Blöde Gruppendynamik?
Also, keiner will "beim Chef", also Dir, der sein der den Kopf rausstreckt?
Oder das mit den Vorschlägen kommt zu plötzlich, vielleicht eher sowas wie: "Überlegen sie sich doch alle bis nächste Woche noch interessante Veranstaltungsthemen".
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 279
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26.03.2016, 09:56Inaktiver User
AW: Mitarbeitern Freiraum geben - Erfahrungen damit
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26.03.2016, 10:08
AW: Mitarbeitern Freiraum geben - Erfahrungen damit
Ein Thema vollständig überblicken, einen Sinn für Kohärenz und Stimmigkeit haben, das ist relativ selten. Vor allem da die meisten in der ganzen Schul- und Studienzeit ausführlich beigebracht kriegen, dass man auf tausend Details achtet, aber nicht, wie man ein Ganzes beurteilt. Durch das Stellen von Fragen kannst du da zumindest entsprechende Überlegungen in Gang setzen, die hoffentlich irgendwann zur Routine werden "Wir haben unsere nächste Vortragsreihe zum Thema *veganes Leben* geplant, warum ist der Metzgermeister Müller auf der Referentenliste? Was ist das der Hintergedanke dabei und worüber soll er sprechen?"
Wenn das regelmässig kommt, kann man doch Checklisten erstellen; und nach einem Anlass auch darüber reden, ob die Checkliste sinnvoll ist oder ob man da noch rumschrauben sollte und wie und warum. Doch wenn eine Checkliste erst mal steht, ist die Anweisung "Ausführen gemäss Checkliste" ja wohl durchaus möglich und machbar und du musst nicht Einzelschritte vorgeben. Sondern halt nur das Teil im Auge halten und vielleicht gelegentlich mal kurz nachfragen, ob es plangemäss läuft.oder selbst wenn ich da zuhelfe, tun sie sich sehr schwer, die Zeitschiene richtig einzuordnen (2 Tage vor dem Veranstsltungstermin erst die Einladung fertig zu haben, bedeutet: keiner wird kommen...
Vielleicht den umgekehrten Weg gehen, wenn ihr in der Kaffeepause über ein allgemeines Thema diskutiert, mal fragen: das ist ja interessant, könnte man da eine Vortragsreihe daraus machen, was meint ihr?Gleichzeitig frage ich immer in die Runde, ob jemand interessante Themen für die Veranstaltungen vorschlagen will; da kommt aber immer nichts. Ich hatte irgendwie die Erwartungshaltung, dass jemand sagt: " Frau Sun, neulich habe ich in der Süddeutschen/der FAZ/ dem Spiegel dasunddas gelesen, das scheint ein gutes Thema zu sein..." Nada, niente, obwohl wir die Zeitungen im Büro haben...
und generell die Frage, immer wieder mal: "Gibt es hier noch etwas, das wir noch beachten müssten? Haben wir über alles gesprochen oder ist da noch was?" - oder auch: "ist das so umsetzbar oder sieht jemand ein Hindernis?"
gruss, barbara
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26.03.2016, 11:00Inaktiver User
AW: Mitarbeitern Freiraum geben - Erfahrungen damit
meine erfahrung als geführte und führende ist, dass es sehr hilft, den einzelnen genau zu beobachten, also in dem sinn, was er kann, wo er steht, was seine stärken sind und entsprechend aufgaben zu vergeben und entsprechend zu führen.
als geführte fand ich "jour fixes" ganz gut, so ca 1 mal alle 1 - 2 wochen, in denen über die vorhandenen themen gesprochen werden konnte. das bot dem führenden die möglichkeit einzugreifen und dem geführten, nachzufragen und nochmal anforderungen abzugleichen. als führende hatte ich oft das "offene büro" für meine mitarbeiter, außerdem habe ich gerade die schüchternen immer wieder ermutigt, selbstständig zu sein und sich zu trauen. andererseits habe ich rahmen und schritte vorgegeben - also was muss bis wann erledigt sein und mit welchem ergebnis.
beim beipiel der veranstaltungsplanung finde ich den den zeitraum von aufgabenübergabe bie endergebnis viel zu lang: eine solche planung beinhaltet meilensteine, die erledigt sein müssen, bevor ein nächster schritt getan werden kann. vielleicht bist du in deinen erwartungen zu unpräzise?
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27.03.2016, 08:28Inaktiver User
AW: Mitarbeitern Freiraum geben - Erfahrungen damit
Hallo,
vielen Dank für die zahlreichen Antworten! Ich will mal schauen, dass ich auf möglichst viel eingehen kann:
@Kamelle, Bae: Checklisten haben wir; das Problem liegt eher dabei, dass nicht die richtige Initialzündung kommt bzw. dass das Team Probleme damit hat, kleine Abweichungen vom Kurs eigenständig anzugehen - Beispiel: Wunschreferent x kann/will nicht kommen. Anstatt, dass man mir einen Running commentary gibt ("Frau Sun, x kann nicht kommen. Ich dachte da an Y, den hatten wir doch letztes Jahr mal, und er war wirklich gut, und das Thema passt auch, soll ich nicht mal anrufen...", passiert meist gar nichts, bzw. mir wird nur gesagt: "x kann nicht", ohne weitere Aktion.
Was die Kompetenzen der Mitarbeiter angeht: das kann ich mir leider nur begrenzt aussuchen. Das Unternehmen ist in einer mittelgroßen, nicht besonders attraktiven Stadt mit Nähe zu drei größeren Städten mit namhaften Konzernen, d.h. die High Potentials gehen alle in die Konzerne.
@ Bennett: dass die Ansagen zu plötzlich kommen, glaube ich eigentlich nicht. Und selbst wenn - kann man für den "Ruhm und die Ehre" als Mitarbeiter nicht mal über seinen Schatten springen?
@Francesca: wir machen eine wöchentliche Besprechung, d.h. im Prinzip werden alle regelmäßig abgeholt. Die Zwischenergebnisse frage ich schon ab. Andererseits denke ich mir aber, dass es nach x Veranstaltungen schon möglich sein sollte, das mal überwiegend eigenständig umzusetzen.
Wenn ich eure Kommentare so reflektiere, denke ich, dass das Problem ist, dass ich neben den Führungsaufgaben noch eine Menge fachliche Aufgaben habe, die ich kaum bewältigen kann, wenn ich mich ständig um Dinge kümmern muss, welche die Mitarbeiter eigentlich eigenständig machen sollten und könnten.... Aber dafür gibt es wohl kein Patentrezept...
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27.03.2016, 08:46
AW: Mitarbeitern Freiraum geben - Erfahrungen damit
Wenn da eine "Aktion" wäre, wäre es ja, gleich selbst an jemanden zu denken und diese Person auch gleich zu kontaktieren, BEVOR die nächste Besprechung mit dir kommt. halt einfach zurückfragen "wen haben Sie als Ersatz vorgesehen?"
ich glaube ja nicht, dass Verfahren, die "high Potenzials" bestimmen, notwendigerweise jene Verfahren sind, die alle guten Mitarbeiterinnen abschöpfen. Arbeitsplätze sind heute ja gesucht, und es wird sicher jemand glücklich sein, in dieser mittleren Stadt selbst Arbeit zu finden und nicht jeden Tag Kilometer zu fressen, um an den Arbeitsplatz zu kommen. Einfach mehr Wert darauf legen, was die Person selbst mitbringt udn kann, gerade auch an Soft Skills, und die formalen Qualifikationen nicht überbewerten.Was die Kompetenzen der Mitarbeiter angeht: das kann ich mir leider nur begrenzt aussuchen. Das Unternehmen ist in einer mittelgroßen, nicht besonders attraktiven Stadt mit Nähe zu drei größeren Städten mit namhaften Konzernen, d.h. die High Potentials gehen alle in die Konzerne.
Das sagst du auch so? also die Erwartung, welche Arbeiten sie selbständig und ohne Aufsicht machen sollen?Andererseits denke ich mir aber, dass es nach x Veranstaltungen schon möglich sein sollte, das mal überwiegend eigenständig umzusetzen.
fachliche Aufgaben kannst du nicht delegieren?Wenn ich eure Kommentare so reflektiere, denke ich, dass das Problem ist, dass ich neben den Führungsaufgaben noch eine Menge fachliche Aufgaben habe, die ich kaum bewältigen kann, wenn ich mich ständig um Dinge kümmern muss, welche die Mitarbeiter eigentlich eigenständig machen sollten und könnten.... Aber dafür gibt es wohl kein Patentrezept...
gruss, barbara
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27.03.2016, 11:30Inaktiver User
AW: Mitarbeitern Freiraum geben - Erfahrungen damit
Das finde ich selbst für einen Junior-PM oder sogar PM Assistent eine arge Underperformance und null pro -aktiv.
Vermutlich habt ihr da wirklich die falschen Leute.
Ansonsten: Hast Du Dich mal mit Social Styles beschäftigt? - Es liegt halt nicht jedem Typus, selbstständig zu arbeiten. Und manche Naturelle wird man da auch nicht hinführen können.
Die sind m.E. aber auch nicht für PM geeignet.
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27.03.2016, 11:33Inaktiver User
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27.03.2016, 11:34Inaktiver User
AW: Mitarbeitern Freiraum geben - Erfahrungen damit
Was ist ein PM?
Projektmitarbeiter?
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27.03.2016, 11:49
AW: Mitarbeitern Freiraum geben - Erfahrungen damit
Da stimme ich zu. Keine Alternative präsentieren zu können oder selbst nach ein paar Events nicht zu wissen, dass man mit Vorlauf einladen muss, spricht nicht für Mitarbeiter, die kompetent sind. Da habe ich schon Praktikanten gesehen, die pfiffiger waren.
Wie sind denn die Mitarbeiter qualifiziert und wie lange sind sie schon in Deinem Team, dass sie so einfache Aufgaben nicht selbstständiger bearbeiten können. Wie verlaufen denn Eure Mitarbeitergespräche?
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27.03.2016, 11:53Inaktiver User


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