Hallo,
ich bräuchte mal bitte einen Rat.
Der befristete Vertrag einer Kollegin in unserer Vertriebsabteilung läuft bald ab. Ihr wurde gesagt, dass aus Kostengründen keine Verlängerung möglich ist und diese Aufgaben zukünftig einem Azubi übertragen werden.
Die Abteilungsleiterin die ihr diese Entscheidung mitgeteilt hat, arbeitet aber seit 1 Jahr nur noch 20 Stunden in der Woche Fachlich möchte ich ihr nicht absprechen, da ist sie top, aber durch die reduzierte Arbeitszeit hat sie keinen genauen Überblick über das vorhandene Arbeitspensum. Außerdem ist der Umgang mit ihr etwas schwierig, da sie sehr mißtrauisch und auch recht nachtragend ist.
Da ich fachlich aber für eine andere Abteilung zuständig bin , manche Aufgaben aber beide Abteilungen betreffen, kenne ich sowohl den Aufgabenumfang als auch die Kollegin, die ihre Arbeit hervorragend erledigt, und sich mit den Leuten in ihrer Abteilung sehr gut versteht.
Ich habe daraufhin mit der Abteilungsleiterin gesprochen, ihr die Situation erklärt. Es stellte sich heraus, daß sie das Arbeitspensum der betroffenen Abteilung nicht genau kennt. (in den letzten Monaten hat sich da sehr viel geändert),
Trotzdem blieb sie bei ihrer Entscheidung, eine Weiterbeschäftigung abzulehnen, mit der Begründung daß diese Aufgaben ja auch ein Azubi übernehmen könne.
Anschließend sprach ich mit unseren Chef und schilderte die Situation. Er stimmt nun auch einer Weiterbeschäftigung zu. Ihm war auch schon aufgefallen, wie gut die Kollegin ihren Job macht, Er sagte , daß er in Kürze ein weiteres Produkt in den Vertrieb aufnehmen werde und dann sowieso weitere Aufgaben dazukommen, die niemals nur von einem Azubi erledigt werden können. Abschliessend sagte er mir , daß er sich mit der Abteilungsleiterin unterhalten werde.
Die Abteilungsleiterin verhält sich nun recht "bockig", hintenrum meinte sie, daß ich der Kollegin nur aus persönlichen Gründen helfe wolle und vielleicht sogar ein Verhältnis mit dieser Frau habe. was aber nicht stimmt.
Es ist zwar so, daß im Endeffekt der Chef die Entscheidung trifft und er ja schon seine Zustimmung signalisiert hat. Auf der anderen Seite ist ihm auch wichtig, die Abteilungsleiterin in den Entscheidungsprozess mit einzubeziehen.
Was meint ihr. Soll ich mit der Abteilungsleiterin nochmals reden, bzw. welche Punkte soll ich dabei ansprechen ?
Das war jetzt ganz schön viel Text und ich hoffe, daß ich die Situation verständlich geschildert habe.
marc118
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Thema: Für eine Kollegin einsetzen
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18.02.2007, 13:02
Für eine Kollegin einsetzen
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18.02.2007, 13:11
AW: Für eine Kollegin einsetzen
Ich würde mich mit beiden zusammen an einen Tisch setzen, denn dieses Hin und Her bringt nur Ärger und kein Ergebnis (wie man sieht, wird Dir schon ein Verhältnis unterstellt).
In diesem Gespräch würde ich die Abteilungsleiterin auch direkt fragen, ob sie ein persönliches Problem mit dieser Frau hat, weil sie sich so sträubt.Non quia difficilia sunt non audemus,
sed quia non audemus difficilia sunt.
Quod tibi fieri non vis, alteri ne feceris
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18.02.2007, 23:48
AW: Für eine Kollegin einsetzen
Vielen Dank NeverGiveUp,
Zitat von NeverGiveUp
Danke für den Rat, ich werde nächste Woche wenn die Abteilungsleiterin und der Chef im Hause sind um einen gemeinsamen Termin bitten.
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19.02.2007, 20:03
AW: Für eine Kollegin einsetzen
Habe heute versucht, den Termin zu vereinbaren. Die Abteilungsleiterin hat abgeblockt, sie wird an einem solchen Termin nicht teilnehmen und pocht darauf, daß die Entscheidung über eine Weiterbeschäftigung der Kollegin in ihren Kompetenzbereich fällt.
Zitat von marc118
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19.02.2007, 20:06
AW: Für eine Kollegin einsetzen
Kann denn deine Kollegin ncht selbst ihren Mund aufmachen? Warum hast du so starkes Interesse daran, dass sie den JOb behält?
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19.02.2007, 20:28
AW: Für eine Kollegin einsetzen
Anastasia1960,
Zitat von Anastasia1960
ich hatte es zwar nicht geschrieben, aber die Kollegin hat selbst versucht, über eine Weiterbeschäftigung zu verhandeln.
Leider ist es so, daß hier eine Abteilungsleiterin arbeitet,für die Neid und Mißgunst den anderen Frauen gegenüber eine große Rolle spielt. Da die Kollegin nun 1 Jahr und ich bereits 6 Jahre in der Firma arbeite und deshalb manche Strukturen besser kenne habe ich mich dafür eingesetzt. Die genauen Gründe warum ich so ein starkes Interesse habe, habe ich ja in meinem Eingangsposting geschilder.
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19.02.2007, 20:55Inaktiver User
AW: Für eine Kollegin einsetzen
Ich würde an Deiner Stelle überhaupt nichts mehr machen.
Wenn ich das richtig zusammenfasse, ist doch folgendes passiert: Du hast Dich für diese Mitarbeiterin aus sachlichen Gründen eingesetzt, Deine Haltung dazu der Abteilungsleiterin und Eurem gemeinsamen Chef mitgeteilt. Letzterer hat nun zugesagt, dass er sich darum kümmert. Damit ist das Thema da, wo es auch hingehört, bei demjenigen, der das Schicksal der Weiterbeschäftigung auf sachlichen Gründen klären kann.
Wenn Du nun nochmals die Initiative ergreifst und um ein gemeinsames Gespräch zu Dritt bittest, wird die Geschichte so weitergehen:
Dein Chef ist angeknatscht, weil Du in seine Führungsrolle eingreifst. Du signalisierst ihm, dass er Deiner Ansicht nach die Abteilungsleiterin nicht alleine "in den Griff bekommt", aber auch die sachlichen Gründe für die Weiterbeschäftigung nicht alleine einschätzen kann.
Die Abteilungsleiterin wird merken, dass ihr Chef unleidlich wird, bekommt dann ganz schnell Oberwasser, wird sich mit dem Chef solidarisieren, denn die Beiden haben dann plötzlich ein gemeinsames Feindbild: Dich!
Und das Ende der Geschichte: die Mitarbeiterin wird gehen müssen, weil die Beiden sich da einig werden, und Du hast erstmal einen Chef, der Dich "disziplinieren" muss, um seine Alpharolle wieder zu demonstrieren, und eine Abteilungsleiterin, die schlicht und einfach recht behalten hat.
Kranich
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20.02.2007, 20:00
AW: Für eine Kollegin einsetzen
Kranich,
Zitat von Inaktiver User
ja das ist wahr, mit meinen 27 Jahren kann ich wieder eine Erfahrung mehr aufweisen.
Hatte heute Nachmittag einen Termin mit meinem Chef um das Thema durchzusprechen. Er hat sogar die Abteilungsleiterin Frau X zu einer Telefonkonferenz durchgeschaltet und die ganze Angelegenheit wurde wie folgt "gelöst".
Ich gebe meine Verantwortung an den Aufgaben die beide Abteilungen tangieren komplett an die Frau X ab. Die hat dem Chef zugesichert, statt der bisherigen 20 Wochenstunden nun 30 Wochenstunden in der Firma zu sein und die anfallenden Aufgaben auch ohne die Mitarbeiterin bewältigen zu können.
Das heisst, die Mitarbeiterin muss gehen (laut Chef wird versucht ihr einen Job in einer Niederlassung zu vermitteln
) und ich kann mich jetzt voll auf die Aufgaben meiner Abteilung konzentrieren.
Allen die geantwortet haben vielen Dank
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20.02.2007, 21:46Inaktiver User
AW: Für eine Kollegin einsetzen
Oh je Marc, ich wollte nicht recht behalten. Das tut mir leid, aber es war für mich so offensichtlich. Ich bin aber schon einige Jahre länger im Job und habe da eben auch meine Erfahrungen gemacht.
Zitat von marc118
Ich wünsche Dir, dass Du für Dich das Ganze wirklich als Lernerfolg buchst. Lass mal ein wenig Zeit vergehen.Vielleicht bekommst Du ja in einigen Monaten noch das Erfolgserlebnis nachgeliefert - nur schweige bloß, wenn es soweit ist. Kein Mensch hört gerne eine dickes "Ätsch, habe ich doch gesagt", wenn er was falsch gemacht hat - und besonders Chefs wollen das überhaupt nicht hören und schlagen dann gnadenlos zurück.
Kranich


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