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  1. Avatar von Carolly
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    Bezahlung aus UK, Leben in Deutschland: Steuern, Krankenversicherung, usw.

    Ich frage fuer eine Freundin:

    Sie promoviert in Grossbritannien und moechte wegen Brexit weg, will aber nicht ihre Doktorabeit aufgeben. Sie koennte theoretisch in Deutschland leben und den ueberwiegenden Teil der Arbeit von dort erledigen. Es ist nur noch ein Jahr. Nur wie sieht das aus mit Steuern, Krankenversicherung, usw?

    Stipendium von einer Stipendienorganisation, rund 1300 Euro im Monat, nicht wohnort-gebunden. Stipendia sind in GB immer steuerfrei. Wie sieht das aus wenn sie in Deutschland wohnt und weiterhin dieses Geld bezieht? Theoretisch waehre sie steuerpflichtig in Deutschland, aber auch in diesem Fall? Ein moeglicher Brexit wuerde das eventuell noch erschweren, aber wie kann jetzt wohl noch niemand voraussagen.

    Krankenversicherung duerfte rund 180 Euro im Monat sein, oder?

    Was gaebe es noch zu bedenken?


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    AW: Bezahlung aus UK, Leben in Deutschland: Steuern, Krankenversicherung, usw.

    Forschungs- oder Promotionsstipendien sind in Deutschland fast immer steuerfrei. Wäre nur mit dem hiesigen Finanzamt zu klären, ob der britische Stipendiumsgeber auch in Deutschland als staatlich oder gemeinnützig anerkannt wird - gerade nach dem Brexit. Sehr hohe Stipendien rufen auch Fragen hervor.

    Und hat es evenutell zur Bedingung, sich in UK aufzuhalten? Oder ist es ganz und gar wohnort-unabhängig?
    Hier gibt es ganz gute Auskunft: Stipendium in der Regel steuerfrei . VLH.

  3. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Bezahlung aus UK, Leben in Deutschland: Steuern, Krankenversicherung, usw.

    Steuerlich dürfte sie mit einem Stipendium in der Höhe auch in Deutschland steuerfrei sein.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

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  4. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Bezahlung aus UK, Leben in Deutschland: Steuern, Krankenversicherung, usw.

    Macht die britische Uni das denn mit?
    Wenn es für die Promotion kein Problem ist, dann würde ich das so machen.

    Je nach Fach etc. kann sie ja auch überlegen, ob sie sich in Deutschland bei einer Uni einschreibt, das könnte (kommt eventuell auf Details und ihn Alter an) dann günstiger versichern.

    Die Wahl des Wohnortes wird vielleicht auch davon abhängen, was sie nach der Promotion machen will.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
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  5. Avatar von Carolly
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    AW: Bezahlung aus UK, Leben in Deutschland: Steuern, Krankenversicherung, usw.

    Zitat Zitat von Pannonica Beitrag anzeigen
    Forschungs- oder Promotionsstipendien sind in Deutschland fast immer steuerfrei. Wäre nur mit dem hiesigen Finanzamt zu klären, ob der britische Stipendiumsgeber auch in Deutschland als staatlich oder gemeinnützig anerkannt wird - gerade nach dem Brexit. Sehr hohe Stipendien rufen auch Fragen hervor.

    Und hat es evenutell zur Bedingung, sich in UK aufzuhalten? Oder ist es ganz und gar wohnort-unabhängig?
    Hier gibt es ganz gute Auskunft: Stipendium in der Regel steuerfrei . VLH.
    Danke. Das ist interessant. Die Definition duerfte schwierig sein. Das Stipendium ist zum Bestreiten des Lebensunterhaltes. Ist weder staatlich noch gemeinnuetzig sondern wird von einer grossen Firma gezahlt. Dazu kommt noch Geld fuer Laborarbeit, Konferenzen, Arbeitsmaterialien, IT usw. Studiengebuehren werden entweder (bin nicht sicher) vom Forschungsbezahler getragen oder sind kostenlos

  6. Avatar von Carolly
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    AW: Bezahlung aus UK, Leben in Deutschland: Steuern, Krankenversicherung, usw.

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Steuerlich dürfte sie mit einem Stipendium in der Höhe auch in Deutschland steuerfrei sein.
    Wenn ich diese Summe in einen Brutto/Nettorechner werfe kommen ein paar Steuerchen zusammen. Aber es ist halt die Frage ob sie Steuern zahlen muss oder nicht.

  7. Avatar von Carolly
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    AW: Bezahlung aus UK, Leben in Deutschland: Steuern, Krankenversicherung, usw.

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Macht die britische Uni das denn mit?
    Wenn es für die Promotion kein Problem ist, dann würde ich das so machen.

    Je nach Fach etc. kann sie ja auch überlegen, ob sie sich in Deutschland bei einer Uni einschreibt, das könnte (kommt eventuell auf Details und ihn Alter an) dann günstiger versichern.

    Die Wahl des Wohnortes wird vielleicht auch davon abhängen, was sie nach der Promotion machen will.
    Danke Promethea.

    Die Uni macht das mit. Die Laborarbeit ist erledigt. Jetzt geht es 'nur noch' ums Schreiben, Veroeffentlichen und eventuell noch mal ein paar Tage Labor. Das kann sie ueberall machen, und der Uni ist es egal wo sie wohnt. Der Doktorvater unterstuetzt dieses (zeig mir einen Akademiker der nicht ueber Brexit flucht).

    Was nach der Promo wird sich noch zeigen. Jedenfalls nicht in UK, was ich total verstehen kann. Ich habe auch leichte Schikane mitgemacht, wie Vermieter die den Beweiss sehen wollen dass man rechtlich in UK verbleibt (gibt es nicht), Banken die dasselbe haben wollen, usw...

  8. Avatar von Wiedennwodennwasdenn
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    AW: Bezahlung aus UK, Leben in Deutschland: Steuern, Krankenversicherung, usw.

    Zitat Zitat von Carolly Beitrag anzeigen
    Aber es ist halt die Frage ob sie Steuern zahlen muss oder nicht.
    Wenn das "Stipendium" von einer Privatfirma kommt, würde ich es in D für einkommenssteuerpflichtig halten. Wenn sich Deine Freundin überwiegend In D aufhalten wird, sollte sie mit einer Steuerforderung rechnen. Wenn sie dann auch noch in D gemeldet ist, muß sie sich hier krankenversichern. Ob sie bei der Krankenkasse als Studentin durchgeht, vermag ich nicht mit Sicherheit zu sagen. In D zählt die Promotionszeit nicht als Studium, sodaß sie sich dann freiwillig versichern müßte (was teurer ist,als der Studententarif).
    Das Universum und die menschliche Dummheit sind unbegrenzt. Beim Universum bin ich mir nicht sicher (Albert Einstein).

  9. Avatar von Carolly
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    AW: Bezahlung aus UK, Leben in Deutschland: Steuern, Krankenversicherung, usw.

    Zitat Zitat von Wiedennwodennwasdenn Beitrag anzeigen
    Wenn das "Stipendium" von einer Privatfirma kommt, würde ich es in D für einkommenssteuerpflichtig halten. Wenn sich Deine Freundin überwiegend In D aufhalten wird, sollte sie mit einer Steuerforderung rechnen. Wenn sie dann auch noch in D gemeldet ist, muß sie sich hier krankenversichern. Ob sie bei der Krankenkasse als Studentin durchgeht, vermag ich nicht mit Sicherheit zu sagen. In D zählt die Promotionszeit nicht als Studium, sodaß sie sich dann freiwillig versichern müßte (was teurer ist,als der Studententarif).
    Danke. Krankenkasse ist klar da sie sowieso schon ueber 30 ist.
    Von dem was wir bis jetzt gelesen haben wurden wir auch sagen dass sie steuerpflichtig ist. Puh, alles nicht so einfach.

  10. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Bezahlung aus UK, Leben in Deutschland: Steuern, Krankenversicherung, usw.

    Sie sollte sich erst mal entscheiden, wo sie sinnvollerweise leben will, das Steuerrecht sollte in dem Fall nicht das entscheidende Kriterium sein, dafür sind Umzug und alles zu teuer.

    Steuerlich kann es durchaus sein, dass das Stipendium als solches anerkannt wird und steuerfrei ist - das ist aber ein komplexes Thema.
    Wenn sie es zu versteuern hätte, kann sie im Umkehrschluss einiges an beruflichen Kosten abziehen, wenn man es entsprechend gestaltet auch dieiUmzugkosten. Die Kosten der Krankenversicherung sind auch abzugsfähig etc. Ein guter Steuerberater kann sich da schnell bezahlt machen.Egal was sie macht und wo sie hinzieht - sie soll in jedem Fall alle Rechnungen und Quittungen aufheben.
    Und bei einem Brutto von 1.300 im Monat dürfte sich die Steuerzahlung sehr in Grenzen halten.


    Aber ich sage immer, das Steuerrecht ist nur das Sahnehäubchen. Sie soll schauen, wo sie nach Abschluss der Promotion hin will und welcher Ort mit welchen (noch zu knüpfenden) Verbindungen dafür hilfreich ist.
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