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  1. Inaktiver User

    AW: anstößige Patienten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Damit drifte ich zwar vom Thema weg, aber dieses Spannungsverhältnis hat man beim Thema Kameraüberwachung ständig. Die gefühlte Sicherheit ist vielleicht höher, aber will man in jeder Lebenslage vom Großen Bruder beobachtet werden?
    Das dachte ich auch.

    Vor allem fehlt mir hier die Verhältnismäßigkeit. Man muss doch bei einer Einschätzung die Gefährdungswahrscheinlichkeit berücksichtigen, und noch ist mir nicht bekannt, dass es in Praxen ständig zu Übergriffen kommen würde, die man anders nicht in den Griff bekäme.

    Wenn mir einer widerlich wäre wollte ich den auch nicht mit Kamera behandeln.

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    AW: anstößige Patienten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was genau hilft ihr das denn?
    Es stärkt ihr den Rücken und stützt die Gewissheit, dass sie sich so etwas nicht bieten lassen muss und auch nicht auf Gedeih und Verderb alleine dafür sorgen dass ihr nichts geschieht, sondern dass sie ihren Chef da involvieren kann und darf, ohne sich vorwerfen lassen zu müssen, sie sei unprofessionell und brauche einen Babysitter etc.

    Es ist ja nicht so, dass es deswegen nicht vorkommt, weil es nicht vorkommen sollte. Daher irritiert mich die Vehemenz mit der das immer bekräftigt wird jedes Mal aufs Neue.

    Hilft mir das, wenn ich überfahren worden bin, dass mir andere sagen, das hätte gar nicht passieren dürfen, man darf schließlich niemanden überfahren?
    Das ist so ein Muster bei dir, dass du immer wieder versucht, konträre Meinungen mit so etwas lächerlich zu machen. Denn niemand hier hat gesagt, dass es reicht, mit dem Fuss aufzustampfen und zu sagen "das ist aber verboten!".

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Es ist meine völlig und absolut ernsthafte Ansicht, dass Humor, Gelassenheit und Selbstvertrauen es erlauben, solche Anfragen in den allermeisten Fällen mit geringem Aufwand gut und nachhaltig zu lösen, gleichzeitig ein konstruktives Verhältnis mit dem Kunden/Patienten zu erhalten und die eigene Sicherheit zu schützen.
    Vielleicht. Wenn aber nicht, muss man sich nicht als unprofessionell etc. beschimpfen lassen, wenn man den Chef involviert. Besonders übel finde ich es auch, dass du suggerierst, man müsse in so einem Fall (zu Recht) um seinen Job fürchten.
    Und gerade zu krank finde ich die Empfehlung, einen rein sexuellen Impuls als "Liebesbeweis" zu sehen, natürlich wiederum verbunden mit der Suggestion, alles andere sei unreif und/oder verkrampft.

    und falls es trotzdem nicht klappen sollte, weil man an einen Idioten vor dem Herrn gerät: Polizei rufen. Die kommt dann und schmeisst ihn raus, falls er so lange wartet und bis dahin nicht schon selbst verschwindet.
    Das findest du nicht ein bisschen seltsam, dass der Chef hier ausgespart wird und stattdessen gleich die Polzei geholt wird? Da kommt dann nicht der "Babysitter"-Vorwurf?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ihr den wahnsinnig hilfreichen Tip geben, sie müsse einfach nur nein sagen, dann gäbe es gar keine Belästigungen.
    Das ist genau das üble: der TE wird die Schuld daran zugeschoben, dass passiert, was passiert. Sie hätte das wirksam unterbinden müssen, schafft sie das nicht, ist sie selbst schuld. Blaming the victim.
    Nun ja, vielleicht sollte man dankbar sein, dass man immerhin so etwas hat, mit dem man illustrieren kann, was damit gemeint ist und warum viele Frauen sexuelle Belästigungen gar nicht erst anzeigen oder sich jemandem anvertrauen.

    ChazyElli hat mit keinem Wort, nicht einmal andeutungsweise, behauptet, dass sie keine Männer behandeln will. Null. Nix. Das ist eine reine Unterstellung und eine ziemlich abwegige noch dazu.
    Klar, sie muss ja als hilfloses Chicken dargestellt werden, das halt einfach defizitär ist.

    Zitat Zitat von Morticia55 Beitrag anzeigen
    DEM hätte auch sicher niemand widersprochen, aber das Ansinnen, eine solche Anmache als Kompliment an die Weiblichkeit aufzufassen, dazu muss man schon sehr bedürftig und/oder intellektuell sparsam ausgestattet sein
    Oder mit dem Maskulismus sympathisieren.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich arbeite in einer Physio-Praxis am Empfang...

    - Bei uns ist ein Therapeut nie alleine mit einem Patienten, zumindest ein Empfangsmitarbeiter ist noch anwesend.
    - Patienten, die solch sexuelle Anliegen oder sonstige dubiose Wünsche äußern, bekommen zuerst einen Vermerk in die Kartei und unser 1. Therapeut (männlich) spricht bei weiteren Auffälligkeiten mit diesen.
    - Patienten, die dennoch weiterhin unangenehm auffallen, bekommen schlichtweg keine Termine mehr.

    Unangenehme Situationen lösen unsere Therapeutinnen schon anfangs meistens recht zügig mit passenden Sprüchen auf, das kann und muss jedoch nicht jede Therapeutin können - aber vor allem muss sie die Sicherheit im Kopf haben, dass sie so handeln darf und der Patient gegebenenfalls aus der Praxis ausgeschlossen wird!

    Die TE als junge Mitarbeiterin braucht Hilfe und Unterstützung und sollte unbedingt das Gefühl vermittelt bekommen, dass sie nicht alleine dasteht.
    Danke, dieser Beitrag fasst es sehr gut zusammen.
    So geht man professionell mit dem Thema um!.

    Zitat Zitat von Fourthhandaccount Beitrag anzeigen
    Ich wäre als Chefin alles andere als begeistert, wenn meine Angestellten solche Probleme nicht geschildert hätten und stattdessen eine Polizeiaktion in Gang setzen würden.
    Ja, und ich würde ernsthaft daran zweifeln, wie ich auftrete und was ich meinen Mitarbeiterin suggeriere.
    Ich habe in vergleichbarer Situation, wo einmal ein Kollege in meinem Projekt auftauchte, der in der Vergangenheit durch grenzwertige Bemerkungen Frauen gegenüber aufgefallen ist, überlegt, was ich tue.
    Einerseits wollte ich vermeiden, dass die Zusammenarbeit von Anfang an womöglich belastet ist, weil im Raum steht, wie sich der Kollege einige Jahr zuvor verhalten und geäußert hat.
    Anderseits wollte ich vermeiden ,dass gerade eine junge Kollegin, die sehr ehrgeizig ist, eine mögliche Belästigung verschweigt, aus Angst, nicht auf Verständnis zu stoßen, oder gar ihre Karriere zu torpedieren, weil ich sie als überempfindlich o.ä. einstufe, wenn sie mit ihren Problemen zu mir kommt.
    Ich habe mich für ein Gespräch mit ihr entschieden und sie gebeten, auch mich zuzukommen ,wenn etwas sein sollte. Ich bin froh, dass ich es so gemacht habe.

    Zitat Zitat von ilazumgeier Beitrag anzeigen
    logo. es ging mir darum, dass die verschärfte Witz-Ebene durchaus eine Möglichkeit sein kann, aber nur, wenn man es kann und sich seiner Sache sehr sicher ist. und dann ist das Problem sowieso eines, das man händeln kann. Dieses standing hätte ich mit 23 aber vermutlich nicht gehabt; insofern also eine akademische Diskussion. Die TE hat selbstverständlich Anspruch auf Unterstützung durch ihre Vorgesetzten oder sie arbeitet tatsächlich im falschen Laden.
    Absolut

  3. gesperrt

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    AW: anstößige Patienten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Man kann es ja auf die Zeit begrenzen, wenn die Angestellte alleine dort ist, und abends bei Praxisschluss alles wieder löschen.
    Darüber muss die Praxis alle informieren: die Mitarbeiter und die Patienten, dass grundsätzlich gefilmt wird.
    Das Löschen ist an sich selbstverständlich, aber - falls doch ein Patient zudringlich werden sollte und oder "nur" (das reicht auch schon) die TE verbal belästigt, braucht der Chef die Aufzeichnung doch länger.

  4. Inaktiver User

    AW: anstößige Patienten

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Das ist so ein Muster bei dir, dass du immer wieder versucht, konträre Meinungen mit so etwas lächerlich zu machen.
    Ich möchte dich schon bitten, mir nichts zu unterstellen.

    Denn niemand hier hat gesagt, dass es reicht, mit dem Fuss aufzustampfen und zu sagen "das ist aber verboten!".
    Es gab mehr als genug Posts wo sich ereifert wurde, dass man sowas einfach nicht tut.

    Ich finde das ziemlich sinnentleert, denn wenn es niemand täte bräuchten wir nicht drüber zu reden. Analog meinem Beispiel.

  5. Inaktiver User

    AW: anstößige Patienten

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Klar, sie muss ja als hilfloses Chicken dargestellt werden, das halt einfach defizitär ist.
    Sorry, aber das tun ja diejenigen die ihr einbimsen, sie könne sich mit 23 ja gar nicht dagegen verwahren ja nun auch. Genau das stört mich wiederum.

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    AW: anstößige Patienten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sorry, aber das tun ja diejenigen die ihr einbimsen, sie könne sich mit 23 ja gar nicht dagegen verwahren ja nun auch. Genau das stört mich wiederum.
    Das hab ich anders empfunden. Eher als: mit 23 ist man/frau möglicherweise noch nicht so gefestigt, da gleich die passende Antwort zu geben bzw. sich richtig zu verhalten.

    Deshalb ja auch öfter der Hinweis, sich bei der Praxisleitung Rückhalt zu holen. Der Arbeitgeber hat die Fürsorgepflicht!
    (Außer in manchen Gegenden der Eidgenossen)
    Das Idol unserer Kindheit war ein arbeitsloser Aussteiger mit hohem Bildungsgrad, der abseits gesellschaftlicher Normen im Bauwagen lebte.

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    AW: anstößige Patienten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es gab mehr als genug Posts wo sich ereifert wurde, dass man sowas einfach nicht tut.

    Ich finde das ziemlich sinnentleert, denn wenn es niemand täte bräuchten wir nicht drüber zu reden. Analog meinem Beispiel.
    Muss ich dir wirklich erklären, dass im Deutschen die Formulierung "so etwas tut man nicht" eine andere Bedeutung hat als "es gibt niemanden, der das tut"? Oder was genau möchtest du sagen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sorry, aber das tun ja diejenigen die ihr einbimsen, sie könne sich mit 23 ja gar nicht dagegen verwahren ja nun auch.
    Und schon wieder protestierst du gegen etwas, was niemals jemand gesagt hat.
    Niemand hat gesagt, eine 23jährige könne das nicht.
    Gesagt wurde hingegen, dass es eine 23jährige noch nicht unbedingt können muss, man es ihr also nicht verdenken kann, wenn die Situation sie erstmal überfordert, sie sich deswegen nicht schämen muss, sie sich jemandem anvertrauen darf, ohne Vorwürfe erwarten zu müssen, sie wäre "High maintenance".

    Ich kann einfach nicht fassen, dass jemand ,der verstehen will, diese Dinge erklärt bekommen muss.

  8. Moderation

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    AW: anstößige Patienten

    @chazyElli

    Ich habe den Strang vorübergehend geschlossen.
    Wenn du dein Thema weiter diskutieren willst, was ich sehr hoffe, dann schreib bitte mir oder Cariad eine kurze pn, dann öffenen wir den Strang wieder.
    Lassen Sie mich niemals in den gewöhnlichen Fehler verfallen, zu meinen, dass ich verfolgt werde, wann immer mir widersprochen wird. Ralph Waldo Emerson

    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  9. User Info Menu

    AW: anstößige Patienten

    Ok dann wage ich mich mal an meine Antwort..
    ich bin meistens nur mal am WE hier online und hätte auch nie gedacht, dass der Beitrag so hohe Wellen schlägt.

    Also zuerst wollten manche eine deutlichere Ausführung, was da passiert ist und weshalb ich das Wort "stalken" benutze. Ich hatte konkret zwei Patienten. Beide männlich und zwischen 30 und 40 Jahren, also zwar nicht alt, aber für meine Begriffe in einem Alter wo man sich seiner Aktionen und deren Sinn und Wirkung auf das hiesige Thema bezogen durchaus bewusst sein sollte. Der erste war an sich ein normaler etwas anstrengender Patient in den Behandlungen und hatte da nicht wirklich Andeutungen gemacht, nach der letzten Behandlung war ich mit ihm dummerweise abends allein in der Praxis und er hat mich gefragt, ob ich die Behandlungen nicht "privat" weiterführen könnte. Ich hab erstmal erklärt, dass bei uns nicht alle Kassenleistungen auch als Privatleistung gehen, wegen nem fehlenden Heilpraktiker zum Abrechnen und da kam dann ein sehr vielsagender Blick und "nein.. PRIVAT". Ich habe das verneint und gesagt, dass ich mit Patienten rein aus Berufskodex nichts dergleichen anfange und er sich für Behandlungen einfach nach einer Folgeverordnung kümmern kann. Den Unterton seinerseits habe ich erstmal ignoriert und gehofft, dass meine Verneinung reicht. Leider ist er nicht zurückgewichen und hat dann nach persönlichen Dingen gefragt (seit wann ich von meinem Ex getrennt bin und ob ich nicht gern mal was bei Patienten mache, die meinem Typ entsprechen etc) und da habe ich mich einfach versucht rauszureden und das verneint, also dass ich meine Privatsachen aus der Praxis fernhalte und sowas nicht in Frage kommt und damit das Thema durch ist. Hat ihn nochmal nicht interessiert und erst nach der Bitte, mich damit wirklich nicht in Bedrängnisse zu bringen und dass ich jetzt die Praxis zusperren müsste hat er sich abwimmeln lassen. Ich war hinter den Tresen gerückt, sodass da etwas massives zwischen ihm und mir ist, aber mir haben mega die Knie gezittert, einfach weil er sich da erstmal null von abbringen lassen hat. Wenn er nach meinem ersten Nein einfach gegangen wäre, hätte mich das nie so tangiert.. aber da der Mann eben so beharrlich war, hatte ich dann Angst um evtl. körperliche Annäherungen. Naja ich habe das auch meinen Chefinnen gesagt und die haben sich den gemerkt, damit das nicht mehr vorkommt. Der zweite Patient ist deutlich über 30, ich hätte gedacht er ist verheiratet mit Kind und allem so nach der ersten Einschätzung. In der Behandlung war er auch sehr unauffällig, was wahrscheinlich auch erstmal durch die Bauchlage nicht anders ging. Irgendwann habe ich abends eine Mail von Google bekommen, dass bei Gmail (habe ich) und Google+ (richtet sich automatisch ein, wenn man Gmail hat, ist bei mir aber immer deaktiviert) ein Problem war und es zu sTörungen gekommen sein könnte. Dann ca 30min später eine Nachricht von G+ über einen Kommentar des Patienten auf ein Bild von mir im G+ gleich danach noch ein Kommentar auf mein G+- Profil, er möge mich doch gern genauer kennenlernen und finde mich heiß, sowas in der Art x_x Ok, im ersten Moment klingt das nicht nach einem Weltuntergang für jemanden, der in social media auch aktiv ist, aber ich habe und hatte noch nie G+. Ich habe mich gleich daran gemacht, zu gucken wieso dieses Profil auf einmal existiert, wo G+ meine Infos her hat und wie ich es abschalten kann - ich habe mich dazu entschieden da nichts drauf zu antworten, weil mich das so geschockt hat, dass mich so jemand im Netz solange sucht, bis ein Profil auftaucht was für vllt 30min durch ein Sicherheitslag/Problem in Gmail/G+ überhaupt nur fälschlicherweise existiert Mich hat nicht nur dieses Profil erstmal geschockt, sondern eben, dass so schnell jemand darauf geht und mich anschreibt. Ich habe das Profil gleich wieder gelöscht, traurigerweise waren alle Parameter auf öffentlich gestellt (die Standarteinstellung oder eben durch dieses Problem). Dann habe ich auf Arbeit versucht, so normal wie möglich zu sein und so getan, als wär das nie passiert. Zwei Tage nach diesem Kommentar des Patienten hätte ich abends allein die letzte Behandlung mit ihm gehabt und da ich eben oft allein dort arbeite und mir das Angst gemacht hat, habe ich meinen Bruder reinbestellt. Hier hatte ich allerdings einfach ein bisschen zu viel Scheu vor einem Gespräch mit den Chefs, weil Internet ja so eine schwierige Sache ist und die das evtl als Provokation meinerseits sehen könnten, wenn ich eben in social media präsent bin (auch wenn das eingeschränkt öffentlich und nicht für Patienten ist und ich nie G+ wollte und offiziell hatte), dazu auch weil das wohl auch ein Stammpatient ist. Meine Chefin meinte mal "der ist recht flott unterwegs, weiß gar nicht ob der zur Zeit liiert ist"... er hat sich dann glücklicherweise nicht nochmal an mich rangemacht oder irgendwas, aber da hab ich dann auch nicht alle Techniken angewendet, wie man so machen könnte, weil manche Griffe eben auch iwie zu viel Nähe freigeben und ich das so unangenehm finde, wenn jemand da zweideutig denkt und eben auch handelt. Ja, es ist kein Stalking in dem Sinne, aber online schlecht zu bewerten wie viel er gesucht hat.

    Ich empfinde das auch nicht als Kompliment, es ist mir höchst unangenehm, wenn jemand meine fachliche Kompetenz ausnutzt und nicht mal zu schätzen weiß. Es ist für mich auch kein Kompliment, wenn mich jemand solange online sucht, um mir zweideutige Angebote zu schreiben. Und für mein Empfinden ist mein Alter auch eher unwichtig, ich habe immerhin 4 Jahre Berufserfahrung und einige Weiterbildungen und bin trotz meiner 23 Jahre eben kein Frischling im Beruf. Mich deprimiert das auch, weil ich immer nur gefragt werde, ob ich das was ich mache überhaupt gelernt habe, ob mir meine Ausbildung/mein Praktikum Spaß mache (oh sie sind schon ausgelernt :O) oder wenn ein Patient meint sich bei älteren Kollegen (was ja hier nur eine Chefin ist) nochmal über meine Fachkenntnis zu versichern, nur weil ich jung bin. Nach einer Behandlung hat sich das zum Glück meist erledigt, aber diese Vorurteile nerven mich schon.. Da wir hier auf dem Dorf sind kennt auch jeder jeden und man kann sich nicht wirklich großer Anonymität erfreuen, was solange nicht stört, bis dann jemand nach einem eindeutigen NEIN nicht aufgibt. Das sind alles Dinge, die mir eben zu schaffen machen und mich verunsichern.. Einen männlichen Kollegen gibt es hier leider nicht, in der Praxis wo ich vorher war habe ich das dann über nen Tausch zum Kollegen einfach lösen können, aber da war mir das eben auch nie so unheimlich, weil ich nie allein war.

    In der Ausbildung hat man 2,5 Jahre oder so Psychologie/Pädagogik/Soziologie und das bezieht sich eher auf fachliche Dinge. Ich denke trotzdem, dass ich psychologisch gut ausgebildet bin, aber eben nicht für so eine konkrete Situation in der Grauzone zwischen Arbeit und privat. Patienten mit einer krankhaften Distanzminderung zB begegnet man fachlich anders, diese Patienten begeben sich und damit auch mich auf eine private Ebene und da kann ich nicht reagieren wie bei einem dementen 80-Jährigen, das ist für mich viel schwieriger zu lösen, weil ich den Patienten erstmal wieder auf eine fachliche Emotionsebene ziehen muss und der uU absichtlich nicht mitgeht. Ich hatte weniger Probleme in meinem Kopf mit mir selbst, als ich in der geschlossenen Psychiatrie mit den Patienten zu tun hatte, weil die einen nicht mutwillig auf privater Ebene abfangen wollen/können...

    Und ja, ich habe auch nicht wirklich das beste Selbstvertrauen, ich bin kein schlagfertiger exzentrischer Mensch, der sich aufbaut und Kontra gibt und die Krallen ausfährt, aber gerade das ist in der Situation unschön zu wissen.. ich kann da auch nicht aus meiner Haut. Ich bin selbst sehr froh, dass das Verhältnis zwischen Patienten und mir zwar oft sehr eng, aber nie privat ist.

    Falls ich noch was vergessen habe zu beantworten entschuldigt bitte (ich bin mir sicher das habe ich..), für heute wars das von mir :)
    LG

  10. Inaktiver User

    AW: anstößige Patienten

    Zitat Zitat von chazyElli Beitrag anzeigen
    Ja, es ist kein Stalking in dem Sinne, aber online schlecht zu bewerten wie viel er gesucht hat.
    Nein, es ist überhaupt kein Stalking, jemanden einmal anzuschreiben, und ich wünsche dir, dass du nie erfahren musst was stalking ist.

    Mehr schreibe ich hier besser nicht mehr.

    Vielleicht schaust du mal, ob irgendwie über Fachverbände etc Kurse zu dem Thema angeboten werden, oder sowas wie Supervision.

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