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  1. Registriert seit
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    Zurück in den alten Job?

    Hallooo ihr Lieben,

    ich habe ein Dilemma gerade und weiß nicht, wie ich mich am beste entscheiden sollte.
    Also, ich habe jetzt einen guten Job seit 6 Monaten. Ich habe einen befristeten Vertrag, verdiene okay, aber nicht so viel, es gibt Gleitzeitmodell. Ich lerne viel, mag meine Chefs, habe einen netten Kollegen, der sehr hilfsbereit ist, soweit so gut. Mir fehlt hier der Austausch mit Kollegen, die Menschen sind mehr distaniziert und es gibt kein "Zusammen", keine Unternehmungen, etc. Das macht dann natürlich weniger Spaß.

    Nun wird bei meinem alten AG jemand für die Position gesucht, in der ich dort jahre lang gearbeitet habe. Ich bin echt verwirrt, ob ich mich bewerben sollte.

    Die Pros:
    - deutlich mehr Gehalt
    - unbefristeter Vertrag
    - sehr liebe Kollegen, wir kennen uns schon seit Jahren, unternehmen bis heute was zusammen
    - mehr Flexibilität (Vertrauensarbeitszeiten, niemand schaut wie lange du arbeitest, etc.)

    Cons:
    - der Chef ist nicht so nett, ich glaube er mag mich nicht, daher weiß ich nicht mal, ob er mich nehmen würde. Ich hätte aber im Job an sich wenig mit ihm zu tun (hatte ich ja auch vorher nicht).
    - ich würde weniger lernen, da ich die Aufgaben ja da schon kenne
    - es ist wenig Neues zu erwarten

    Ich würde mich evtl. gerne bewerben um mir anzuhören, was sie als AG anbieten - aber irgendwie bin ich verwirrt. Ich würde gerne zurück, andererseits geht das Leben vorwärts, nicht rückwärts - ich fühle mich hier ja nicht unwohl, muss nun nicht zwingend wechseln.

    Für mein wichtiges Hobby hätte ich im neuen Job wahrscheinlich auch mehr Zeit (wobei das nicht so ganz sicher ist).

    Wie würdet ihr euch entscheiden? Bleiben, wo ihr seid? Ausprobieren, und danach entscheiden?
    Ich habe nur das Gefühl, wenn ich nicht überzeugt bin mich zu bewerben, sollte ich dies nicht tun - kennt ihr so eine Situation?

    Liebe Grüße
    L.

  2. Inaktiver User

    AW: Zurück in den alten Job?

    Aus welchem Grund hast Du gewechselt?


  3. Registriert seit
    24.02.2018
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    1.789

    AW: Zurück in den alten Job?

    Du hattest doch vermutlich gute Gründe, dort aufzuhören, warum sollte es jetzt also der Traumjob sein?
    No dog, no life.

  4. Inaktiver User

    AW: Zurück in den alten Job?

    Äh, laut einem anderen Strang hast Du vorher im Ausland gearbeitet. Willst Du denn dahin zurück?


  5. Registriert seit
    11.09.2015
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    678

    AW: Zurück in den alten Job?

    Ja, das ist kompliziert :-)
    Ich habe im Ausland gearbeitet für diese Firma. Nun geht der Kollege, der diese Arbeit hier machte (mit mir), in Rente.

    Ich wechselte, weil mein Freund hier in DE wohnt und ich zu ihm zog. Damals gab es hier noch keine offene Stelle.

    Ich wäre sonst geblieben - auch im Ausland war es ein bequemer Arbeitsplatz, hatte auch guten Chef dort, liebe Kollegen. Ich wechselte also nur aus privaten Gründen, der AG war gut.

    Nun ist es aber so, dass auch mein aktueller AG gut ist - es gibt halt Minus- und Pluspunkte auf beiden Seiten.

  6. Avatar von Horus
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    AW: Zurück in den alten Job?

    okay, wenn ich dich richt verstehe, hast du für den alten Arbeitgeber Tätigkeit x im Ausland gemacht. Nun geht die Person, die bis jetzt bei deinem Arbeitgeber Tätigkeit x in Deutschland gemacht hat, in Rente.
    Stimmt das?

    der Chef ist nicht so nett, ich glaube er mag mich nicht,
    Ist der Chef, der für Tätigkeit x in Deutschland dein Chef wäre, die gleiche Person, die schon dein Chef für Tätigleit x im Ausland war?
    Wenn nein - dann basiert deine Beurteilung, er sei nicht so nett, nur auf Hörensagen.

    Wenn es der Gleiche ist - dann weiss er schon, wie du arbeitest und dass das Fachgebiet und den Job aus dem ff kennst, dass er sich jede Einarbeitungszeit ersparen kann und auch keinen Aufwand hat, dir die Prozesse und Strukturen zu erklären. Ein wesentliches Plus für dich.

    Begründen lässt sich dein Wechsel übrigens problemlos und für die alte Firma sehr schmeichelahft: "Ich hätte damals eigentlich gar nicht von Ihnen, alte Firma, weggewollt, weil mir Firma und Job nach wie vor sehr gut gefallen haben. Der einzige Grund für meinen Wechsel war, dass ich aus persönlichen Gründen nach D zurückwollte. Wenn ich jetzt in D wieder zu Ihnen, alte Firma und in den Job zurückkönnte, den ich, wenn das Rückwanderungsthema nicht gewesen wäre, gar nicht verlassen hätte, wäre das super." Irgendwie so, etwas weniger flapsige Wortwahl verwenden, natürlich.

    Bewirb dich doch. Was riskierst du?
    Im schlimmsten Fall bekommst du den Job nicht, dann hast du immer noch den jetzigen (allerdings befristet, d.h. du musst eh in absehbarer Zeit auf Stellensuche - und jeder AG, der seinem Mitarbeiter einen befristeten Vertrag gibt, weiss, dass dieser Mitarbeiter abspringt, sobald er anderswo die Chance auf eine unbefristete Stelle hat).
    Ich halte nichts davon, sich selbst bereits vor einer Bewerbung mit Zweifel und allzu vielen Überlegungen zu zensieren und sich gar nicht zu bewerben. Sich bewerben heisst ja noch lange nicht, den Job auch zu bekommen. Auch ein Vorstellungsgespräch heisst noch nicht, den Job zu bekommen. Man kann immer noch zurückziehen. Sogar auch dann noch, wenn man den konkreten Vertrag auf dem Tisch liegen hat.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
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    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.


  7. Registriert seit
    11.09.2015
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    678

    AW: Zurück in den alten Job?

    Danke für die tollen Antworten!

    Horus, du hast schon recht - und ja, es ist teilweise derselbe Chef. Ich hatte ja im Ausland einen eigene Teamlead, der sehr nett war, ich hatte mit dem deutschen wenig Berührungspunkte. Ich sprach ihn damals an, ob ich in DE arbeiten könnte, und da war er eher negativ - aber damals war die Firma in einer anderen Situation (das war vor 1,5 Jahren). Es gab da keine offenen Positionen hier. Daher habe ich einen anderen Job gesucht.

    Es sprechen Punkte für, und gegen den "Rücktritt" - ich denke aber, ich versuche es - und schau, ob die Bedingungen mit überhaupt gefallen. Ich muss nicht zwingend wechseln, meine jetzige Stelle hat sehr viele gute Aspekte (viel lernen, viel neues, nette Chefs). Und, ich bin meinem neuen AGH auch dankbar, dass sie mich damals nahmen - als Ausländerin war es in dieser Region nicht so einfach gut anzufangen, ich hatte mit einem sehr schlechten Job angefangen. Hier gefällt es mir, ich möchte nicht undankbar erscheinen... och ich weiß das ist blöd, das ist ja die Business welt... :-)

  8. Avatar von Horus
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    AW: Zurück in den alten Job?

    Ich sprach ihn damals an, ob ich in DE arbeiten könnte, und da war er eher negativ - aber damals war die Firma in einer anderen Situation (das war vor 1,5 Jahren). Es gab da keine offenen Positionen hier
    Eben. Dass er da eher negativ war, hat wahrscheinlich rein gar nichts damit zu tun, dass er dich nicht mag (wir Frauen tendieren schnell mal dazu, etwas auf der Beziehungs- / Mögen-Nichtmögen-Ebene anzusiedeln, das in Wirklichkeit gar nicht darauf gehört)

    Und, ich bin meinem neuen AGH auch dankbar, dass sie mich damals nahmen - als Ausländerin war es in dieser Region nicht so einfach gut anzufangen, ich hatte mit einem sehr schlechten Job angefangen. Hier gefällt es mir, ich möchte nicht undankbar erscheinen...
    Sie haben dich genommen, weil du gut bis, weil ihnen dein Profil und deine Persönlichkeit (oder das, was du ihnen während des Gesprächs davon gezeigt hast) gepasst hat. Dafür musst du nicht dankbar sein, dass ist zum grössten Teil deine eigene Leistung.
    Business, nichts anderes.
    Fesseln anlegende Dankbarkeit ist da wirklich fehl am Platze. Ausserdem, nochmals: sie haben dir nur einen befristeten Vertrag gegeben. Jeder Arbeitgeber weiss, dass sein befristet angestellter Mitarbeiter abspringt, wenn er anderswo einen vergleichbaren Job mit unbefristetem Vertrag erhält.
    Wenn dein AG dich dermassen zwingend halten will, dann soll er das entsprechende Anreizsystem schaffen, damit du bleibst (unbefristeter Vertrag und höherer Lohn etwa), ganz einfach.

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