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  1. Inaktiver User

    Quereinstieg zur Krankenkasse als Arbeitgeber möglich ?

    Ich bin Mitte 40, ein Psychologie-Studium mit sowohl arbeits-und psychologischen wie klinischen Schwerpunkten im Hintergrund,
    15 Jahre Marketing, Neukundenakquise von Unternehmen,
    kleinere PE-und OE_Prozesse, Schulungen im sehr kleinen Stil
    (also keine Trainer-Rolle, oder ähnliches, eher Coaching on the job)
    danach
    1,5 Jahre öffentlicher Sektor
    Beratung von Arbeitssuchenden
    Weiterbildungen:
    Coaching-WEiterbildung.
    Derzeit berufsbegleitende WEiterbildung als Therapeutin,
    in Kürze Teilzeit-HOspitation im Suchtbereich einer Klinik.

    Bei meinem jetzigen Arbeitgeber berate ich meine Kundengruppe (psychisch kranke Menschen, mit Schwerbehinderung u.a. und habe damit Schnittstellen zu folgenden Sozialgesetzbüchern SGB2 sowie SGB3/ SGB9 , die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben z.B. erhalten. Damit Kontakt auch zur Rentenversicherungsträgern.

    Ich habe mich in kurzer Zeit dort schnell eingearbeitet, trotz Branchenfremdnis :-) und einen unbefristeten Vertrag erhalten.

    Ich liebe die Beratung der Kunden; ich leide unter den Arbeitsbedingungen dort.Der Verwaltungsapparat erschlägt mich, der Bürokratieaufwand wird gefühlt täglich mehr.

    Schon vor dem Wechsel in den ÖD hatte ich mir gewünscht, für eine Krankenkasse tätig zu werden.

    Eine Initiativbewerbung vor 1 Jahr, bei der ich als mögliche Zielberufe angab:

    Coaching, Beratung, Akquise und Beratung von Unternehmen, betriebliches Gesundheitsmanagement

    stiess nicht auf Resonanz.
    (Okay, war auch nur ein Versuch :-)

    Ich möchte es ein weiteres Mal versuchen und vor allem auch meine therapeutischen Fähigkeiten, meinen Mix aus Arbeits-und O.Psychologie, Kundenberatung_Akquise, sowie zusätzlich die Erfahrungen im Suchtbereich evtl. im Präventivbereich einzusetzen.

    Und / Oder: auch als Sachbearbeiterin wäre ich bereit.

    Ich weiss gar nicht, wie ich wo ansetzen sollte bei einer erneuten Inititativbewerbung und ob ich nicht zu sehr mit Absolventen des Public Health und einer Weiterqualifizierung im BGM konkuriere.

    Und/ Oder: ich zu überqualifiziert wirken würde.

    Falls notwendig, würde ich mich sogar noch zusätzlich im Bereich BGM oder auch Case-Management weiterbilden - aber ungern....da gerade schon meine therapeutische Weiterbildung Kosten verursacht - falls ich damit allerdings deutlich mehr Chancen hätte, würde ich einen Kurs für 1000 Euro - laut meiner Recherche - noch drauf setzen.

    Mit meiner Weiterbildung zur Approbation wäre ich erst in 4 Jahren fertig und dann werde ich auch nicht sofort eine Praxis eröffnen können, also ist eine Teilzeitstelle schon sinnvoll (30 h z.B.)

    Gibt es hier mutmachtende Beispiele anderer Quereinsteiger ?
    Geändert von Inaktiver User (25.11.2017 um 20:42 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Quereinstieg zur Krankenkasse als Arbeitgeber möglich ?

    Sind Krankenkassen so attraktive Arbeitgeber? Ich vermute mal, dass der bürokratische Aufwand dort auch nicht geringer als im ÖD ist.

    Ich kenne mich nicht gut genug aus, um zu verstehen, was Du dort genau machen möchtest.

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    AW: Quereinstieg zur Krankenkasse als Arbeitgeber möglich ?

    Bei irgendeinem Arbeitgeber, der Beratung finanziert, wirst Du immer auf sehr Bürokratismus stoßen. Schließlich werden entweder Steuermittel oder Mitgliederbeiträge dafür herhalten.

    Ich würde die Berufsgenossenschaften ins Visier nehmen. Bei Arbeitsunfällen und langfristigen Ausfällen wegen psychischer Probleme muss mit dem Erkrankten und dem Arbeitgeber ein Behandlungskonzept und eine Wiedereingliederung (-versuch) erarbeitet werden.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  4. Inaktiver User

    AW: Quereinstieg zur Krankenkasse als Arbeitgeber möglich ?

    Vielen Dank für Eure Beiträge.

    Die Bürokratie in dem Bereich in dem ich tätig bin, hat sich in den letzten 10 Monaten verfünf-facht, da die Arbeitsprozesse für den Arbeitnehmer durch Hürden immer komplizierter werden.
    Der Verwaltungsaufwand ist hoch, klar, aber durch die Umsetzung in die notwendigen EDV_Prozesse, die nicht benutzerfreundlich sind, noch aufwändiger, kräftezehrender, so dasss für die Beratung am Kunden noch weniger Zeit bleibt, eigentlich gar keine.

    Ich kann mir kaum vorstellen, dass dies bei KK so extrem ist, wie bei uns im SGBII.
    Kleiner Exkurs.
    (sehr mitarbeiter-/kunden-schädliche/unfreundliche Strukturen)

    Bzgl. der Berufsgenossenschaften recherchiere ich mal, ob es hier in meinem Bundesland etwas gibt...

    (leider keine Ansatzpunkte in meinem Bundesland und angrenzendem ;/)
    Geändert von Inaktiver User (26.11.2017 um 09:16 Uhr)

  5. User Info Menu

    AW: Quereinstieg zur Krankenkasse als Arbeitgeber möglich ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für Eure Beiträge.

    Die Bürokratie in dem Bereich in dem ich tätig bin, hat sich in den letzten 10 Monaten verfünf-facht, da die Arbeitsprozesse für den Arbeitnehmer durch Hürden immer komplizierter werden.
    Der Verwaltungsaufwand ist hoch, klar, aber durch die Umsetzung in die notwendigen EDV_Prozesse, die nicht benutzerfreundlich sind, noch aufwändiger, kräftezehrender, so dasss für die Beratung am Kunden noch weniger Zeit bleibt, eigentlich gar keine.

    Ich kann mir kaum vorstellen, dass dies bei KK so extrem ist, wie bei uns im SGBII.
    Kleiner Exkurs.

    Vielleicht täusche ich mich auch......

    Bzgl. der Berufsgenossenschaften recherchiere ich mal, ob es hier in meinem Bundesland etwas gibt...
    Dokumentation ist eine Anforderung, die in allen Bereichen extrem zugenommen hat: das trifft auf die Arbeitsmittlung seit Jahrzehnten zu, da der jeweilige Chef zum Monatsende seine aktuellen Erfolge präsentieren will. Auch wenn die meisten in nicht erwünschte Fortbildungen geschickt werden, Hauptsache, sie fallen aus der Statistik raus.

    Am besten können das die Mitarbeiterinnen der ambulanten Pflege berichten. Dokumentation ist wichtiger als Zuwendung. Das macht sie ja auch so fertig.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  6. Inaktiver User

    AW: Quereinstieg zur Krankenkasse als Arbeitgeber möglich ?

    Dokumentation zum Kunden und Verlauf der Beratungsprozesse finde ich persönlich sehr wichtig und macht mir Spaß.

    Mir geht es mehr um die Einführung neuer elektronischer Prozesse - bei denen die Basis der Benutzer nicht mit einbezogen wurde und ich unter anderem mit 20 unterschiedlich afugefächerten EDV-Prozessen zu tun habe, ohne diese exemplarisch aufdröseln, zwischendurch klingelt das Telefon, der Kunde klopft, die Emails steigen an, die Teil meiner Beratungstätigkeit sind und pro Prozess ca. 1 Stunde in Anspruch nehmen, weil diese verhindern, wie früher, einem Kunden auf kurzem Wege einen Bildungsgutschein in die Hand zu drücken.

  7. User Info Menu

    AW: Quereinstieg zur Krankenkasse als Arbeitgeber möglich ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich leide unter den Arbeitsbedingungen dort.Der Verwaltungsapparat erschlägt mich, der Bürokratieaufwand wird gefühlt täglich mehr.
    ... und dann glaubst Du, bei einer Krankenkasse richtig aufgehoben zu sein ?
    Be yourself no matter what they say (Sting).

  8. Inaktiver User

    AW: Quereinstieg zur Krankenkasse als Arbeitgeber möglich ?

    Arbeitest Du denn dort ?

  9. gesperrt

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    AW: Quereinstieg zur Krankenkasse als Arbeitgeber möglich ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Bürokratie in dem Bereich in dem ich tätig bin, hat sich in den letzten 10 Monaten verfünf-facht, da die Arbeitsprozesse für den Arbeitnehmer durch Hürden immer komplizierter werden.
    ich bin in einer ganz andern Branche tätig, der massive Bürokratiezuwachs hat da aber auch zugeschlagen.

    Ich würde mal damit rechnen, dass das überall so ist. Es ist der unselige Geist der Zeit.


    Ich kann mir kaum vorstellen, dass dies bei KK so extrem ist, wie bei uns im SGBII.
    und jedes Mal, wenn ich denke, schlimmer kann's nicht kommen, erhebe ich die Augen und siehe: es wurde schlimmer!

    Viel Erfolg bei der Suche nach einer bürokratiearmen Stelle :-)

    gruss, barbara

  10. Inaktiver User

    AW: Quereinstieg zur Krankenkasse als Arbeitgeber möglich ?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    ich bin in einer ganz andern Branche tätig, der massive Bürokratiezuwachs hat da aber auch zugeschlagen.

    Ich würde mal damit rechnen, dass das überall so ist. Es ist der unselige Geist der Zeit.




    und jedes Mal, wenn ich denke, schlimmer kann's nicht kommen, erhebe ich die Augen und siehe: es wurde schlimmer!

    Viel Erfolg bei der Suche nach einer bürokratiearmen Stelle :-)

    gruss, barbara
    oh je :-)

    Danke Dir.

    PS: ich bin ein bisschen ja ein Bürokratie-Typ in sofern, dass ich mich in den Richtlinien wohl fühle und im Amt als solches (mal abgekürzt formuliert). Also ich lehne das nicht komplett ab.
    Mir geht es um die Schaffung der mitarbeiterunfreundlichen Strukturen, die ja burnout-förderlich sind, wie ich im direkten Kollegenkreis erlebe und ich selbst gefordert bin, gut auf mich aufzupassen.


    Im Vergleich zu Gehältern der KK verdiene ich rund 300 Netto weniger.

    Beim jetzigen ARbeitgeber keinerlei Perspektiven oder Aufstieg möglich, alles schon ausgelotet,
    der nächste Gehaltssprung von 80 Euro netto mehr beeinhaltet eine erneute aufwändige Weiterbildung bei den gleichen bürokratischen Inhalten.

    Ein Aufstieg in einen höhere Gehaltsstufe ist erst in weiteren 1,5 Jahren faktisch möglich und eine gute Beurteilung dies zulässt. Dies wäre eine Leitungsposition, wofür es eine lange Warteliste gibt.
    Ich möchte auch nicht in eine Führungsposition, sehe mich dort nicht vordergründig, und zudem ist es herausfordernd, in dieser Sandwichposition, Mitarbeiter zu führen, bei den Vorgaben von oben.

    Ich sehe meine Stärken eher im konzeptionellen, beraterischen Bereich mit Schnittstellen zu Vetrieb/Aussendienst/ Akquise, die, mich bewegen, wie oben aufgeführt:

    - Unternehmen beraten in Bezug auf BGM
    - Kunden der KK beraten in Hinblick auf Erkankungen
    - Kurkliniken /REha-zentren akquirieren, beetreuen...

    ...etc. keine Ahnung, ich kenne die konkreten Arbeitsfelder nicht, daher hoffe ich ja noch auf User, die hier etwas beisteuern können aus dem Arbeitsfeld der KK: )
    Geändert von Inaktiver User (26.11.2017 um 10:41 Uhr)

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