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  1. Registriert seit
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    Geld oder Spaß (und Weiterentwicklung) - das ist hier die Frage ;-)

    Liebe BriCom-Gemeinde,

    ich brauche heute bitte mal Euren beruflichen Rat.

    Ich bin momentan in Elternzeit und so langsam aber sicher steht für mich die Frage an "wie geht es beruflich weiter". Vor meiner Elternzeit habe ich in einem super-stressigen Job gearbeitet, der mich beinahe "aufgefressen" hat. Das Umfeld (Firma, Arbeitsklima etc.) war auch sehr dürftig, so dass ich nicht wirklich scharf drauf bin, wieder an meinen alten Arbeitsplatz zurückzukehren bzw. meine alte Stelle in Teilzeit auch gar nicht machbar ist (Vollzeit zu arbeiten steht im Moment nicht zur Debatte, die "alte" Firma würde mir aber eine andere - vermutlich eher langweilige - Stelle in Teilzeit anbieten). Trotz der vielen "Contras" gibt es auch einen guten Aspekt an der Firma: ich verdiene (zumindest für die Branche - Marketing) wirklich gut, eher sehr gut.

    Die Elternzeit habe ich nun genutzt, um mich im Personalbereich weiterzubilden und würde gerne auch in diesem Bereich einen Einstieg finden.

    Jetzt hatte ich ein Vorstellungsgespräch, das gut lief und die Stelle klingt in vielen Punkten genauso, wie ich sie mir wünsche: Schnittstelle Personal/Marketing, super spannende Aufgaben, selbständiges Arbeiten, Kreativität ausdrücklich erwünscht, Chef scheint nett, Teilzeit-Stelle, flexible Zeiteinteilung, Homeoffice möglich etc. Jetzt kommt das Aber: die Stelle ist bei einem kirchlichen Träger und ich müsste vom Gehalt wirklich deutlich runter. Und jetzt steh ich da und denke einerseits: "Ich will das so gern machen " und andererseits: "Du müsstest verrückt sein, wenn Du auf so viel Geld verzichten würdest ".

    Finanziell machbar wäre das Ganze, mein Mann verdient gut und wir könnten uns das "leisten". Und für mich wäre es eine super Chance für einen Einstieg in den neuen Bereich. Aber - ich gebs ehrlich zu - die Gehaltseinbuße würde mein Ego schmerzen . Bislang waren mein Mann und ich beruflich und finanziell "auf Augenhöhe". Und jetzt wäre ich die deutlich schlechter verdienende "Teilzeit-Mutti" (dass ich natürlich bei der alten Firma in Teilzeit prozentual auch weniger verdienen würde ist klar, aber der Ausgangswert wäre halt ein ganz anderer).

    Habt Ihr einen Rat für mich?

    Vielen Dank schon mal und liebe Grüße vom
    Wassernixlein


  2. Registriert seit
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    AW: Geld oder Spaß (und Weiterentwicklung) - das ist hier die Frage ;-)

    Zitat Zitat von wassernixlein Beitrag anzeigen
    Und jetzt steh ich da und denke einerseits: "Ich will das so gern machen " und andererseits: "Du müsstest verrückt sein, wenn Du auf so viel Geld verzichten würdest ".
    Mach es nicht. Du wirst diesen Gedanken nicht mehr aus dem Kopf kriegen.

  3. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Geld oder Spaß (und Weiterentwicklung) - das ist hier die Frage ;-)

    Wieviele Kinder hast du denn?
    Und gibt es Unterschiede in den Wegezeiten?

    Ich würde es wohl machen, du schreibst selbst, dass es eine Super-Chance ist.
    Es setzt aber voraus, dass gemeinsame Geld wirklich als gemeinsam betrachtet wird.
    Was sagt denn dein Mann dazu?
    Hättest du Angst, dass auch er dich als "Teilzeit-Mutti" sehen wird?


  4. Registriert seit
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    AW: Geld oder Spaß (und Weiterentwicklung) - das ist hier die Frage ;-)

    Danke für Eure Antworten!

    Ich habe ein Kind, derzeit ist auch kein weiteres geplant (aber man soll ja nie nie sagen )
    Ja, die Wegezeiten sind auch ein Thema. Zur alten Firma fahre ich eine Stunde (einfacher Weg), ich bin allerdings am Verhandeln, ob ich einen oder zwei Homeoffice-Tage pro Woche machen könnte (bei einer 4 Tage Woche).

    Ein weitere Punkt ist auch: komme ich nach einer Tätigkeit bei einem kirchlichen Träger jemals wieder zurück in die freie Wirtschaft? Oder hätte ich zumindest die Chance dazu? Vielleicht würde es mir dort ja auch so gut gefallen, dass ich für alle Ewigkeiten dort bleiben wollen würde. Aber das weiß man halt vorher nicht …

    Mein Mann sagt ich soll den neuen Job machen, es wäre eine gute Chance und das Geld reicht ja auch so gut. Es ist bei mir aber halt dieses Gefühl, ich wäre nicht mehr gleichwertig. Ob er mich als "Teilzeit-Mutti" sieht - ich denke nicht. Er sieht schon, dass ich mit Kind auch viel um die Ohren habe und er würde einige der Aufgaben nicht gerne selbst machen wollen(Krabbelgruppe zum Beispiel ). Andererseits hat er es glaube ich schon immer ganz gut gefunden, dass wir beruflich und finanziell auf Augenhöhe waren...

  5. Avatar von Opelius
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    AW: Geld oder Spaß (und Weiterentwicklung) - das ist hier die Frage ;-)

    Ich würde an Deiner Stelle zusammen mit Deinem Mann eine Liste Pro und Contra aufstellen und sie nach zwei Tagen noch einmal überprüfen und ergänzen.

    So z.B.
    alte Arbeitsstelle
    1. Stress
    2. Möglichkeit Homeoffice
    3. ausgeglichenes Familieneinkommen
    4. langer Arbeitsweg (Zeit und Fahrkosten)
    usw . usw

    Neue Arbeitsstelle:
    1. weniger Geld
    2. Verbau mir die Rückkehr in freie Wirtschaft?
    3. habe ich mehr Zeit?

    usw. usw.

    Es fällt einem auch nach dem 3. Drüberschauen immer noch etwas dazu ein. Aber es wird eine recht gute Entscheidungshilfe sein.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  6. Avatar von LillyTown
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    AW: Geld oder Spaß (und Weiterentwicklung) - das ist hier die Frage ;-)

    Auch wenn Vollzeit im Moment kein Thema ist, wäre für mich eine spätere Aufstockmöglichkeit ein Entscheidungskriterium. Wäre das bei dem kirchlichen Arbeitgeber machbar?

    Ich würde nicht ohne Not eine gutbezahlte Stelle gegen eine deutlich schlechter vergütete tauschen, aber das ist wahrscheinlich eine Typfrage und hängt auch immer vom Einzelfall ab.
    Würde aber auch nicht auf Dauer etwas Langweiliges machen wollen. Gäbe es in der alten Firma keine Weiterentwicklungsmöglichkeiten in Teilzeit?


  7. Registriert seit
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    AW: Geld oder Spaß (und Weiterentwicklung) - das ist hier die Frage ;-)

    Zitat Zitat von LillyTown Beitrag anzeigen
    Auch wenn Vollzeit im Moment kein Thema ist, wäre für mich eine spätere Aufstockmöglichkeit ein Entscheidungskriterium. Wäre das bei dem kirchlichen Arbeitgeber machbar?

    Ich würde nicht ohne Not eine gutbezahlte Stelle gegen eine deutlich schlechter vergütete tauschen, aber das ist wahrscheinlich eine Typfrage und hängt auch immer vom Einzelfall ab.
    Würde aber auch nicht auf Dauer etwas Langweiliges machen wollen. Gäbe es in der alten Firma keine Weiterentwicklungsmöglichkeiten in Teilzeit?
    Das sind alles sehr wichtige Aspekte. Geld ist natürlich ein wichtiger Faktor, aber für die Zufriedenheit mit dem Job sicher nicht der einzige. Für mich hört sich die Stelle bei dem kirchlichen Träger jetzt erst mal nicht so an, als ob du da so viele Weiterentwicklungsmöglichkeiten hättest. Wie sehen denn deine Pläne für die Zeit nach Kind # 2 aus - willst du insgesamt gern mehr Verantwortung übernehmen und weiter aufsteigen, oder hast du eher das Gefühl, dass du dich in der momentanen Position recht wohl fühlst?
    "Battlestar Galactica: The Eye of Jupiter (#3.11)" (2006)
    __________________________________________________ ______________
    Captain Kara 'Starbuck' Thrace: Can I make a suggestion that you won't like?
    Major Lee 'Apollo' Adama: Do you make any other kind?


    Sometimes you find motivation, and sometimes motivation finds you.

    Run when you can, walk when you have to, crawl if you must, just never give up.(Dean Karnazes)


  8. Registriert seit
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    AW: Geld oder Spaß (und Weiterentwicklung) - das ist hier die Frage ;-)

    Weiterentwicklungsmōglichkeiten gibt's für mich bei dem kirchlichen Unternehmen sicher nicht, der Job ist aber sehr vielfältig und spannend, so dass es nicht nach ein paar Monaten schon langweilig wäre. Aber ich bin ganz ehrlich, der finanzielle Rückschritt und auch die Aussicht, dass da auch in Zukunft kein (nennenswert) höheres Gehalt möglich sein wird stört mich doch schon ziemlich.

    Um ehrlich zu sein wäre es für mich sicher ein super Einstieg in das neue Thema (ich habe ja auch die Weiterbildung gemacht), längerfristig wärs mir aber von den Möglichkeiten und vom Gehalt zuwenig und ich würde sicher wieder zurück in die freie Wirtschaft wechseln wollen.

    Nichts desto trotz hätte das kirchliche Unternehmen für meine momentane Situation mit Kind und Teilzeit natürlich Vorteile. Eine Möglichkeit wäre daher die Stelle als Einstieg zu sehen und in absehbarer Zeit nochmal zu wechseln.

    Aber ist es so gut irgendwo anzufangen wenn man weiß, dass man längerfristig mit den Bedingungen nicht zufrieden sein wird??
    Geändert von wassernixlein (03.11.2018 um 22:08 Uhr)

  9. Avatar von ereS
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    AW: Geld oder Spaß (und Weiterentwicklung) - das ist hier die Frage ;-)

    es kommt doch sehr darauf an, wie wechselfreudig man bei arbeitsstellen ist
    warst du denn schon mal laengere zeit, also laenger als 5 jahre in einem betrieb beschaeftigt ?

    wenn es aktuell und fuer die naechsten 2-3 jahre deine beduerfnisse erfuellt und du danach problemlos was anderes finden kannt, ist es doch in ordnung, dort jetzt anzufangen

  10. Avatar von Wiedennwodennwasdenn
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    AW: Geld oder Spaß (und Weiterentwicklung) - das ist hier die Frage ;-)

    Zitat Zitat von wassernixlein Beitrag anzeigen
    Habt Ihr einen Rat für mich?
    Ich rate Dir ab. Deine Schilderung ist durch die rosarote Euphoriebrille erfolgt. Ob sich das auch tatsächlich so bewahrheitet, ist die große Frage. Bei deinen jetzt schon vorhandenen Bedenken, würde ich das Risiko nicht eingehen.
    Das Universum und die menschliche Dummheit sind unbegrenzt. Beim Universum bin ich mir nicht sicher (Albert Einstein).

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