehrmals deutlich mitgeteilt habe, dass ich das gerne machen würde und ich im Moment unterfordert bin.
Es interessiert einfach keinen, der besagte Chef redet scheinbar nur und tut am Ende was anderes.
Also sitze ich weiter rum und mach nix.


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