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  1. Registriert seit
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    Erst ja, dann nein, dann ja ...

    Hallo zusammen!


    Ich bin ja neben meiner Selbstständigkeit auch in den letzten Jahren immer wieder in Unternehmen tätig, etwas, das ich ganz gerne mag (sicheres und gutes Einkommen), wo ich aber auch an sogenannte "Chefs" gerate, Leute also, die ich so aus der Selbstständigkeit höchstens in verbiesterter Kundenform kenne.

    Nun habe ich aktuell (für ca 1,5 Jahre wahrscheinlich) mit folgenden zwei Expemplaren zu tun:

    Chef 1 hat mir Aufgaben zugeschoben, wobei ich mit einer Kollegin (gleicher "Rang") klar ausgemacht hatte, wer was bearbeitet. Chef 1 hat "eigenmächtig" entschieden, was er ja auch darf, hat dabei aber unsere Abmachung (also Kollegin und ich) total übergangen, was zunächst für Irritation sorgte.
    Da ich dieses Vorgehen überhaupt nicht kapiert habe, habe ich mich bei höherer Stelle (Chef 2) beschwert, alle (Chef 1, 2 und Kollegin) zusammen getrommelt, wir haben eine Lösung gefunden: alles zurück auf Anfang, es sei ja, Zitat, sinnlos, wenn man gut funktionierende Strukturen verändert.

    Doch nun: die Aufgaben liegen DOCH auf meinem Schreibtisch als wäre nix geschehen!

    Was macht man denn da???

    Chef 2 ist so jemand, der immer zu allem Ja sagt, aber nie dafür sorgt, dass es auch umgesetzt wird. Also man muss immer selber rütteln und ruckeln, wenn man es denn umgesetzt haben möchte. (Siehe Beispiel oben).
    Dabei hat Chef 2, wenn er denn den Ar... in der Hose hätte, eigentlich die Machtposition, um yxz durchzusetzen.
    Wie geht man mit so jemandem um?


    Besten Dank und mit leicht verwunderten Grüßen aus der "richtigen" Arbeitswelt


    Susisa
    Ich kann nicht alles erleben, aber ich kann [in einem gewissen Rahmen] leben, wie ich will.

  2. Avatar von Cheerful
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    AW: Erst ja, dann nein, dann ja ...

    Vielleicht sehen andere das anders, aber ich waere, als Chef 1, hoechstgradig irritiert, wenn sich meine Untergebene ueber eine Anweisung hinwegsetzt und hinter meinem Ruecken zu meinem / einem anderen Chef rennt.

    Ich kenn das Problem so ein bisschen, weil ich bisher in meinem Arbeitsleben sowohl freier Mitarbeiter, Angestellte und da auch mal Sektionschefin war.

    Es ist eigentlich ganz einfach: Als Freie verantworte und entscheide ich selbst, als Angestellte habe ich zu tun was mein Boss sagt. Und wenn mir das nicht passt, dann bleibe ich besser selbststaendig.
    No one ever made a difference by being like everybody else. (P.T. Barnum / Greatest Showman)


  3. Registriert seit
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    AW: Erst ja, dann nein, dann ja ...

    Zitat Zitat von Cheerful Beitrag anzeigen

    Es ist eigentlich ganz einfach: Als Freie verantworte und entscheide ich selbst, als Angestellte habe ich zu tun was mein Boss sagt. Und wenn mir das nicht passt, dann bleibe ich besser selbststaendig.



    seh ich ganz genauso-

    Differenzierungsfähigkeit ist wichtig und klares Bewusstsein, in welcher Rolle ich gerade tätig bin.....


  4. Registriert seit
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    AW: Erst ja, dann nein, dann ja ...

    Ich lasse grundsätzlich meine Mitarbeiter selbst entscheiden, wer welche Aufgabe macht. Wenn ich eine Änderung vornehme, dann aus sachlichen Gründen und erläutere diese auch. Also finde ich es von Chef 1 daneben, das einfach abzuändern. Aber Dein Verhalten sich bei Chef 2 zu beschweren anstelle es mit Chef 1 zu besprechen finde ich nicht akzeptabel.


  5. Registriert seit
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    AW: Erst ja, dann nein, dann ja ...

    Oh, ich sehe gerade, ich habe das falsch formuliert.

    Ich schrieb, ich hätte mich bei Chef 2 beschwert, der übrigens Chef 1 vorgesetzt ist.

    Konkret war es so: Chef 1 meinte zu mir, wenn ich es gerne anders hätte (also so, wie mit der Kollegin abgesprochen), sollte ich mich an Chef 2 wenden, ihn fragen, wie es geschehen soll, weil der die Oberaufsicht hat.

    Direkt "beschwert" habe ich mich also gar nicht, sondern eher um eine Klärung der Angelegenheit gebeten, auf Anraten von Chef 1 hin.

    Die zunächst auch erfolgte.

    Faktisch aber nicht eintrat.
    Ich kann nicht alles erleben, aber ich kann [in einem gewissen Rahmen] leben, wie ich will.
    Geändert von Susisa (07.08.2018 um 21:35 Uhr)


  6. Registriert seit
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    AW: Erst ja, dann nein, dann ja ...

    Ansonsten stimme ich euch zu. Warum an Fronten kämpfen, wo es sich gar nicht lohnt?


    In diesem Fall ging es mir 1. um die Kollegin, 2. darum, dass ich die Aufgabe nicht machen möchte.
    Ich kann nicht alles erleben, aber ich kann [in einem gewissen Rahmen] leben, wie ich will.


  7. Registriert seit
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    AW: Erst ja, dann nein, dann ja ...

    Ok, das hört sich natürlich anders an. Obwohl ich es schon komisch finde, dass Chef 1 nicht selbst entscheidet...


  8. Registriert seit
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    AW: Erst ja, dann nein, dann ja ...

    Ich glaube, ich würde Chef 1 daran erinnern, was in der Runde ausgemacht wurde und ihm sagen, dass er die Unterlagen nicht weiterhin auf meinen Tisch legen soll.

    Das ist einfach ein dummes passiv-aggressives Verhalten.

    Das kannst Du ihm nicht sagen aber wenn es noch ein paar Mal passiert dann würde ich die Schreibtische wechseln. Wenn er sich nicht dran gewöhnen kann, dass die andere Mitarbeiterin das bearbeitet muss man vielleicht soweit gehen, damit er sieht wie kindisch das ist.

  9. Avatar von Cheerful
    Registriert seit
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    AW: Erst ja, dann nein, dann ja ...

    Zitat Zitat von annakathrin Beitrag anzeigen
    Ich glaube, ich würde Chef 1 daran erinnern, was in der Runde ausgemacht wurde und ihm sagen, dass er die Unterlagen nicht weiterhin auf meinen Tisch legen soll.

    Das ist einfach ein dummes passiv-aggressives Verhalten.

    Das kannst Du ihm nicht sagen aber wenn es noch ein paar Mal passiert dann würde ich die Schreibtische wechseln. Wenn er sich nicht dran gewöhnen kann, dass die andere Mitarbeiterin das bearbeitet muss man vielleicht soweit gehen, damit er sieht wie kindisch das ist.
    Vorher wuerde ich mir allerdings ueberlegen, wie wichtig mir der Job ist.

    Es ist ein bloedes Machtspiel, aber als Chef sitzt er nun mal am laengeren Hebel. Und wenn mein erhaeltnis zu ihm nicht sehr gut waere, eben so, dass ich mit ihm reden kann, dann wuerde ich empfehlen, die Klappe zu halten und einfach zu machen.

    Sorry, der man kann ja doof sein und Verhalten kindisch - aber er ist eben auch der Boss. Wenn ich das nicht kann -> siehe oben. Dann arbeite ich eben nur selbststaendig.
    No one ever made a difference by being like everybody else. (P.T. Barnum / Greatest Showman)

  10. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Erst ja, dann nein, dann ja ...

    Hast du ihn mal gefragt, warum die Aufgaben wieder auf deinem Tisch liegen? „Chef1, hatten wir uns nicht beim Meeting mit Kollegin Sabine und Chef2 auf eine Aufteilung geeinigt, nach der Sabine diese Dinge bearbeitet? Möchten Sie das jetzt geändert haben?“

    Dann muss er ja was dazu sagen. Von da aus kann man weitermachen.
    Ich würde ja gern ein paar Kilos verlieren.
    Aber ich verliere niemals, ich bin ein Gewinnertyp!

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