Nachdem ich letztes Jahr einen neuen Job angefangen habe, fehlt mir immer noch das Gefühl, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Ich habe mich beworben, weil ich mich in Richtung Sekretariat entwickeln wollte und eigentlich auch nach wie vor will. Der neue Job war so ausgeschrieben, entspricht dem aber nicht. Ich denke immer wieder, das was ich aktuell dort mache, ist nicht das was mich wirklich interessiert und ich mir auf Dauer vorstellen kann. Ich tue mir schwer mit vielen Sachen. Auch werde ich das Gefühl nicht los, nicht so wirklich in die Firma bzw. Das Team zu passen. Bin seither immer gut angekommen mit meiner Art. Alles dort ist genauestens vorgeschrieben und wird kontrolliert.
Gibt es das, in eine Firma einfach nicht zu passen, ist euch das auch schon passiert und wie seid ihr damit umgegangen?
Lohnt es sich durchzuhalten oder besser nach was anderem umschauen? Die Bezahlung ist gut und die Firma macht sich, denke ich, gut im Lebenslauf.
Irgendwie nagt das auch alles an meinem Selbstbewusstsein.
Was ich immer mochte waren Fremdsprachen (habe ich seither im Job nicht gebraucht, denke aber, da schnell wieder reinzukommen), Dinge organisieren, Kontakt zu Menschen.
Ich erhoffe mir hier Impulse von außen, Anregungen, Erfahrungen und Tipps.
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 15
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30.01.2017, 18:50
Neuer Job, falsche Entscheidung?
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30.01.2017, 19:11
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30.01.2017, 19:13
AW: Neuer Job, falsche Entscheidung?
Was würdest du denn gerne machen im Sekretariatsbereich und welche Aufgabe findest du jetzt nicht so ansprechend?
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30.01.2017, 19:19
AW: Neuer Job, falsche Entscheidung?
Ich würde auch nicht damit klar kommen, wenn alles kontrolliert und vorgeschrieben werden würde.
So eine Abteilung haben wir bei uns in der Firma auch. Wenn ich in dieses Büro rein gehe, dann arbeiten die dort alle, als dürften sie nicht hoch gucken .
keine Ahnung, wieso es Menschen gibt, die das aushalten können.Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.
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30.01.2017, 21:19
AW: Neuer Job, falsche Entscheidung?
Die Stelle habe ich im Herbst begonnen. Im Sekretariat würde mir Terminorganisation, Reiseplanung, Sachen vor- und nachbereiten liegen und, als Ansprechpartner für Chef und Kollegen zu sein, die Dinge im Überblick zu haben. Die Aufgaben jetzt sind einfach nicht das was ich gesucht habe, z. B. Disposition und Einkaufsverhandlungen. Sehr stressig und man kommt sich schon komisch vor, wenn man mal pünktlich geht.
Die Abläufe dort sind eben strikt vorgegeben und geregelt. Ich mag es eben lieber, wenn ich einen gewissen Handlungsspielraum habe. In dem Großraumbüro hat es keine Raumteiler oder so, ich fühle mich immer unter Beobachtung.
Was mich aber mindestens genauso beschäftigt ist, wie oben beschrieben, das Gefühl, nicht richtig reinzupassen. Kann das Einbildung sein? Oder ist euch sowas auch schon passiert?
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30.01.2017, 21:39
AW: Neuer Job, falsche Entscheidung?
Ich hatte das in meinem letzten Job auch. Schon der erste Tag war nix und es wurde nicht besser - es hat weder menschlich noch inhaltlich gepasst , dazu musste ich noch weit fahren. Ich habe quasi nahtlos weiter gesucht und als ich was neues hatte, hab ich gekündigt.
Im jetzigen Job bin ich sehr zufrieden.
Man verbringt soviel Zeit bei der Arbeit, da sollte es entweder menschlich oder inhaltlich stimmen. Am besten beides :-)
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30.01.2017, 22:30
AW: Neuer Job, falsche Entscheidung?
Und wie lange warst du dann in dem ungeliebten job? Hat die vermutlich kurze Station bei den Vorstellungsgesprächen bzw. Davor schon in Bewerrbungsgespräch Schwierigkeiten gemacht?
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31.01.2017, 06:49Inaktiver User
AW: Neuer Job, falsche Entscheidung?
Ich glaube schon, dass es manchmal einfach nicht passt. Man sollte aber sorgfältig analysieren, was genau da nicht passt, damit man nicht beim nächsten Job wieder vor dem gleichen Problem steht.
Wenn man nicht im Großraumbüro arbeiten möchte und feste Regeln ablehnt, schränkt das bei der Jobsuche natürlich schon ein.
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31.01.2017, 07:20
AW: Neuer Job, falsche Entscheidung?
Wie sieht denn dein Aufgabengebiet aus?
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31.01.2017, 09:35
AW: Neuer Job, falsche Entscheidung?
Hallo,
Das sind nun aber nicht die klassischen Tätigkeiten in einem Sekretariat.
Beides ist eine Frage der Firmenphilosophie. Da kann man nur sagen, love it or leave it.
Nein, das ist keine Einbildung. Wenn man eine Stelle in einer funktionierende Struktur antritt, muß man sich dieser Struktur anpassen (wenn man das will und wenn man das kann). Wenn das nicht geht, ist man da falsch. Dafür gibt es ja die Probezeit, während derer man kurzfristig aus dem Vertrag raus kann. Nur kann man eben nie sicher sein, dass es beim nächsten Mal besser paßt. "Nirgendwo wird so viel gelogen (von beiden Seiten), wie in Bewerbungsgesprächen" hat mir mal ein Headhunter gesagt.
Gruß
W.Be yourself no matter what they say (Sting).


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