Ich denke, da muß man auch trennen: Welche Anforderungen sind elementare Soft Skills ("Abmachungen einhalten"), welche sind es ab einer gewissen Stufe ("Verantwortung im Rahmen der Befugnisse für ein Thema übernehmen") und können als Anweisungen gegeben werden (z.B. "Kalender pflegen") und welche laufen der Grundidee flexibler Zeit für die Arbeitnehmer oder selbstorganisierter Arbeit entgegen.
Andererseits, Überforderung ist Überforderung... Die Wirkung aufs Betriebesklima ist die gleiche, ob jetzt "Abmachungen einhalten" oder "Scrum-Modell folgen" als unzumutbar emfunden wird.
Mache Notwendigkeite für Flexibilität oder Selbstorganisation müssen auch erst in die Firmenkultur eingebracht werden. Das gibt ein Gemecker, es dauert eine Weile, man muß draufgucken, ob es läuft, Backup-Pläne haben, um größere Schäden zu verhindern, wenn es nicht läuft. (Sollte man immer haben. Ob jemand anwesend oder abwesend eine wichtige und zeitkritische Aufgabe nicht macht, ist ein Detailunterschied.) Und irgendwann gehört es dann zum Normalbetrieb.
Individuelle Lösungne laufen bei uns gut, was aber daran liegt, daß es ein großer Laden ist, und praktisch jedes Thema von einem Team bearbeitet wird. Da kann man vereinbaren, "ich mache dieses Jahr Montag und Mittwoch Home Office", weil immer noch jemand anders da ist, der ins Labor rennen kann, wenn nichts mehr läuft, und un-fernwartbare Knöpfe drücken.
Antworten
Ergebnis 121 bis 122 von 122
-
05.03.2019, 11:05
AW: New Work: Wunsch nach Struktur und Wunsch nach freier Zeiteinteilung
Geändert von wildwusel (05.03.2019 um 11:13 Uhr)
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
-
19.04.2019, 07:00Inaktiver User
AW: New Work: Wunsch nach Struktur und Wunsch nach freier Zeiteinteilung
Beim morgendlichen Zeitungslesen fand ich diesen Artikel: Warum sachlich, wenn es auch personlich geht - brand eins online
Es ist ein wenig erschreckend....
Die ideale New-Work-Organisation war vielleicht die Bhagwan-Bewegung. Da ist es hervorragend gelungen, bei einem hohen Maß an Freiwilligkeit und Identifikation mit der Organisation den ganzen Menschen mit aller Emotionalität zu integrieren. Sie war das Musterbeispiel einer gierigen Organisation. Und das bei einer hohen Effizienz, wenn die Mitglieder weit über die gesetzlichen Arbeitszeiten hinaus gearbeitet und dafür auch noch Geld gezahlt haben. Die Entgrenzung zwischen Person und Organisation war Programm. Das ist nicht weit entfernt von dem, was sich heute einige New-Work-Organisationen vorstellen. ---




Zitieren
