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    Neuer Job: Überfordert und kein Gefühl der Zugehörigkeit

    Hallo Zusammen,

    ich arbeite als IT-Beraterin und seit mitte Januar in einer neuen Firma.
    Die Stelle habe ich über einen Headhunter bekommen. Der Grund, weshalb ich eine neue Stelle gesucht habe, war das Bedürfnis mich weiterzuentwickeln und neue IT-Bereiche kennenzulernen.

    Als erstes muss ich erwähnen, dass ich schon am Anfang ein schlechtes Gefühl hatte, der Headhunter hat mich ziemlich unter Druck gesetzt und dann auch mein aktueller Chef, schon im Vorstellungsgespräch hat er mir einen Vertrag hingelegt und zu allen meinen Wünschen Ja und Amen gesagt.
    Ich fand ihn auch sehr sympatisch und glaubhaft, daher habe ich mich auch trotz meines schlechten Gefühls für die Firma entschieden.
    Jetzt sitze ich aber seit 2 Monaten in der Firma und arbeite mich in ganz neue Themen ein die mir überhaupt nicht liegen und keine Freude machen, die Themen hatte ich auch im Vorstellungsgespräch genannt, wie die Programmierung mit Java (darin war ich noch nie gut). Aber jetzt muss ich es machen.
    Ende letzter Woche kam mein Chef zu mir und meinte in zwei Wochen, soll ich in ein Projekt zu diesem Thema, von dem ich keine Ahnung habe. Er möchte auch, dass ich es alleine mache ohne einen Kollegen.
    Aber ich kann und möchte es nicht machen, seine Antwort ich soll mir mehr zutrauen.
    Zusätzlich, fühle ich mich in dem Team sehr unwohl und fehl am Platz, obwohl alle ok sind und meine Fragen auch immer beantwortet werden, aber trotz Erklärung komme ich in diesem Thema nicht weiter. Ich bin auch die einzige die kein Java Experte ist.
    Daher brauche ich euren Tip, soll ich mir so schnell wie möglich einen neuen Job suchen oder dieser Firma noch eine Chance geben. Im Grund ist die Firma sehr gut, die Fluktation ist gering, was in Beraterfirmen selten der Fall ist.
    Meine Schwäche ist, dass ich sehr spontan bin und schnell Entscheidungen treffe, die ich später bereue, daher bin ich froh, dass es dieses Forum gibt und ihr mir vielleicht ein paar Ratschläge geben könnt.

    Viele liebe Grüße

  2. Inaktiver User

    AW: Neuer Job: Überfordert und kein Gefühl der Zugehörigkeit

    Zitat Zitat von 43010 Beitrag anzeigen
    . Der Grund, weshalb ich eine neue Stelle gesucht habe, war das Bedürfnis mich weiterzuentwickeln und neue IT-Bereiche kennenzulernen.

    ...

    Jetzt sitze ich aber seit 2 Monaten in der Firma und arbeite mich in ganz neue Themen ein die mir überhaupt nicht liegen und keine Freude machen, die Themen hatte ich auch im Vorstellungsgespräch genannt, wie die Programmierung mit Java (darin war ich noch nie gut). Aber jetzt muss ich es machen.

    ...
    Meine Schwäche ist, dass ich sehr spontan bin und schnell Entscheidungen treffe, die ich später bereue, daher bin ich froh, dass es dieses Forum gibt und ihr mir vielleicht ein paar Ratschläge geben könnt.
    Aus meiner Sicht passt das nicht so richtig zusammen - du willst was Neues lernen, dann wird dir was Neues angeboten, und das ist dann doof. Magst du das mal näher erklären?

    Was die Entscheidungen angeht: es dürfte für Dich ja nicht allzu schwer werden, was anderes zu finden. Wichtiger ist aus meiner Sicht die Frage, wo‘s hingehen soll ...

  3. Inaktiver User

    AW: Neuer Job: Überfordert und kein Gefühl der Zugehörigkeit

    Passt für mich auch nicht zusammen: einerseits deine Motivation für den Jobwechsel, nämlich „neue Bereiche kennenlernen“, also dein Portfolio zu erweitern - und jetzt deine Ablehnung von genau diesem Neuen, das du doch gesucht hast.

    Du bist noch nicht gu in Java? Und alle Kollegen sind es? Na, das ist doch DIE Chance, von ihnen zu lernen und auch gut zu werden!
    Das muss nicht heissen, dass du dann später nur noch damit arbeitest, aber sieh es als Ausbildungschance.

    Deine Kollegen sind nett, hilfsbereit und keiner schiesst gegen dich... wo ist dann dad Problem? Enge Freunde müsst ihr nicht werden, das gehört eh nicht in den Job.

    Die Formulierung „gebe ich der Firma noch eine Chance?“ ist in meinen Augen verkehrt. Besser wäre „gebe ich mir noch eine Chance, mich einzuarbeiten und das Projekt zu übernehmen?“

    Dein Chef hat schon Recht: trau dir mehr zu.
    Könnte es sein, das dein „komisches Bauchgefühl“ sich gar nicht auf die Firma oder den Job bezieht, sondern auf dich selbst? Ich vermute mal, das ist einfach Muffensausen.
    Was auch ok ist. Aber kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen.

  4. Inaktiver User

    AW: Neuer Job: Überfordert und kein Gefühl der Zugehörigkeit

    Das erinnert mich an meinen ersten Job nach dem Studium, der war auch in der IT-Beratung. Man hat das Gefühl, ins kalte Wasser geschmissen zu werden, ohne schwimmen zu können, richtig?

    Ja, das ist anstrengend, ja, man weiß nicht, ob man es schafft. Ging mir genauso. Das ist aber etwas, woran man wachsen kann.
    Interessiert dich Java denn? Du sagst, du kannst es nicht gut, aber das kann man lernen. Oder liegt es an etwas anderem, dass du "keine Freude daran" hast? Da würde ich ansetzen.
    (Bei mir war es damals so, dass ich im Studium unter anderem C++ und Java als Programmiersprachen gelernt habe, C++ hat mir überhaupt nicht gefallen - ich habe das mit den Pointern nicht so wirklich verstanden -, deswegen habe ich mich ausschließlich auf Java-Stellen beworben. Wir haben ja den Luxus, dass wir uns die Stellen quasi aussuchen können ).
    Wenn du wirklich meinst, dass Java nichts für dich ist, solltest du dich a) für einen anderen Job bewerben oder b) versuchen, innerhalb der Firma umzusatteln (wenn das geht, vielleicht arbeiten die ja ausschließlich mit Java?). Warum hast du dich für einen Java-Job beworben?

    Ansonsten: Sieh es als Herausforderung, es ist zumindest eine Erfahrung. Beiß dich durch. Das wird dir in deinem Berufsleben immer helfen.

  5. Inaktiver User

    AW: Neuer Job: Überfordert und kein Gefühl der Zugehörigkeit

    Zitat Zitat von 43010 Beitrag anzeigen
    Jetzt sitze ich aber seit 2 Monaten in der Firma und arbeite mich in ganz neue Themen ein die mir überhaupt nicht liegen und keine Freude machen, die Themen hatte ich auch im Vorstellungsgespräch genannt, wie die Programmierung mit Java (darin war ich noch nie gut). Aber jetzt muss ich es machen.
    Ende letzter Woche kam mein Chef zu mir und meinte in zwei Wochen, soll ich in ein Projekt zu diesem Thema, von dem ich keine Ahnung habe. Er möchte auch, dass ich es alleine mache ohne einen Kollegen.
    Aber ich kann und möchte es nicht machen, seine Antwort ich soll mir mehr zutrauen.
    Zusätzlich, fühle ich mich in dem Team sehr unwohl und fehl am Platz, obwohl alle ok sind und meine Fragen auch immer beantwortet werden, aber trotz Erklärung komme ich in diesem Thema nicht weiter. Ich bin auch die einzige die kein Java Experte ist.
    Und jetzt ein Geheimnis der Jobwelt...ganz besonders im IT-Bereich...

    Du must leider damit rechnen, Dich immer wieder in neue Thematiken einzuarbeiten...das ist Bestandteil in der IT.

    Und...
    ...wenn Du Dich nicht so weiterbildest, hast Du den komplett falschen Job.

    Und...
    ...leider haben die allermeisten IT-Jobs keine 36 Stunden-Woche.

    Und...
    ...es wäre ja noch schöner, wenn Chefs fragen würden, ob einem Aufgabe XY liegt.

    Dein Chef, TE, hat Dir ganz sicher gezielt diese Aufgabe gegeben, um Deine Defizite auszugleichen und schnell zu erkennen, ob Du selbstständig arbeiten kannst, bzw. das Team benutzt, um so Dein Problem zu lösen.

    Wenn die Fluktuation in dem Unternehmen so gering ist, ist der Chef auch nicht kopflos.

    Ergo:
    Wenn Du arbeiten und weiterkommen willst, hast Du Aufgaben zu lösen...ohne Ponyhof.

    Sorry...aber mir fielen keine "netteren" Worte ein als Klartext, weil ich hier immer häufiger lese, dass die Leute nach kurzer Zeit und leichtem Gegenwind im neuen Job aufgeben wollen.

  6. Inaktiver User

    AW: Neuer Job: Überfordert und kein Gefühl der Zugehörigkeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich hier immer häufiger lese, dass die Leute nach kurzer Zeit und leichtem Gegenwind im neuen Job aufgeben wollen.
    Ja, das fällt mir auch auf, da kann einem echt angst und bange werden.

    Ansonsten, liebe TE: Sieh diese Aufgabe nicht als Problem, sondern als Herausforderung!

  7. Moderation

    User Info Menu

    AW: Neuer Job: Überfordert und kein Gefühl der Zugehörigkeit

    Traust du dir zu, dich da durchzubeißen? Du wolltest dich weiterentwickeln, du wolltest was neues machen, damit ist es klar, daß du dich in Bereiche begibst, wo dir nicht so gemütlich ist.

    Die Frage ist also eher, wie ist dein Verhalten unter Belastung? Wirst du wild entschlossen, oder erstarrst du zur Salzsäule? Kannst du unter dem Streß der durch die Ungewißheit des Unvertrauten kommt, arbeiten? Hast du Erfahrung mit solchen Situationen?

    Das ist letztendlich ein Projekt. Da gibt's nahezu universelle Vorgehensweisen.
    - Was ist erwartet, wie, bis wann?
    - Was steht zur Verfügung?
    - Was kannst du gut?
    - Was gefällt dir?
    - Was kannst du nicht (so gut)/was gefällt dir nicht (so gut)?
    -- Brauchst du das überhaupt?
    -- Kannst du das lernen, umgehen, überbrücken, delegieren?
    - Welche Ressourcen brauchst du noch?
    - Wie stellst du sicher, daß du auf Kurs bleibst?
    - Welche Dokumentations- und Informationspflichtne gibt es?

    Wenn du das alles weißt, und einen "Einkaufszettel" von "brauch ich noch" oder "ist noch unklar" hast, gehst du zum Chef und versuchst, (raus) zu kriegen, was noch nötig ist .

    Wenn du einfach nur sagst, "ich trau mich nicht, ich glaube nicht, daß ich das kann" ist die naheliegende Reaktion eines Chefs, der dich eingestellt hat und davon ausgeht, daß du so was kannst, "Da kriegst du hin".
    Wenn du sagst, "Ich brauche an diesen und jenen Stellen Expertise aus dem Team," ist das schon ein ganz anderer Typ von Einwand, mit dem der Chef vermutlich auch mehr anfangen kann.

    Wenn es gar nicht geht, und/oder du siehst, daß du das nervlich oder organisatorisch nicht bewältigst oder fachlich so weit von dem entfernt bist, was du bräuchtest, daß du es nicht aufarbeiten, improvisieren, überbrücken oder durch gelegentlichen Zugriff auf einen Experten lösen kannst: Du bist noch in der Probezeit. Die ist dazu da, herauszufinden, ob was nicht paßt.

    Nach meiner Erfahrung hängt es mehr vom Chef und vom Auftraggeber ab, ob man ein "ich fürchte, ich habe keine Ahnung..."-Projekt mit Lorbeerkranz abschließt, oder bis zu den Ohren im Matsch endet, als vom Projekt selber.
    Geändert von wildwusel (11.03.2019 um 11:51 Uhr)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  8. Moderation

    User Info Menu

    AW: Neuer Job: Überfordert und kein Gefühl der Zugehörigkeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das erinnert mich an meinen ersten Job nach dem Studium, der war auch in der IT-Beratung. Man hat das Gefühl, ins kalte Wasser geschmissen zu werden, ohne schwimmen zu können, richtig?
    Werkstudentin: "Ich hab noch nie mit einer grafischen Oberfläche gearbeitet, gibt es ein Handbuch?"
    Chef. "Nö, das ist alles selbsterklärend."
    Werkstudentin: "Wie schön, daß ihr mich nach Stunden bezahlt."

    Tja, das war meine erste Begegnung mit Windows.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und...
    ...es wäre ja noch schöner, wenn Chefs fragen würden, ob einem Aufgabe XY liegt.
    Der Chef will wissen, ob man das Projekt erfolgreich abschließen kann. Ob er das mit "liegt dir das" formuliert (eher bei, sagen wir mal, nicht-fachlich exotischen Anforderungen ) oder mit "siehst du da Probleme" oder anders, ist persönlicher Stil.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  9. Inaktiver User

    AW: Neuer Job: Überfordert und kein Gefühl der Zugehörigkeit

    ich glaube, sie testen dich damit.

    Leute, die den fachlichen Inhalt drauf haben, haben Sie ja anscheinend eigentlich.

    Die wollen wissen:
    Wie verhältst du dich im Team? Holst du dir Hilfe? Wie und bei wem? Wie verhältst du dich dem unden gegenüber in dieser überforderungssituation? (etwas darstellen müssen, wovon man keine Ahung hat, ist im Beratergeschäft doch Alltag.)
    So wie du das Szenario beschreibst tippe ich vor allem auf Kommunikationsverhalten als Testinhalt.

    je nachdem, was deine Rolle im Projekt ist, ist es auch gar nicht wesentlich, ob du die verwendete Programmiersprache gut beherrschst - sondern z.B. vielmehr, ob du zwischen den Arbeitsaufträgen an die Codeschreiber und den Anforderungen des Kunden vermitteln kannst, oder ob du deine Arbeit gut dokumentierst, wie du mit verschiedeneen Projektmanagementmehtoden umgehst....

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