Nun- was kommt denn am Ende raus?
Wenn sich die Kunden über deinen Kollegen nur beschweren würden, wäre es nicht so.
Was immer er macht- scheint irgendwelche Blüten zu bringen und letztlich geht es um - zufriedene Kunden.
Möglicherweise ist er wirklich in der Lage sehr gut zu verkaufen.
Und damit nochmal: nutz das Coaching und höre deinem Kollegen sehr gut zu. Auch, wenn du das vermutlich wenig gerne lesen willst, aber von dem kannst du noch was lernen
Reden können, verkaufen ist durchaus auch ein Talent und wenn das jemand gut kann.........ja- dann kann er sehr erfolgreich sein.
Das Wissen hinter der Bühne ist gut und schön und für die Sicherheit deines Jobs auch gut- aber was letztlich nach außen getragen wird, ist nunmal auch das,was das Geld bringt-- die Kunden.
Daher ist das, was die denken wichtig- egal wie blödsinnig möglicherweise vom Kollegen geredet oder gehandelt wurde.
Mich wundert bei all dem, dass so eine Diskrepanz von Können und Überzeugen vorliegen kann- merken die Kunden nicht, dass da viel nicht stimmt? und wenn nein- warum nicht? Wer kann einen Bäcker für jede Brotart zu einem Weißbrotbäcker bequatschen??
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 38
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17.02.2018, 16:57Inaktiver User
AW: Mein Kollege ist ein Blender - und lässt mich dumm aussehen
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17.02.2018, 17:24
AW: Mein Kollege ist ein Blender - und lässt mich dumm aussehen
Mich wundert es auch, ehrlich gesagt. Es mag daran liegen, dass er eher mit Angestellten zu tun hat, und die ihm einfach glauben, was er sagt - oder denken, dass sie ihn einfach nicht verstanden haben und das Ganze nicht hinterfragen, weil er sie eben in Grund und Boden "fachsimpelt". Es ist leider auch so, dass ganz viele Kunden heutzutage Leute einstellen, die tatsächlich vom Fach nicht wirklich was verstehen.
Er ist auch ziemlich schnell dabei, den Kunden zu sagen "Also, dass Dein Brot nicht aufgeht, liegt an der Backmischung von dem und dem Hersteller - den mache ich mal für Sie rund! Das gehört bei mir zum Service!" - und der Hersteller fragt sich, wieso mein Kollege der Meinung ist, das das Brot nicht aufgeht, wo er doch nicht mal gefragt bzw. dokumentiert hat, wie das Problem überhaupt entstanden ist.
Und weil der Hersteller noch zig weitere (teilweise ähnlich schlecht definierte) Probleme hat, und einfach nur ne Tüte mit schlabberigem Brot und der Notiz "Bring das wieder in Ordnung" im Postfach hatte, verschwindet das Ganze erst mal auf der langen Bank. Und in der Zwischenzeit findet der Bäcker die Lösung selbst oder arbeitet dann eben anders. Oder er beschwert sich irgendwann und der Hersteller kriegt ganz professionell NOCH eins auf den Hut. Problem gelöst.
Diese Strategie geht aber leider nicht auf, wenn der Ofen kaputt ist.
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18.02.2018, 07:33Inaktiver User
AW: Mein Kollege ist ein Blender - und lässt mich dumm aussehen
Wenn der Kollege tatsächlich einem Eskimo einen Kühlschrank verkaufen kann- dann ist das schon ein besonderes Talent und DAS wirst du bei einem Coach nicht lernen können. Das ist schon eine andere Kategorie.
Langfristig kann das nciht gut gehen- in einem Saturn-Markt mit Unmengen an Kunden mag das funktionieren, aber in eurem Laden doch wohl sicher nicht!
Wie genau der Kollege das anstellt, würde ich mir an deiner Stelle wirklich sehr genau ansehen.
Nicht, um es dann nachzumachen sondern um dort für spätere ARgumente gewappnet zu sein, denn so ein Vorgehen kann doch nicht dauerhaft gut gehen!
Kannst du den Kollegen nicht selbst mal "blöd fragen"- wie er das macht?
Dem Redner ist diese Strategie oft klar und er wendet sie gezielt an-- ganz so unwissend wird er wohl nicht sein!?
Auf dieses Level wirst du nicht kommen- das ist zumindest unwahrscheinlich und letztlich ja auch gar nicht dein Ziel.
Vielleicht hilft eine gute Transparenz über diesen Gesprächs-Vorgang um dann darauf besser zu reagieren?
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18.02.2018, 10:21
AW: Mein Kollege ist ein Blender - und lässt mich dumm aussehen
Ich glaube, das Geheimnis ist, den Vorgesetzten davon zu überzeugen, alles im Griff zu haben. Er kann leider nicht beurteilen, ob die Maßnahmen, die wir ergriffen haben, richtig waren. Die Leute, die das können (in diesem Fall der Hersteller, auf den alles abgeschoben wird), schütteln nur den Kopf und ärgern sich, sagen aber nichts, weil es eben aufgrund der Standortproblematik nicht per "Smalltalk in der Kaffeeküche" möglich ist, mal einen dezenten Hinweis zu geben. Sie befassen sich dann halt erstmal mit nem anderen Problem, bei dem sie wissen, was zu tun ist. Gibt ja genug von der Sorte. Und der Kunde weiß nicht, was im Hintergrund wann und warum passiert, und verlässt sich drauf, dass es schon richtig ist, wenn der Kollege sagt "Das Problem liegt beim Hersteller in der Pipeline, hat derzeit aber leider keine Priorität - ich trete dem aber gern nochmal für Sie auf die Füße!"
Bei mir ist es z.B. so, dass der Hersteller regelmäßig bei mir anruft und nachfragt, ob irgendwo was brennt- weil er mir zutraut, die Dringlichkeit, Querverbindungen und Auswirkungen eines Problems analysieren und einschätzen zu können, und weiß, dass ich nichts weitergebe, was ich nicht vorher entsprechend auf Herz und Nieren geprüft habe.
Dummerweise ist es halt nur so, dass ich in meinem Bereich eher weniger Probleme habe, die ich an den Hersteller weitergeben kann, da doch meistens die Peripherie betroffen ist, die nicht ganz richtig funktioniert - und die ich eben (mangels entsprechender Ausbildung) nicht wirklich "reparieren" kann. Insofern habe ich nicht die Option, das einfach abzuschieben.
Ich arbeite allerdings daran, den Kunden in solchen Fällen schonend klar zu machen, dass das misslungene Brot auf einem Problem beim Ofen-Hersteller oder seiner Elektrik zurückzuführen sein muss. Oftmals ist es dann aber leider so, dass der Kunde dafür gern einen Beweis hätte (Hier gilt das Motto "Im Zweifel gegen den Angeklagten"), womit ich dann DOCH wieder den schwarzen Peter habe. Vielleicht kann mir der Coach ja ein bisschen was an die Hand geben, an dieser Stelle einen Riegel vorzuschieben, um nicht immer so inkompetent dazustehen...
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18.02.2018, 19:07
AW: Mein Kollege ist ein Blender - und lässt mich dumm aussehen
Hm, ich würde das Coaching auch gern annehmen und naja eher schauen, wie der Kollege das macht. Ich finde solche Leute immer irgendwie bewundernswert.
Sind die meisten Menschen auf Arbeit nicht Blender - ist es nicht oft sicheres Auftreten bei einigen Anteilen an Ahnungslosigkeit?
Ich hab ständig mit neuen Dingen zu tun, und auch diejenigen, die ich fragen kann, können mir oft die Antwort nicht geben, weil komplett neu - die sagen mir dann auch, soweit habe ich mich damit noch nicht befasst.
Ich habe zwar im Studium mal sowas theoretisch gehabt, aber in der Praxis ist das vollkommen anders. Da bringt mir mein Studium gar nichts.
Also muss ich mich einlesen und dann in meiner Firma sozusagen präsentieren, wie wir was umsetzen, und ich fühle mich da oft wie ein Blender, weil ich wirklich keine Ahnung habe, oft nicht sicher bin, ob ich das verstehe - aber anscheinend ist das ok.
Die glauben trotzdem alle, dass ich in der Thematik noch am besten eingearbeitet bin. Und ich suche in Gedanken die Fluchttüren, für den Fall, dass ich was furchtbar schlimmes anstelle, weil ich gefühlt nach einem halben Jahr in der Thematik immer noch nichts weiß.
Ich habe allerdings auch gelernt, dass wäre, könnte, weiß ich nicht, auf Dauer nicht so gut ankommen - daher verwende ich auch eher bestimmende Ausdrücke, und das kommt besser an. Da fühlen sich alle sicher. Nur ich mich oft nicht.
Vielleicht ist wirklich nicht der Kollege sondern deine Einstellung das Problem?
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19.02.2018, 08:59Inaktiver User
AW: Mein Kollege ist ein Blender - und lässt mich dumm aussehen
Exakt ! - @Meg, nichts für ungut, aber Dein Posting strotzt nur so vor mangelndem Selbstbewusstsein und "sich klein reden". Sei froh, dass Dein Chef dieses Problem erkannt hat, und Dir eine Lösung in Form des Coachings anbietet.
Blender werden i.d.R. nach geraumer Zeit auch als solche erkannt. Helfe ihm nicht mehr, als nötig, und dokumentiere wo und wann Du ihm Inhalte vermittelt hast.
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19.02.2018, 13:24
AW: Mein Kollege ist ein Blender - und lässt mich dumm aussehen
Solche Männer sind mir in meinem Berufsleben schon mehrfach begegnet, der erste bereits während der Ausbildung. Der rasselte dann durch die Prüfung, da hatte sich das Thema erledigt.
Der zweite konnte sich einfach wahnsinnig gut verkaufen und hat immer nach ca. 2 Jahren den Job gewechselt und erst im Nachhinein hat man dann (zumindest bei meinem jetzigen Arbeitgeber, woanders war das aber sicher ähnlich) gemerkt, dass da nur heiße Luft war. Wir Kollegen hatten schon länger gemerkt, dass es ihm wirklich an Wissen etc. mangelt, die GF hat es erst um seinen Abgang herum gemerkt.
Bei einem weiteren stellten das alle, einschließlich GF bereits in den ersten Monaten fest, er wurde dann entlassen. Da man keine negativen Zeugnisse schreiben darf, fielen beiden ruckzuck wieder auf die Füße und hatten noch bessere Positionen als vorher. Kollege 1 hat jetzt schon den dritten Job seit er bei uns wegging, immer bessere Positionen und höher dotiert.
So landen Idioten dann irgendwann in Chefetagen obwohl sie nichts können - außer sich sehr gut verkaufen - und nichts haben - außer einem wahnsinnig guten Selbstbewusstsein.
Das fände ich mehr als peinlich. Wie ein kleines Kind "guck mal, MEIN Bild ist aber doch auch toll".
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19.02.2018, 14:05
AW: Mein Kollege ist ein Blender - und lässt mich dumm aussehen
Wahrscheinlich zu dezent...

Mir fällt auf, dass Du Deinen Fokus ungeheuer auf Deinen Defiziten hast.
Typisch Frau.
Ein Mann macht es genau umgekehrt: "Ich kann 1 Million Sachen perfekt und 2 1/2 vielleicht nicht gaaaanz so gut."
Davon solltest Du Dir was abgucken!
Klappern gehört zum Handwerk.
Und dann hilf nicht mit, dass der Blender-Kollege nicht gegen die Wand fährt.
Geändert von Gedankentiefe (19.02.2018 um 14:16 Uhr)
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19.02.2018, 14:12
AW: Mein Kollege ist ein Blender - und lässt mich dumm aussehen
Sehr gute Analyse - genau so habe ich es auch beobachtet.
Was die mangelnde fachliche Kompetenz bei den Häufig-Jobwechslern auch gut kaschiert, ist, am Anfang im neuen Job erstmal unheimlich viel Wirbel zu machen, alles umzukrempeln, egal, ob es Sinn macht oder nicht.
Einfach Aktionismus fahren, Thermik machen auf "Teufel komm raus" - sieht auf den ersten Blick nach "Da passiert jetzt ja richtig viel!" aus.
Nur ist es leider oft das Falsche, was passiert - bewährte Strukturen werden ohne Sinn und Verstand über den Haufen geworfen etc.
Nur die wirklichen Probleme werden oft nicht angegangen... denn da ist es ja richtig schwer, eine gute und praktikable Lösung zu finden.
Und so kommen immer mehr "Luftpumpen" hochdotiert nach ganz oben und unsere Wirtschaft wirtschaftet vielerorts krude vor sich hin.
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19.02.2018, 14:21




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