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  1. Inaktiver User

    AW: Oma verstorben- krankmelden?

    Demnächst wird bei Vorstellungsgesprächen abgefragt, wieviele der nächsten Angehörigen noch leben und wie alt sie sind. Daraus berechnet man eine Risikoquote, denn neben möglichen Elternzeiten müssen offensichtlich auch mehrere Wochen pro Todesfall einkalkuliert werden.

  2. Moderation

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    AW: Oma verstorben- krankmelden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nun ja - dass sie 1 Tag nicht gekommen ist. Wie das bei mehreren Tagen oder Wochen aussieht, weiß man nicht.

    Sie hätte halt gar nichts sagen sollen und sich ggf. krank schreiben. So weiß der AG, dass es "nur" der Tod der Oma war. Und man wird da sicher nicht bei jedem auf Verständnis stoßen.
    Ja klar, aber ihre konkrete Frage war ja die nach einer kurzen Auszeit und der AG hat ja schonmal Verstaendnis signalisiert, dass man nicht die Pest haben muss, sondern auch "nur" trauern "darf", um der Arbeit fernzubleiben.
    Dass es nicht wirklich um "krank" geht hatten wir ja schon festgestellt.

    Wenn das jetzt ordnungsgemaess vom Arzt festgestellt wird, dass die TE nicht arbeitsfaehig ist, muss das doch in Ordnung sein.
    Vielleicht kann sie dies dann auch entsprechend dem AG kommunizieren: Aufgrund des Trauerfalls nicht arbeitsfaehig. Wenn sie selbst das Wort "krank" vermeidet kann da auch keiner was Vorgeschobenes sehen.
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    "Ich hasse es, wenn Fantasy sich einfach nicht an die Realitaet haelt".
    Maxi Gstettenbauer

  3. Inaktiver User

    AW: Oma verstorben- krankmelden?

    Zitat Zitat von marylin Beitrag anzeigen
    Tja, dann scheint eure Branche ja noch keinen Fachkräftemangel zu haben
    Doch.

  4. Inaktiver User

    AW: Oma verstorben- krankmelden?

    Zitat Zitat von LiNO89 Beitrag anzeigen
    Nun habe ich heute morgen auf Arbeit angerufen und meiner Chefin das so gesagt und gesagt das ich mich nicht fühle. Sie gab mir für heute den Tag als krank frei.
    Nix für ungut, aber hier ging es eben um einen Tag. Ob die Chefin auch bei mehreren Tagen Verständnis hat, weiß man nicht.
    Zudem hat die TE ihren Resturlaub schon ins Spiel gebracht (leider). Dann hat es schon ein Geschmäckle, wenn man sich den nun doch aufspart und sich lieber krank schreiben läßt ......

    Letztendlich kann nur die TE einschätzen, wie ihre Chefin das wohl aufnehmen wird ......

  5. Inaktiver User

    AW: Oma verstorben- krankmelden?

    Zitat Zitat von Bamboo82 Beitrag anzeigen
    Und man muss sich ganz ganz arg zusammenreißen, um ihnen nicht sämtliche traumatische Erlebnisse an den Hals zu wünschen, weil das auch nicht okay wäre,.... aber ey, kein Wunder, dass das mit dem Weltfrieden nie was wird.


    Ich habe selten einen Strang gelesen, der mich so sprachlos gemacht und entsetzt hat wie dieser.

    Zitat Zitat von Binneuhier2009 Beitrag anzeigen
    Das interessiert mich auch. Mir ist keine Branche bekannt, in der so agiert wird.
    Hotellerie.

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Es gibt ja auch noch das Modell, dass man nach Feierabend trauert.
    Trauerzeit von 19:00 Uhr bis 19:01 Uhr.
    Das ist doch echt nicht wahr hier!


    Ein ehemaliger Chef hat mir ins Gesicht gesagt, als mein Vater aufgrund seines Krebses und daraus resultierenden Infarkten im Koma lag und die Entscheidung anstand ‚Maschinen aus oder warten‘, dass er ja so oder so sterben wird - daher könne ich auch arbeiten und müsse nicht zu meiner Familie fahren.

    —————
    Liebe TE,

    eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung brauchst du ja erst ab dem 3. Tag, wie du sagtest - daher rate ich dir, rufe deine Chefin an und bitte sie für die nächsten 2 Tage um Urlaub.
    Solltest du aufgrund deiner Trauer nächste Woche nicht arbeiten können, gehe zum Hausarzt.

    Mein Beileid!

  6. Inaktiver User

    AW: Oma verstorben- krankmelden?

    Zitat Zitat von Veranoazul Beitrag anzeigen
    Mal ganz im Ernst, ja es belastet einen wenn ein geliebter Mensch stirbt, aber so ist das Leben...

    Es ist schon nett dass die Chefin einem diesen Tag zugesteht, aber krank schreiben wegen Traurig sein, nun ja, es gibt Traurig sein und gelähmt sein vor Traurigkeit...

    Nimm Urlaub! Wenn Du Dich vom ersten Schrecken erholt hast kannst Du immer noch entscheiden ob Du arbeiten kannst oder nicht.... Dann kannst Du noch immer zum Arzt gehen...
    Den Fall kann der doC durchaus unter depressiver Episode verbuchen.


    @ TE: mein Beileid. Und lass dich von der Familie trösten. Bzw tröstet euch gegenseitig.

  7. Inaktiver User

    AW: Oma verstorben- krankmelden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    In meiner Berufswelt nahezu unvorstellbar. Was für Branchen und Ebenen sind das denn, in denen dafür Verständnis gezeigt würde?
    Da bin ich aber froh das meine Berufswelt nicht so tickt, auch wenn sie sicher nicht perfekt ist.
    Eine Firma, die so so wenig Rücksicht auf die Probleme von Mitarbeitern nimmt, würde bei mir jede Loyalität zum Unternehmen zerstören. Da hätte ich dann sicher auch kein Problem mir schon bei einem eingewachsenen Fußnagel einen gelben Schein zu holen.

  8. Inaktiver User

    AW: Oma verstorben- krankmelden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da hätte ich dann sicher auch kein Problem mir schon bei einem eingewachsenen Fußnagel einen gelben Schein zu holen.
    Dass sowas in Deutschland ohne jegliche Konsequenzen für den Arbeitnehmer geht, finde ich im Übrigen auch sehr skurril. In anderen Ländern regelt sich das entweder durch die Kosten für den Arztbesuch oder eine vordefinierte Zahl von "sick days ", die deutlich unter den in Deutschland üblichen sechs Wochen liegt. Aber das wäre sicherlich einen eigenen Strang wert.

  9. Inaktiver User

    AW: Oma verstorben- krankmelden?

    Zitat Zitat von Karkulka Beitrag anzeigen
    Genau, der Tod gehört zum Leben dazu. Eine Bekannte hat nach dem Suizid ihres Sohnes auch nur die 2 freien Tage beansprucht, die ihr zustanden, hat dann noch drei Tage Urlaub genommen und ist dann selbstverständlich wieder zum Dienst erschienen.
    Zitat Zitat von Karkulka Beitrag anzeigen
    Genau, dass meine ich. Wir alle sterben irgendwann. Es kann jeden von uns jederzeit treffen. Das gehört einfach dazu.
    Entweder hast du keine Kinder oder du bist total abgestumpft.

    Anders kann ich mir deine Äußerungen beim besten Willen nicht erklären.

  10. Inaktiver User

    AW: Oma verstorben- krankmelden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dass sowas in Deutschland ohne jegliche Konsequenzen für den Arbeitnehmer geht, finde ich im Übrigen auch sehr skurril. In anderen Ländern regelt sich das entweder durch die Kosten für den Arztbesuch oder eine vordefinierte Zahl von "sick days ", die deutlich unter den in Deutschland üblichen sechs Wochen liegt. Aber das wäre sicherlich einen eigenen Strang wert.
    Nun, zum einen wäre es ja nicht ohne jegliche Konsequenz, da (soweit ich weiss) ab einer gewissen Anzahl von Fehltagen ein Attest vom Arbeitgeber verlangt werden kann.
    Zum anderen ist die Konsequenz aus zusätzlichen Kosten oder max. Fehltagen, dass auch Leute die ernsthaft oder chronisch krank sind, irgendwann pleite sind oder sich krank zur Arbeit schleppen.
    Ich bin froh das es hier nicht so ist und ich gehöre normalerweise auch nicht zu den Leuten, die sowas ausnutzen. Ich finde aber das es für beide Seiten von Vorteil ist, wenn man dem anderen entgegenkommt, wenn nötig.
    Anders ausgedrückt, wenn der AG unter allen Umständen verlangt das ich arbeite, würde ich das wohl tun, aber eben keinen Handschlag mehr. Wenn er mir (z.B. in so einem Fall) entgegenkommt, bin ich auch gern bereit - wenn nötig - auch mal mehr zu tun, ohne Ausgleich.
    Eine Hand wäscht die andere ...

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