Hallo bevor ich jeden Tag vollzeit arbeite bringe ich meinen Sohn (3) in den Kindergarten.
Er ist gerne dort, isst sehr gut, schläft mittags, weint nur bei Schmerzen oder Streit und hat schon gute Freunde/Freundinnen.
Immer wenn mein Mann ihn abholt ist er vergnügt am Spielen.
Mein Problem ist das morgendliche Abgeben im Kindergarten. Das mag mein Sohn nämlich nicht und es gibt immer Theater und Herz zerreißendes Geweine. Sobald ich den Raum verlasse ist schnell Ruhe und manchmal höre ich ihn sofort plaudern.
Ich schreibe das hier im Jobforum, denn ich möchte keine Erziehungstipps. Ich werde es natürlich beobachten und schließe mich auch ab und zu mit den Betreuerinnen kurz, aber ich denke das Verhalten meines Sohnes ist normal.
Meine Frage ist, wie schafft ihr es solche anstrengenden Situationen zu akzeptieren?
Ich sitze dann öfter mit einem flauen Gefühl auf der Arbeit und bin nicht so aufnahmefähig wie ich es sein könnte.
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 14
-
01.12.2016, 08:37
Stress in Kita und dann ab zur Arbeit
-
01.12.2016, 08:55
AW: Stress in Kita und dann ab zur Arbeit
Das kann ich nachvollziehen, das ging mir häufig auch so.
Wie lang ist dein Weg zwischen Kita und Arbeit?
Nutze ihn in jedem Fall, um emotional runter zu kommen, meditiere ein paar Minuten (das habe ich wirklich gemacht, sonst wäre das arbeiten nicht möglich gewesen, nachdem ich morgens drei Kinder versorgt und weggebracht habe).
Du weißt, dass es deinem Kind sofort wieder gut geht, wenn die den Raum verlässt! Es gibt keinen Grund zu zweifeln!
-
01.12.2016, 09:58
AW: Stress in Kita und dann ab zur Arbeit
Hallo, diese blöden Übergänge kenne ich. Mein Sohn geht zwar schon zur Schule und ich arbeite meistens von zuhause aus, aber das ändert im Prinzip nichts. Bei uns ist es morgens immer furchtbar hektisch, auch wenn ich versuche, es zu vermeiden. Mein Mann ist leider ein großer Schussel, so dass ich häufig wirklich "2 Kinder" fertigmachen und aus der Tür kicken muss.
Danach erstmal wieder das Adrenalin abbauen... 
Ich habe gemerkt, dass mir feste Abläufe und kleine Rituale helfen. Also: Tür zu, durchatmen. Dann begebe ich mich gedanklich auf den Weg zur Arbeit. Ich mache mir erstmal einen Tee. Dann wird das Büro einmal kräftig durchgelüftet, jetzt im Winter die Tageslichtlampe angeschaltet, dann heißt es loslegen. Am Anfang starte ich immer mit etwas einfachem, so wie früher bei der Mathearbeit.
Vielleicht hilft Dir auch so ein kleines Ritual? "Tür zu" ist für mich z.B. so ein Auslöser, der mir sagt, jetzt konzentriere Dich auf einen anderen Bereich Deines Lebens. Vielleicht ist es bei Dir eine kurze Atemmeditation auf dem Arbeitsweg (genau: wie weit ist der?) oder ein Schluck aus dem Kaffee-Thermobecher oder oder.Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.
-
01.12.2016, 10:01Inaktiver User
AW: Stress in Kita und dann ab zur Arbeit
Eigentlich egal ob ich von zuhause Stress in die Arbeit mitnehme oder von der Arbeit nach Hause: Mir helfen Hörbücher im Auto. Irgendwas, das einen sofort in eine andere Welt beamt und jedes Gedankenkarussell unterbricht.
-
01.12.2016, 10:13Inaktiver User
AW: Stress in Kita und dann ab zur Arbeit
Hallo Zwuckchen,
das kannte ich auch...ich bin immer nach dem Abgeben einen Moment länger geblieben und habe kurz "an der Tür geklebt mit den Ohren), es war ziemlich punktgenau mit dem Klapp der Tür vorbei....mittags gab s dann Genöle "Jetzt schon???"
Ich würde auch eine kurze mentale Auszeit dazwischenpacken, Musik aufs Ohr und tief atmen.....
LG NNMi
-
01.12.2016, 10:19Inaktiver User
AW: Stress in Kita und dann ab zur Arbeit
Das Kinder im Augenblick des Trennungsschmerzes weinen ist doch durchaus völlig normal. Die meisten Kinder reagieren sofort auf Gefühle udn genauso schnell ändern sich die Gefühle.
Ich verstehe deine Reaktion aber nicht, denn du erlebst doch selbst, dass er ganz schnell über das Stadium hinaus ist. Sobald du raus gehst ist alles in Ordnung für dein Kind und das solltet du wahrnehmen und verinnerlichen.
-
01.12.2016, 10:39
-
01.12.2016, 17:51
AW: Stress in Kita und dann ab zur Arbeit
Paraplumeau: Ca. eine Stunde liegt zwischen Kita und Arbeit.
Meditieren ist eine gute Idee, vielleicht auch ein Buch lesen?
Postillon: genau weil ich vermute, dass so eine Situation nicht nur jetzt sondern auch in Schulzeiten auftreten kann, dachte ich ich frag mal nach Tipps.
Ich fahre ca. 15 min. mit dem Rad, 35 min. mit dem Zug und gehe dann nochmal 10 min. zu Fuß. Also genug Zeit.
Das Radfahren tut mir gut, das merke ich.
Aber ein festes Ritual hab ich noch nicht. Werde ich mir mal vornehmen.
Eres: Mein Mann kann das nur selten übernehmen (er ist der Abholer, ich der Bringer). Bei ihm weint mein Sohn genauso, aber ich fühle mich nicht so belastet.
War das der Grund warum du gefragt hast?
Danke auch für die anderen Antworten.
Musik ist übrigens nichts für mich. Die nimmt mich meistens emotional sehr mit :-)
-
02.12.2016, 10:46
-
02.12.2016, 10:51Inaktiver User


Zitieren

