Hallo zusammen,
vielleicht war ja schon mal jemand von euch in der gleichen Situation oder hat Erfahrung mit Bewerbungsgesprächen und kann mir Tipps geben?
Mein Chef hat gekündigt (leider😔) und gerade wird der oder die Nachfolger/-in gesucht. In der zweiten Runde bekomme ich als Vertreterin des Teams ( 5 Leute) eine halbe Stunde Gesprächszeit mit den Kandidaten. Wie nutze ich diese am besten!? Danke für eure Tipps!
LG
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Ergebnis 1 bis 10 von 14
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25.08.2016, 19:10
Welche Fragen an potentiellen Chef stellen?
"And nothing stays the same
And nothing ever happens to you that will happen to you again"
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26.08.2016, 08:33
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26.08.2016, 08:45
AW: Welche Fragen an potentiellen Chef stellen?
Hallo,
hinterfrage alles, was Dir beim früheren Chef gefallen hat. Interessant wäre auch seine Vorstellung zum Führungsverhalten oder zur weiteren Arbeit der Abteilung. Ich persönlich würde immer nach den Familienverhältnissen fragen. Ein lediger Karrierist wird sicherlich kein einfacher Vorgesetzter werden. Das sollte für eine halbe Stunde reichen.
Gruß
W.Be yourself no matter what they say (Sting).
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26.08.2016, 09:24Inaktiver User
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26.08.2016, 10:01Inaktiver User
AW: Welche Fragen an potentiellen Chef stellen?
Ich würde ihn fragen, wie er in seine erste Leitungsfunktion gekommen ist?
Was war bisher in dieser Funktion seine größte Herausforderung, wie hat er sie gemeistert?
An welchen seiner Mitarbeiter kann er sich am besten erinnern und warum?
Wie würde er seinen erfolgreichsten Mitarbeiter beschreiben?
Hintergrund: Wie ist sein Blick auf die Mitarbeiter? Wie beschreibt er sie? Ich finde die Wortwahl sagt
schon viel über sein Wertesystem aus, und wie er künftig Mitarbeiter fördern und fordern wird.
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26.08.2016, 10:39
AW: Welche Fragen an potentiellen Chef stellen?
nun, zumindest würde ich versuchen, das Gespräch für die Bewerber so angenehm wie möglich zu gestalten. Denn möglicherweise wird ja einer dein Chef. Und der wird sich ganz gut daran erinnern, was du ihn so gefragt hast.
Wie stellen Sie sich die Leitung des Teams vor, wie haben Sie es bisher gemacht... etc. sind Fragen, die dich als Vertreterin des Teams sicher interessieren sollten.
Nach dem Familienstand muss man doch nicht fragen, das steht im Lebenslauf (mich würde das als Bewerber sehr wundern).
Ich finde es ja toll, das das Team gefragt wird, aber letztendlich entscheidet sicher die Chefetage? Deshalb hätte ich immer im Hinterkopf, dass einer vlt. mein Chef wird, deshalb keine "blöden" Fragen (Stärken, Schwächen, Familiensituation, Privates, Indiskretes, keine Floskeln...)Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
Ist es wichtig?
Ist es wahr?
Und ist es besser, als die Stille?

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26.08.2016, 11:24Inaktiver User
AW: Welche Fragen an potentiellen Chef stellen?
Nein, in peinliche Situationen bringen und die typischen Fragen stellen, das fände ich auch nicht gut.
Also nichts, was einem zwei Wochen später irgendwie peinlich sein muss, wenn er denn nun
als neuer Chef vor mir steht.
Doch ich würde die Situation schon gerne verwenden um zu schauen, wie der potentiell neue Chef
gestrickt ist, wie er tickt, auf was man sich einstellen kann.
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26.08.2016, 11:37
AW: Welche Fragen an potentiellen Chef stellen?
Vielen Dank für eure Anregungen! Ja, es entscheidet die Direktion, ich darf eine Einschätzung aus Mitarbeitersicht abgeben. Klassische Bewerberfragen stellen ja schon Direktor und HR.
Lebenslauf liegt mir vor. Fragen zu Führungsstil, Mitarbeitern und Erwartungen an uns als Team werde ich sicher stellen, danke."And nothing stays the same
And nothing ever happens to you that will happen to you again"
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26.08.2016, 11:48Inaktiver User
AW: Welche Fragen an potentiellen Chef stellen?
Hallo inaram,
ich war schon mehrfach als Mitarbeitervertreterin im Entscheidungsgremium für potentielle Führungskräfte. Wir sprechen uns da vorher ab, teilen die Fragebereiche auf. Die Frage nach dem Führungstil und den Erfahrungen stellt meist der Chef, meistens habe ich den Bereich "Konflikte" übernommen. Also zB "Schildern Sie doch bitte eine Konfliktsituation der letzten Zeit."
Oder auch den Bereich "Wertschätzung und Motivation der Mitarbeiter", denn die soll er doch möglichst gegenüber dem Team zeigen können.
(Wir hatten mal einen Bewerber, der sagte lapidar "Joah, wenns Not tut, kann man ja mal nen Blumenstrauß kaufen". Fand ich entlarvend - er wurde es dann nicht.)
Fragen nach Stärken und Schwächen finde ich übrigens weder indiskret noch peinlich. Eine gute Führungskraft sollte da selbstreflektiert sein und außerdem vor allem seine Stärken kennen, sonst würde er sich doch gar nicht erst bewerben.
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26.08.2016, 11:54Inaktiver User


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