+ Antworten
Seite 3 von 3 ErsteErste 123
Ergebnis 21 bis 25 von 25

  1. Registriert seit
    20.05.2016
    Beiträge
    2.215

    AW: Berufliche Unzufriedenheit - neuer Job - neue Branche - Berufung

    Zitat Zitat von Freiheitsliebende86 Beitrag anzeigen
    . Ich finde, man soll und darf meckern und muss sich damit auseinaner setzen, warum einem etwas nicht gefällt. Was das mit einem selbst zu tun hat und wo man selbst die Hebel ansetzen kann.
    Da bin ich ganz bei dir.


    In deiner Welt sind aber komischerweise immer die anderen die „Unfähigen“, die dein Potenzial nicht erkennen. Daher noch mal die Frage: warum gründest du nicht ein eigenes (Beratungs-)Unternehmen? Dann kannst du dir die Projekte ja aussuchen.

    Im Übrigen hast du mit „Blendern“ etc auch schon wieder jede Menge Schubladen in diesem Beitrag aufgemacht.


  2. Registriert seit
    03.07.2005
    Beiträge
    32.604

    AW: Berufliche Unzufriedenheit - neuer Job - neue Branche - Berufung

    Zitat Zitat von Freiheitsliebende86 Beitrag anzeigen
    Das halte ich für falsch. Aber du kennst mich natürlich nicht. Ich habe schon begriffen, was die Präsentationen bedeuten können. Jedoch bin ich da einfach pragmatischer und nicht so ein 'Blender' - sorry.
    in der Welt der grossen Konzerne und Institutionen (zB eine grössere Stadtverwaltung hat das auch) scheint mir eine gute Show und Neigung für interne Firmenpolitik und Machtspielchen genauso wichtig zu sein (manchmal noch wichtiger) als fachliche Kompetenz und Seriosität. Dafür muss man wohl schon ein gewisses Flair haben (ich hab es nicht bzw ich lerne das erst so langsam) - und wenn nicht - ein anderes Umfeld suchen!

    Entweder der Inhalt hat Hand und Fuß und bringt dem Kunden was, oder nicht. Da hilft auch kein noch so schönes Bildchen.
    Doch, natürlich helfen schöne (und gut gewählte!) Bildchen, dem Kunden den Inhalt schmackhaft zu machen. Aber sicher doch. Dein Kunde ist nicht Roboter, sondern Mensch, somit nicht ein rein rationales, sondern ebenso stark (oft stärker) ein emotionales Wesen.

    Ich sehe durchaus deren großes Ganzes, kann es aber mit meinen Werten nicht vereinbaren. Noch nicht.
    in dem Fall gehst du wohl besser, wenn es Wertkonflikte gibt.

    Wobei die Frage, ob ein Kästchen in einer Präsentation grösser oder kleiner sei, ein Konflikt über Formalitäten ist, in meiner Welt - oder vielleicht auch nur ein Machtspielchen, mit der die Person, die es gern anders hätte, ihre Urinmarke setzt.



    Beratung ist dann etwas für mich, wenn es wirklich sinnvolle Projekte sind, die einen echten Nutzen schaffen und wo es auch umgesetzt wird, Und das ist dort eher weniger der Fall. Noch kann ich da nicht eingreifen, aber ich suche schon etwas mit Sinn und Nutzen.
    Bäckerin? Reinigung? Pflege?

    Sobald man in höhere Abstraktionsgrade kommt, häuft sich das, was David Graeber mit dem wenig schmeichelhaften, aber sehr treffenden Begriff "Bullshit-Jobs" bezeichnet hat. Und ja, in Unternehmensberatungen dürfte man (so mein Vorurteil) eine Menge davon finden. Womöglich hast du dir da die falsche Branche ausgesucht. Was soll es denn bringen, eine Firma gut aufzustellen, die auch nur billigen Plastikschrott zum Wegwerfen (oder ähnlich Doofes) produdziert?

    Natürlich muss man gut zuhören können, empathisch sein etc. und das bin ich definitiv.
    Wenn du das in deinem Leben auf ähnliche Weise umsetzt wie hier im Thread, erlaube ich mir da doch ein grösseres Fragezeichen.

    aber womöglich bist du im echten Leben ja ganz anders, als du hier rüberkommst, wer weiss.

    Es kommt möglicherweise hier nicht rüber, weil ich mich über die Umstände aufgeregt habe.
    Das mit der Empathie, der Gelassenheit und dem guten Zuhören ist GENAU DANN wichtig, wenn es einem schwer fällt - zum Beispiel, weil man sich gerade aufregt. ja, auch dann, wenn man sich aus guten bis sehr guten Gründen aufregt.

    Wie sagte Jesus: es ist leicht, deine Freunde zu lieben, die Heiden machen das auch alle, die findest du ja sowieso nett und magst sie - die Herausforderung ist, deine Feinde zu lieben!

    Ich finde, man soll und darf meckern und muss sich damit auseinaner setzen, warum einem etwas nicht gefällt. Was das mit einem selbst zu tun hat und wo man selbst die Hebel ansetzen kann.
    und, welche Hebel willst du denn in Zukunft auf welche Weise bedienen, um die Situation zu verbessern für dich?

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  3. Registriert seit
    20.05.2016
    Beiträge
    2.215

    AW: Berufliche Unzufriedenheit - neuer Job - neue Branche - Berufung

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Das mit der Empathie, der Gelassenheit und dem guten Zuhören ist GENAU DANN wichtig, wenn es einem schwer fällt - zum Beispiel, weil man sich gerade aufregt. ja, auch dann, wenn man sich aus guten bis sehr guten Gründen aufregt.
    Das hier braucht auch einen neonfarbenen, blinkenden Rand, damit man es ja nicht vergisst ....
    "Battlestar Galactica: The Eye of Jupiter (#3.11)" (2006)
    __________________________________________________ ______________
    Captain Kara 'Starbuck' Thrace: Can I make a suggestion that you won't like?
    Major Lee 'Apollo' Adama: Do you make any other kind?

    Life should not be a journey to the grave with the intention of arriving safely in a well preserved body, but rather to skid in broadside, totally worn out, and loudly proclaiming "Wow!" (Hunter S. Thompson)


  4. Registriert seit
    01.10.2010
    Beiträge
    149

    AW: Berufliche Unzufriedenheit - neuer Job - neue Branche - Berufung

    Hallo zusammen, Bae und Kara_Thrace,

    danke euch nochmal für eure Antworten und kritischen Worte.
    Das mit der Empathie nagt an mir ;) Aber ich erlaube mir eben gerade im anonymen Raum, wie hier, meinen Frust loszuwerden, ohne wenn und aber und auf Etikette zu achten. Im professionellen Bereich halte ich mich zurück und überlege, warum derjenige wohl so reagiert, wie er reagiert und was ich oder auch die äußeren Umstände dazu beitragen.

    Wisst ihr, ich weiß (vom Kopf her), dass in größeren Unternehmen Politik - auch im Sozialbereich und/gerade öffentlichen Bereich (unser Kunde) - immens wichtig ist. Und daran muss ich wohl gewöhnen. Und es annehmen. Und auch, dass mit den besser bezahlten Jobs manchmal oder auch oft das Abstraktionsniveau zunimmt. Ist auch in Ordnung. Prinzpiell.

    Als die Situation mit der Chefin war, war ich tatsächlich schon sehr in meinen Gefühlen gefangen. Ich habe ihre Sicht gesehen und auch verstanden, konnte es aber nicht annehmen und halte solch ein Verhalten immer noch für wenig professionell. Das, denke ich, weiß sie auch von sich - hoffentlich ;) Sie meinte auch vor Weihnachten noch, mir sagen zu müssen (nachdem sie vom Kunden so einen Einmarsch bekommen hat für ihr 'Fehlverhalten' (andere Situation, was mir auch nochmal deutlich macht, dass es echt viel um Politik etc geht)), dass ich doch eine steile Lernkurve hingelegt hätte und dass man doch am meisten aus harten Situationen/Kritik lernen würde (Anspielung auf ihre Kritik). Naja, wenn sie meint. Sie hat sich sicherlich wieder beruhigt, wie auch mein Mentor meinte und sieht mich nun wieder mit einer wohl gesonnenen Brille Bis zum nächsten EInmarsch...

    Ich für mich habe jetzt zumindest daraus gezogen, dass ich den Job durchziehe, die nächsten 2 Jahre und dann schaue, wie ich mehr und mehr zu etwas finde, was mir gefällt. Ich würde schon gern beraten, aber mehr hinsichtlich Themen, die mit zwischenmenschlichen Aspekten zu tun haben (Führungskräfte-, Teamentwicklung, Supervision). Sicherlich werdet ihr beiden jetzt denken "Oh Gott, die und zwischenmenschliches!" Aber euer Bild entsteht ja auch nur durch dieses eine Medium hier und dem, was ich offen rausgek**** habe Und für das Mentorengespräch schaue ich, dass ich meine Unterforderung anspreche und gucke, was ich vllt noch machen kann. So ohne Lösung für dieses Problem kommts nicht gut. Aber ich langweile mich einfach und die Aufgaben sind einfach dröge.

    Frohes Neues!


  5. Registriert seit
    14.08.2015
    Beiträge
    274

    AW: Berufliche Unzufriedenheit - neuer Job - neue Branche - Berufung

    Meiner bisherigen Erfahrung nach sind die größten Herausforderungen im Job bisher immer die menschlichen, wozu ich jetzt mal Team, Führung, Kunden und Organisation zähle, und gerade deswegen ist inhaltlich und wertetechnisch oft größter Pragmatismus gefragt. Gerade das macht den größten Lernzuwachs nach dem Studium in den meisten Firmen aus, weniger die wirklich sachbezogene inhaltlich anspruchsvolle Arbeit.
    Gerade Beratungsunternehmen werden doch oft auch nicht nur für inhaltliche Hilfe, sondern zur Abgabe von Verantwortung, als Symbol für guten Willen, als Ergänzung des eigenen Standpunktes, als Feigenblatt tbc. beauftragt.

+ Antworten
Seite 3 von 3 ErsteErste 123

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •