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  1. Registriert seit
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    Ehemalige Arbeitnehmerin hat mich über den Tisch gehauen?

    Guten Tag,

    Ich hatte von September 2018 bis Februar 2019 eine Studentin bei mir als Teilzeitaushilfe. Leider konnte sie durch ihr Studium nie auf die vereinbarte Stunden kommen. Außerdem haben sich im Laufe der Zeit die Beschwerden gehäuft. Offenbar putzte sie den Kunden nicht gründlich genug.*Als Dienstleisterin bin ich nun mal gezwungen, mich den Kundenwünschen anzupassen.

    Weil ich nicht wusste, wie ich das angehen soll, hab Ich sie immer weniger eingesetzt. Zeitgleich habe ich die Minusstunden von ihrem Gehalt verrechnet.

    Sie hat zum 15.2. Gekündigt. Kurz danach trudelte eine Klage vorm Arbeitsgericht bei mir ein in dem ich gebeten wurde, ihr die Gehaltsdifferenz zurück zu zahlen.
    Und war weil es für sie nicht ergründlich sei, da sie auf der Gehaltsabrechnung nicht vermerkt war.

    Das habe ich getan. Mein Anwalt hat mir dazu geraten, da mich alles andere noch mehr Geld kosten würde.

    Dann forderte sie wenig später in einer zweiten Klage noch den ganzen Januarlohn und ihren Lohn bis zum 15.2. Inklusive Lohnsteuerbescheinigung ein. Und behauptete plötzlich die Vertragsänderung (wir haben Anfang Januar mündlich den Vertrag reduziert) sei nichtig. Sie schreibt: Ich hätte sie überrumpelt und es liegt zudem nichts schriftlich vor. Sie beklagte sich, ich hätte beim Finanzamt keine Daten übermittelt, was ja auch stimmt. Habe viel zu tun.

    Mein Anwalt schrieb ihr einen Brief und meinte sie habe doch den niedrigeren Vertrag vor Gericht akzeptiert und plädierte auf Prozessbetrug. Daraufhin kam es wohl zum Gespräch zwischen den beiden und er war danach total negativ gegen mich eingestellt, fragte mich ob die Schilderungen nicht stimmen und zog den Antrag zurück und bat mich abermals einfach zu zahlen. Irgendwie gibt er sich einfach keine Mühe. Ich komme mir vor, dass ihn dieser Sch### wie er es nannte, nervt.

    Vor Gericht erzählte sie zu dem das gleiche (Ich habe sie unter Druck gesetzt und sie habe sich ständig rechtfertigen müssen und ich hätte nur an ihr rumkritisiert)
    Als sie noch bei mir war, hatte ich nicht den Eindruck, sie unter Druck gesetzt zu haben.

    Es gab Kritik aber nicht so wie sie das jetzt darstellt.

    Hat jemand eine Idee?*
    Ich fühle mich abgezockt und habe durch sie einen finanziellen Verlust gemacht, bin auf meinen Minusstunden sitzen geblieben und habe sie fürs Nichtstun bezahlen müssen. Hinzu kommen noch die Anwaltskosten von fast 300 Euro.

    So was habe ich noch nie erlebt.

    Lg


  2. Registriert seit
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    AW: Ehemalige Arbeitnehmerin hat mich über den Tisch gehauen?

    Hallo Malily,

    vorab, ich war noch nie Arbeitgeberin.
    Aber auch aus Sicht einer Arbeitnehmerin halte ich mündliche Verträge für sehr ungünstig. Sie mögen gültig sein, aber sie sind eben oft nicht nachweisbar. Regel in Zukunft am besten ALLES schriftlich!

    Und was heißt, du hast sie nicht beim Finanzamt gemeldet, weil du viel zu tun hattest? Du MUSST sie dort melden!

    Ich denke, du musst in den sauren Apfel beißen und zahlen. Ist es dir möglich, die Meinung eines anderen Anwalts anzuhören oder kannst du ihn wechseln? Klar, das kostet dann auch was.


  3. Registriert seit
    17.04.2019
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    AW: Ehemalige Arbeitnehmerin hat mich über den Tisch gehauen?

    Ja ich hab halt vergessen die Daten abzurufen und ihre Lohnsteuer zu übermitteln.

  4. Avatar von Wiedennwodennwasdenn
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    AW: Ehemalige Arbeitnehmerin hat mich über den Tisch gehauen?

    Zitat Zitat von Malily Beitrag anzeigen
    Ich fühle mich abgezockt und habe durch sie einen finanziellen Verlust gemacht, bin auf meinen Minusstunden sitzen geblieben und habe sie fürs Nichtstun bezahlen müssen.
    Zum Verhalten Deines Anwaltes kann ich nichts sagen. Aber was Deine ehemalige Mitarbeiterin angeht, mußt Du Dir an die eigene Nase fassen. Du hast ihre Abrechnungen nicht sorgfältig genug erstellt und Dich damit angreifbar gemacht. Als Unternehmerin hast Du gewisse Pflichten, "habe ich nicht gewußt" ist keine gültige Erklärung. Verbuche den Verlust als Lehrgeld und arbeite zukünftig professioneller.

    Zitat Zitat von Malily Beitrag anzeigen
    Ja ich hab halt vergessen die Daten abzurufen und ihre Lohnsteuer zu übermitteln.
    Au weia, so etwas kann böse ins Auge gehen.
    Das Universum und die menschliche Dummheit sind unbegrenzt. Beim Universum bin ich mir nicht sicher (Albert Einstein).

  5. Avatar von taggecko
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    AW: Ehemalige Arbeitnehmerin hat mich über den Tisch gehauen?

    Wenn du bei den Meldungen für FA und Sozialversicherung auch bei anderen Mitarbeitern nicht ganz korrekt warst würde ich zahlen und vermeiden, dass da für Dich unschöne Versäumnisse ans Licht kommen .


  6. Registriert seit
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    AW: Ehemalige Arbeitnehmerin hat mich über den Tisch gehauen?

    Zitat Zitat von Malily Beitrag anzeigen
    Ja ich hab halt vergessen die Daten abzurufen und ihre Lohnsteuer zu übermitteln.
    Und was sagt das Finanzamt jetzt dazu? Pass auf, dass du mit denen nicht auch noch Ärger bekommst.


  7. Registriert seit
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    AW: Ehemalige Arbeitnehmerin hat mich über den Tisch gehauen?

    Du hast hier tatsächlich einige schwerwiegende Fehler gemacht. Deswegen stehen deine Chancen vor Gericht nicht gut.

    Mein Tipp: Zahl sie aus und hak die Sache ab.

    Sonst kriegst du hier lange keine Ruhe rein.


  8. Registriert seit
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    AW: Ehemalige Arbeitnehmerin hat mich über den Tisch gehauen?

    So ärgerlich die Situation für dich auch ist, es bringt nichts weitere Nerven zu lassen.

    Du bist Unternehmerin und musst für solche Situationen Rücklagen haben und zusätzlich versuchen, dich in Zukunft nicht mehr angreifbar zu machen, indem du dich korrekt verhälst und dich absicherst.
    Also schriftliche Verträge, Änderungen schriftlich, Kundenbeschwerden schriftlich geben lassen und zu den Akten nehmen, nachvollziehbare Abrechnungen etc.

    Nimm es als Lehrgeld, es gibt leider immer mehr Menschen, bei denen man sich fragt, wie sie noch in den Spiegel schauen können.

  9. Avatar von Lakotia
    Registriert seit
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    AW: Ehemalige Arbeitnehmerin hat mich über den Tisch gehauen?

    Mach mal dringend einen Gründerkurs bei der IHK oder ähnlichen Organisationen und mache drei Kreuze, wenn dir die Studentin nicht noch die Lohnsteuerprüfung auf den Hals hetzt.

    Was du schilderst ist ja meilenweit von professioneller Personalführung entfernt. Als Dienstleister bist du genau auf deine AN angewiesen.

    Über ein Jahr "vergessen" die Steuern zu melden. Was ist wenn die junge Frau eine Steuererklärung macht?
    lg Lakotia

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    Never be afraid to act ridiculous


  10. Registriert seit
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    AW: Ehemalige Arbeitnehmerin hat mich über den Tisch gehauen?

    Die meisten meiner Angestellten sind Minijobber und Teilzeitkräfte. Bei denen ist es nicht nötig, Lohnsteuer ans Finanzamt zu überweisen der Unterschied bei ihr war dass sie Stkl 6 hatte.

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