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  1. Registriert seit
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    AW: Provision einfordern ... wie gehe ich am besten vor?

    Zitat Zitat von musicduck Beitrag anzeigen
    Es wäre grundsätzlich sehr wohl Geld da, nur hat man dieses Geld ohne Rücksprache einfach an eine andere Schule zugewiesen. Es war etwas Anderes vereinbart, daher sehe ich das schon so, dass mir was vorenthalten wird. Möglicherweise hast du aber Recht und die Prämie würde mich gar nicht langfristig zufrieden stellen. ...
    Dann wäre der Schulverbund (zu dem die andere Schule gehört, wenn ich das richtig verstanden habe) der Ansprechpartner für die Provision.

    Übrigens glaube ich nach wie vor, du solltest dich mal mit dem Chef dort unterhalten über Entwicklungsmöglichkeiten für dich. Vielleicht musst du für einen Job dort auch gar nicht umziehen, sondern kannst einiges davon im Home Office machen. Ich an deiner Stelle würde mein Interesse, aus der Assistenzposition bei einer nicht ganz einfachen Chefin herauszukommen, dort sehr deutlich machen.


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    AW: Provision einfordern ... wie gehe ich am besten vor?

    Sorry, aber ich kann das nicht näher erklären, ohne meine Anonymität zu riskieren.

    Das Geld wurde wegen des Projekts einer anderen Stelle zugewiesen. Man hätte mich sicher dort einbinden können, was man aber aufgrund der Entfernung und Co nicht gemacht hat. Ist auch vom Prinzip ok. Unsere Schule hat jetzt eben kein Geld mehr für eine Aufstockung meinerseits, weil das Geld an die andere Schule zugewiesen wurde. Trotzdem hätte man sich aber anderweitig bemühen können.


    @ roderic: Ich arbeite derzeit auch schon des Öfteren im Homeoffice. Nur ist meine Chefin leider ziemlich ambivalent. Sie findet es einerseits ok, andererseits ist sie dann wieder erbost, wenn ich nicht da bin. Das ist alles ganz seltsam hier bei uns. Ich habe mir etwas Ähnliches auch schon überlegt, also um aus der Assistenzposition zu kommen, nur befürchte ich, dass das dann auch viele unschöne Seiten hat. ... Ich bin gerade noch dabei, alles abzuwägen und bewerbe mich parallel.
    Geändert von musicduck (15.05.2019 um 10:31 Uhr)


  3. Registriert seit
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    AW: Provision einfordern ... wie gehe ich am besten vor?

    Zitat Zitat von musicduck Beitrag anzeigen
    @ roderic: Ich arbeite derzeit auch schon des Öfteren im Homeoffice. Nur ist meine Chefin leider ziemlich ambivalent. Sie findet es einerseits ok, andererseits ist sie dann wieder erbost, wenn ich nicht da bin. Das ist alles ganz seltsam hier bei uns. Ich habe mir etwas Ähnliches auch schon überlegt, also um aus der Assistenzposition zu kommen, nur befürchte ich, dass das dann auch viele unschöne Seiten hat. ... Ich bin gerade noch dabei, alles abzuwägen und bewerbe mich parallel.
    Wärst du denn, wenn du direkt für den Schulverbund arbeiten könntest, noch im Kontakt mit deiner Chefin? Mein Vorschlag zielt ja gerade dahin, auch von ihr wegzukommen.

    Und Unschönes gibt es überall. Wenn das ein Argument gegen Veränderung ist, dann ist dein Leidensdruck (und deine Neugier, dich anderswo weiterzuentwickeln) noch nicht groß genug.


  4. Registriert seit
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    AW: Provision einfordern ... wie gehe ich am besten vor?

    Ja, ich würde auf jeden Fall immer wieder in Kontakt mit ihr sein. Es käme aber darauf an, welchen Projekten ich zugeteilt bin. Wenn ich eigenständig was machen kann (was aber nicht unbedingt empfehlenswert ist), dann ev. weniger, aber wenn ich z.B. zur wissenschaftlichen Mitarbeiterin aufsteigen würde, hätte ich ständig mit ihr zu tun und auch noch mit anderen unangenehmen Leuten. ...

    Ich will an meinem Job auch nicht alles schlecht reden. Ich habe teilweise viele Freiheiten, die ich in anderen Jobs niemals hätte. Auf der anderen Seite erlebe ich hier aber auch Sachen, die anderswo undenkbar wären. Bestes Beispiel: Ich werde immer wieder für Tätigkeiten herangezogen, die eig. nicht zu meinem Job gehören. Mittlerweile übernehme ich auf oft Aufgaben, für die ich zwar aufgrund meiner Promotion bzw. Berufserfahrung ausgebildet bin, aber für die ich nicht angestellt bin und für die ich eig. auch mehr Geld erhalten müsste.

    Ich wurde letztens aufgrund von Zeitmangel einfach in ein Projekt involviert, musste wissenschaftlich mitschreiben (wurde dadurch auch als Autorin vermerkt) etc. Es handelte sich um eine Auftragsarbeit von einer öffentlichen Stelle und solche Arbeiten schreiben sich halt auch anders als z.B. eine Diss. ...

    Ich hab sowas schon ein paar Mal Korrektur gelesen, aber noch nie verfasst. Jedenfalls musste ich da einspringen, einfach so, und ich hab meine Chefin immer wieder gebeten, sie möge sich das durchlesen und anschauen. Die Deadline für die Präsentation der Ergebnisse war sehr knapp. Aber da sie ja soooo unglaublich viel zu tun hat, hatte sie trotz zig-maliger Aufforderung meinerseits keine Zeit dafür, mir und den anderen Kollegen Feedback zu geben. Ich war dann zehn Tage auf Urlaub in Italien und habe vorab auch sehr deutlich gemacht, dass ich nicht erreichbar sein werde. Was passiert? Am vierten Urlaubstag habe ich auf meinem Privattelefon mehrere Anrufe einer mir nicht bekannten Nummer. Da keine Nachricht hinterlassen wurde, wollte ich nicht zurückrufen, aber mein Verlobter meinte dann, dass es doch besser wäre. Mir ist es auch merkwürdig vorgekommen und ich hatte die Befürchtung, dass ev. was in unserer Wohnung oder mit unseren Haustieren ist, oder irgendwas Schlimmes, wofür man keine Nachricht hinterlässt. Ich rufe also zurück und es ist ein Arbeitskollege, der mich von seinem privaten Handy aus angerufen hat und mir sagt, dass wegen "meiner" Arbeit jetzt der Hut brennt, weil der Chefin so viel nicht passt und ich müsse unmittelbar daran weiterarbeiten etc. ... Ich hab ihm dann erklärt, was Sache ist; dass ich keine wissenschaftliche Mitarbeiterin bin; dass ich zig Mal um Rückmeldung gebeten hatte; dass es Leute gibt, die ebenfalls an dieser Auftragsarbeit mitgearbeitet haben und durchaus Zeit haben, um was zu tun und dass alle Unterlagen vor Ort im Büro liegen und auf dem allgemeinen Server abgelegt sind UND dass ich auf Urlaub bin und hier nichts tun kann und möchte. Dabei ist es auch geblieben, nur hat mir das trotzdem meinen Urlaub in gewisser Weise total versaut. Ich konnte endlich mal entspannen und dann das ... es war trotzdem noch ein schöner Urlaub, aber es zeigt einfach, wie respektlos man hier behandelt wird.

    Es ist bei uns üblich, dass Leute im Urlaub kontaktiert und einberufen werden, weil irgendjemand es versäumt hat, seiner Pflicht nachzukommen (also die Schuld liegt nicht bei dem, der auf Urlaub ist). Es wird auch vorausgesetzt, dass man an Wochenenden und spätabends sowie an freien Tagen erreichbar ist und da mache ich auch einfach nicht mit. Also da habe ich dann das Diensthandy ausgeschaltet und die Mails checke ich nicht (Ausnahme: Es muss etwas dringend fertig werden und ich bin dafür verantwortlich), aber dieses Selbstverständnis, dass ich als Teilzeitkraft ständig auch auf Abruf sein muss, interessiert mich nicht. Da habe ich sie auch schon des Öfteren einfahren lassen.


  5. Registriert seit
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    AW: Provision einfordern ... wie gehe ich am besten vor?

    Zitat Zitat von musicduck Beitrag anzeigen
    Ich will an meinem Job auch nicht alles schlecht reden. Ich habe teilweise viele Freiheiten, die ich in anderen Jobs niemals hätte. Auf der anderen Seite erlebe ich hier aber auch Sachen, die anderswo undenkbar wären. Bestes Beispiel: Ich werde immer wieder für Tätigkeiten herangezogen, die eig. nicht zu meinem Job gehören. Mittlerweile übernehme ich auf oft Aufgaben, für die ich zwar aufgrund meiner Promotion bzw. Berufserfahrung ausgebildet bin, aber für die ich nicht angestellt bin und für die ich eig. auch mehr Geld erhalten müsste.
    Die Sachen sind anderswo undenkbar, weil die betreffenden Mitarbeiter/innen sich klar abgrenzen. Oder sich entsprechend in ihren Vertrag reinschreiben lassen zu angemessener Vergütung. Auch die Sache mit dem Telefon im Urlaub: Wenn es was Schlimmes ist, erfährst du das. DU hast zurückgerufen, insofern hast du die Respektlosigkeit zugelassen.

    Und hast Konsequenzen gezogen: Du lässt das Diensthandy nach dem Dienst aus. Wie reagiert sie denn darauf? Wirft sie dir vor, dass du nicht erreichbar bist? Wenn nicht, ist alles gut und du hast ihrem respektlosen Verhalten erfolgreich Grenzen gesetzt. Geht da noch mehr?

  6. Avatar von agathe13
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    AW: Provision einfordern ... wie gehe ich am besten vor?

    Zitat Zitat von musicduck Beitrag anzeigen
    Auf der anderen Seite erlebe ich hier aber auch Sachen, die anderswo undenkbar wären. Bestes Beispiel: Ich werde immer wieder für Tätigkeiten herangezogen, die eig. nicht zu meinem Job gehören. Mittlerweile übernehme ich auf oft Aufgaben, für die ich zwar aufgrund meiner Promotion bzw. Berufserfahrung ausgebildet bin, aber für die ich nicht angestellt bin und für die ich eig. auch mehr Geld erhalten müsste.
    Wieso glaubst du, das wäre woanders undenkbar?
    Ganz im Gegenteil!
    In der Privatwirtschaft, zumindest da, wo ich sie in den letzten 25 Jahren kennengelernt habe, hat man über so etwas die Chance bekommen, in neue Aufgaben reinzuwachsen.
    Da lernt man was, hilft mit, übernimmt mehr und mehr und dann kann man nach einer Weile auch mit diesem Argument sein Gehalt verhandeln.
    Und ja, das gibt es auch in Österreich. Hab gestern extra nochmal gegooglet, ob das bei Euch so viel anders ist als in D. Ist es ganz offenbar nicht.

    Diesen Aspekt, dass man was lernt und was mitnimmt, den hab ich jetzt schon mehrfach erwähnt, aber das scheinst du zu ignorieren. Spielt das keine Rolle für dich?

    Ich wurde letztens aufgrund von Zeitmangel einfach in ein Projekt involviert, musste wissenschaftlich mitschreiben (wurde dadurch auch als Autorin vermerkt) etc. Es handelte sich um eine Auftragsarbeit von einer öffentlichen Stelle und solche Arbeiten schreiben sich halt auch anders als z.B. eine Diss. ...

    Ich hab sowas schon ein paar Mal Korrektur gelesen, aber noch nie verfasst. Jedenfalls musste ich da einspringen, einfach so, und ich hab meine Chefin immer wieder gebeten, sie möge sich das durchlesen und anschauen. Die Deadline für die Präsentation der Ergebnisse war sehr knapp. Aber da sie ja soooo unglaublich viel zu tun hat, hatte sie trotz zig-maliger Aufforderung meinerseits keine Zeit dafür, mir und den anderen Kollegen Feedback zu geben.
    Wo ist dein Problem? Du hast eine Chance bekommen, offenbar für eine Arbeit, die du kannst, dein Name wird genannt - ist doch super!
    Offenbar war doch auch deine Arbeit gut genug, dass sie auch ohne Rückmeldung der Chefin veröffentlicht werden konnte.

    Ich war dann zehn Tage auf Urlaub in Italien und habe vorab auch sehr deutlich gemacht, dass ich nicht erreichbar sein werde. Was passiert? Am vierten Urlaubstag habe ich auf meinem Privattelefon mehrere Anrufe einer mir nicht bekannten Nummer. Da keine Nachricht hinterlassen wurde, wollte ich nicht zurückrufen, aber mein Verlobter meinte dann, dass es doch besser wäre. Mir ist es auch merkwürdig vorgekommen und ich hatte die Befürchtung, dass ev. was in unserer Wohnung oder mit unseren Haustieren ist, oder irgendwas Schlimmes, wofür man keine Nachricht hinterlässt. Ich rufe also zurück und es ist ein Arbeitskollege, der mich von seinem privaten Handy aus angerufen hat und mir sagt, dass wegen "meiner" Arbeit jetzt der Hut brennt, weil der Chefin so viel nicht passt und ich müsse unmittelbar daran weiterarbeiten etc. ... Ich hab ihm dann erklärt, was Sache ist; dass ich keine wissenschaftliche Mitarbeiterin bin; dass ich zig Mal um Rückmeldung gebeten hatte; dass es Leute gibt, die ebenfalls an dieser Auftragsarbeit mitgearbeitet haben und durchaus Zeit haben, um was zu tun und dass alle Unterlagen vor Ort im Büro liegen und auf dem allgemeinen Server abgelegt sind UND dass ich auf Urlaub bin und hier nichts tun kann und möchte. Dabei ist es auch geblieben, nur hat mir das trotzdem meinen Urlaub in gewisser Weise total versaut. Ich konnte endlich mal entspannen und dann das ... es war trotzdem noch ein schöner Urlaub, aber es zeigt einfach, wie respektlos man hier behandelt wird.
    das ist nicht respektlos, das ist dusselig von deinem Kollegen.
    Aber du konntest ja - ohne Nachteile offenbar - das Ansinnen abschmettern.
    Fürs nächste Mal würde ich nur lernen, dass ich bestimmte Nummern als Kontakt abspeichere, damit ich weiß, wen ich aus dem Urlaub nicht zurückrufen werde.
    Und von sowas den Urlaub versauen lassen - echt nicht.

    Es ist bei uns üblich, dass Leute im Urlaub kontaktiert und einberufen werden, weil irgendjemand es versäumt hat, seiner Pflicht nachzukommen (also die Schuld liegt nicht bei dem, der auf Urlaub ist). Es wird auch vorausgesetzt, dass man an Wochenenden und spätabends sowie an freien Tagen erreichbar ist und da mache ich auch einfach nicht mit. Also da habe ich dann das Diensthandy ausgeschaltet und die Mails checke ich nicht (Ausnahme: Es muss etwas dringend fertig werden und ich bin dafür verantwortlich), aber dieses Selbstverständnis, dass ich als Teilzeitkraft ständig auch auf Abruf sein muss, interessiert mich nicht. Da habe ich sie auch schon des Öfteren einfahren lassen.
    Wo ist das Problem? Sie haben es versucht, du hast es abgeschmettert und musst es also nicht machen, ist doch prima?

    Insgesamt ist dein ganzer Tonfall ein eingeschnappter. Das ist nicht gut. Wenn du dich nicht mehr begeistern kannst, dann halt den Ball flach, aber lass nicht raushängen dieses "Sehe ich nicht ein, bin ich nicht für eingestellt."

  7. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Provision einfordern ... wie gehe ich am besten vor?

    Musicduck, wenn du dich nicht räumlich verändern willst, dann ist das eben so. Mir musst du das im Prinzip nicht erklären, nur selbst mit den Konsequenzen leben. Tust du das wirklich?

    Ich glaube wirklich, dass es sehr gut sein könnte, wie ich sage: eine Prämie wird ein kurzfristiges Trostpflästerchen sein, es ändert nichts am Grundproblem. Das könntest du etwas strategischer angehen, soll heißen: mit einem langfristigen Plan. Momentan oszillierst du so ein bisschen zwischen "ich will mehr machen, gebt mir eine Chance" und "dafür werde ich nicht bezahlt, sehe ich gar nicht ein, das zu machen".

    Denkst du denn, es gibt für dich eine Möglichkeit, mittelfristig "mehr" zu machen, akademisch zu arbeiten?
    Meine Blumenleggings hat dieses Jahr viel größere Blüten. Ich habe echt einen grünen Daumen.


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    AW: Provision einfordern ... wie gehe ich am besten vor?

    OT, zu den jährlichen Miarbeitergesprächen: Ich (ebenfalls Ö) kenne kein Unternehmen, in dem das NICHT Usus wäre.


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    AW: Provision einfordern ... wie gehe ich am besten vor?

    Zitat Zitat von roderic Beitrag anzeigen
    . Auch die Sache mit dem Telefon im Urlaub: Wenn es was Schlimmes ist, erfährst du das. DU hast zurückgerufen, insofern hast du die Respektlosigkeit zugelassen.
    Diese Aussage ist absoluter Schwachsinn und auch unverschämt. Ich sagte bereits, dass ich die Nummer nicht kannte. Er hat mich absichtlich nicht vom Firmenhandy, sondern von seinem Privattelefon angerufen; ein Mitarbeiter, mit dem ich sonst im Grunde kaum was zu tun habe und dessen Privatnummer ich logischerweise nicht besitze ... Wie gesagt, hätte es auch jemand Anderes sein können, dafür muss ich mich aber auch nicht rechtfertigen.

    Der Chefin bleibt nichts Anderes übrig, als das zu akzeptieren, weil ich auf Kritik darauf auch nicht reagieren würde. Das sind Sachen, die lasse ich dann doch an mir abperlen. Irgendwo gibt's Grenzen.

    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Musicduck, wenn du dich nicht räumlich verändern willst, dann ist das eben so. Mir musst du das im Prinzip nicht erklären, nur selbst mit den Konsequenzen leben. Tust du das wirklich?

    Ich glaube wirklich, dass es sehr gut sein könnte, wie ich sage: eine Prämie wird ein kurzfristiges Trostpflästerchen sein, es ändert nichts am Grundproblem. Das könntest du etwas strategischer angehen, soll heißen: mit einem langfristigen Plan. Momentan oszillierst du so ein bisschen zwischen "ich will mehr machen, gebt mir eine Chance" und "dafür werde ich nicht bezahlt, sehe ich gar nicht ein, das zu machen".

    Denkst du denn, es gibt für dich eine Möglichkeit, mittelfristig "mehr" zu machen, akademisch zu arbeiten?
    Ich hab gestern, sehr unerwartet, einen Anruf vom Chef bekommen, der mir mitteilte, dass eine Folgestudie zu einem Pilotprojekt angefragt wurde. Bei diesem Pilotprojekt/Schulversuch war ich letztes Jahr von Anfang an dabei und kenne mich gut aus. Er meinte, er möchte mich dafür einplanen und wenn ich es mir zutraue, könne ich die Studie auch führen ... Und da hab ich mich gefreut, ABER mich dann auch wieder gefragt, ob die Freude oder die Zweifel überwiegen sollen. Wenn ich die Aufstockung echt erhalte, ist das toll, vor allem, weil ich dann was machen kann, was mir gefällt UND weil ich mehr Geld bekomme, das ich zur Zeit auch wirklich brauche. Auf der anderen Seite weiß ich jetzt schon, dass ich die Aufstockung nur in der Position als "Assistentin" erhalten werde und nicht als wissenschaftliche Mitarbeiterin. ... Ich hab die letzten drei Wochen geholfen, alle offenen Projekte abzurechnen und hab dort auch gesehen, dass so ziemlich jeder mehr verdient als ich. Bei manchen Leuten verstehe ich das, bei anderen wiederum gar nicht. ... Wenn ich die Aufstockung erhalte, werde ich mich definitiv einmal über das Mehr an Geld und das Mehr an Aufgaben, die mir Freude bereiten, freuen, aber langfristig muss ich auch aufsteigen können. ... Daher halte ich die Augen definitiv offen und bewerbe mich weiter. Mich billig auf die Assistenzbank zu schieben, um dann zur Hälfte als billige Kraft wissenschaftlich zu arbeiten, ist mir zu wenig, aber andererseits nehme ich es auch in Kauf, wenn ich keine Alternative habe. Außerdem habe ich auf Dauer immer noch das Problem mit meiner nervigen Chefin. Der Vorteil an der Assistenzposition ist, dass die Chefin mich braucht und ich schon gut eingearbeitet bin. Natürlich kann ich ersetzt werden, aber es wäre mühsam, jemanden wieder speziell einzuarbeiten und daher wird es schwer, sie loszuwerden, sofern ich nicht ganz kündige.


    @ agathe: Dass ich beim AG was lerne, setze ich voraus. Immerhin habe ich mich z.B. bei dem Projekt auch weit mehr eingebracht, als es irgendwie gefordert wäre. Das ist wohl ein Geben und Nehmen.
    Geändert von musicduck (16.05.2019 um 15:01 Uhr)

  10. Avatar von Nichtnurmami
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    AW: Provision einfordern ... wie gehe ich am besten vor?

    Ich sehe das Ganz etwas anders als Du, bin selbst grad im ersten Berufsjahr nach komplettem Branchenwechsel, zu Beginn wurde ich zu keiner einzigen Sonderaufgabe herangezogen, ich bekam die Ansage , mich erstmal ins Tagesgeschäft einzuarbeiten, d.h. drei Tage voll am Azubi und die anderen zwei darf ich am Schreibtisch mein Zeug machen....Da ich sehr schnell und sehr komplex denke und arbeite, reicht der Do meist dafür aus und am Freitag drehe ich quasi Däumchen, könnte ich , aber da bekomme ich Zustände..
    Daher habe ich mich selbst als dritter Ausbilder in bestimmte Gruppen gestellt, meine Kollegen fanden es super (ich hatte vorher gefragt, war hochwillkommen), in den Tagen habe ich mit den Augen geklaut, meine Kollegen beobachtet, mir bestimmte Dinge in den Abläufen eingeprägt usw. Bei den jeweiligen Gruppen bin ich sehr beliebt und werde oft gefragt, ob ich nicht öfter vertreten könnte....Das wiederum wurde nach 3 Monaten der Chefetage zugetragen und jetzt bekomme ich seit etwa 6 Monaten anspruchsvollere Aufgaben, unterrichte nicht nur "normale Ausbildung" sondern auch in Meisterkursen u.ä.

    In Deinen Beiträgen fällt mir oft auf, dass Du sehr von Dir überzeugt rüberkommst und bei jedem Schritt immer erst abwägst, ob "es sich lohnt"....Bei vielen Projekten lässt sich die Belohnung vorher gar nicht abschätzen....

    Übrigens stehen sog. MA Gespräche in D immer auf dem Papier, ich hatte in über 30 Jahren im Beruf jetzt imApril mein erstes....

    Warum hast Du den Chef bei der Aussicht auf Einbindung ins neue Projekt nicht direkt auf Stundenerhöhung angesprochen?
    Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein mit unsympathischen Leuten zu trinken, wobei ich beim Wein notfalls Kompromisse mache...

    R.I.P. Gerd, mein Cousin, mein Kindheitskumpel, mein Blödsinnskamerad, ich vermisse Dich!!!



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