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  1. Administrator Avatar von BRIGITTE Community-Team
    Registriert seit
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    Arbeitszeitmodelle: Vollzeit, Teilzeit – oder was ganz anderes?

    Liebe Userinnen, liebe User,

    Vollzeit, Teilzeit – oder was ganz anderes? In der BRIGITTE diskutieren zwei Mütter darüber, was sie besser finden: Eine 30-Stunden-Woche für alle – oder Vollzeitjobs für beide Eltern?

    BRIGITTE-Redakteurin Alexandra Zykunov hat zwei kleine Kinder, arbeitet Vollzeit - und fragt sich: Warum bin ich damit eigentlich immer noch eine Ausnahme?

    Und Kollegin Kristina Maroldt, ebenfalls zweifache Mutter, fordert: Machen wir die Teilzeit zum neuen Standard - für Frauen UND Männer!

    Was denken Sie darüber? Wie gut klappt es bei Ihnen, Familie und Job unter einen Hut zu bringen? Tauschen Sie sich aus über Vereinbarkeit und gute Arbeitszeitmodelle für die Zukunft!

    Freundliche Grüße
    vom BRIGITTE Community-Team
    Das BRIGITTE Community-Team ist Ihr Ansprechpartner bei Fragen, Wünschen oder Problemen rund um die Community. Schreiben Sie uns gerne eine PN oder eine E-Mail.


  2. Registriert seit
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    AW: Arbeitszeitmodelle: Vollzeit, Teilzeit – oder was ganz anderes?

    Mich würde interessieren, wie lange Alexandra Zykonov das schon macht - beide Elternteile Vollzeit mit zwei Kindern.
    Denn wie Kristina Maroldt es beschreibt - das ist ja eher ein Langstreckenlauf. Schule bringt nochmal andere Herausforderungen als Kindergarten und Krippe (ich sage nicht mehr, aber andere). Und auf Dauer ist es schon sehr anstrengend, wenn beide Vollzeit arbeiten. Es muss sooo viel in die freie Zeit gequetscht werden.

    Wir haben bisher das Modell "beide Elternteile hohe Teilzeit" (die Anteile schwankten zwischen 70 und 85 %) gelebt, und schon das war anstregend, fühlte sich aber gerecht an. Aufgrund einer beruflichen Veränderung meines Mannes waren jetzt mal zwei Jahre mit 100% und viel Fahrzeit beim Mann dran - und ich war geschockt, wie sehr sich das auf den Alltag auswirkte. Plötzlich war ich die Teilzeit-Mutter, die sich um alles kümmern musste (aber auch 65% arbeitete), mein Mann entfremdete sich in dieser kurzen Zeit dem Familienalltag sehr stark - zum Glück wird sich das bald wieder ändern, er beantragt gerade wieder Teilzeit (80%). Man kann nun sagen, das sind nur wenige Prozente - bei uns haben sie aber durchschlagenden Wirkung.
    Insofern finde ich ein Modell, in dem alle weniger arbeiten (ganz offiziell) super, denn nur so werden die Väter stärker ihren Anteil an der Familienarbeit leisten müssen, da sie nicht mehr die Ausrede haben, soo viel arbeiten zu müssen. Und für die Mütter wird es attraktiver, "Vollzeit" zu arbeiten, da das nicht mehr mit ganz so viel Gehetze verbunden ist.


  3. Registriert seit
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    AW: Arbeitszeitmodelle: Vollzeit, Teilzeit – oder was ganz anderes?

    Die Ausrede haben sie ja eigentlich schon nicht mehr, seit es ein Anrecht auf Teilzeit gibt.


    Jeder Vater, der sich weigert, das auch auszuüben, sagt damit laut und klar "meine Karriere ist mir wichtiger als Deine, Schatz" - und jede Mutter, die dabei mitspielt, sagt dasselbe.

    Klar kann man sich entscheiden, dass eine Karriere Priorität hat - wenn das aber eine/r im Alleingang entscheidet, sollte der andere sich schon auch im Klaren sein, was für ein Bild von Partnerschaft auf Kosten des anderen bzw. sich selbiges gefallen lassen man den Kindern dann vorlebt.


  4. Registriert seit
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    AW: Arbeitszeitmodelle: Vollzeit, Teilzeit – oder was ganz anderes?

    Sehe ich im Grunde auch so.

    Das ist das, was mich am Artikel der "30 Stunden für alle" Autorin so geärgert hat... Sie bedauert zwar leise, dass ihr Mann nicht reduziert.. Aber das war es auch.

    Selbst nicht in der Lage sein, sich beim Gatten durchzusetzen aber anderen quasi vorschreiben wollen, wieviel sie arbeiten sollen? Was geht mich denn ihr Stress mit den Kindern an?

  5. Avatar von Paraplumeau
    Registriert seit
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    AW: Arbeitszeitmodelle: Vollzeit, Teilzeit – oder was ganz anderes?

    Es sind doch alle Möglichkeiten offen.
    Jetzt muss jede einzelne Familie entscheiden, wie sie das für sich ausgestaltet.
    Noch mehr sollte sich der Staat da wirklich nicht einmischen.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.


  6. Registriert seit
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    AW: Arbeitszeitmodelle: Vollzeit, Teilzeit – oder was ganz anderes?

    Auf Seiten der Familien nicht.

    Der Nachteil ist eben: Die Damen, die Partner haben, mit denen sich fair was aushandeln lässt was beide zufrieden macht, haben, falls die zufriedenmachende Lösung irgendwas anderes als "Frau tritt kürzer, Mann nicht" sein sollte, es schwer, einen AG dazu zu bekommen, ihnen zu glauben, kennt er den Regelfall doch als was anderes.

  7. Avatar von Paraplumeau
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    AW: Arbeitszeitmodelle: Vollzeit, Teilzeit – oder was ganz anderes?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Auf Seiten der Familien nicht.

    Der Nachteil ist eben: Die Damen, die Partner haben, mit denen sich fair was aushandeln lässt was beide zufrieden macht, haben, falls die zufriedenmachende Lösung irgendwas anderes als "Frau tritt kürzer, Mann nicht" sein sollte, es schwer, einen AG dazu zu bekommen, ihnen zu glauben, kennt er den Regelfall doch als was anderes.

    Frauen arbeiteten doch die letzten vier Jahrzehnte auch.
    Es ist ja nun kaum so, dass Frauen (Mütter) erst seit allerkürzester Zeit im Arbeitsleben stehen und dieses Phänomen irgendwie neu ist.

    Den Arbeitgeber interessiert die Aufteilung innerhalb der Familie nicht. Er hat die berechtigte Erwartung, dass der Arbeitnehmer zu den vereinbarten Zeiten am Arbeitsplatz ist. Wie der das organisiert, kann nicht Überlegung des Arbeitgebers sein.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.


  8. Registriert seit
    05.09.2018
    Beiträge
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    AW: Arbeitszeitmodelle: Vollzeit, Teilzeit – oder was ganz anderes?

    Äh, Para, doch, in Westdeutschland ist das sehr sehr neu, dass Mütter Vollzeit arbeiten, tatsächlich tun es immer noch sehr viele nicht.

  9. Avatar von Paraplumeau
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    AW: Arbeitszeitmodelle: Vollzeit, Teilzeit – oder was ganz anderes?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Äh, Para, doch, in Westdeutschland ist das sehr sehr neu, dass Mütter Vollzeit arbeiten, tatsächlich tun es immer noch sehr viele nicht.
    Irgendwie kann ich über solche "Probleme" nur den Kopf schütteln.
    Es gibt gesetzliche Regelungen zur Kinderbetreuung, es gibt Gleichstellungsgesetze und es gibt höchst private Räume, in denen die Partner die anfallende Arbeit/Freude/Zeit untereinander aufteilen.
    In diesem Rahmen müssen jetzt individuelle Entscheidungen getroffen werden.

    Arbeitgeber stellen im Rahmen ihres Bedarfs ein. Über die Verteilung der Familienarbeit und Erwerbsarbeit muss er keine Info haben.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.

  10. Avatar von Kleinfeld
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    AW: Arbeitszeitmodelle: Vollzeit, Teilzeit – oder was ganz anderes?

    Mein Arbeitszeitmodell als die Kinder klein waren, war immer Teilzeit. Würde ich auch heute wieder so machen.
    Seit meine Enkelin 13 ist, arbeite ich wieder Vollzeit.
    Klar wäre ich gerne die, die vor dem Frühstück Yoga macht oder joggt.
    Ich bin aber die, die halb bewußtlos Kaffee macht und atmet.

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