Antworten
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 15
  1. User Info Menu

    Vom öff. Dienst zurück in die freie Wirtschaft

    Hat hier vielleicht jemand von der freien Wirtschaft in den öffentlichen Dienst gewechselt und später wieder zurück?

    Ich habe gerade das Gefühl alles falsch gemacht zu haben.

    Ich habe nach dem Studium in der freien Wirtschaft gearbeitet ca. 4 Jahre lang, doch dem Unternehmen ging es schlechter nachdem es an die Börse ging und ich wollte etwas mehr Sicherheit im Leben. Fand eine ganz nette Stelle im öffentlichen Dienst, da wurde mir viel versprochen, aber zu meiner Überraschung passte das Gehalt ganz gut. Zudem ist die Altersvorsorge auch klasse!!

    Doch es ist so schlimm geworden. Seit 1,5 Jahren langweile ich mich fast zu Tode. Dort wird kaum etwas gearbeitet. Das konnte ich mir nie vorher vorstellen, dass so etwas wirklich möglich ist, aber die Leute sitzen nur ihre Zeit dort ab. Ich komme mir schon so vor als wäre ich total verblödet und gar nicht mehr tragbar für die freie Wirtschaft.

    Nun habe ich eine interessante Stelle gefunden, aber 1. finde ich einen Wechsel nach 1,5 Jahren etwas früh und 2. habe ich wirklich Angst, dass ich der freien Wirtschaft gar nicht mehr gewachsen bin. Ich habe mittlerweile ein Arbeitstempo, das dem einer seeeehr langsamen Schnecke gleicht. Mehr wurde ja nie verlangt. Genau genommen bin ich Zeitdruck gar nicht mehr gewohnt. Ich kann kommen und gehen und bleiben so lange ich mag, aber mich macht es auch total krank, ich muss da weg.

    Hat man da überhaupt noch eine Chance auf dem Markt??

  2. Moderation

    User Info Menu

    AW: Vom öff. Dienst zurück in die freie Wirtschaft

    Das Thema hatten wir letztlich schon mal.

    Ich denke es kommt durchaus auf die Branche und die Arbeitsbeschreibung an.
    Aber so wie du es schilderst würde ich auf jeden Fall schnell wechseln und sofort Bewerbungen schreiben.

    Und für die freie Wirtschaft kann es gut sein, ein bisschen Insiderwissen von der "anderen" Seite zu haben.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  3. User Info Menu

    AW: Vom öff. Dienst zurück in die freie Wirtschaft

    Puh, mein Problem ist, dass ich gar nicht weiß, welches Wissen hier eigentlich Anwendung findet. Nicht mal ist klar wofür wir eigentlich arbeiten. Es werden Aufgaben und Projekt erfunden, damit man irgend etwas hat, was man tun kann. Es ist auch keine gewöhnliche Arbeitsumgebung wie ich sie sonst so kenne. Ich kam aus der IT Branche und ging auch dort wieder zur IT, nur ist es im Prinzip gar keine IT. Es wird nicht nach einem Prinzip gearbeitet, es gibt keine Arbeitsanweisungen oder Dokumentationen.

    Fändest du es nach 1,5 Jahren schon sehr früh wenn ich mich wieder wegbewerbe? Sieht das komisch aus?

  4. User Info Menu

    AW: Vom öff. Dienst zurück in die freie Wirtschaft

    Ich würde es an Deiner Stelle probieren. Meiner Meinung nach sind 1,5 Jahre nicht "zu kurz".

    Habe auch schon im ÖD gearbeitet und weiß, wovon Du sprichst. Manche reißen sich dort den Allerwertesten auf und andere drehen Däumchen oder machen sich nen Lenz.

  5. User Info Menu

    AW: Vom öff. Dienst zurück in die freie Wirtschaft

    Im Gegenteil, Du solltest nicht zusehen, dass Du noch eine "Schamfrist" absitzt (die obligatorischen 2 oder mehr Jahre), sondern so schnell wie möglich schauen, dass Du anderweitig unterkommst. Denn es ist authentisch und völlig nachvollziehbar, wenn Du gleichzeitig als Grund für den Wechsel angibst, dass der öffentliche Dienst halt nicht Dein Ding ist (natürlich ohne den öffentlichen Dienst abzuwerten). Aber jeder weiß, dass man da eben auch der Typ dafür sein muss.
    Jeder Fehler erscheint unglaublich dumm, wenn andere ihn begehen (G.C. Lichtenberg).

  6. User Info Menu

    AW: Vom öff. Dienst zurück in die freie Wirtschaft

    Ich würde es probieren. Wenn Dein Job so langweilig ist, würde ich gehen. Langeweile ist fürchterlich.

    Ich hatte es genau andersrum. War kurz in der freien Wirtschaft zur Überbrückung nach dem Studium. Bin komplett verblödet und vor Langeweile gestorben.

    Jetzt bin ich seit vielen Jahren im öffentlichen Dienst. Wechsle alle paar Jahre meine Stelle um voranzukommen. Und ich arbeite wirklich mit hängender Zunge, bin aber selbst schuld. Aber ich finde arbeiten wie eine Schnecke fürchterlich.

    Eine Kollegin, die frisch zu uns kam, von einer anderen Stelle im öffentlichen Dienst, hat genau auch diesem Grund gewechselt. Ihre alte Stelle war sterbenslangweilig, ohne Aufstiegschancen. Jetzt hat sie enorm viel um die Ohren, ist aber deutlich zufriedener.

    Also mache es! Oder versuche im öffentlichen Dienst auf eine andere Stelle zu wechseln. Ich weiß natürlich nicht, ob es IT-Bereich dort überall so langweilig ist.

  7. User Info Menu

    AW: Vom öff. Dienst zurück in die freie Wirtschaft

    Danke für Eure Antworten. @Schussel, vielleicht liegt es ja wirklich an der IT? Ich habe leider keine Ahnung. Intern wechseln ist fast unmöglich außer ich mache etwas ganz anderes und ich möchte schon grundsätzlich auch das machen, wofür ich mal studiert habe (Informatik).
    Ich habe wahnsinnige Angst davor einen ganz blöden Fehler zu machen und in drei Jahre ganz stark zu bereuen dass ich diese enorme Sicherheit aufgegeben habe. Genau deshalb habe ich ja damals gewechselt und die ist wirklich toll. Mein Freund sagt immer, ich muss mich einfach anpassen dort und mich an das Tempo gewöhnen und ich soll doch genießen, dass alles so locker ist und keiner etwas von mir will und mein Geld trotzdem immer pünktlich kommt.

    Dennoch sah ich heute diese Stelle und dachte mir sofort, dass das etwas wäre, wo ich mal meinen Kopf wieder einsetzen könnte. Wo mal wieder die Welt da draußen etwas von mir braucht, wo man Ergebnisse sehen kann und so weiter.

    Andererseits gibt es noch die dritte Variante, über die ich gerade nachdenke. Wir wurden offiziell gebeten bei uns kurzzeitig (wenigstens aber für ein Jahr) beim BAFM (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) auszuhelfen. Wir bekämen unseren Tarif weiterhin, müsste eigentlich nicht einmal großartig den Standort dafür wechseln, nur ein paar Straßen weiter wäre das Einsatzgebiet. Ich habe überlegt ob ich das mache, damit ich etwas Sinnvolles tue und aushelfe, wo gerade Hilfe benötigt wird. Es wäre aber eher eine soziale Entscheidung und auch nicht von Dauer.

  8. User Info Menu

    AW: Vom öff. Dienst zurück in die freie Wirtschaft

    Die Einstellung von Deinem Freund in allen Ehren, aber da kann nur jemand mitreden, der das schon selbst erlebt hat. Von außen sagt sich das ganz leicht, aber mit Boreout (danach hört sich das für mich an) ist nicht zu spaßen und das kann krank machen. Ich war auch schonmal in dieser Falle - danke, nie wieder.

    Die dritte Variante mit dem BAMF finde ich gar nicht so schlecht. Du hast was um die Ohren und bist ausgelastet und kannst Deine Zeit im ÖD noch etwas ausdehnen, um Dich dann später halt woanders zu bewerben. Wärest Du denn dort beim BAMF auch in der IT tätig oder ganz fachfremd? Ich stelle mir das sehr interessant und horizonterweiternd vor für einen begrenzten Zeitraum.

  9. User Info Menu

    AW: Vom öff. Dienst zurück in die freie Wirtschaft

    Zitat Zitat von schubidu Beitrag anzeigen
    Die Einstellung von Deinem Freund in allen Ehren, aber da kann nur jemand mitreden, der das schon selbst erlebt hat. Von außen sagt sich das ganz leicht, aber mit Boreout (danach hört sich das für mich an) ist nicht zu spaßen und das kann krank machen. Ich war auch schonmal in dieser Falle - danke, nie wieder.

    Die dritte Variante mit dem BAMF finde ich gar nicht so schlecht. Du hast was um die Ohren und bist ausgelastet und kannst Deine Zeit im ÖD noch etwas ausdehnen, um Dich dann später halt woanders zu bewerben. Wärest Du denn dort beim BAMF auch in der IT tätig oder ganz fachfremd? Ich stelle mir das sehr interessant und horizonterweiternd vor für einen begrenzten Zeitraum.
    Das wäre ganz fachfremd. Es gibt wohl eine kurze Einarbeitung. Die sind dort derzeit maßlos überlastet und brauchen jede helfende Hand. Mir erscheint es sinnvoll und ich würde gerne helfen. Ich bekäme mein Geld wenigstens für eine Arbeit, die wir im Moment echt gebrauchen können und nach der jemand fragt. Letztendlich geht es wohl um den gesamten Asylprozess, der beschleunigt werden soll und muss.

    Es wäre sehr spontan und sobald ich mich melde ginge es dann auch fast schon los. Vielleicht bin ich ganz mutig und melde mich schon direkt morgen früh, dann hätte ich vielleicht schon ab Montag etwas zu tun.

    Vielleicht mache ich das jetzt erstmal, damit ich aus der Situation schonmals raus bin und tätig werden kann ab sofort und bewerbe mich trotzdem mal auf die ausgeschriebene Stelle. Die kann ja dann trotzdem doof sein.

  10. User Info Menu

    AW: Vom öff. Dienst zurück in die freie Wirtschaft

    Ich würde es machen an Deiner Stelle. Gleichzeitig schonmal bewerben kann auch nicht schaden .

Antworten
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •