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    AW: Ehrenamtlicher Vorstand als Vorgesetzter nicht vom Fach

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Hallo Hospiz (schätze das ist der Verein, oder? )

    Wie darf ich mir diese "Ehrenamtler" als Chefs für euch Angestellte vorstellen?
    Ist das arbeitsrechtlich dein Chef?
    Beißt sich das weisungsbefugte Chefsein nicht konzeptionell mit dem Konzept des Ehrenamtes?
    Ist das nicht kaschierte Schwarzarbeit? Also so was wie umgekehrte Scheinselbständigkeit?

    Ich kann das jetzt leider gerade nicht so korrekt ausdrücken, aber ich denke, entweder man hat ein Ehrenamt oder man ist jemandens Chef....
    Ein Ehrenamtler kann doch nur weisungsbefugt einem anderen Ehrenamtler gegenüber sein?
    FF-Kommandant zu FF-Fußvolk oder so. Sobald aber Geld fließt und ein Machtgefälle gegenüber abhängig beschäftigten besteht ist das was anderes...
    Wer bezahlt dich denn? Der Verein, nehme ich an.

    Anders gefragt: Wie sind die gewählt worden? Von wem? Gibt es da ein Vorstandsgremium?
    Ich würde mir das ganze mal rein von der arbeitsrechtlichen Seite ansehen.

    Und.... es ist wesentlich!!!! schwieriger in der Branche Mitarbeiter zu finden, als Chefs Diese Erkenntnis dürfte auch den Verein bereits ereilt haben. Die lassen garantiert nicht das Pflegepersonal wegen eines Zeitungsartikelgeilen über die Klinge springen
    In diesen Bereichen gibt es das oft. Der Verein ist Arbeitgeber, der Vorstand gewählt von den Mitgliedern ist den hauptamtlichen Mitarbeitern weisungsbefugt. Das ist in der Satzung festgeschrieben. Uns als hauptamtlichen Kräften unterstehen die weiteren ehrenamtlichen Mitarbeiter. Der Vorstand darf in dieser Zeit keine weitere ehrenamtliche Tätigkeit außerhalb des Vorstands für den Verein leisten, das geht nicht da sich sonst die Weisungsbefugnis überschneiden.

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    AW: Ehrenamtlicher Vorstand als Vorgesetzter nicht vom Fach

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Ui, nice

    Von wem erteilt?

    Was steht dazu eigentlich in deinem Arbeitsvertrag?
    Anordnungen des Dienstgebers sind treu und gewissenhaft zu erfüllen. Das Gebot der Verschwiegenheit sind in allen dienstlichen Angelegenheiten zu erfüllen.

  3. Inaktiver User

    AW: Ehrenamtlicher Vorstand als Vorgesetzter nicht vom Fach

    Der Hospizverein hier in der Gegend ist mit einem Orden und dem Bistum verflochten. Gibt es bei Euch vielleicht auch Strukturen, die eine Instanz darstellen, an die man sich wenden könnte.
    Oder an die Aufsichtsbehörde?

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    AW: Ehrenamtlicher Vorstand als Vorgesetzter nicht vom Fach

    Zitat Zitat von HOSPIZ Beitrag anzeigen
    Anordnungen des Dienstgebers sind treu und gewissenhaft zu erfüllen. Das Gebot der Verschwiegenheit sind in allen dienstlichen Angelegenheiten zu erfüllen.
    Geht das über die med. Schweigepflicht hinaus?

    Gibts einen Betriebsrat?

    Wer hält den Kopf hin, wenn es Ärger gibt bezgl. einer falschen Behandlung oder einer unterstellten Falschbehandlung?
    Also wer ist verantwortlicher Arzt? Ist das ein externer? Oder ist der auch dem Vorstand unterstellt?

    Hattet ihr schon mal Ärger dieser Art? Wie lief das dann?

    Auf jeden Fall dünnes Eis...

  5. Inaktiver User

    AW: Ehrenamtlicher Vorstand als Vorgesetzter nicht vom Fach

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Der Hospizverein hier in der Gegend ist mit einem Orden und dem Bistum verflochten. Gibt es bei Euch vielleicht auch Strukturen, die eine Instanz darstellen, an die man sich wenden könnte.
    Oder an die Aufsichtsbehörde?
    Wie verflochten?
    Hospizvereine sind unabhängig und überkonfessionell.
    Das heißt nicht, dass Pfarrer oder Nonnen keine Mitglieder sein dürfen, aber sie sind es als Individuen, nicht als Kirchenvertreter.
    Es gibt auch Bisrümer, die solch Vereine unterstützen z.B. dadurch, dass sie Räumlichkeiten für überregionale Fortbildungsveranstaltungen zur Verfügung stellen.
    Aber das alles sind keine Verflechtungen im rechtlichen Sinn.

  6. Inaktiver User

    AW: Ehrenamtlicher Vorstand als Vorgesetzter nicht vom Fach

    Es gibt eine Zusammenarbeit, ein stationäres Hospiz wurde auf Ordensgelände gebaut, Personal des ordenseigenen Krankenhauses arbeitet für das ambulante und stationäre Hospiz. Der Verein an sich ist überkonfessionell.

  7. Inaktiver User

    AW: Ehrenamtlicher Vorstand als Vorgesetzter nicht vom Fach

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es gibt eine Zusammenarbeit, ein stationäres Hospiz wurde auf Ordensgelände gebaut, Personal des ordenseigenen Krankenhauses arbeitet für das ambulante und stationäre Hospiz. Der Verein an sich ist überkonfessionell.
    Aber sie tun das unabhängig von ihrem Arbeitgeber, oder?
    Ich kenne z.B. Krankenschwestern, die neben ihrer Tätigkeit im Krankenhaus als ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen arbeiten. Hospize haben, so weit ich weiß, auch keine angestellten Ärzte. Sie arbeiten zusammen mit niedergelassenen Ärzten bzw. mit Ärzten der örtlichen Palliativdienste.

  8. Inaktiver User

    AW: Ehrenamtlicher Vorstand als Vorgesetzter nicht vom Fach

    In diesem Fall kommen die Ärzte vom Krankenhaus direkt, die Pfleger sind vom KH an den Verein ausgeliehen = Leiharbeit.


    Und auch hier lässt sich der ehrenamtliche Vorstand öffentlich feiern und die Leute an der Front lässt gerne mal unter den Tisch fallen.

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    AW: Ehrenamtlicher Vorstand als Vorgesetzter nicht vom Fach

    das meine ich ja...
    es muss doch einen "Oberbefehlshaber" geben, gerade wenn es eine Zusammenarbeit mit Niedergelassenen gibt.

    Aber ich glaube, ich kann mein Unbehagen über solche Konstrukte nicht gut ausdrücken.

    Ist ja auch egal, dass es hackt sieht man ja daran, dass die TE sich nicht zu helfen weiß. Irgendwie entsteht durch die ganzen Ehrenämter eine Art rechtsfreier Raum - denn dadurch, dass es jemand für Gotteslohn macht, entsteht die Situation, dass man ihm dankbar sein muss (dass man so jemanden gefunden hat, dass es überhaupt einer macht....). Dadurch lässt man sich vielleicht auch seitens seines Kontrollgremiums mehr gefallen als wenn man ihn einfach zahlt für seine Arbeit. Das ist die Kehrseite.

    Hospiz, vergiß nie, dass du sehr gesuchte Fachkraft bist in einer sehr gefragten Branche...
    Du könntest sicher ohne weiteres Bedingungen stellen
    Nicht so gefügig - wenn der Vorstand das Handtuch wirft gibt es eine pragmatische Interimslösung. Wenn das Fachpersonal flöten geht, kann man den Laden schnell zu sperren. Der Vorstand ist den Patienten egal, wenn es auf der pflegerischen Ebene fehlt, dann spricht sich das rum.

    Also, mach dich nicht klein und formuliere deine Erwartungen.

  10. Inaktiver User

    AW: Ehrenamtlicher Vorstand als Vorgesetzter nicht vom Fach

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    In diesem Fall kommen die Ärzte vom Krankenhaus direkt, die Pfleger sind vom KH an den Verein ausgeliehen = Leiharbeit.


    Und auch hier lässt sich der ehrenamtliche Vorstand öffentlich feiern und die Leute an der Front lässt gerne mal unter den Tisch fallen.
    Klingt nicht gut.
    Ich kenne zwei Hospizvereine ziemlich gut. So etwas habe ich da nicht erlebt.
    Klingt auch seltsam. Sind die Krankenschwestern beim KH angestellt, arbeiten für den Verein, der rechnet mit der Krankenkasse ab und leitet das Geld ans KH weiter. Welche Motivation sollten Verein oder KH haben, sich so ein Konstrukt auszudenken? Und ist das überhaupt rechtlich möglich?

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