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  1. Registriert seit
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    AW: Wie wird man gekündigt?

    Zitat Zitat von AweSomeOne Beitrag anzeigen
    Das ist nicht zulässig. Die Arbeitszeit ist eine der Mindestangaben, die laut Nachweisgesetz in einem Arbeitsvertrag stehen müssen!

    § 2 NachwG - Einzelnorm

    Also irgendwas stimmt da dann nicht.

    Lass dich arbeitsrechtlich beraten.
    Auch wenn das hier ein Bühnenvertrag ist, wollt euch kurz was anmerken.

    Ich habe auch keine Stunden in meinem Vertrag, weil ich das ausdrücklich so wollte nach der Probezeit. Alle Stundenverträge wären wir zuviel und unflexibel gewesen neben nem Studium. Deine Aussage, dass die im Arbeitsvertrag festgelegt werden müssen, ist leider nicht korrekt.

  2. Avatar von AweSomeOne
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    AW: Wie wird man gekündigt?

    Wo kein Kläger, da kein Richter ...

    Glaub mir. Wenn solche Fälle, wie du erwähnst,
    warum auch immer, vor dem Arbeitsgericht landen, versteht die Justiz keinen Spaß.

    Solange sich niemand beschwert, geht das so durch. Rechtens ist es deshalb trotzdem nicht.

    Einer der wenigen Verträge (Arbeitsverträge) überhaupt, die der Schriftform bedürfen und eben die schon erwähnten Mindestangaben beinhalten müssen!

    Ich war leider in der Arbeitgeber-Position und mein Geschäftspartner hat drauf bestanden

    Einer unserer Mitarbeiter, der ausdrücklich keine Stundenangaben im Vertrag wollte, hat uns später vor´s Arbeitsgericht zitiert.

    Und gewonnen. ( Zu Recht, übrigens )
    'Every saint has a past, and every sinner has a future.'
    — Oscar Wilde —


  3. Registriert seit
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    AW: Wie wird man gekündigt?

    Zitat Zitat von AweSomeOne Beitrag anzeigen
    Wo kein Kläger, da kein Richter ...

    Glaub mir. Wenn solche Fälle, wie du erwähnst,
    warum auch immer, vor dem Arbeitsgericht landen, versteht die Justiz keinen Spaß.

    Solange sich niemand beschwert, geht das so durch. Rechtens ist es deshalb trotzdem nicht.

    Einer der wenigen Verträge (Arbeitsverträge) überhaupt, die der Schriftform bedürfen und eben die schon erwähnten Mindestangaben beinhalten müssen!

    Ich war leider in der Arbeitgeber-Position und mein Geschäftspartner hat drauf bestanden

    Einer unserer Mitarbeiter, der ausdrücklich keine Stundenangaben im Vertrag wollte, hat uns später vor´s Arbeitsgericht zitiert.

    Und gewonnen. ( Zu Recht, übrigens )
    Also ein Arbeitsvertrag muss nichtmal schriftlich sein. Das waren vielleicht besondere Umstände bei euch? Aber wer hat z. B. beim Kellnern denn einen Vertrag? Da hast du trotzdem nen wirksamen Arbeitsvertrag geschlossen, mündlich eben und Recht auf den Lohn. Ist natürlich dann ne Nachweissache, wie immer. ;)

    Mein Vertrag ist absolut okay so wie er ist.


  4. Registriert seit
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    AW: Wie wird man gekündigt?

    Und wieso wollte er denn vors Gericht? Sollte er mehr arbeiten als abgemacht war oder was war der Grund?


  5. Registriert seit
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    AW: Wie wird man gekündigt?

    Zitat Zitat von AweSomeOne Beitrag anzeigen
    ...
    Einer der wenigen Verträge (Arbeitsverträge) überhaupt, die der Schriftform bedürfen und eben die schon erwähnten Mindestangaben beinhalten müssen!

    Ich war leider in der Arbeitgeber-Position und mein Geschäftspartner hat drauf bestanden

    Einer unserer Mitarbeiter, der ausdrücklich keine Stundenangaben im Vertrag wollte, hat uns später vor´s Arbeitsgericht zitiert.

    Und gewonnen. ( Zu Recht, übrigens )
    Ein mündlicher Vertrag reicht auch, es sei denn es liegt eine Befristung vor.

    Interessant wäre außerdem, weswegen der Mitarbeiter geklagt und gewonnen hat.

  6. Avatar von AweSomeOne
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    AW: Wie wird man gekündigt?

    Bei uns ging es um eine unklare Formulierung bezüglich der vereinbarten Stunden, Bereitschaft, Rufbereitschaft usw.

    Im weitesten Sinne Taxen- und Mietwagengewerbe.

    Und obwohl der Mitarbeiter sich mit den Bedingungen einverstanden erklärt hatte und es in dieser Branche auch durchaus üblich war, so abzurechnen, hat der Richter im Rahmen der Kündigungsschutzklage alle Stunden rückwirkend für die gesamte Dauer des Arbeitsverhältnisses neu berechnet.

    Die Kündigung erfolgte aus einem anderen Grund, der nichts mit der Arbeitszeit zu tun hatte. Es gab Unregelmäßigkeiten bei der Abrechnung und ein Vorfall im Zusammenhang mit der Zahlung einer Kundin.
    Fristlose oder fristgerechte Kündigung. Ich hätte es gerne fristlos gehabt.

    So kam es während der Verhandlung zur Sprache als es um die Berechnung des restlichen Arbeitslohns und der Urlaubsansprüche ging.

    Natürlich ist ein mündlicher Vertrag bindend, wenn man denn beweisen kann, was gesprochen wurde.

    Und trotzdem hat jeder Arbeitnehmer lt. Nachweisgesetz das Recht, die Mindestangaben, die ich erwähnte, spätestens 4 Wochen nach Vertragsbeginn ausgehändigt zu bekommen. Dazu ist der Arbeitgeber verpflichtet.

    Einzige Ausnahme: Arbeitsverhältnisse, die nicht länger als 4 Wochen dauern.

    Mir ist klar, dass es Gewerbe gibt, in denen darauf verzichtet wird, aber wie gesagt: das kann auch nach hinten losgehen. Auch noch nach regulärer Beendigung des Arbeitsverhältnisses können solche Dinge rückwirkend eingeklagt werden.

    Wenn man denn Lust und Zeit dazu hat
    'Every saint has a past, and every sinner has a future.'
    — Oscar Wilde —


  7. Registriert seit
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    AW: Wie wird man gekündigt?

    Zitat Zitat von AweSomeOne Beitrag anzeigen

    Natürlich ist ein mündlicher Vertrag bindend, wenn man denn beweisen kann, was gesprochen wurde.
    Im Klagefall geht der Richter vom im Betrieb Üblichem aus.
    So wollte mir ein ehemaliger AG nach Kündigung den restlichen Urlaub nur bis Mindesturlaubshöhe auszahlen. Der Richter sah aber nicht ein weshalb ich weniger Urlaub haben sollte als der Rest der Belegschaft. Das alles nur mit mündlichem Vertrag.


  8. Registriert seit
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    AW: Wie wird man gekündigt?

    Und zum eigentlichem Thema hier:
    In meinem Fall war ich 6 Wochen krank geschrieben. Das führte zur Kündigung.
    Ist aber natürlich nicht allgemeingültig.

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