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  1. Registriert seit
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    AW: Au pair - fühle mich ausgenutzt

    Hallo,
    Versuch von der Familie wegzukommen.
    Leider funktinioniert Au-Pair oft nicht so, wie es sein sollte.Gerade das mit dem Familienanschluss ist oft eine Farce.
    Finde es ummöglich, wie die dich behandeln!
    Natürlich ist es keine Freizeit, wenn das Kind schläft!
    Und dir zu verstehen zu geben, dass du ihre Privatsphäre nicht stören sollst, wenn sie Besuch bekommen, finde ich verletzend!
    Die Frau sieht dich nur als billige Arbeitskraft und bringt dir keinerlei Wertschätzung entgegen.
    Schau, dass du da weg kommst!Ein Wechsel ist kein Beinbruch.Ich hoffe du findest eine nette Familie, die zentraler wohnt.Und vor allem hoffe ich, dass du Abends und am WE mit Gleichaltrigen die Stadt entdecken kannst.Alles Gute!

  2. Avatar von Assunta
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    AW: Au pair - fühle mich ausgenutzt

    Hallo Kathrin,

    ich war mal in einer sehr ähnlichen Situation wie du es jetzt bist (wenn auch in einem anderen Land). Hast du die Au-Pair-Stelle über eine Agentur gefunden? Falls ja, würde ich mich an diese wenden. Davor würde ich aber ein klärendes Gespräch mit der Au-Pair-Familie suchen.

    Deine Arbeitszeiten erscheinen mir zuviel. Wie du beschreibst, bleibt da ja keine Zeit für deinen kulturellen Mehrwert. Ich finde es auch nicht in Ordnung,dass dein Sprachkurs am Wochenende stattfindet. So wie ich das verstanden habe, arbeiten die Eltern beide Vollzeit und du bist vormittags für das Kleinkind zuständig und nachmittags für Kleinkind plus Schulkinder. Das ist zu viel. Eines von beidem wäre in Ordnung.

    Bitte die Au-Pair-Familie um ein klärendes Gespräch. Sag, dass du nicht als Au-Pair nach Frankreich gekommen bist, um Rund um die Uhr zu arbeiten. Im besten Fall setzt ihr gemeinsam feste Arbeitszeiten fest, die restliche Zeit hast du frei. Falls das nicht möglich ist, wende dich an die Agentur, die helfen beim Wechseln der Familie. Mir scheint, die Familie muss noch ein zusätzliches Betreuungsangebot (Hort etc.) für die Kinder in Anspruch nehmen, aber das ist deren Problem. Du bist nicht dafür da, dich täglich von morgens bis abends um die Kinder zu kümmern.

    Bei mir hat damals das Gespräch geholfen. Ich war auch jeden Tag rund um die Uhr eingespannt, 'durfte' gerade zu meinem Sprachkurs düsen, hatte danach aber keine Zeit für Kaffee mit Freunden etc. Ich war nach ein paar Monaten so fertig, dass ich ein Wochenende durchgeheult habe und bereits meine Koffer gepackt hatte. Beim Gespräch habe ich die beiden dann vor die Wahl gestellt - entweder ich bekomme fixe Arbeitszeiten oder ich fahre. Also war ich von Montag bis Freitag jeden Tag von 8 bis 14 Uhr (inkl. Mittagessen auch für mich) für die Kinder zuständig, hatte dann bis 18 Uhr frei. Abends haben wir noch einmal alle gemeinsam gegessen und da war ich auch noch einmal mit dem Kleinen spazieren oder habe mit der größeren gepuzzelt etc. Auch mal den Geschirrspüler eingeräumt und so. Ab 20 Uhr hatte ich wieder frei.

    Mittwochs sind die Eltern immer ausgegangen. Da bin ich natürlich auch da geblieben. Meistens war aber nix und ich konnte fernsehen oder lesen. Aber auch da musste ich Klartext reden: Wenn sie nach 24 Uhr keimgekommen sind und ich so lange wach bleiben musste, war ich am nächsten Tag nicht um 8 Uhr zur Stelle, sondern erst um 9.
    Wochenende war frei. So hatte ich genügend Zeit um was zu unternehmen und Verabredungen zu treffen. Wobei meine Kontakte alle Erasmus-Studenten waren und massig Zeit hatten im Gegensatz zu mir.

    Prinzipiell sind wir gut miteinander ausgekommen. Wie du aber bereits merkst, wird man in der Familiendynamik leicht übersehen. Wehre dich dagegen und sonst ziehe Konsequenzen. Alles Gute dabei !
    Alle wollen nur mein Bestes. Aber ich geb's nicht her.


  3. Registriert seit
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    AW: Au pair - fühle mich ausgenutzt

    Eine Freundin von mir hat mal ein Au pair-Jahr und ähnliche Erfahrungen gemacht.

    Sie selbst kam aus einem begüterten Elternhaus.
    Sie meinte, dass Franzosen, die sich ein Au-Pair-Mädchen leisten können, sich zur höheren Schicht rechnen und ihre Töchter nicht irgendwo im Ausland in einem Haushalt o-Ä. arbeiten lassen würden, weil sie das als niedere Dienstbotentätigkeiten ansehen.

    Au-Pair-Mädchen sind für die halt Mägde, Dienstmädchen o.Ä., die gehören zum Gesinde und so werden Au-Pair-Mädchen auch behandelt.


  4. Registriert seit
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    98

    AW: Au pair - fühle mich ausgenutzt

    Hallo Kathrin,

    ich war nach dem Abi ein Jahr in Kanada als Aupair - allerdings ohne Agentur. daher gab es auch keine geregelten Arbeitszeiten. es gab 2 Kiner 6+10 Jahre, die ganztags in die Schule gingen (halb neun bis halb vier), ich hab sie geweckt, Frühstück gemaht, zur Schule gebracht (ging zu Fuß), in der Zwischenzeit Hausarbeit, dann nachmittags abholen und Hausaufgaben, ggfs. Spielen vor allem aber Lernen und dann Abendessen machen.
    mind. 5 Tage die Woche, aber häufig auch am Wochenende. ihc glaube, ich hatte in dem Jahr 5 komplett freie Wochenende. teilweise waren die Eltern komplett weg auf Seminar, da war ich mit den Kurzen allein.

    nach einer Zeit hatte ich durch Glück und Zufall eine Truppe internationaler Studenten getroffen, mit denen habe ich dann abends etwas unternommen. und da ihc mich mit 19 auch ein wenig "eingeschlossen" fühlte, war das dann jeden Abend, sobald die Eltern da waren. hauptsache raus und was anderes sehen. ich habe das Abendessen nicht mit der Familie eingenommen.

    unser Verhältnis war sehr gut, ich habe sowohl die Kinder als auch die Eltern von Herzen gern. aber ich habe auch nicht erwartet, dass sie mich bespaßen oder so. Das habe ich selbst gemacht.

    und es war die tollste Zeit meines Lebens (naja, bis mein Sohn zur Welt kam. das war natürlich jetzt nochmal schöner....).

    ich will sagen - ja, es ist gewiss anders als gedacht - aber mach doch einfach das beste draus!


  5. Registriert seit
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    AW: Au pair - fühle mich ausgenutzt

    @Honzina: Schau mal in Deine PN.

    Hallo,
    ich danke Euch für Eure Antworten und Tipps.
    Ich habe mich jetzt entschlossen, die Familie zu wechseln. Habe auch schon eine neue Familie gefunden. Die Familie hat zwei Schulkinder und lebt direkt in der Stadt. Es ging ziemlich schnell, da man sich die Familien direkt vor Ort ansieht. Die Kündigungsfrist von zwei Wochen werde ich bei der Familie hier im Vorort natürlich einhalten. Habe die Eltern über den Wechsel auch zügig informiert. Die waren nicht begeistert und die Frau war auch zickig, da sie jetzt schnell jemand neuen finden müssen. Aber die Situation ist hier so festgefahren und die Chemie zwischen mir und vor allem der Frau stimmt einfach überhaupt nicht. Das wird sich definitiv nicht mehr ändern. Es tut mir sehr leid vor allem für das kleine Kind. Das werde ich auch sehr vermissen. Aber abgesehen davon habe ich kaum noch was von dem Aufenthalt. Ich lerne hier kaum noch etwas und durch die Langeweile und das Gezicke der Frau ist das hier auch definitiv keine Bereicherung. Ich möchte aber dass es eine Bereicherung ist, dass die Familie zufrieden ist, dass ich zufrieden bin, dass ich hier ganz viel lerne, unternehme, Leute kennen lerne. Ich will hier wirklich alles aus dem Aufenthalt rausholen! Daher habe ich jetzt die Konsequenz gezogen - nicht unüberlegt und nicht ohne auch mein eigenes Verhalten zu hinterfragen. Ich bin überzeugt, dass das die richtige Entscheidung war und denke es kann nur besser werden!

  6. Avatar von ereS
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    AW: Au pair - fühle mich ausgenutzt

    kathrin
    alles gute fuer den wechsel
    hoffentlich wird deine neue familie dir als au-pair gerecht
    aber es kommt immer mal wieder vor, das die ein- oder andere falsche vorstellung von den aufgaben eines au-pairs vorherrscht
    und es kann auch nicht immer die chemie zwischen au-pair und familie stimmen

  7. Avatar von Assunta
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    AW: Au pair - fühle mich ausgenutzt

    Der Wechsel klingt schon mal gut! Viel Freude in deinem restlichen Au-Pair-Jahr und viele tolle Erfahrungen. :)
    Alle wollen nur mein Bestes. Aber ich geb's nicht her.

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